{"id":29363,"date":"2014-06-13T00:13:56","date_gmt":"2014-06-12T22:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=29363"},"modified":"2014-06-13T00:13:56","modified_gmt":"2014-06-12T22:13:56","slug":"mein-leben-in-aspik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=29363","title":{"rendered":"Mein Leben in Aspik"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Unglaublich&#8221;, &#8220;Ein irrwitziger Barock-Petry Slam&#8221;, &#8220;Wow, was f\u00fcr ein Buch&#8221;, &#8220;Komisch, schwarzhumorig, \u00fcberbordend, respektlos, ein ganz gro\u00dfer Spa\u00df&#8221;, steht am Buchr\u00fccken von Steven Uhlys Romanerstling &#8220;Mein Leben in Aspik&#8221;, bei Amazon kann man ein paar ratlose, beziehungsweise ablehnende Rezensionen finden und ich frage mich, ob das Buch des 1964 in K\u00f6ln geborenen Autors, der deutsch-bengalischer Abstammung ist und mit einem spanischen Stiefvater aufwuchs, von dem ich auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/\">&#8220;Adams Fuge&#8221; <\/a>gelesen habe, eine Schelmensatire, ein Inzestroman, eine Abrechnung mit den Deutschen  oder einfach das Produkt von Uhlys Fabulierlust, der  mit einem mehr oder weniger gro\u00dfen Konzept dahintreiben lie\u00df, die Politik des letzten halben Jahrhunderts auf die Schaufel nahm und dabei ein paar Tabubs brach, ist.<br \/>\nHabe mir, da ich ja eine eher ernsthafte Leserin bin, die nicht so gern lauthals vor sich hinlacht, mit dem Buch etwas schwer getan, andererseits war es spannend zu lesen und der unglaubliche Inhalt flo\u00df auch leicht dahin.<br \/>\nWorin geht es in dem seltsamen Familienroman, des namenlosen Ich-Erz\u00e4hlers, der damit aufwuchs, da\u00df ihm seine Oma, wie andere Kinder M\u00e4rchen vorgelesen bekommen, vor dem Einschlafen erz\u00e4hlte, wie sie den Opa umbringen w\u00fcrde.<br \/>\nJahrelang, bis er f\u00fcnfzehn war, dann starb der Opa an Rattengift, es erschien die Polizei, die Mutter bekam einen Weinkrampf, die Oma konnte sich herausreden und der Enkel zog nach K\u00f6ln, um Philosophie zu studieren.<br \/>\nDann kam die Mutter auf Besuch und erz\u00e4hlte, da\u00df sie sich deshalb vom Vater trennte, weil der von der Oma ein Kind bekommen hat.<br \/>\nDer Enkel zieht nun nach Berlin, wird dort von der sechzehnj\u00e4hrigen Natascha, seiner Halbschwster oder Tante erwartet und die beiden verbringen die n\u00e4chsten Tage im Bett, bis die Glieder schmerzen und die Polizei anklopft, denn Natascha ist noch minderj\u00e4hrig und die Mama hat den Sohn angezeigt.<br \/>\nEr kommt ohne Gerichtsverhandlung ins Gef\u00e4ngnis, die Mama holt ihn aber  heraus und er soll nun Natascha in Hinkunft meiden, es kommt aber zu einem gro\u00dfen Familientreffen, das damit endet, da\u00df der Sohn bzw. Enkel in Ohnmacht f\u00e4llt und unter dem Tisch, sowohl Natascha, als auch die indische Freundin seines Vaters, beziehungsweise die Gro\u00dfmutter schw\u00e4ngert, obwohl die altersm\u00e4\u00dfig dar\u00fcber sein m\u00fc\u00dfte und der Vater behauptet auch, da\u00df Natascha von ihm schwanger w\u00e4re und bietet einen Frauentausch an.<br \/>\nNatascha f\u00e4llt nach der Geburt ihrer Tochter ins Koma, die Inderin Shalini zieht zum Ich-Erz\u00e4hler, bietet sich ihm als Sex-Sklavin an, w\u00e4hrend er die kleine Schantal Maria Jose t\u00e4glich ins Krankenhaus bringt, damit Natascha sie stillen kann.<br \/>\nDann werden seine S\u00f6hne Heinz, der von der Gromutter, die inzwischen mit einem Archie zusammenlebt und den Ich-Erz\u00e4hler als Heinz Neffen ausgibt und Anurag geboren. Der Vater m\u00f6chte, da\u00df er etwas arbeitet und so steigt er in dessen Buffs als Barkeeper ein, wird selber zum &#8220;nettesten Zuh\u00e4lter&#8221; von Berlin, mu\u00df dann fliehen und bringt sich, als in Berlin die Mauer f\u00e4llt und die Wende kommt, als Obdachloser durch. Er dreht auch ein bi\u00dfchen durch, rennt nackt im Schnee herum, so da\u00df ihm seine Zehen amputiert werden m\u00fc\u00dfen, dann gehts zur\u00fcck zur Oma und auf die Suche nach dem richtigen Opa, denn der mit dem Rattengift war der falsche. Der Echte war ein Nazi, der jetzt als Jude getarnt in M\u00fcnchen leben soll, so begibt sich der Held, der sich inzwischen Steven Uhly nennt, in die &#8220;Vier Jahreszeiten&#8221; und wird dort von seinem Opa mit dem Messer attackiert und am Schlu\u00df, es sind jetzt wieder ein paar Jahre vergangen und die Kinder erwachsen geworden, beginnt er seine Geschichte aufzuschreiben&#8230;.<br \/>\n&#8220;Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie nicht alles verstanden haben!&#8221;, habe ich in einer Rezension noch gelesen und ich habe f\u00fcr die, die mir immer das Inhalt nacherz\u00e4hlen vorwerfen, anzuf\u00fcgen, da\u00df da noch einiges fehlt, weil man das bei dieser Geschichte wirklich nicht kann.<br \/>\nSchundroman, Porno oder grandioser Zeitroman beziehungsweise ein sich dar\u00fcber Lustigmachen? Wahrscheinlich alles zusammen, noch viel mehr und etwas weniger.<br \/>\nSteven Uhly hat jedenfalls weitergeschrieben und ist mit dem dritten Roman, dem &#8220;Gl\u00fcckskind&#8221; wahrscheinlich noch ein bi\u00dfchen bekannter und ber\u00fchmter geworden, aber das habe ich noch nicht gelesen, nur bei einem meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/14\/von-der-buchmesse\/\">&#8220;Frankfurter-Buchmessen-Surfings&#8221;<\/a> dar\u00fcber geh\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Unglaublich&#8221;, &#8220;Ein irrwitziger Barock-Petry Slam&#8221;, &#8220;Wow, was f\u00fcr ein Buch&#8221;, &#8220;Komisch, schwarzhumorig, \u00fcberbordend, respektlos, ein ganz gro\u00dfer Spa\u00df&#8221;, steht am Buchr\u00fccken von Steven Uhlys Romanerstling &#8220;Mein Leben in Aspik&#8221;, bei Amazon kann man ein paar ratlose, beziehungsweise ablehnende Rezensionen finden &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=29363\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-29363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29363\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}