{"id":28147,"date":"2014-04-05T00:04:08","date_gmt":"2014-04-04T23:04:08","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=28147"},"modified":"2014-04-05T00:04:08","modified_gmt":"2014-04-04T23:04:08","slug":"schreib-und-korrigierbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=28147","title":{"rendered":"Korrigier- und Schreibbericht"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten Tage habe ich die hundertvier Seiten von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/30\/entwicklungsstufen\/\" title=\"Entwicklungsstufen\">&#8220;Anna k\u00e4mpft gegen das Vergessen<\/a>&#8221; durchkorrigert, auf hundertzwei Seiten, beziehungsweise 48.948 Worte hinuntergebracht und versucht das Ganze auf eine einheitliche Handlung zu bringen.<br \/>\nWas einerseits sehr spannend war und auch flott dahinging. Andererseits war noch einiges zu \u00e4ndern und ich mu\u00df es auch noch einmal durchgehen, weil zeitlich stimmt es noch nicht. Anna ist nach dem Opernball gestorben und Hanni hat dann in relativ kurzer Zeit ihre Alzheimer-Ausbildung gemacht. So habe ich die auf acht Module und zwei Wochen Praktikum hinunterreduziert und da der &#8220;B\u00fcchner-Preis&#8221; von der &#8220;Darmst\u00e4dter-Akademie&#8221; vergeben wird, entscheidet K.M \u00fcber einen &#8220;Berliner-Kunstpreis&#8221;. Da\u00df die Sitzung im Oktober stattfindet, habe ich auch weggelassen, versucht die Namen zu vereinheitlichen und bei den Opernballszenen mu\u00df ich noch aufpassen, da einmal Rade mit Anna zu Slavica Jovanovic geht und das andere Mal kommt er erst sp\u00e4ter nach.<br \/>\nAnsonsten finde ich das Ganze sehr flott erz\u00e4hlt und soweit man es selber beurteilen kann, auch sehr spannend. Am Donnerstag habe ich mit dem Durchkorrigieren angefangen und war am Freitag kurz vor sechs, bis auf cirka zehn Seiten fertig, als  Robert Eglhofer angerufen hat und mir mitteilte, da\u00df er Schifahren sei und daher nicht zur <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/07\/marz-schreiben\/\" title=\"M\u00e4rz-Schreiben\">Schreibgruppe<\/a> komme. Da war die Versuchung nicht zu klein, zu Hause zu bleiben und weiterzukorrigeren. Warum soll ich der Gruppe etwas anderers schreiben, wenn ich  so sch\u00f6n im Schreibflu\u00df bin. Ich bin aber sehr diszipliniert, habe den Laptop ausgeschaltet und bin losgezogen. Auf dem Weg ins Cafe Ludwig, beim &#8220;Hofer&#8221; habe ich noch Milch, Pinze und Bananen eingekauft, ist mir eingefallen, da\u00df ich &#8220;Fr\u00fchling&#8221;, aber auch &#8220;Kokosnu\u00df&#8221;, als Nonsensethema vorschlagen k\u00f6nnten, um einmal etwas Surreales oder auch Experimentelles zu schreiben. Beim letzten Mal in der Gruppe gab es mit der Ruth bzw. der Ilse Kilic ja ein bi\u00dfchen Schwierigkeiten, weil die meinten, da\u00df ich da keine Romanszene schreiben soll. Das h\u00e4tte mich zwar nicht gehindert, war aber schon fertig mit dem Rohkonzept Eine Idee w\u00e4re ja auch trotzdem noch eine Szene zu schreiben, die dazu passt, zum Beispiel mit der Kokosnu\u00df, aber von der bin ich abgekommen, weil das Ganze  schon ziemlich fertig ist und nur mehr korrigiert, aber nicht mehr inhaltlich erg\u00e4nzt zu werden braucht.<br \/>\nBevor ich am Donnerstag mit dem Korrigieren angefangen habe, habe ich auch noch den Text f\u00fcr Anton Blitzsteins Zeitung zum Thema &#8220;Behindertenkunst&#8221; geschrieben, den h\u00e4tte ich eigentlich auch in der Gruppe schreiben k\u00f6nnen, aber das Thema h\u00e4tte vielleicht den anderen nicht so gefallen und der Text war auch schon fertig.