{"id":34441,"date":"2015-02-21T19:25:57","date_gmt":"2015-02-21T18:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=34441"},"modified":"2015-02-21T19:25:57","modified_gmt":"2015-02-21T18:25:57","slug":"generalversammlung-der-ig-autoren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=34441","title":{"rendered":"Generalversammlung der IG-Autoren"},"content":{"rendered":"<p>Wiedermal ein Wochenende als Einzeldeligierte bei der GV der IG-Autoren, Berufspolitik f\u00fcr eine, die ja eigentlich sehr jenseits steht und trotzdem oder wahrscheinlich gerade deshalb so begierig, Jahr f\u00fcr Jahr zu den Sitzungen geht. Seit den Achtzigerjahren, das habe ich schon <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/23\/von-den-ig-autoren-zur-anderen-buchmesse\/\">einmal geschrieben<\/a>, tue ich das schon, zuerst war das, glaube ich, in der Annagasse, da kann ich mich daran erinnern, wie Gerhard Kofler mit einer Aktentasche kam und daraus ein Buch, wahrscheinlich seines, nahm und es jemanden gab oder zeigte, sp\u00e4ter dann im Literaturhaus.<\/p>\n<p>Es beginnt Samstag um zehn oder\u00a0 eine halbe Stunde sp\u00e4ter, bis die Beschlu\u00dff\u00e4higkeit gegeben ist, so steht man herum, trinkt Kaffee, i\u00dft von dem bereitstehenden Kuchen, nimmt sich die Antr\u00e4ge, die sp\u00e4ter behandelt werden oder tratscht und plaudert mit den Kollegen, die oftmals aus den Bundesl\u00e4ndern angereist kommen und die man nur einmal im Jahr n\u00e4mlich bei den IG-Autoren sieht oder auch andere, die Frauen vom Arbeitskreis oder vom Lesetheater, die waren heute eher d\u00fcnn ges\u00e4ht, aber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/02\/zum-volksstimmefest\/\">die<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/01\/volksstimmefest-2\/\">Rizys<\/a> waren da, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/29\/phantasie-und-wirklichkeiten\/\">Christl Greller,<\/a> die mir sp\u00e4ter ihr &#8220;Podium-Gedichtb\u00e4ndchen&#8221; zum runden Geburtstag schenkte und andere, von denen ich nur die Gesichter, aber nicht die Namen kenne.<\/p>\n<p>Um halb elf er\u00f6ffnete Gerhard Ruiss, entschuldigte einige Kollegen, gab den Rechnungsbericht durch und erz\u00e4hlte wieder einmal, was die IG alles so, trotz schrumpfenden Budgets f\u00fcr ihre Mitglieder macht. Auftritte bei den Messen in Leipzig oder Frankfurt, den St\u00fcckeb\u00f6rsekatalog und die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/27\/verlagsvertrag\/\">Aushandlung des Mustervertrages,<\/a> der ja vor kurzem gro\u00df gefeiert wurde.<\/p>\n<p>Peter Paul Wipplinger, ein engagiertes Vorstandsmitglied fragte, wann wieder Geld f\u00fcr das &#8220;Handbuch der IG Autoren&#8221; da sei, das letzte ist, glaube ich von 1995 oder Anfangs 2000, also total veraltet und wieder wurde diskutiert, ob sich da eine Printausgabe \u00fcberhaupt lohnt?<\/p>\n<p>ich sage nein, denn wenn die fertig ist, ist der erste schon gestorben oder umgezogen und die Adresse stimmt nicht mehr, aber Gerhard Ruiss, von dem ich am Morgen im Schrank das Gedichtb\u00e4ndchen &#8220;Cafe Sarajewo&#8221; gefunden h\u00e4tte, aber leider hatte ich mir das B\u00fcchlein vor Jahren, als der &#8220;Thalia&#8221; noch &#8220;Amadeus&#8221; hie\u00df und in der unteren Marihilferstra\u00dfe angesiedelt war, um zehn Schilling gekauft, was Gerhard Ruiss, als ich ihm das damals erz\u00e4hlte, sehr emp\u00f6rte, das seine B\u00fccher in Abverkaufskisten liegen, ist der Meinung, da\u00df die IG das Personal nicht hat, eine Online-Ausgabe zu betreuen.<\/p>\n<p>Dann folgte <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/21\/ludwig-laher-lesung\/\">Ludwig Laher <\/a>auf das Podium und stellte eine Studie vor, die der f\u00fcr die IG erstellte, n\u00e4mmlich eine Befragung von dreihundert ausgew\u00e4hlten \u00f6sterreichischen Autoren, Selfpublisher waren nat\u00fcrlich ausgeschlo\u00dfen, als ob die nicht schreiben k\u00f6nnten, wie sie es mit der Rechtschreibung hielten und interessant ist, etwa zehn Prozent halten sich an die alte, zehn an die neue und der Rest mischt.