{"id":32073,"date":"2014-11-05T22:15:38","date_gmt":"2014-11-05T21:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=32073"},"modified":"2014-11-05T22:15:38","modified_gmt":"2014-11-05T21:15:38","slug":"stadt-wien-stipendiaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=32073","title":{"rendered":"Stadt Wien Stipendiaten und f\u00fcnfter Nanowrimotag"},"content":{"rendered":"<p>Oktober Musa diesmal mit Dieter Sperl und Gabriele Petricek beide Stipendiaten der Stadt Wien des Jahres 2014 und bei Dieter Sperl, dem experimentellen, dem sperrigen, war ich mir nicht ganz sicher, ob er nicht schon im Vorjahr bei den<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/03\/der-menschheit-wurde-und-dramatik\/\"> MUSA-Lesern war. Vielleicht war er im Publikum<\/a> und auf jeden Fall habe ich ihm in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/17\/5-1-kanal-surround\/\">&#8220;Alten Schmiede&#8221;<\/a> schon zweimal <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/27\/entgrenzungen\/\">geh\u00f6rt<\/a>. Zuerst aber kam Julia Danlelczyk mit der Einleitung und die wies auf den heute stattfindenden Tagebuchtag, eine Veranstaltung, die es seit einigen Jahren gibt und die offenbar sehr erfolgreich ist, hin, denn Julia Dalieczyk sah Parallelen zu den beiden Lesenden, schien sie mit dem Tagebuch zu verbinden, was allerh\u00f6chstens bei dem 1966 in wolfsberg geborenen Sperl zutreffen k\u00f6nnte, der einige Tagebuch genannte Texte oder Ver\u00f6ffentlichungen hat, die aber Aphorismen, literarische Splitter, Anmerkungen und sogar Kochrezepte sind.<br \/>\nEinen solchen Text las er, sch\u00f6ne S\u00e4tze und dann, wie seine Mutter &#8220;Scheiterhaufen&#8221; zubereitete, was Franz Morak \u00fcber die Stipendiaten sagte, das was sehr zynisch. Als er Staatssekret\u00e4r war, hat er auch gesagt, da\u00df der K\u00fcnstler die Kreativit\u00e4t h\u00e4tte, sich \u00fcber &#8220;Blau Schwarz&#8221; hinwegzuphilosophieren und in dem Film \u00fcber Erzherzog Johann mit Tobias Moretti, den ich mir vor kurzem angesehen habe, hat er auch einen sehr zynischen Kaiser Franz I dargestellt.<br \/>\nDieter Sperl las seine sch\u00f6nen experimentellen S\u00e4tze, k\u00e4mpfte dazwischen mit dem Mikrophon. Danach kam <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/05\/im-textstand\/\">Gabriele Petricek<\/a>, die ich ich jetzt sch\u00f6n l\u00e4nger nicht bei Veranstaltungen gesehen habe. Es hat auch ihr Hut gefehlt. Sie war aber sehr elegant, ist Canetti-Stipendiatin und hat einen Text aus einer Anthologie gelesen, der im Rahmen einer Tausendjahrfeier des Stiftes Melk entstanden ist, da wurden offenbar einige Autoren, ich nat\u00fcrlich nicht, eingeladen, einen Text \u00fcber den heiligen Koloman zu schreiben und Gabriele Petricek hat das h\u00f6chst k\u00fcnstlerisch getan und dann noch dementsprehend entr\u00fcckt vorgetragen.<br \/>\nSie f\u00e4hrt mit dem Zug in Richtung Westen, Salzburg, Innsbruck, l\u00f6st dabei Kreuzwortr\u00e4tseln, in St. P\u00f6lten bleibt der Zug l\u00e4nger stehen, eine Durchsage erscheint, es gibt einen Sonderzug nach Melk, auf einmal erscheint ein seltsamer Mann in einem schwarzen Anzug, der den Koffer der Ich-Erz\u00e4hlerin nimmt, sie zu diesem Zug bringt, mit ihr nach Melk f\u00e4hrt und dann eine wahre Suada seiner Leiden auf sie losl\u00e4\u00dft, der heilige Koloman, war offenbar ein Ire, der deutschen Sprache nicht m\u00e4chtig, wurde in Stockerau ermordet und dann geschah ein Wunder und seine Gebeine ruhen seit tausend Jahre in Melk.