{"id":33658,"date":"2015-01-12T00:38:19","date_gmt":"2015-01-11T23:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=33658"},"modified":"2015-01-12T00:38:19","modified_gmt":"2015-01-11T23:38:19","slug":"bibliotherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=33658","title":{"rendered":"Bibliotherapie"},"content":{"rendered":"<p>Am Freitag bin ich auf der Facebookseite vom Writersstudio auf einen interessanten Artikel gesto\u00dfen &#8220;Lesen als Medizin&#8221;, eine f\u00fcnfteilige Serie des WRD, wo es um verschiedene Intiativen ging, die Lesen als Therapie bzw. in Gruppen anbieten.<\/p>\n<p>Das gibt es zum Beispiel das Fritz Pearls Institut in Deutschland, wo der Psychologe Hilarion Petzold eine eigene Bibliotherapieausbildung f\u00fcr interessierte Psychologen, Lehrer, Bibliothekare, Altenhelfer, etc anbietet, die amerikanische Erfolgsautorin Siri Husvuedt von der ich vor kurzem, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/10\/13\/die-zitternde-frau\/\">&#8220;Zitternde Frau&#8221;<\/a> gelesen habe, gibt Kurse in psychiatrischen Kliniken und in England kann man sich angeblich bei Depressionen, leicht bis mittelschwer, B\u00fccher statt oder und Psychopharmaka von der Krankenkassa verordnen lassen.<\/p>\n<p>Das erinnert mich an &#8220;Die Romantherapie&#8221;, Bestellerbuch des letztes Jahres, das mit einer eigenen <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/Romantherapie\">Facebookseite<\/a> f\u00fcr jedes Wehwechen von A wie Abschied bis Z Zentralmatura, f\u00fcge ich jetzt hinzu, ein eigenes Buch anbietet. F\u00fcr die Zentralmatura w\u00fcrde ich den<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/17\/die-gefahren-der-vielseitigkeit\/\"> Friedrich Torberg<\/a> empfehlen, das ist jetzt meine Idee, im &#8220;Rezept O Mat&#8221; gibts unter Z Zeit und Zur\u00fcckweisung, 253 Romane werden aber angeboten und man kann die Liste beliebig mit eigenen Vorschl\u00e4gen erweitern.<\/p>\n<p>Und das ist etwas, das mich die schreibende und bloggende Frau mit den B\u00fccherbergen, der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Endlosleseliste<\/a> und der immerw\u00e4hrenden Vorstellung einen Roman zu schreiben, wo eine Frau mit Depressionen in ihrer Pension ihre B\u00fccher aufliest, nat\u00fcrlich sehr faszinierend, obwohl ich es Angesichts meiner B\u00fccherberge umgekehrt mache, ich nehme nicht mein Wehwechchen und schaue dann nach, was ich dagegen lesen kann, sondern lese meine Liste mehr oder weniger stringent hununter, aber da hat es im vorigen Jahr noch ein Buch gegeben, das sowohl mich, als auch die B\u00fccherbloggerszene faszinierte und das genau in diese Bresche schl\u00e4gt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/10\/ein-buch-pro-tag\/\">Nina Sankovich &#8220;Tojstoi und der lila Sessel&#8221; <\/a>, wo die Autorin nach einem Todesfall, ein Jahr lang jeden Tag ein Buch gelesen und danach dar\u00fcber geschrieben hat.<\/p>\n<p>Etwas, das ich auch gern tun w\u00fcrde, das hei\u00dft dar\u00fcber schreiben, beim Lesen schaffe ich, das habe ich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/14\/uberbleiben\/\">jetzt gesehen<\/a> keine zweihundert B\u00fccher im Jahr, weil ich ja noch etwas andereres tun will oder mu\u00df, n\u00e4mlich meine Praxis, schreiben, meine Familie, zu Veranstaltungen gehen, etc, aber die Vorstellung finde ich sehr fazinierend und B\u00fccher \u00fcbers Lesen, Buchhandlungen, Bibliotheken scheinen jetzt \u00fcberhaupt zu boomen. bzw. gibt es immer mehr davon.