{"id":29618,"date":"2014-07-02T00:39:33","date_gmt":"2014-07-01T22:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=29618"},"modified":"2014-07-02T00:39:33","modified_gmt":"2014-07-01T22:39:33","slug":"gottin-in-gummistiefeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=29618","title":{"rendered":"G\u00f6ttin in Gummistiefeln"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin ja in gewisserweise und das wird manche hier <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/10\/leselistenleiden\/#comments\">erstaunen<\/a>, ein Sophie Kinsella Fan, zumindest hat mir der Alfred vor Jahren die &#8220;Schnppchenj\u00e4gerin&#8221; gebracht, weil er meinte, da\u00df das ein Buch f\u00fcr mich sei und ich fand die beste Beschreibung einer Kaufsucht, die ich je gelesen habe.<br \/>\nDas fanden andere offenbar auch, so wurde es zur Serie, wo ich auch ein paar B\u00fccher <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/18\/prada-pumps-und-babypuder\/\">gelesen<\/a> habe und zwei davon habe ich mir von meinem Thalia-Gutschein, den ich von der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Margaretner+Literaturgeschichte\">B\u00fccherei Margareten<\/a>, als ich da einmal einen Preis gewonnen habe, gekauft.<br \/>\nNun ja die Serien haben einen Erfolgsdruck und das Vorurteil, das Frauen alles dumm und lustig haben wollen, gibt es wahrscheinlich auch.<br \/>\nSo hat mir auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/01\/kein-kuss-unter-dieser-nummer\/\">&#8220;Kein Ku\u00df unter dieser Nummer&#8221;<\/a> nicht so besonders gefallen und &#8220;G\u00f6ttin in Gummistiefel&#8221;, keine Ahnung, wieso das so hei\u00dft, denn Gummistiefeln kommen, wenn ich aufgepasst habe, in dem Buch nicht besonders vor, &#8220;Haussch\u00fcrzchen&#8221; w\u00fcrde besser passen, habe ich im Schrank gefunden und jetzt erst gelesen, weil es auf der 2014-Liste war und ich bin wieder begeistert und hoffe, das keine Serie daraus wird, aber das Buch ist schon 2006 erschienen und ich kann wieder schreiben von ein paar \u00dcbertreibungen, die offenbar sein m\u00fc\u00dfen, abgesehen, ist das die beste Beschreibung einer &#8220;Workoholic&#8221;ist, die ich je gelesen habe.<br \/>\nEs geht um den Sinn des Lebens, steht am Buchr\u00fccken, das vielleicht auch, vor allem geht es aber darum, wie Stre\u00df einen kaputt machen kann, wenn man nicht aufpasst und davon bekommen wir in unserer heutigen sch\u00f6nen Arbeitsweilt ja sehr viel mit und Sophie Kinsella, die einmal Journalistin war, hat das, finde ich sehr gut herausgearbeitet und hervorragend erz\u00e4hlt.<br \/>\nDa ist also Samantha Sweeting, neunundzwanzig und Erfolgsanw\u00e4ltin in Londons erfolgreichster Anwaltskanzlei. Ich wei\u00df nicht wirklich, ob man das mit neunundzwanzig Jahren schon sein kann., Samantha kommt aber aus einer entsprechenden Familie, die Mutter ist Anw\u00e4ltin, der Bruder auch und das Buch beginnt, da\u00df Samantha ehrgeizig und pflichtbewu\u00dft, kurz vor ihrem Geburtstag, den Gutschein f\u00fcr eine Sch\u00f6nheitsfarm, den sie von einer Tante vor einem Jahr bekommen hat, einl\u00f6sen will.<br \/>\nDa mu\u00df sie einen Fragebogen ausf\u00fcllen, ob sie gestresst sei? Sie doch nicht, hat aber ihren Black Berry eingeschmuggelt, denn in der Sch\u00f6nheitsoase soll man entspannen, relaxen. Eine Erfolgsanw\u00e4ltin kann das aber nicht, die mu\u00df immer ihre Gedanken bei ihren F\u00e4llen haben und E-Mails tippen und Samantha ist auch sehr in Erwartung, denn es geht das Ger\u00fccht herum, sie soll Senior-Partnerin werden.<br \/>\nAm Abend f\u00e4hrt sie in ein Restaurant, um mit ihrer Mutter und dem Bruder Geburtstag zu feiern, die beiden entschuldigen sich aber, zu viel zu tum, schicken die Assistentin mit einem Geschenkskorb oder \u00fcberweisen Geld. So geht Samantha hungrig in ihr Appartement mit der leeren K\u00fcche und bestellt wie immer beim Pizzadienst.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen geht es los.<br \/>\n&#8220;Du schaffst es!&#8221;, raunt ein Freund, dann entdeckt Samantha ein Memo auf ihren unaufger\u00e4umten Schreibtisch, Gott o Gott, sie hat etwas vermasselt, ein Fehler, ihr erster, ist passiert. Sie hat die Firma um f\u00fcnfzig Millionen gebracht, die ohnehin die Versicherung zahlt.