<br \/>\nAlso habe ich &#8220;Fr\u00fchling&#8221; und &#8220;Kokosnu\u00df&#8221; vorgeschlagen, als ich ins Cafe Ludwig gekommen bin. Doris Kloimstein, Fritz Widhalm, Ruth Asp\u00f6ck und Peter Czak waren da und da die anderen keine rechten Themenw\u00fcnsche hatte, wurde &#8220;Kokosnu\u00df&#8221; angenommen und das war ein spannendes Schreiberlebnis.<\/p>\n<p>&#8220;Kokosnu\u00df, welch ein Hochgenu\u00df, riesengro\u00dfer, kugelrunder Kunstgenu\u00df. Es ist ein Kokosgru\u00df mit der Nu\u00df, im Fr\u00fchling unter den Palmen an der Copa Kagrana, unter Lampions mit dem Hulareifen hoppen, Hulahopp und Holahoh und an die Liebe zu denken. Wo bleibt die Liebe, junge Frau, junger Mann? Wo bleibt sie nur, sag es mir? Ausgerechnet Bananen, Bananen, verlangt sie von mir! Josephine Baker im kurzen Bastr\u00f6ckchen, mit der fettig, gl\u00e4nzenden, dunklen Haut. Es ist die Kokosnu\u00df, die runde Kokosnu\u00df, verlangt im Fr\u00fchling  Rum-Kokos von &#8220;Casali&#8221; von mir. Kokosnu\u00df und Palmenschnitten, am Strand der Copa Cagrana, in Graz, nein, in Wien, an der sch\u00f6nen blauen Donau, in der, wie ich h\u00f6re, in letzter Zeit soviel Plastik schwimmt. Vielleicht sind es auch die Dosen von der Kokosmilch. Kokosmilch und Bananen zum Fr\u00fchst\u00fcck mit dem M\u00fcsli essen. Wo ist die Nu\u00df, wo ist sie nur? Wo bleibt sie denn, wann kommt sie zu mir? Es ist die Liebe an der Copa Kagrana, in den hei\u00dfen Fr\u00fchlingsn\u00e4chten, haben sie gesiegt. Lau ist der Wind und der Pina Colada schmeckt sehr gut. Aber besser noch die Kokosmilch aus der Kokosnu\u00df, in der wei\u00dfen Schale, eiskalt serviert. Hei\u00df ist die Liebe und die Himbeeren rot, in den lauen Fr\u00fchlingsn\u00e4chten in der Copa Kagrana am Donauinselstrand. Es ist die Liebe, die dumme Liebe, die die Bananen von mir abverlangt. Braun und wei\u00df und leicht verr\u00fcckt, die hei\u00dfen Fr\u00fchlingsn\u00e4chte am Donauinselstrand. Der Carneval in Rio w\u00e4re bunter, hei\u00dfer, feuriger. Also zur\u00fcck oder dageblieben und die Kokosmilch aus der Nu\u00df geschl\u00fcrft. Dazu ein paar Rumkugeln von Casali mampfen und der gr\u00fcne Papagei sitzt auf der Palme und schnattert den Refrain dazu. Es ist die Kokosnu\u00df, die sch\u00f6ne Kokosnu\u00df, die ausgerechnet Bananen von der dummen Frau verlangt.&#8221;<\/p>\n<p>Soweit mein Text und interessant, wie unterschiedlich, die der anderen waren. Bei diesem Thema ist mir das so richtig aufgefallen. So schrieb Doris Kloimstein, die telefonisch ein paar Mal unterbrochen wurde, von ihrem Brasilienaufenthalt und den Erlebnissen dort, wenn man mit einem Plastiksack voll Geld am Sandstrand sitzt. Fritz Widhalm fing es wieder ganz pragmatisch an und kam dann zu den Kokosbusserln und den Kokokuppel, w\u00e4hrend Peter Czak einen Drogenrausch mit viel roter Farbe damit verband und Ruth Asp\u00f6ck mit dem Pfadfinderlied &#8220;Wer hat die Kokosnu\u00df geklaut, begann und bei ihren Kubaerfahrungen landete.<br \/>\nInteressant so eine Schreibgruppe und auch sehr interessant, da\u00df das Nonsenseschreiben Spa\u00df machen kann, aber auch das Korrigieren, des im letzten Monat entstandenen Textes, der mich die n\u00e4chste Zeit besch\u00e4ftigen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage habe ich die hundertvier Seiten von &#8220;Anna k\u00e4mpft gegen das Vergessen&#8221; durchkorrigert, auf hundertzwei Seiten, beziehungsweise 48.948 Worte hinuntergebracht und versucht das Ganze auf eine einheitliche Handlung zu bringen. 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