<\/p>\n<p>Petra Hartlieb hat \u00fcber ihre &#8220;Wunderbare Buchhandlung&#8221; geschrieben und ich habe in meinen B\u00fccherbergen auch schon eine kleine Sammlung von B\u00fcchern \u00fcbers Lesen.<\/p>\n<p>Anne Fadimann &#8220;Ex Libris&#8221; zum Beispiel oder das der 1904 in Wien geborenen Friederike Manner &#8220;Lesen aber was?&#8221;, wahrscheinlich eine ganz besonderes bibliophiles Gustost\u00fcckerl und w\u00fcrde auch die beiden oben genannten B\u00fccher gerne finden und lesen.<\/p>\n<p>Es gibt auch verschiedene Lesezirkel, die WDR-Reihe berichtet von einem einer ehemaligen englischen Sozialhilfempf\u00e4ngerin, das scheint auch zu boomen, war ja das auch angeblich Joanne K. Rowling, bevor sie den Harry Potter&#8221; schrieb, die mit &#8221; the Reader&#8221; eine &#8220;britische Leserevolution&#8221; startete und ich empfehle meinen Klienten auch gelegentlich B\u00fccher, zum Beispiel einmal die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/24\/ins-ohr\/\">Evelyn Grill<\/a> einer Frau in einer Scheidungskriese, obwohl ich keine Bibliotherapie betreibe, sondern mich eher mit der Frage herumschlage, wie ich es schaffe, meine B\u00fccherberge aufzulesen?<\/p>\n<p>Da habe ich ja immer die verschiedensten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/28\/bucherbeschrankung\/\">Ideen<\/a> mit denen ich mehr oder weniger lustvoll scheitere, dar\u00fcber schreibe und \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dreizehn.html\">sechszigj\u00e4hrige<\/a> Sozialhilfeempf\u00e4ngerin,<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\"> depressiv<\/a> etc,\u00a0 die ihre <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_vergessen.html\">B\u00fccherberge<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bruederschaft.html\">aufliest,<\/a> w\u00fcrde ich ja auch gerne schreibe, habe es schon versucht und jetzt wieder eine diesbez\u00fcgliche Idee, was mein n\u00e4chstes Projekt betreffen k\u00f6nnte, habe ich da doch heute vormittag &#8220;Die Bibliophilin&#8221; in mein kleines schwarzes Moleskino\u00a0 geschrieben, dazu den Namen Thekla Morgenstern, die k\u00f6nnte ungef\u00e4hr sechzig sein und die Frizi Jelinek aus der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> k\u00f6nnte, inzwischen etwas \u00e4lter geworden und sowohl Schreibtrainerin als auch Bibliotherapeutin, wieder auftauchen, ein platonisches Verh\u00e4ltnis zu den polnischen Pfarrer Janus Warszinski haben, wieder in Wien wohnen, etc<\/p>\n<p>Ja, ich wei\u00df das geht schnell, habe ich erst <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/05\/schreibkrisen\/\">vor kurzem<\/a> etwas von Zeit lassen, wenn ich im Februar oder M\u00e4rz mit dem korrigieren des &#8220;Nanuowrimonovels&#8221; fertig bin <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/11\/writers-retreat\/\">geschrieben<\/a>, von &#8220;Writerretreats&#8221;, Schreibwerkst\u00e4tten und Materialsammeln bis ich dann im November mit der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/05\/funfter-dezember\/\">&#8220;Nika Weihnachtsfrau&#8221;<\/a> den neuen &#8220;Nanowrimo&#8221; starte, der ein Adventkalender werden soll.