<br \/>\nSie fl\u00fcchtet in Panik, steigt in einen Zug und in einem schmucken D\u00f6rfchen wieder aus, klingelt an einem Haus, weil sie Kopfweh hat und wird dort f\u00fcr die Haush\u00e4lterin gehalten, die sich vorstellen will.<br \/>\nDie Hausherren sind entz\u00fcckt, endlich jemand der Englisch spricht, stopfen Samantha mit Beruhigungspillen voll, das ist auch k\u00f6stlich geschildert und als die entdeckt, was man von ihr will, packt sie der Ehrgeiz und sie flunkert den Geigers vor, sie h\u00e4tte ein Diplom als Cordon Bleu K\u00f6chin und w\u00e4re bei einem Weltmeister in Lehre gegangen.<br \/>\nDabei kann sie nicht nur nicht kochen, sondern hat auch keine Ahnung, wie man den Herd aufdreht, etc.<br \/>\nDas f\u00fchrt nat\u00fcrlich zum Deaster, da Samantha in der schicken Uniform, die Br\u00f6tchen f\u00fcr den ersten Lunch, bei einem Service bestellen mu\u00df, daf\u00fcr knickst sie, weil sie offenbar denkt, f\u00fcr eine Haush\u00e4lterin geh\u00f6rt sich das so. Das erste Abendessen, Lammkeule und das, was in dem Restaurant auf der Karte stand und Samantha gern gegessen h\u00e4tte, wird auch vermasselt. Dann nimmt sich Nathaniel, der sch\u00f6ne G\u00e4rtner des Hauses ihrer an und schickt sie zu seiner Mutter in die Lehre.<br \/>\nDas Unerwartete passiert, Samantha verliebt sich, findet Geschmack am kochen, lernt es auch schnell und ist entz\u00fcckt, da\u00df sie ein freies Wochenende haben soll. Das hatte sie seit sieben Jahren nie. Die Geigers sind sehr nett zu ihr und feiern auch ihren Geburtstag nach, daf\u00fcr erf\u00e4hrt sie, da\u00df man sie in der Firma, f\u00fcr sie sieben Jahre lang geschuftet hatte, einfach von der Website gestrichen hat. Sie erf\u00e4hrt noch mehr. Sie war es gar nicht, die den Fehler machte, der wurde ihr nur untergeschoben, weil sie so einen schlampigen Schreibtisch hatte.<br \/>\nSo kommt es, wie es kommen mu\u00df, die Firma will sie zur\u00fcck. Samantha outet sich als Haush\u00e4lterin und die Presse kommt auf ihre Spur.<br \/>\n&#8220;Staranw\u00e4ltin ist das Klo putzen lieber!&#8221;, titelt sie gen\u00fc\u00dflich und die Paparazzis belagern das Haus der Geigers. Dort hat sich inzwischen eine Nichte einquartiert, die f\u00fcr ihr Jus-Examen b\u00fcffeln will und eine sehr \u00fcberhebliche und l\u00e4stige Person ist, die sich von Samantha von hinten nach vorne bedienen lassen will.<br \/>\n&#8220;Die wird einmal eine gute Anw\u00e4ltin!&#8221;, l\u00e4\u00dft Sophie Kinsella, Samantha zynisch denken. Die Firma, der man ausbeuterische Methoden unterstellt, will nun Samantha um jeden Preis zur\u00fcck und die l\u00e4\u00dft sich auch beschwatzen und in einem Publizityfeldzug, wo sie im schwarzen Kost\u00fcm sagen mu\u00df, da\u00df ihr doch der Job lieber als die Klob\u00fcrste  ist, nach London zur\u00fcckbringen.<br \/>\nAls sie aber erf\u00e4hrt, da\u00df sie Nathaniel nicht am wochenende, wie sie dachte, sondern erst zu Weihnachten wiedersehen soll, denn dazwischen mu\u00df sie nach Shanghai, New York, etc, fliegen, steigt sie aus dem Zug aus und geht zur\u00fcck, wahrscheinlich in die G\u00e4rtnerei, die sich ihr Liebster aufbauen wird und nicht zu den Gummistiefeln, an die ich mich ohnehin nicht erinnern kann.<br \/>\nIch habe aber ein sehr beeindruckendes Buch gelesen, \u00fcber das man, wenn man von dem Klamauk, den es darin auch gibt, absieht, wunderbar nachdenken kann und ich f\u00fcrchte, es ist bei uns ganz genauso, wie im fernen England. Sophie Konsella hat die Wunden der Zeit vorz\u00fcglich erkannt und ihren Laptop daraufgelegt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ja in gewisserweise und das wird manche hier erstaunen, ein Sophie Kinsella Fan, zumindest hat mir der Alfred vor Jahren die &#8220;Schnppchenj\u00e4gerin&#8221; gebracht, weil er meinte, da\u00df das ein Buch f\u00fcr mich sei und ich fand die beste &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=29618\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-29618","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29618"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29618\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}