{"id":27522,"date":"2014-03-01T08:02:26","date_gmt":"2014-03-01T07:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=27522"},"modified":"2014-03-01T08:02:26","modified_gmt":"2014-03-01T07:02:26","slug":"fasching-samstagschreibgedanken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=27522","title":{"rendered":"Faschingsamstag-Schreibgedanken"},"content":{"rendered":"<p>Langsam langsam komme ich mit meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/22\/arbeitsbericht-2\/\" title=\"Arbeitsbericht\">Vorarbeiten<\/a> weiter und die Notizen in dem halben schwarzen chinesischen Buch mit den roten Ecken, das vor Jahren einmal sehr modern war, beginnen anzuwachsen, aber sie drehen sich um eine Buchh\u00e4ndlerin, die bei sich Alzheimer entdeckt und dagegen ank\u00e4mpfen will und das ist zwar ein sehr interessantes Thema, aber, darum komme ich nicht herum, ich habe schon sehr viel \u00fcber alte Menschen geschrieben und das scheint mich zu blockieren und produziert wahrscheinlich geradezu das &#8220;Nicht schon wieder!&#8221; und dann hat ja diese Woche eigentlich mit einem Mi\u00dferfolg begonnen. Denn schon zum vierten Mal beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/23\/von-den-ig-autoren-zur-anderen-buchmesse\/\" title=\"Von den IG-Autoren zur anderen\u00a0Buchmesse\">Literaturslam der anderen Buchmesse<\/a> angetreten und schon zum vierten Mal nicht gewonnen. Das war zwar vorauszusehen und ist wohl nicht der richtige Ort f\u00fcr meine leisen sozialkritischen psychologischen Texte, aber wo ist der richtige?<br \/>\nDen scheint es nicht zu geben, soviel ich suche, mich bem\u00fche, anstrenge, etc und das macht ziemlich hilflos zu denken, es scheint wirklich nicht zu gehen, da kann ich machen was ich will! Wenn ich das  zu eindringlich sage, h\u00f6re ich manchmal, wie vom lieben Stephan Eibel Erzberg auf meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/10\/geburtstagslesung\/\">vorletzen literarischen Geburtstagsfest<\/a>, du bist ja ohnehin so erfolgreich!<br \/>\nJa, ich habe viel geschrieben, das stimmt nat\u00fcrlich und ist nicht wegzuleugnen, scheint aber irgendwie nicht r\u00fcberzukommen und Nicole Engbers war bei der Vorstellung beim Slam am Sonntag auch sehr erstaunt, da\u00df ich schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/08\/sechzig-minuten-aus-dreisig-buchern\/\" title=\"Sechzig Minuten aus drei\u00dfig\u00a0B\u00fcchern\">zweiunddrei\u00dfig<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/09\/dreizehn-kapitel\/\" title=\"Dreizehn\u00a0Kapitel\">selbstgemachte<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/05\/buchpromotion\/\" title=\"Buchpromotion\">B\u00fccher<\/a> habe. Habe ich und manche wiederholen sich auch, manche sind besser, manche sind schlechter und um das herausszufinden, nehme ich sie manchmal in die Badewanne mit, bevor ich mit einem neuen Projekt beginne.<br \/>\nDas habe ich mit den &#8220;Hierarchien&#8221; so getan, die ja in einem Kleinstverlag erschienen sind und daher einige Rezensionen hatten, eine davon, von einem Kleinverleger, der mir zuerst einen gar nicht so ablehnenden Brief geschrieben hatte, war besonders schlecht und im Lauf der Jahre habe ich auch gedacht, &#8220;Das ist dein erstes ver\u00f6ffentlichtes Buch, das wird noch nicht so gut sein!&#8221;<br \/>\nDann habe ich es wiedergelesen, es hat mir gefallen und ich habe gedacht, da sind ja schon alle meine Themen drin. Das ist gut und schlecht sogleich, denn einmal sehr aufmunternd, andererseits wieder das Gegenteil, denn es ist ja nicht gut angekommen und bei den selbstgemachten habe ich oft nicht einmal eine Rezension und kaum Feedback.