{"id":30264,"date":"2014-08-02T00:35:15","date_gmt":"2014-08-01T22:35:15","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=30264"},"modified":"2014-08-02T00:35:15","modified_gmt":"2014-08-01T22:35:15","slug":"nummer-sechs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=30264","title":{"rendered":"Nummer sechs"},"content":{"rendered":"<p>Das erste &#8220;Frankreichbuch&#8221;, das ichr f\u00fcr meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/29\/reisevorbereitungen-und-andere-erledigungen\/\" title=\"Reisevorbereitungen und andere Erledigungen\">&#8220;Elsa\u00df-Urlaub&#8221;<\/a> ausgesucht und mitgenommen habe, ist das kleine B\u00e4ndchen &#8220;Nummer sechs&#8221; von Veronique Olmi, das ich einmal bei den B\u00fccherschr\u00e4nken bei &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; gefunden und mitgenommen habe.<br \/>\nDurch die offenen B\u00fccherschr\u00e4nke bin ich lange nicht zum Lesen gekommen, denn der Name Veronique Olmi sagte mir eigentlich nichts.<br \/>\nDann bin ich bei den Blogs darauf gesto\u00dfen, habe das Buch auf meine Leseliste gesetzt, nachgelesen oder ergooglet, da\u00df Veronique Olmi, 1962 in Nizza geboren wurde, also f\u00fcr einen Elsa\u00df Urlaub vielleicht nicht ganz passend, ich habe inzwischen aber ein weiteres Buch von ihr beim letzten Morava-Flohmarkt gekauft und eine Neuerscheinung gibt es, glaube ich, auch, die jetzt \u00fcberall sehr angepriesen wird.<br \/>\nIm Klappentext wird sie als Frankreichs bekanntste junge Theaterautorin gelobt, das Buch ist aus dem Jahr 2003 und ihre bildhafte Sprache kann man in dem kurzen knapp hundert Seiten Roman sofort erkennen.<br \/>\nDa geht es um Fanny, die Nummer sechs, das sechste Kind von Doktor Delbast, der jetzt schon hundert und wahrscheinlich auch ein wenig dement ist. Er wird jedenfalls nach dem Tod der Mutter von ihr betreut, beziehungsweise in ein Alterheim gebracht, weil Fanny alleinerziehend und Sektret\u00e4rin ist und sich die anderen Geschwister wenig  um den Vater k\u00fcmmern, beziehungsweise sich nur seine Sachen unter sich aufteilen.<br \/>\nFanny, die j\u00fcngste, die sich immer ein wenig \u00fcbergangen f\u00fchlte, wollte aber nur seine Briefe aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg haben und so geht es dahin mit den Erinnerungen, beziehungsweise den Bildern des kleinen Romans, die das Leben und die Kindheit Fannys beschreiben<br \/>\nEs beginnt mit einem Foto der Familie am Strand in einem Sommerurlaub, alle Geschwister und das spanische Hausm\u00e4dchen Maria sind darauf, nur Fanny fehlt, sie f\u00fchlt sich \u00fcbergangen, nicht ernstgenommen, wird von den Hausm\u00e4dchen aufgezogen und von dem Vater, der Arzt ist, nicht behandelt, weil der das bei seinen Kindern nicht will.<br \/>\nFanny liest die Briefe des Vaters aus dem ersten Weltkrieg, der sich schuldigig am Tod seines Bruders f\u00fchlt, versucht eine Beziehung zu ihm aufzubauen oder wiederherzustellen, was aber bei dem Hundertj\u00e4hrigen nicht oder nicht mehr gelingt, Fannys Tochter, die sich in der Pubert\u00e4t befindet und sich gegen die Mutter auflehnt, meint, da\u00df sie zu streng sei und dem Vater alles verbiete, aber Fanny hat auch Angst vor den Geschwistern, f\u00fcrchtet, da\u00df sie ihr die Betreuung  des Vaters wieder wegnehmen k\u00f6nnten, wenn sie ihm, was er gern m\u00f6chte, Alkohol trinken l\u00e4\u00dft.<br \/>\nEin besonders sch\u00f6nes Bild ist noch dieses, wo die Geschwister mit einem gro\u00dfen Fest, den hundersten Geburttagkra des Vaters feiern, aber er ist nicht dabei, weil er an diesem Tag krank ist, Fanny bringt ihm  etwas von dem Festessen mit.<br \/>\nEigentlich ein sehr trauriges und auch ein sehr ber\u00fchrendes Buch mit sehr wichtigen Themen, die uns alle betreffen und mich auch sehr interessieren, was da sehr kurz  auf knapp hundert Seiten in sehr  eindrucksvollen Bildern dargestellt wird.                 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste &#8220;Frankreichbuch&#8221;, das ichr f\u00fcr meinen &#8220;Elsa\u00df-Urlaub&#8221; ausgesucht und mitgenommen habe, ist das kleine B\u00e4ndchen &#8220;Nummer sechs&#8221; von Veronique Olmi, das ich einmal bei den B\u00fccherschr\u00e4nken bei &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; gefunden und mitgenommen habe. 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