{"id":28007,"date":"2014-03-30T00:09:35","date_gmt":"2014-03-29T23:09:35","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=28007"},"modified":"2014-03-30T00:09:35","modified_gmt":"2014-03-29T23:09:35","slug":"entwicklungsstufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=28007","title":{"rendered":"Entwicklungsstufen"},"content":{"rendered":"<p>Zu den Kriterien eines guten Romans sagt man, geh\u00f6rt, da\u00df er ber\u00fchrt und sich die Figuren beziehungsweisen die Handlung weiterentwickelt.<br \/>\nEtwas Neues soll, glaube ich, auch darin enthalten sein. Damit tat ich mir, soweit man seine Sachen \u00fcberhaupt selber beurteilen kann, immer ein bi\u00dfchen schwer, denn es kam ja schon sehr fr\u00fch der Vorwurf, es w\u00fcrde bei mir nichts passieren.<br \/>\nDamals habe ich wahrscheinlich auch nicht geplottet, sondern war wahrscheinlich froh, da\u00df \u00fcberhaupt etwas weiterging. Jetzt nach mehr als <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\" title=\"Vierzig Jahre Matura, vierzig Jahre Schreiben\">vierzig Jahren schreiben<\/a> habe ich Routine und schreibe die letzten zehn Jahre \u00fcberhaupt sehr flott dahin. Eines nach dem anderen, inzwischen drei selbstgemachte B\u00fccher im Jahr und der Alfred, der sie herausgeben soll, st\u00f6hnt und sagt &#8220;Schreibe nicht soviel!&#8221;, &#8220;denn das interessiert keinen&#8221; hat einmal Elfriede Haslehner dazugef\u00fcgt und das Schreiben \u00fcber das Schreiben gemeint, das ich damals mit der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dorafaust.html\">&#8220;Dora Faust&#8221;<\/a> praktizierte und das mit dem Interesse scheint, wie bei den Besuchen bei meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/18\/solo-lesung\/\">Lesungen<\/a> oder den Reaktionen auf meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/04\/die-auflosung\/\" title=\"Der R\u00e4tsel L\u00f6sung\">Gewinnspiele<\/a> merke, zu stimmen, obwohl ich ja eigentlich der Meinung bin, das beispielsweise der Kampf einer alten Buchh\u00e4ndlerin gegen das Vergessen interessant sein sollte. aber vielleicht bringe ich es nicht spannend hin\u00fcber. Da hat man mir aber <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/24\/kurzer-blick-aufs-neue-buch\/#comments\">kommentiert<\/a>, da\u00df ich das schon tue, aber zuviel an der Oberfl\u00e4che bleiben w\u00fcrde, der Karl Markus Gau\u00df hat mir einmal geschrieben, ich w\u00fcrde zu wenig abgehoben schreiben, das ist auch schon sehr lange her, da\u00df ich manchmal unverst\u00e4ndlich bin, konnte ich aber erst vor kurzem h\u00f6ren und ich habe ja auch ein paar Rechtschreibfehler beziehungsweise meine eigene Orthografie und schreibe noch immer &#8220;da\u00df&#8221; mit scharfen &#8220;\u00df&#8221; was eine literarische Tots\u00fcnde zu sein scheint, was ich auch nicht so ganz verstehe.<br \/>\nWas hat das jetzt mit den Entwicklungsstufen zu tun, k\u00f6nnte man fragen. Ja, mit der Weiterentwicklung meiner Figuren hatte ich bis jetzt auch immer meine Schwierigkeiten, beziehungsweise keine besonderen bei mir gesehen, aber diesmal k\u00f6nnte es anders sein. Zumindest ist es diesmal mit dem Schreiben besonders flott und fl\u00fc\u00dfig dahin gegangen, so flott, da\u00df ich f\u00fcrchte, da\u00df ich wieder nach den ber\u00fchmten sechs Wochen mit dem Rohtext fertig bin und im Oktober, dem Alfred das Ganze schon auf den Schreibtisch gelegt haben werde.<br \/>\nUnd eine besondere Vorausplotterin war ich nie. Sondern eine, die sich mit einer Idee von Szene zu Szene voranhantelt. Da gibt es bei mir eine gewisse Stabiltit\u00e4t, aber diesmal gibt es, glaube ich schon Entwicklungsstufen in der Handlung. Habe ich da ja im J\u00e4nner oder war es schon im Feburar gedacht ich m\u00f6chte wieder \u00fcber das<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/08\/wochenbericht\/\" title=\"Wochenbericht\"> B\u00fccherlesen und den Alzheimer<\/a> schreiben. Da gab es ja einmal eine Serie im Radiokolleg, die mich darauf gebracht hat, obwohl es nicht mein erstes Schreiben dar\u00fcber