{"id":28839,"date":"2014-05-12T00:19:43","date_gmt":"2014-05-11T22:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=28839"},"modified":"2014-05-12T00:19:43","modified_gmt":"2014-05-11T22:19:43","slug":"am-anfang-war-das-wort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=28839","title":{"rendered":"Am Anfang war das Wort"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Am Anfang war das Wort&#8221;, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/24\/denn-am-sabbat-sollst-du-ruhen\/\">&#8220;Denn am Sabbat sollst du ruhen&#8221;<\/a>, die 1947 geborene und 2005 verstorbene israelische Schriftstellerin Batya Gur verwendet f\u00fcr ihre Krimis biblische Zitate und die Literaturwissenschaftlerin und Gattin eines Psychoanalytikers, w\u00e4hlt auch die diesbez\u00fcglichen Sujets. Beim &#8220;Sabbat&#8221; war das psychoanalytische Institut der Ort, wo der Mord geschah, beim &#8220;Am Anfang war das Wort&#8221; geht es zu den Literaturdozenten an die Universit\u00e4t von Jerusalem und da ist Batya Gur eine, die alles sehr genau und ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlt. So beginnt es mit einem Fakult\u00e4tsseminar und wird f\u00fcr die, die sich vielleicht nicht so f\u00fcr Literatur, beim &#8220;Sabbat&#8221; f\u00fcr die Psychoanalyse interessieren, ein wenig langweilig, denn da wird \u00fcber die Literatur diskutiert und gestritten, beziehungsweise in die Psychoanalyse eingef\u00fchrt.<br \/>\nBeim &#8220;Wort&#8221; geht es um die Frage, was ein gutes Gedicht ist und da ich mich ja sowohl f\u00fcr die Psychotherapie als auch f\u00fcr die Literatur interessiere, habe ich beide Krimis sehr spannend gefunden. <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/13\/abschreiben-kopieren-textmontagen\/\">Plagiate<\/a> interessieren mich ja auch, wenn ich mir am Anfang vielleicht ein wenig schwer tat, die wirklichen Dichter von den ausgedachten zu unterscheiden.<br \/>\nAber Batya Gur ist eine, die wirklich alles sehr genau beschreibt und so schildert sie die Intrigen des Jerusalemer Literaturbetriebs so, wie sie auch ein uns ablaufen k\u00f6nnnten&#8230;.<br \/>\nDa wird also \u00fcber Literatur diskutiert in dem Institut f\u00fcr hebr\u00e4ische Literatur und da gibt es einen Professor mit dem Namen Scha`ul Tirosch, mit den Namen tat ich mir auch recht schwer und der ist ein interessanter Typ, n\u00e4mlich urspr\u00fcnglich in Prag geboren und \u00fcber Wien nach Israel gekommen, ein bekannter Dichter und ein Frauenheld, ja richtig \u00fcber Sex geht es in dem Krimi auch und da ist Scha`ul einer, der, obwohl er ja nicht mehr jung sein kann, immer eine Schale rote Nelken im Eiskasten stehen hat und die steckt er dann an und verf\u00fchrt s\u00e4mtliche Sekret\u00e4rinnen, Studentinnen, Dozentinnen und die Frauen des Institutspersonal.<br \/>\nSo hat er mit der Frau von Tuwja  Schaj was und mit der von Ido Duda` auch.<br \/>\nEinen Polizisten gibt es auch, das ist Michael Ochajon, der auch einmal Literatur studiert hat und der hat eine Beziehung zu einer verheirateten Frau und einen Sohn, der tauchen lernt und der starke Inspektor hat auch ein geheimes Makel, er hat n\u00e4mlich Angst, um seinen Sohn und darum begleitet er ihn auf den Tauchkurs und wird dort Zeuge, wie der junge ehrgeizige Dozent Duda`j aus dem Wasser gezogen wird, weil in seiner Sauerstoffflasche Kohlenmonoxyd war.