{"id":28991,"date":"2014-05-24T17:31:23","date_gmt":"2014-05-24T15:31:23","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=28991"},"modified":"2014-05-24T17:31:23","modified_gmt":"2014-05-24T15:31:23","slug":"rund-um-die-burg-mit-lyrik-bim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=28991","title":{"rendered":"Rund um die Burg mit Lyrik-Bim"},"content":{"rendered":"<p>Die von Wien live organisierten &#8220;Rund um die Burg-Veranstaltungen&#8221; finden immer fr\u00fcher statt und werden immer k\u00fcrzer, k\u00f6nnte man so sagen, was vielleicht nicht so ganz stimmt, aber doch ein wenig.<br \/>\nSeit zwei Jahren gibt es einen neuen Veranstalter. Vor zwei Jahren war es noch im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/06\/rund-um-die-burg-neu\/\">Herbst<\/a>, aber nicht mehr rund um die Uhr, wie bei den alten Veranstaltern, was zwar nicht sehr gen\u00fctzt wurde, mir aber gro\u00dfen Spa\u00df machte und etwas Besonderes war.<br \/>\nDamals gab es kein Lesezelt, daf\u00fcr Veranstaltungen in der Bel Etage und im Theater des Cafe Museums und man mu\u00dfte hin und her laufen, wenn man nichts vers\u00e4umen wollte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/15\/rund-um-die-burg-2\/\">Im Vorjahr<\/a> war die Veranstaltung im Juni, es gab wieder ein Zelt, wo die literarischen Veranstaltungen war, die Sachbuchveranstaltungen fanden woanders statt und heuer im Mai, waren die Veranstaltungen im Zelt bunt gemischt und daf\u00fcr fuhr am Ring drei Stunden lang eine Stra\u00dfenbahn mit live Lyriklesungen.<br \/>\nDas ist auch nicht ganz so neu und gab es schon zwei oder dreimal anl\u00e4\u00dflich des Tags des Buches, neu war dagegen, da\u00df die Er\u00f6ffnungsredner fehlten und der Moderator Joe Rappold interviewt kurz den Programmdirektor, wie er ihn nannte, Andreas Schneider, der alles zusammenstellte und der, wie er betonte, ein dichtes Programm von allen zusammengestellt hat.<br \/>\nWas wohl auch stimmte, wenn mir auch die Literatur oder das, was ich darunter verstehe, ziemlich fehlte, war doch von allem etwas da und sehr \u00fcberlaufen und vollgef\u00fcllt, so wie damals als noch Wolfgang Bauer und Gert Jonke aufgetreten sind, war es auch nicht.<br \/>\nDaf\u00fcr gab es eine Eiskiste zur freien Entnahme und Julia Danielczyk habe ich auch gesehen, sie hat aber nicht f\u00fcr die Stadt Wien gesprochen.<br \/>\nBegonnen hat es mit einem Buch \u00fcber das Wiener Schnitzel, beziehungsweise einem von der Schauspielerin Maria Happel, wo sie \u00fcber das Theater bzw. eine Auff\u00fchrung des Thomas Bernhard Dramuletts &#8220;Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen.&#8221;, schrieb<br \/>\nDann gab es eine kleine Pause bevor der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/16\/buch-wien-info-ohrenschmausjurysitzung-und-hermynia-zur-muhlen-lesung\/\">&#8220;Ohrenschmaus Juror&#8221; Niki Glattauer<\/a> mit seinem Schulroman &#8220;Leider hat Lukas nicht&#8230;&#8221;, gefolgt von Georg Biron mit dem ich einmal vor langer langer Zeit in den &#8220;Textvorstellungen&#8221; der &#8220;Alten Schmiede, die noch Herbert J. Wimmer moderiert habe gelesen habe und der glaube ich auch beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/12\/tag-der-freiheit-des-wortes\/\">&#8220;Tag zur Freiheit des Wortes&#8221;<\/a> mitmachte, inzwischen aber ein Buch \u00fcber Helmut Qualtinger geschrieben hat und jetzt eines B\u00fccher Wien mit dem Titel &#8220;Hai-Society&#8221;.<br \/>\nDann folgte Ruth Brauer mit ihrem Mann, die ein Buch mit sch\u00f6nen Spr\u00fcchen f\u00fcr das Leben &#8220;Mit guten Gedanken kann man fliegen&#8221;, anl\u00e4\u00dflich der Geburt ihres zweiten Kindes geschrieben hat, ihr Mann sang dazu und der zweite Schulautor Andreas Salcher hatte auch einen Ratgeber, wie man Leben soll.