war, <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dreizehn.html\">der Lorenz Wolkner<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_tauben.html\">Johannes Schwarzinger<\/a> leiden ja auch an dieser Krankheit und die Schauspielerin <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_sterben.html\">Isabella Ilhaly kommt schon im vorletzten Nanrowrimo<\/a> vor. Dann bin ich losgezogen, im Februar war das, als ich mit der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/19\/neubeginn-2\/\" title=\"Neubeginn\">&#8220;Bruderschaft&#8221;<\/a> fertig war, immer mit ein bi\u00df\u0107hen schlechten Gewissen, ich habe schon \u00f6fter \u00fcber Frauen die ihre B\u00fccher, die sie sich von dem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">B\u00fccherschr\u00e4nken<\/a> holen<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\"> herunterlesen<\/a> geschrieben.<br \/>\nDann kam die Idee mit den drei Handlungsstr\u00e4ngen, die Gro\u00dfmutter, die den Traum hat, da\u00df sie ohne Kleid auf der &#8220;Buch-Wien &#8221; erschienen ist und dann in Szene zwei gleich die Geschichte von der Enkeltochter, die nach dem Begr\u00e4bnis von der Anna in ihre Wohnung zieht. Der K.M. ist mir auch einmal eingefallen und wenn wir bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/28\/transformationsfragen\/\">Transformationen<\/a> sind, k\u00f6nnte ich verraten, da\u00df ich die Initialen umgedreht und nach Weihnachten ein paar Videos des Vorbilds gesehen habe.<br \/>\nEin Gewinnspiel zum Verraten der literarischen Inspiration veranstalte ich nicht, erw\u00e4hnte nur, das Alter k\u00f6nnte stimmen, den Lebenslauf habe ich erfunden und das H\u00e4uschen in Arezzo warhschein auch, das mit den Gedichten k\u00f6nnte wahrscheinlich auch stimmen, aber die werden von vielen geschrieben und der Verlag hei\u00dft &#8220;Berliner Verlag&#8221; und den gibt es, glaube ich, nicht.<br \/>\nDa war es dann gleich eine ganze Weile z\u00e4h, denn au\u00dfer da\u00df K. M. eine Pensionsschockdepression, ein H\u00e4uschen in Arezzo und eine Enkeltochter namens Kathi hat, die in Z\u00fcrich Medizin studiert, ist mir zu der Figur nichts eingefallen.<br \/>\nJa, da\u00df er &#8220;Johannas Blogroman&#8221; f\u00f6rdern will, wu\u00dfte ich auch. Habe aber diesmal besonders stur an dem Dreier-Rhythmus beim Schreiben Anna-Johanna-K.M festgeshalten, bei den anderen Texten wechsle ich mich in der Reihenfolge \u00f6fter ab, habe \u00fcberhaupt mehre Personenstr\u00e4nge oder drei Teile, wie bei den &#8220;Zwillingswelten&#8221;<br \/>\nUnd dann habe ich geschrieben, ein bi\u00dfchen z\u00f6gernd bis ich nach <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/17\/buchmessenreport\/\" title=\"Buchmessenreport\">Leipzig<\/a> fuhr, dann habe ich unterbrochen, hatte letzte Woche Schwierigkeiten <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/23\/wellness-und-schreibeurlaub\/\" title=\"Wellness- und Schreibeurlaub\">hineinzukommen<\/a>, ab Ungarn ist es aber <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/28\/wieder-zuruck-in-harland\/\" title=\"Wieder zur\u00fcck in Harland\">dahingeflossen<\/a>, die Handlung hat sich weiterentwickelt und ist vielleicht ein bi\u00dfchen \u00fcber das blo\u00dfe Vergessen hinausgegangen.<br \/>\nJetzt bin ich mit dem Rohkonzept fertig, hundertvier Seiten, siebenundvierzig Szenen, 50.178 Worte, h\u00e4tte den Nanowrimo geknackt und wenn es ein solcher w\u00e4re, w\u00fcrde auch der Zeitraum passen, bei den <a href=\"http:\/\/nanowrimo.org\/participants\/eva-jancak\/novels\/beim-sterben-sollte-man-zu-hause-sein\/stats\">letzten<\/a> <a href=\"http:\/\/nanowrimo.org\/participants\/eva-jancak\/novels\/verbruderung\/stats\">beiden<\/a> habe ich ja ein bi\u00dfchen geschummelt, beziehungsweise bin fast zu fr\u00fch fertiggeworden. Der Handlungsfaden hat sich seit gestern rasant weiterentwickelt. Das gibt es ja die Opernballgeschichte und die mit Strahlenschutzstecker, die eigentlich auf allen drei Ebenen erw\u00e4hnt werden. Anna hat bis jetzt drei B\u00fccher gelesen bzw. wurden die namentlich