{"id":27882,"date":"2014-03-24T00:11:36","date_gmt":"2014-03-23T23:11:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=27882"},"modified":"2014-03-24T00:11:36","modified_gmt":"2014-03-23T23:11:36","slug":"der-besuch-des-erzbischofs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=27882","title":{"rendered":"Der Besuch des Erzbischofs"},"content":{"rendered":"<p>Es ist eine seltsam surreale und nicht leicht zu verstehende Geschichte, die der 1936 in Klausenburg geborene Adam Bodor, der seit 1982 in Budapest lebt, da in der bei &#8220;Amman&#8221;, 1999, erschienenen Erz\u00e4hlung &#8220;Der Besuch des Erzbischoffs&#8221; da vorlegt.<br \/>\nEine Parodie auf den Sozialismus, die das Grauen schildern soll, wahrscheinlich, ein Farce, die da in dem kleinen Karpatenst\u00e4dtchen Bodganski Dolina, wo alle die herumlaufen sich Paters nennen, Popen oder Seminaristen, passiert.<br \/>\nIrgendwo wird es auch M\u00e4rchen genannt und es beginnt auch m\u00e4rchenhaft unwirklich, n\u00e4mlich mit dem Ausbruch der Senkowitz Schwestern, aus der Lungenheilanstalt, die dann an Leinen wieder zur\u00fcckgebracht und in einem H\u00fchnerk\u00e4fig ausgestellt werden.<br \/>\nDie Ziehmutter des Erz\u00e4hlers hat einen Frisiersalon und einige K\u00e4mmfrauen, einen Geografielehrer, der ebenfalls in der Lungenheilanstalt lebt, gibt es auch und dann noch Gabriel Ventuza, der die Gebeine seines Vaters aus dem Friedhof holen soll und der Erzbischoff wird, wie der Titel sagt, auch erwartet, kommt nicht oder doch.<br \/>\nAuf jedenfalls liest man sich in seiner Erwartung durch die knapp hundertvierzig Seiten, springt durch die verschiedenen Zeitebenen und die Realistin, die ich bin, kennt sich nicht aus.<br \/>\nIch wei\u00df auch gar nicht und das ist auch etwas, was mir nicht sehr oft passiert, wie ich zu dem Buch gekommen bin, ob ich es B\u00fccherschrank gefunden habe oder bei der &#8220;Buchlandung&#8221; kaufte? Es k\u00f6nnte auch in den B\u00fcchert\u00fcrmen bei der &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; gewesen sein. Aus den B\u00fccherkisten von Edith Broczas Buchh\u00e4ndler ist es gewesen, habe ich inzwischen anhand meines Bibliothekkatalogs herausgefunden.<br \/>\n&#8220;Ein kleines Buch f\u00fcr die Innentasche, unter der das Herz schl\u00e4gt&#8221;, hat der Autor auf den Buchr\u00fccken geschrieben.<br \/>\nVon der &#8220;bedr\u00fcckenden und beklemmenden Atmosph\u00e4re, wie sie nur im verlassensten Winkel Eurpas denkbar ist&#8221; ist am Klappentext zu lesen.<br \/>\nPeter Esterhazy und Ilma Rakusa haben auch ihre Eindr\u00fccke kurz beschrieben und das Buch gelobt und bei den Rezensenten, bei denen ich mich schlau machen versuchte, herrschte irgendwie auch Ratlosigkeit.<br \/>\nInteressant diese Erz\u00e4hlung eines in Rum\u00e4nien geborenen Ungarns, der bald achtzig Jahre alt werden wird, die ich mir diesmal auf meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/23\/wellness-und-schreibeurlaub\/\" title=\"Wellness- und Schreibeurlaub\">ungarischen Badeaufenthalt<\/a> mitgenommen habe, weil ich mich durch die ungarische Gegenwartsliteratur durchlesen will, obwohl ich mir mit den Surrealisten und verklausulierten Erz\u00e4hlungen schwer tue, war es spannend interessant ein Buch zu lesen, das ich nicht recht verstanden habe und mit der Beklemmung habe ich sowieso ein Problem, weil ich sie nicht mag.<br \/>\nEs war aber interessant einen mir bisher unbekannten Autor kennenzulernen und wenn ich ein bi\u00dfchen nachdenke, glaube ich mir auch vorstellen zu k\u00f6nnen, was der Autor mit seiner m\u00e4rchenhaften Erz\u00e4hlung gemeint haben k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eine seltsam surreale und nicht leicht zu verstehende Geschichte, die der 1936 in Klausenburg geborene Adam Bodor, der seit 1982 in Budapest lebt, da in der bei &#8220;Amman&#8221;, 1999, erschienenen Erz\u00e4hlung &#8220;Der Besuch des Erzbischoffs&#8221; da vorlegt. 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