{"id":32012,"date":"2014-11-13T00:15:01","date_gmt":"2014-11-12T23:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=32012"},"modified":"2014-11-13T00:15:01","modified_gmt":"2014-11-12T23:15:01","slug":"kindfrau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=32012","title":{"rendered":"Kindfrau"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/13\/lolita\/\">&#8220;Lolita-Thema&#8221;<\/a> neu entdeckt, aufgerollt von einer f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen, in St. P\u00f6lten geborenen, jungen Frau, die Deutsch und Geschichte studierte, an ihrer Dissertation schreibt und deren Debutroman bei <a href=\"http:\/\/www.picus.at\/4DCGI\/moreinfo\/s=5B4A851503E346E3B033031257F74801417D3927\/l=1\/2107\/x=0\/w=5\/c=25\/sc=48\/p=67110837\">&#8220;Picus&#8221;<\/a> erschienen ist, eine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/10\/30\/familienaufstellung\/\" title=\"Familienaufstellung\">weitere<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/19\/unter-dreisig\/\">&#8220;Unter Drei\u00dfigj\u00e4hrige&#8221;<\/a> in meiner Sammlung junger literarischer Talente, auf die ich von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/02\/reisen-auf-eigene-faust\/\">Robert Eglhofer<\/a> aufmerksam gemacht wurde, der mir  ihre Lesung bei der <a href=\"http:\/\/www.buchwien.at\/programm2014\/?topic=event&amp;eventid=4385\">&#8220;Buch-Wien&#8221;<\/a> empfahl.<br \/>\nSpannend, spannend, k\u00f6nnte man so sagen, obwohl ich am vorigen Samstagabend nach meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/01\/anfangsschwierigkeiten\/\" title=\"Anfangsschwierigkeiten\">&#8220;Nanowrimoarbeit&#8221;<\/a> eher schwer in das Buch hineingekommen bin, das aus vier Teilen besteht und immer wieder &#8220;Kursive-Abschnitte&#8221; hat, die zum \u00dcberfliegen auffordern, obwohl man dadurch vielleicht Wichtiges \u00fcbersieht. Denn das Buch springt locker von der Gegenwart in die Vergangenheit zur\u00fcck, hat manchmal auch zwei Erz\u00e4hlstimmen und die Heldin ist Angelika, eine Lehrerin, die gerade ihren f\u00fcnfunddrei\u00dfigsten Geburtstag feiert.<br \/>\nIhr Mann hei\u00dft Erich, liebevoll besorgt, teure Geschenke machend, aber nicht viel Zeit habend, weil immer in Sachen seiner Karriere unterwegs, von einer Bef\u00f6rderung zur anderen, daher viel im B\u00fcro oder auf Dienstreise, wovon er ihr dann liebevolle SMSe schreibt.<br \/>\nEr will ein Kind, sie eigentlich nicht.<br \/>\nIn dieser Ausgangslage begegnet sie Vincent wieder, einen um dreiundzwanzigj\u00e4hrigen \u00e4lteren Mann und kommt  in ihre Kindheit zur\u00fcck, als sie zw\u00f6lf war und es zu einer Beziehung, einer unerlaubten Begegnung zwischen ihnen kam.<br \/>\nDenn Mi\u00dfbrauch ist ja jetzt das gro\u00dfe Thema und in aller Munde, manchmal wird vielleicht auch nicht ganz so gut damit umgegangen und Andrea Kern, die junge Frau und Lehrerinnentochter erz\u00e4hlt, da\u00df Angelika vielleicht gar nicht so unschuldig daran war, vielleicht diese Beziehung haben wollte, brauchte, etc, st\u00fcckchenweise wird das aufgerollt.<br \/>\nIm ersten l\u00e4ngeren Teil begibt sich Angelika nach der Schule auf die Suche nach dem Mann, nach ihrer Vergangenheit, l\u00fcgt Erich, wenn er sie anruft, an, da\u00df sie zu Hause \u00fcber ihren Verbesserungen s\u00e4\u00dfe, kramt in alten Zeitungsausschnitten, wo man erf\u00e4hrt, da\u00df die Geschiche aufgeflogen ist, der Mann verhaftet wurde und ins Gef\u00e4ngnis kam und sich zuerst Polizisten, sp\u00e4ter dann wohl eine rothaarige Psychologin, um die Kleine k\u00fcmmerten. Die Wahrheit aus ihr herausholen wollten, aber Angelika verstummt.<br \/>\nSo erlebt ihr Mann Erich sie jedenfalls, der schon einmal verheiratet war und vielleicht auch um einiges \u00e4lter ist.