<br \/>\nEine sehr sch\u00f6ne k\u00fcnstlerische Geschichte, die Gabriele Petricek da verk\u00fcrzt gelesen hat, Anspielungen auf Leopold Bloom, den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/17\/bloomsday-und-apostoloff\/\">Bloomsday<\/a> und James Joyce gibt es auch.<br \/>\nGabriele Petricek hat auch ein Buch \u00fcber Joyce geschrieben und d\u00fcrfte Mitglied eines Geheimbundes sein, der sich jeden Freitag in einem Restaurant trifft, um dort Innereinen zu verspeisen.<br \/>\nNun gut, die Geschm\u00e4cker sind verschieden. Nachher gab es wieder Brot und Wein, aber nur sehr wenige, die sich um den Tisch dr\u00e4ngten. Alle meine Bekannten waren nicht da. Nur Wolfgang Helmhart tauchte irgendwann auf, mit dem ich mich lange \u00fcber mein Work on progess, meinen gegenw\u00e4rtigen <a href=\"http:\/\/nanowrimo.org\/participants\/eva-jancak\/novels\/im-namen-des-vaters\/stats\">&#8220;Nanowrimo&#8221;<\/a> unterhielt, mit dem ich auch wieder sehr gut weitergekommen bin.<br \/>\nInzwischen gibt es schon 19.750 W\u00f6rter oder sechzehn Szenen bzw. einundvierzig Seiten. Die Veronika hat ihre Patientenverf\u00fcgung zum Patientenanwalt gebracht, am nach Hause weg rosa und blaue Wolle f\u00fcr die Erstausstattung ihres Enkelkindes, das Moritz oder Larissa hei\u00dft, wenn es geboren werden wird, gekauft. Vor ihrem Haus wieder Hubert Fabian getroffen, der ihr Cardinalschitten bringt und dann ruft Paula an und sagt, es gibt eine Komplikation, das Kind wird m\u00f6glicherweise behindert sein.<br \/>\nSo weit so what und wieder flott dahin und ich f\u00fcrchte fast, weiter als drei\u00dfig bisvierzigtausend Worte werde ich nicht kommen. Aber dazwischen werden ohnehin einige Unterbrechungen sein, das Geburtstagsfest, die &#8220;Buch-Wien&#8221;, die &#8220;Literatur im Herbst&#8221; und in Ungarn, wo ich schreiben kann, werden wir kein Internet haben.<br \/>\nAber wenn ich vordergr\u00fcndig fertig bin, werde ich, habe ich mir vorgenommen, Material sammeln, einen zweiten oder dritten Handlungsstrang einf\u00fchren, Szenen schreiben, etc. Wenn es sein mu\u00df alles wild durcheinander, mit dem Ziel bis zum Drei\u00dfigsten die f\u00fcnfzigtausend Worte zu schaffen und danach in Ruhe ordnen und korrigieren.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/09\/noch-einmal-hauptbucherei\/\">Cornelius Hell<\/a>, der diese Woche, in den &#8220;Gedanken f\u00fcr den Tag&#8221; zu h\u00f6ren ist und Georg Trakl gedenkt, der sich vor hundert Jahren eine \u00dcberdosis Morphium oder dergleichen gegeben hat, weil er den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/05\/es-ist-fruhling-und-ich-lebe-noch\/\">ersten Weltkrieg<\/a> als Sanit\u00e4ter nicht mehr ausgehalten hat, war auch im Publikum und den werde ich wahrscheinlich auch in der Donau Louge bei der &#8220;Buch-Wien&#8221; treffen und so wie es aussieht, wurde ich nicht f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/www.buchwien.at\/quiz\/\">Literatur Quiz<\/a> ausgew\u00e4hlt was nat\u00fcrlich nichts macht, aber trotzdem schade ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oktober Musa diesmal mit Dieter Sperl und Gabriele Petricek beide Stipendiaten der Stadt Wien des Jahres 2014 und bei Dieter Sperl, dem experimentellen, dem sperrigen, war ich mir nicht ganz sicher, ob er nicht schon im Vorjahr bei den MUSA-Lesern &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=32073\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-32073","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32073"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32073\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}