<br \/>\nAm Montag darauf findet man im Institut den Verf\u00fchrer tot in seinem Zimmer und Ochajon kommt, um alle zu verh\u00f6ren. In Israel wird man offenbar auch an einen L\u00fcgendedektor, eine Methode, an die ich nicht glaube, festgeschnallt und Ochajon verh\u00f6rt mit Wonne alle Verd\u00e4chtigen und sonstigen Institutsmitglieder.<br \/>\nDa gibt es die Sekret\u00e4rin und ihre Gehilfin, die eigentlich Psychologie studiert und \u00fcber Zwangserkrankungen schreibt und eine wundersch\u00f6ne Assistentin, die so labil ist, da\u00df sie gleich in Ohnmacht f\u00e4llt und sich nur an der Seite ihres Rechtsanwaltes verh\u00f6ren lassen will.<br \/>\nSie hat auch ein Geheimnis, war sie doch einmal mit Tirusch verheiratet, dann hat er sie zur Abtreibung gewzungen und fallengelassen, l\u00e4cherlich hat er sie auch \u00fcberall gemacht und schlechte Gedichte hat sie auch geschrieben, was ihn aber nicht daran hinderte, sie in seinem Testament zur Erbin zu machen. Dazwischen geht Ochajon noch in die Vorlesung von Tuwja Schaj, der biblische Vergleiche zu den tats\u00e4chlichen Morden anstellt.<br \/>\nB\u00fccher liegen auch \u00fcberall herum, n\u00e4mlich die eines  Anatoli Ferbers, der im Gulag seine Gedichte schrieb und da war ich mir Anfangs nicht sicher, ob es den nicht wirklich gegeben hat und einen Vorstand, n\u00e4mlich Professor Klein hat das Institut auch, der ist erst am Sabbat oder war es schon am Donnerstag vorher aus Amerika zur\u00fcckgekommen und dort war auch der junge Dozent auf einen Forschungssemester, hat einen Rechtsanwalt besucht und ist sehr ver\u00e4ndert zur\u00fcckgekommen.<br \/>\nOchajon ermittelt weiter, kommt auf eine au\u00dfereheliche Beziehung des netten Professors drauf, der sich so f\u00fcrsorglich um die labile Ja`el Eisenstein k\u00fcmmert und auch den Inspektor bekocht. Aber dann war es doch nicht der Sex, sondern, da\u00df Duda`j Tirosch auf ein Plagiat draufgekommen ist, der f\u00fcllte das Kohlenmonoxyd in die Sauerstoffflasche, um nicht geoutet zu werden und Dozent Schaj, der dem Meister sogar das Verh\u00e4ltnis zu seiner Frau verzieh, ist entt\u00e4uscht und mu\u00dfte morden.<br \/>\nEin sehr bed\u00e4chtiger und wahrscheinlich anspruchsvoller Krimi. Wenn man Vergn\u00fcgen an der Literatur hat, wird man ihn gerne lesen.<br \/>\nIm Internet habe ich Rezessionen gefunden, wo sich die nicht so interessierten langweilten und das &#8220;Wort&#8221; f\u00fcr den schw\u00e4chsten Gur Krimi halten. Das w\u00fcrde es auch nicht so sagen, aber ich bin ja an der Literatur und, wie der Betrieb so l\u00e4uft sehr interessiert. Trotzdem habe ich ein ganzes Wochenende an dem Buch gelesen, denn eines in das man schnell hineingezogen wird, ist es wahrscheinlich nicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Am Anfang war das Wort&#8221;, &#8220;Denn am Sabbat sollst du ruhen&#8221;, die 1947 geborene und 2005 verstorbene israelische Schriftstellerin Batya Gur verwendet f\u00fcr ihre Krimis biblische Zitate und die Literaturwissenschaftlerin und Gattin eines Psychoanalytikers, w\u00e4hlt auch die diesbez\u00fcglichen Sujets. 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