<br \/>\nDas ist schon der zweite Teil des Buches, als Angelika nach einem Unfall im Krankenhaus liegt und er sie besucht, bzw. diesen in SMS ihr anzuk\u00fcndigen versucht.<br \/>\nZuerst liegt sie im Koma und er redet auf sie ein, um ihr Unbewu\u00dftes wieder zu erwecken, dann ist sie  wach, l\u00e4\u00dft sich aber von der Schwester eine Schlaftablette reichen, damit sie nicht mit ihm reden mu\u00df.<br \/>\nDer dritte Teil passiert zwei Jahre sp\u00e4ter, da ist der Mann wieder gesch\u00e4ftlich unterwegs und l\u00e4\u00dft per SMS Lia, das ist die Katze, nicht das Kind, wie man vielleicht vermuten k\u00f6nne, gr\u00fc\u00dfen, er komme bald nach Haus.<br \/>\nAngelika ist etwas orientierungslos, die Schularbeiten sind schon korrigiert, da ruft die Kollegin oder Freundin Karin an und l\u00e4dt zu einem Kinobesuch und sie sieht sie Vincent wieder.<br \/>\nEs kommt zu einem Gespr\u00e4ch, einer Verabredung am n\u00e4chsten Tag in einem Cafe, er l\u00e4\u00dft sie eine dreiviertel Stunde warten, kommt dann doch. Sie erz\u00e4hlt ihm den Lebenslauf, der eigentlich von Erich stammt, sie ist beruflich sehr erfolgreich, viel unterwegs, w\u00e4hrend ihr Mann Lehrer ist und ihr \u00fcber den damaligen Mi\u00dfbrauch oder die Beziehung und Erwartungen von Kindern viel erz\u00e4hlen kann.<br \/>\nVincent erz\u00e4hlt von seinem damaligen Gef\u00e4ngnisaufenthalt und, da\u00df er eigentlich nicht allein schuldig war, sie hat es auch gewollt, vielleicht mitverf\u00fchrt, er h\u00e4tte aber die Grenzen setzen m\u00fc\u00dften, (sagt Erich, der von Angelikas Vergangenheit gar nichts wei\u00df) und davon, da\u00df er mit einer siebenundf\u00fcnfzigj\u00e4hrigen Frau mit Brustkrebs verheiratet ist, die alles wei\u00df. Weil sie eine vierzehnj\u00e4hrige Tochter hat, hat er ihr alles erz\u00e4hlt. Sie sind zur Therapie der Frau in der Stadt, die Tochter begleitet sie und geht, w\u00e4hrend der Behandlung mit dem Ersatzvater, Daddy hat ihn Angelika immer genannt, weil sie nicht Papa sagen wollte, shoppen oder in den Zoo, obwohl der Lehrer Erich immer sagt, da\u00df Vierzehnj\u00e4hrige das gar nicht wollen.<br \/>\nAngelika verfolgt Vinenct in der Stra\u00dfenbahn, mietet sich f\u00fcr zwei Tage in das Hotel ein, in dem er mit seiner Familie wohnt, erz\u00e4hlt Erich per Handy sie w\u00e4re zu Haus, verfolgt Vincent und Clarissa am n\u00e4chsten Tag, kommt auch mit der Frau ins Gespr\u00e4ch und wird von Vincent in ihrem Zimmer entdeckt.<br \/>\nDer vierte Teil passiert wieder zwei Jahre sp\u00e4ter, jetzt ist Angelika schwanger, es wird ein M\u00e4dchen, obwohl sie sich doch einen Jungen w\u00fcnschten und geht mit dicken Bauch in ein Cafe, um sich Kuchen zu bestellen und Honig in den Ingwertee zu tr\u00e4ufeln.<br \/>\nEine sehr interessante Geschichte, vor allem, weil sie von einer so jungen Frau erz\u00e4hlt wird, die das Thema ganz anders, als bisher \u00fcblich, aufzurollen versucht.<br \/>\nInteressant auch die Karriere Andrea Kerns zu verfolgen und zur Lesung werde ich ja nicht kommen k\u00f6nnen, da ich nur bis Samstag auf der Buch-Wien sein werde, weil wir am Sonntag wieder nach <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/25\/drei-tage-im-bad\/\">B\u00fck ins Bad<\/a> fahren werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &#8220;Lolita-Thema&#8221; neu entdeckt, aufgerollt von einer f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen, in St. P\u00f6lten geborenen, jungen Frau, die Deutsch und Geschichte studierte, an ihrer Dissertation schreibt und deren Debutroman bei &#8220;Picus&#8221; erschienen ist, eine weitere &#8220;Unter Drei\u00dfigj\u00e4hrige&#8221; in meiner Sammlung junger literarischer Talente, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=32012\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-32012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32012\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}