<br \/>\nDann fuhr die erste Bim ab und im Zelt gab es eine Diskussion &#8220;Warum die Buchhandlung besser als das Online Shopping ist&#8221;, wo unter anderen die sehr engagierte Buchh\u00e4ndlerin Petra Hartlieb unter der Leitung von Kristina Pfoser sich gegen den &#8220;b\u00f6sen&#8221; Amazon wandte, etwas was mich nicht so ganz \u00fcberzeugte, aber Petra Hartlieb sagte, sie spricht die Leute am Postamt an, die sich ihre Amazon Pakete holen, ich denke ja eigentlich, da\u00df es egal ist, wo man kauft und kaufe mir selbst nur sehr wenig oder aus der Abverkaufskiste.<br \/>\nHelmut Schneider bekannte sich auch als Amazon-K\u00e4ufer und eine Dame aus dem Publikum wies auf die mit B\u00fccher vollgef\u00fcllten Papiercontainer hin, wurde aber nicht sehr geh\u00f6rt.<br \/>\nDann gings zur Bim, wo Edith Ulla Gasser moderierte und haupts\u00e4chlich Gewinner des \u00d61 Lyrik Wettbewerbs &#8220;hautnah&#8221; lasen.<br \/>\nAls ich die Station erreichte, wartete schon eine mir unbekannte junge Dame, Magdalena Hahnkamper alias Mitzi Nowak, eine Saxophonspielerin, die ihre Texte sang, eine Hermann Leopoldi Parodie \u00fcber &#8220;Wiener Fleisch&#8221; hatte und sich vom Publikum Worte zurufen lie\u00df, zu denen sie improvisierte.<br \/>\nDer n\u00e4chste Performer war mir schon bekannter und ich habe ihn schon \u00f6fter geh\u00f6rt, n\u00e4mlich J\u00f6rg Zemmler, der glaube ich, bei den letzten <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/05\/fast-fertig-und-lockstoff\/\">&#8220;Lockstoffen&#8221;<\/a> mit Sophie Reyer aufgetreten ist, die ich heute vers\u00e4umte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/03\/der-menschheit-wurde-und-dramatik\/\">Michaela Falkner<\/a> war, glaube ich, nicht bei den Lyrik Gewinnern, denn sie nennt ihre H\u00f6rspiele und Romane ja Manifieste und wenn ich mich nicht irre, war das &#8220;Manifest 46&#8221;, den sie vortrug, der Text, der auch in ihrem Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/28\/du-blutest-du-blutest\/\">&#8220;Du blutest du blutest&#8221;<\/a> zu finden ist.<br \/>\nAls letzter hautnaher Lyriker und Performer kam Thomas Havlik, den ich auch mal bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/03\/lockstoff\/\">&#8220;Lockstoffen&#8221; <\/a>h\u00f6rte, mit &#8220;Die Gl\u00fchbirne im Verbandskasten&#8221;, der wirklich sowohl eine starke Performart als auch sehr starke erotisch- sexistische Texte hat.<br \/>\nDann waren die Lyrikrunden aus, Edith Ulla Gasser bedankte sich bei allen und es ging wieder in das Zelt zur\u00fcck, wo ich den Ringstra\u00dfenschwerpunkt vers\u00e4umte, daf\u00fcr bin ich viermal um den Ring gefahren.<br \/>\nIch vers\u00e4umte auch Erika Pluhar und Chris Lohner und kam gerade zu Renee Schroeder zurecht, die sich f\u00fcr die Beschr\u00e4nkung zu Gunsten der Kinder und Enkelkinder in ihrem Buch &#8220;Von Menschen Zellen und Waschmaschinen&#8221; einsetzte.<br \/>\nDann wurde es auch im Zelt literarischer mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/20\/frauen-texen-frauen-schreiben\/\">Gertraud Klemms<\/a> bei &#8220;Droschl&#8221; erschieneern &#8220;Herzmilch&#8221;, bevor die Krimistunde folgte, die es ja auch bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/17\/zwanzig-jahre-rund-um-die-burg\/\">&#8220;Rund um die Burg &#8211; alt&#8221;<\/a> gegeben hat. Da waren es ein paar Stunden und die haben ab Mitternacht angefangen. Diesmal kam um elf Manfred Rebhandl mit seinem trockenen Humor &#8220;Ich danke den Sozialisten und Josef Cap, der drau\u00dfen an der Weinbar steht&#8221; und  &#8220;In der H\u00f6lle ist f\u00fcr alle Platz&#8221; aus dem ich ihn ja schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/27\/a-morda-fruhling\/\" title=\"A M\u00f6rda Fr\u00fchling\">lesen<\/a> h\u00f6rte und Petra Hartlieb kam am Schlu\u00df wieder zum Burgtheater zur\u00fcck. Ihr dritter Krimi, den sie mit dem Berliner Claus Bielefeld geschrieben hat, spielt n\u00e4mlich im Burgtheater, beziehungsweise von einer Schauspielerin, die in Berlin ermordet wurde und Petra Hartlieb l\u00e4\u00dft ihre Erimttlerin durch den Keller des Burgtheaters irren und erkl\u00e4rte dazu, da\u00df sie sich einen Tag lang das Burgtheater, seine Keller und die L\u00fcftungsschachte angesehen hat.