<\/p>\n<p>Da habe ich ja auf meinen Blog die Erfahrung gemacht, da\u00df ich immer wieder darauf <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/#comments\">angeschrieben<\/a> werde, da\u00df ich mich an die alte halte, bzw. \u00fcberhaupt an meine eigene und ich war Anfangs verwundert, weil ich dachte, das t\u00e4ten alle, die j\u00fcngeren haben die neue aber inzwischen in der Schulde gelernt und verwenden sie wahrscheinlich deshalb, die meisten Autoren mischen und die IG unterst\u00fctzt, was ich auch sehr tr\u00f6stlich finde, die individuelle Schreibweise, will sich in ihren Aussendungen aber an die Mehrheitsmeinungen halten. Das wurde auch abgestimmt und interessant ist da, da\u00df die meisten Autoren, sich bez\u00fcglich des scharfen &#8220;\u00df&#8221; angepasst haben. Ich, wie man sieht, nicht und wurde da auch schon einmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/20\/indie-bucher\/#comments\">angegriffen<\/a>.<\/p>\n<p>Es ging dann weiter mit Fragen bez\u00fcglich der Zentralmatura und dem Deutschunterricht, das soll jetzt Deutsch und Literatur hei\u00dfen und eine Leseliste soll es auf Empfehlung der IG auch geben, in der Ausbildung der Studenten soll die Literatur aber\u00a0 nur sehr verk\u00fcrzt vorkommen, so nach dem Motto, da\u00df der Student nach bestandener Pr\u00fcfung den H\u00f6rsaal verl\u00e4\u00dft und laut &#8220;Juchu, nie wieder lesen!&#8221;, schreit.<\/p>\n<p>Das ist ein Witz, aber es gibt in Nieder\u00f6sterreich ein Projekt, das hei\u00dft &#8220;Schulhausroman&#8221;, da schreiben Autoren, wahrscheinlich auch keine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/20\/indie-bucher\/\">Selfpublisher<\/a> mit Hauptsch\u00fclern an einen Roman, um ihre Kreativit\u00e4t zu f\u00f6rdern, ihr Selbstbewu\u00dftsein zu steigern, sie von Gewalt und Extremissmus abzuhalten, etc und obwohl das sicher ein sehr f\u00f6rderbares Projekt ist, wurde der Geldhahn abgedreht.<\/p>\n<p>Dann gab es die Mittagspause mit dem traditionellen W\u00fcrstlbuffet, Wurst und K\u00e4se und Obst gab es auch und ich unterhielt mich mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/30\/komplizen-des-glucks\/\">O.P. Zier \u00fcber seinen neuen Roman<\/a>, den ich\u00a0 vor kurzem gelesen habe und mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/12\/schwimmfuchslein\/\">Judith Gruber<\/a>, die\u00a0 meinen Blog regelm\u00e4\u00dfig liest, etwas sp\u00e4ter \u00fcber die<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/31\/storungen\/\"> St\u00f6rungen<\/a>, die ich mit meinem verschmutzen L\u00fcfter hatte.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter mit den Antr\u00e4gen, \u00fcber den ORF und dar\u00fcber, da\u00df das Funkhaus ausgegliedert und \u00d61 vielleicht eingestellt werden soll, haben wir schon fr\u00fcher diskutiert, Peter Paul Wipplinger hatte noch zwei \u00fcber rechtsradikale \u00c4u\u00dferungen und die Familienministerin will das gedruckte Schulbuch abschaffen und durch ein I Pad in der Hoffnung ersetzen, da\u00df die Sch\u00fcler dann so vom Computer genug kriegen, da\u00df sie am Nachmittag auf B\u00e4ume klettern.<\/p>\n<p>Auch eine seltsame Idee, aber insgesamt scheint das Kulturgut Buch und das Lesen schon ein bi\u00dfchen bedroht zu sein.<\/p>\n<p>Es gab noch einmal Kaffee und Kuchen und um halb sechs wieder Wurst und K\u00e4se und am Sonntag wird es mit Antr\u00e4gen von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/23\/bei-den-dialektautoren\/\">El Awadalla<\/a> und anderen, bez\u00fcglich Lesehonorae, Antragsformulare etc, weitergehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wiedermal ein Wochenende als Einzeldeligierte bei der GV der IG-Autoren, Berufspolitik f\u00fcr eine, die ja eigentlich sehr jenseits steht und trotzdem oder wahrscheinlich gerade deshalb so begierig, Jahr f\u00fcr Jahr zu den Sitzungen geht. 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