<\/p>\n<p>Das das Zeilassen, das Sammeln, Recherchieren kann ja sein und habe ich auch vor, die Idee mit der Bibliotherapie ist aber fanzinierend, denn das Lesen und das Schreiben l\u00e4\u00dft mich so leicht nicht los und meine B\u00fccherberge auch nicht, da habe ich ja gerade den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/15\/die-beschissenheit-der-dinge\/?preview=true\">Dimitri Verhulst<\/a>, auch ein Fund aus dem B\u00fccherschrank beendet, und mit Alberto Moravias &#8220;Die R\u00f6merin&#8221; angefangen, plane neben den &#8220;Writerretreats&#8221;, mehrere &#8220;Lesemarathons&#8221;, um das mit dem &#8220;Blauen Sessel&#8221; vielleicht doch irgendwie zu schaffen, denn ich denke, der Reiz am Lesen ist f\u00fcr mich schon die Leseliste mehr oder weniger stringent hinunterzulesen.<\/p>\n<p>Faszinierend, die Mischung zwischen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/31\/alt-oder-neu\/\">alt und neu,<\/a> wenn man so zu den B\u00fccherbloggern blickt, da trifft bei einigen\u00a0 wirklich zu, was &#8220;Leselustfrust&#8221; et al schon seit Jahren bem\u00e4ngeln, sie lesen zur selben Zeit, die selben B\u00fccher, die die Verlage gerade herausbringen und\u00a0 als Rezensionsexemplare zu ihren gekommen ist.<\/p>\n<p>Im vorigen Jahr hat beiispielsweise der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/31\/gefahrliche-geliebte\/\">Haruki Murakami<\/a> das Lesejahr begonnen, im Herbst und Winter waren es Karen K\u00f6hlers Erz\u00e4hlband &#8220;Wir haben Raketen geangelt&#8221; und Nino\u00a0 Haratschiwili &#8220;Das achte Leben&#8221;, etc, ein Jahr sp\u00e4ter kr\u00e4ht nach diesen B\u00fcchern dann kein Hahn und man kann sie, wenn man Gl\u00fcck hat, um einen Euro in einer Abverkaufskiste ziehen und das ist ja, was mich fasziniert, solche B\u00fccher stehen ja gerade auf meiner B\u00fccherliste.<\/p>\n<p>Heuer einige von den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/25\/lesebuch-zur-longlist-deutschen-buchpreis-09\/\">dBp-Listen von 2009<\/a> und dann auch noch ganz ganz Altes aus den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/13\/bucher-lesen\/\">B\u00fcchersschr\u00e4nken meiner Eltern<\/a> und ich denke diese Mischung machts und ist das spannende f\u00fcr mich, da brauche ich gar nicht lang nachzudenken, welches Buch ich lesen m\u00f6chte, wenn ich beispielsweise Zahnweh habe.<\/p>\n<p>Aber seit einigen Jahren, nehme ich mir auf meine Urlaube B\u00fccher von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/20\/ungarische-literaturimpressionen\/\">Autoren des jeweiligen Landes<\/a> mit, lese im Sommer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/13\/sommerlekture\/\">Sommerb\u00fccher<\/a> und im Winter welche \u00fcber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/30\/advent-ist-im-dezember\/\">Weihnachten<\/a> und das ist auch eine Art von Bibliotherapie oder Buchgestaltung und B\u00fccher \u00fcbers Lesen oder Bibliotheken faszinieren nach wie vor und so werde ich mich auch freuen, wenn ich einmal das Hartlieb-Buch in den Schr\u00e4nken finde, obwohl ich es im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/25\/in-die-letzte-woche\/\">letzten Jahr am 24. Dezember<\/a> in der Buchhandlung &#8220;Thalia&#8221; durchgebl\u00e4ttert und angelesen habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag bin ich auf der Facebookseite vom Writersstudio auf einen interessanten Artikel gesto\u00dfen &#8220;Lesen als Medizin&#8221;, eine f\u00fcnfteilige Serie des WRD, wo es um verschiedene Intiativen ging, die Lesen als Therapie bzw. in Gruppen anbieten. 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