<br \/>\nAm Samstag ging es mit einem &#8220;Ersten Weltkrieg-Schwerpunkt&#8221; weiter. Alfred Pfoser, der fr\u00fchere Leiter der Hauptb\u00fccherei und Andreas Weigl stellten ihren Katalog &#8220;Im Epizentrum des Zusammenbruchs&#8221; vor und erz\u00e4hlten, wie das Leben in Wien 1914 ausgesehen hat und G\u00fcnter Neuwirth, von dem ich einen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/30\/erdenkinder\/\">Krimi <\/a>gelesen habe, hat in &#8220;Der blinde Spiegel&#8221; die Geschichte anders weitergeschrieben und hat etwas gelesen, wie die Leute 1945 bei Bauern in der Tschechoslowakei Brot, Speck und Schnaps kauften.<br \/>\nDann wurde es in der Sachbuchschiene interessant. Denn der sehr bekannte Medizinjournalist Kurt Langbein erz\u00e4hlte etwas von seiner Krebserkrankung und stellte daraufhin in seinem &#8220;Wei\u00dfbuch Heilung&#8221; die Heilerszene vor.<br \/>\nVorher habe ich mich noch mit einer jungen Dame von &#8220;Echomedia-Verlag&#8221; dar\u00fcber unterhalten, welche Art von Literatur ich bei der heurigen Veranstaltung vermi\u00dfte.<br \/>\nEs gab aber auch f\u00fcr Kinder etwas, n\u00e4mlich Gerald Votava und Mirjam Unger die ein H\u00f6rbuch aus Waldemars Bonsels &#8220;Biene Maja&#8221;, mit der ich mich ja gerade <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/20\/zwischen-zwei-welten\/\">besch\u00e4ftigte<\/a>, machten. Dann kam Susanne Scholle mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/08\/emma-schweigt\/?preview=true\">&#8220;Emma schweigt&#8221;<\/a>, die ich jetzt endlich nach den Namen fragen konnte, die mir gar nicht so tschetschenisch klangen und Rudolf Habringer mit dem ich schon einmal in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; gelesen und einige seiner B\u00fccher auf meiner Leseliste habe, folgte mit &#8220;Was wir ahnen&#8221;, wo eine Frau ein sogenanntes Kuckuckskind hat, n\u00e4mlich eines das einen anderen Vater als den Ehemann hat und ihren dementen Vater besucht. Literarisch ist es dann geblieben mit Teilnehmern des &#8220;Theaterjahres der JUNGEN BURG&#8221;, das waren vier junge Leute die eine Textcollage von Renate Aichinger rezitierten und da hat, glaube ich, heuer in Rauris einen F\u00f6rderpreis bekommen und Antonio Fian schlo\u00df mit seinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/27\/von-der-as-in-die-kolik-lounge\/\">&#8220;Polykrates-Syndrom&#8221;<\/a> ab. Nach vierzehn Uhr hat es dann mit der Bekanntgabe der Preistr\u00e4gers des Gewinnspiels, man konnte Theaterkarten und eine Club \u00d61 Mitgliedschaft gewinnen, geendet und es war wirklich von allem was dabei, auch wenn ich mehr Gegenwartsliteratur gew\u00fcnscht h\u00e4tte, mir die B\u00fccher der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/20\/wir-erben\/\"> Angelika Reitzer<\/a>, der Lydia Mischkulnig, Theodora Bauer, Andreas Pittler, Eva Rossmann,  <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/10\/erich-hackls-neues-buch\/\" title=\"Erich Hackls neues Buch\">Erich Hackls<\/a>, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/07\/ludwig-lahers-neues-buch\/\">Ludwig Laher<\/a>, etc fehlten und ich nat\u00fcrlich auch selber gern <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">gelesen<\/a> h\u00e4tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von Wien live organisierten &#8220;Rund um die Burg-Veranstaltungen&#8221; finden immer fr\u00fcher statt und werden immer k\u00fcrzer, k\u00f6nnte man so sagen, was vielleicht nicht so ganz stimmt, aber doch ein wenig. 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