{"id":30806,"date":"2014-09-01T22:31:46","date_gmt":"2014-09-01T20:31:46","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=30806"},"modified":"2014-09-01T22:31:46","modified_gmt":"2014-09-01T20:31:46","slug":"zum-antikriegstag-auf-bertha-von-suttners-spuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=30806","title":{"rendered":"Auf Bertha von Suttners Spuren"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. September 1939 ist der zweite Weltkrieg ausgebrochen, ein Anla\u00df einen Antikriegstag zu begehen, an dem sich das Lesetheater, beziehungsweise Ottwald John auf die Spuren von Bertha von Suttner machte, mit der ich mich in diesem Jahr, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/14\/von-berta-von-suttner-zu-tone-fink\/\">ja<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/08\/19\/die-waffen-nieder\/\" title=\"Die Waffen nieder\">auch<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/25\/spaziergang-ins-bezirksmuseum\/\" title=\"Spaziergang ins Bezirksmuseum\">ein<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/17\/autorinnen-feiern-autorinnen\/\" title=\"Autorinnen feiern Autorinnen\">bi\u00dfchen<\/a> besch\u00e4ftigt habe und so habe ich  umdisponiert, als mir gestern auf dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/08\/31\/zeitgeschichte-am-volksstimmefest\/\" title=\"Zeitgeschichtliches am Volksstimmefest\">Volksstimmefest<\/a> Ottwald John das Programm in die Hand dr\u00fcckte und dieses war trotz des Regens, in dem wir den Stadtspaziergang unternahmen, auch sehr interessant.<br \/>\nBegonnen hat es am Heldenplatz beim Prinz Eugen Denkmal, das hei\u00dft des Regen wegen in der Nationalbibilothek, wo Erika Parovsky mit Thomas Schmidt einen Text aus dem  Buch &#8220;Die Welt in hundert Jahren&#8221; lasen und danach ins WUK aufbrach, wo der Antikriegstag in Gedenken an den 2014 verstorbenen Heinz Granzer, auch ein Lesetheatermitglied, begangen wurde.<br \/>\nOttwald John hatte aber einiges \u00fcber Prinz Eugen, der ja eigentlich ein Kriegsheld war, zu erz\u00e4hlen und gab auch das ber\u00fchmte Spottlied &#8220;Prinz Eugen der edle Ritter&#8221; zum besten.<br \/>\nDann schwenkte er um zu Graf Theodor von Latour, der w\u00e4hrend der Achtundvierziger Revolution an einer Laterne vor dem ehemaligen Kriegsministerium am Hof aufgeh\u00e4ngt wurde.<br \/>\nDort gingen wir auch hin, aber vorher gab es noch die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-d_zYQ7euyg\">Ballade von Christoph und Lollo<\/a> zu h\u00f6ren und eine Henry Dunant Gedenktafel, dem Gr\u00fcnder des &#8220;Roten Kreuzes&#8221; gibt  am Michaelaplatz auch. Es gab auch einige Stanzln von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/12\/unnutzes-habsburger-wissen\/\" title=\"Unn\u00fctzes Habsburger Wissen\">Franz Joseph und der Kaiserin Sisi<\/a> zu h\u00f6ren, die das Zeitbild um die Suttner gut beleuchteten und Ottwald Johns schauspielerisches Talent deutlich zu Kenntnis brachte. Ich kenne ihn ja glaube ich schon aus der Zeit, wo ich in der Otto Bauergasse wohnte, Psychologie studierte und er bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/11\/nestroy-medaille-an-conny-hannes-meyer\/\">Conny Hannes Meyer<\/a> und im Theater am Spittelberg spielte. Jetzt treffe ich ihn immer bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/02\/katzenfasching-feiern\/\">Lesetheaterveranstaltungen<\/a>, bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/08\/geburtstage\/\">Ruth Asp\u00f6ck<\/a>, am Volksstimmefest etc und er gibt mir meistens einen Zettel in die Hand um mich auf eine Lesetheaterveranstaltung hinzuweisen.<br \/>\n&#8220;Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht, es gschieht ihm schon recht, warum sticht er so schlecht!&#8221;, wie ein anderes Spottlied lautet, bevor es auf die Spuren von Bertha von Suttner, beziehungsweise in die Blutgasse ging, wo es in dem Haus, wo sich auch das Thomas Bernhard Archiv befindet, ein <a href=\"http:\/\/peacemuseumvienna.com\/\">&#8220;Peacemuseum&#8221;<\/a> gibt, das eine Bertha von Suttner B\u00fcste im Hof und in der Gasse ein Freilichtmuseum errichtet hat.<br \/>\nDort h\u00e4tte auch gelesen werden sollen, aber leider war niemand da, so da\u00df wir gleich in das W\u00fcstenrot-Haus gingen, wo Berta von Suttner am 21. 6. 1914 gestorben ist und es eine Gedenktafel gibt und dann in die Praterstra\u00dfe, denn dort wurde Alfred Hermann Fried geboren, der 1892 die deutsche Friedensgesellschaft mitbegr\u00fcndete, die Zeitschrift &#8220;Die Waffen nieder&#8221; herausgab und so etwas wie Bertha von Suttners Mitstreiter war, sie um sieben Jahre  \u00fcberlebte, nach Ausbruch des ersten Weltkrieges in die Schweiz emigrierte und von dort noch weiter Friedensartikel schrieb.<br \/>\nAlso gingen wir ins Cafe Dogenhof, wo sich auch Susanne Schwarz-Aschner an der Lesung beteiligte und mit Ottwald Tagebuchausz\u00fcge las, dann sollten Texte von Alfred Hermann Fried folgen, hier holte uns aber die Realit\u00e4t ein, beziehunsweise st\u00fcrmte ein junger Mann das Lokal, um die Ausl\u00e4nder zu beschimpfen, beziehungsweise auch &#8220;Heil Hitler&#8221; zu schreien, ein Drogens\u00fcchtiger vom Prater, wie die Wirtin meinte, Ottwald John und Christian Katt haben ihn aber elegant hinauskatapuliert, so ging die Lesung weiter, beziehungsweise h\u00e4tte wir noch in den Prater zur &#8220;Madame Tussaud&#8221; marschieren sollen, denn Ottwald John hatte die Idee dort ein Tableau mit der alten Freifrau, Alfred Nobel, Arthur von Suttner, Henri Dunant vor einem Gem\u00e4lde eines russischen Malers aufzustellen und zeigte seine Entw\u00fcrfe vor, die er im n\u00e4chsten Jahr realisieren will, mal sehen, ob es realisiert wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. 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