erw\u00e4hnt, den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/09\/dracula\/\" title=\"Dracula\">Bram Stoker<\/a>, das autobiografische Element der Geschichte, wenn man es so will und dann noch den Antonio Tabuccci und den Umberto Ecco. Anna liest die &#8220;Namen der Rose&#8221; und &#8220;Erkl\u00e4rt Pereira&#8221; und K. M. hat die beiden pers\u00f6nlich gekannt. Johanna hat sich inzwischen aber in die Seniorenresidenz in D\u00f6bling, die auch eine Erfindung von mir ist, begeben und schaut dort mit einem ehemaligen Finanzminister und Isabella Ilhaly Fotoalben an und drau\u00dfen k\u00f6nnten die Logop\u00e4din und die Ergotherapeutin stehen, die entlassen und durch eine Schmalspur Alzheimer-Trainerin ersetzt wurden.<br \/>\nHier mu\u00df ich etwas \u00e4ndern, was sich auch durch die Entwicklungsstufen ergeben hat, n\u00e4mlich der zeitliche Rahmen stimmt nicht, Anna ist nicht ein Jahr nach ihrem Traum gestorben, sondern schon fr\u00fcher, denn sie geht ja kurz danach auf Slavia Jovanovics privaten Opernball und K.M. sitzt im Juli in seinem Haus, wenn er drei Monate dort bleiben, bis er am 13. Oktober zur der Kunstsenatsratsitzung nach Berlin fahren wird, ob er dort wirklich Johanna f\u00fcr den B\u00fcchner-Preis vorschlagen wird, wird man wahrscheinlich nicht erfahren, weil es schon fr\u00fcher enden wird, n\u00e4mlich damit vermutlich, da\u00df Sonja kommt und ihm erz\u00e4hlt, da\u00df er sich keine Sorgen machen soll, weil sie in Rom eine Professur gefunden hat.<br \/>\nJohanna wird also ihre Ausbildung noch schmaler und die acht Module mit dem zweimal Praktikum in in vier Monaten machen.<br \/>\nSeinen Nachfolger hat K.M. schon angerufen und der ist von Johannas Blog begeistert und mit Philiph wird sie und das sind die Entwicklungsstufen auch zusammenkommen.<br \/>\nUnd jetzt mu\u00df wieder sorgf\u00e4ltig korrigiert werden, weil der Rohentwurf noch sehr fehlerhaft und sehr verwackelt ist, die Zeiten, die Namen und manche Entwicklungen nicht stimmen, etc.<br \/>\nDas Schreiben hat mir diesmal und das habe ich schon geschrieben, besonderen Spa\u00df gemacht und ich finde es gut, auch wenn ich bei meinen Rechtschreibfehlern und wahrscheinlich auch bei meiner&#8221;Banalit\u00e4t&#8221; bleibe, dagegen glaube ich schon, da\u00df &#8220;Annas Kampf gegen das Vergessen&#8221; interessant, ber\u00fchrend und bewegend sein k\u00f6nnte, aber wenn das au\u00dfer mir niemand so sieht, weil er es gar nicht anschaut, kann ich auch nichts tun.<br \/>\nSo gesehen schreibe ich also eher f\u00fcr mich, als f\u00fcr meine Leser, obwohl ich die im Blog ja immer pers\u00f6nlich anspreche und einzubeziehen versuche und von der Literaturwelt, die ich meistens via buecher.at, der \u00f6sterreichischen Hauptverbandsseite, wahrnehme, ist zu vermelden, da\u00df es einen Veza-Canetti-Preis geben wird. Da habe ich nat\u00fcrlich wieder &#8220;Das w\u00e4r ein Preis f\u00fcr mich&#8221; gedacht, denn ich habe ja ein Lebenswerk, zwar schreibe ich eher realistisch als experimentell, aber die kleinen Leute kommen bei mir auch vor, aber den wird wahrscheinlich die Marie Therese Kerschbaumer, die Elisabeth Reichert, die Marlene Streeruwitz oder ich wei\u00df nicht, wer bekommen. Die Friederike Mayr\u00f6cker w\u00e4re auch ein w\u00fcrdige Kanditatin und viele andere Wiener Autorinnen.<br \/>\nJetzt also korrigieren und sich die Freude nicht nehmen lassen, hat mir einmal Andrea Stift geraten, als ich besonders viel gejammert habe. Jetzt tue ich das gar nicht, denn ich bin mit meinem Work in Progress ja zufrieden, auch wenn es nat\u00fcrlich schade ist, da\u00df ich das nicht r\u00fcberbringen kann, aber wenn man &#8220;da\u00df&#8221; mit scharfen &#8220;\u00df&#8221; schreibt, mu\u00df das warhscheinlich so sein&#8230;. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu den Kriterien eines guten Romans sagt man, geh\u00f6rt, da\u00df er ber\u00fchrt und sich die Figuren beziehungsweisen die Handlung weiterentwickelt. Etwas Neues soll, glaube ich, auch darin enthalten sein. 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