<br \/>\nJu Sophie hat sich einmal die M\u00fche gemacht, die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/26\/vorschau-auf-zwillingswelten\/#comments\">&#8220;Mimi&#8221;<\/a>, die ich eigentlich f\u00fcr ein interessantes Buch halte, zu verrei\u00dfen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/28\/ruth-aspocks-buchpremiere\/\" title=\"Ruth Asp\u00f6cks\u00a0Buchpremiere\">Gestern in Krems<\/a> hat mir eine K\u00e4uferin, die schon ein paar B\u00fccher gelesen hat, gesagt, sie gefallen ihr sehr gut.<br \/>\nSonst kommt eigentlich kein Feedback und ich selber denke ja auch &#8220;ich schreibe nicht gut, das ist schon wieder nicht gelungen!&#8221;, etc und komme aus dem Zirkel des Mi\u00dferfolges und des Nichtbeachtetwerden offenbar nicht heraus, was mich auch betrifft und so schreibe ich immer wieder dar\u00fcber und der Kreis schlie\u00dft sich oder dreht sich immerfort weiter, etc.<br \/>\nAm Montag habe ich es dann geschafft, die B\u00fccher die sich \u00fcbers Alter und das B\u00fccherlesen drehen, herauszunehmen und habe mich dann an der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> festgelesen und wieder gedacht, das ist eigentlich sehr gut. Nat\u00fcrlich h\u00e4tte eine geschickte Lektorin einiges straffen und wegstreichen k\u00f6nnen, selbstverst\u00e4ndlich, aber sonst war ich vom Spannungsbogen \u00fcberrascht und viel besser als ich eigentlich dachte. Was mir aber, um aus dem Kreis herauszukommen auch nicht viel n\u00fctzt und von der &#8220;Absturzgefahr&#8221; gibt es, glaube ich, keine Rezension.<br \/>\nAm Dienstag hatte ich dann von zehn bis f\u00fcnf Stunden beziehungsweise eine Diagnostik und noch einen Befund zu schreiben, bevor ich in die Rockgasse in den Republikanischen Club gehastet bin. Am Mittwochnachmittag habe ich weitergelesen, die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_paulanebel.html\">&#8220;Paula Nebel&#8221;<\/a> handelt ja auch von einer alten Frau und ist eine <a href=\"http:\/\/www.gangway.net\/reviews\/jancak.html#nebel\">kleine leise Geschichte<\/a> \u00fcber den Mi\u00dfbrauch den Heime ansichten k\u00f6nnen und Kinderwegnahmen. Da gibt es eine Rezension und ein paar <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/12\/nebelschwaden\/\">Goodies<\/a> und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/04\/langer-brief-an-den-herrn-kurz\/\">Vorbereitungstexte<\/a>, die auch in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/20\/5er-edition\/\">&#8220;5-er Edition&#8221;<\/a> enthalten sind.<br \/>\nDurch <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_sterben.html\">&#8220;Beim Sterben sollte man zu Hause sein&#8221;<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_zwillingswelten.html\">&#8220;Zwillingswelten&#8221;<\/a> sollte ich mich noch lesen, am Wochenende habe ich in der Badewanne ja Zeit dazu und dann ank\u00fcpfen und weiterschreiben. Eigentlich sollte ich mich von den Wiederholungen nicht so abschrecken lassen, ich schreibe seit \u00fcber <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\">vierzig Jahren<\/a> und habe jetzt schon fast f\u00fcnfunddrei\u00dfig B\u00fccher, schade, da\u00df sich niemand daf\u00fcr interessiert, das sollte mich aber nicht am Weiterschreiben hindern und die Anna Mitterer oder wie sie hei\u00dfen wird, kann einen ganz anderen Schwerpunkt haben, wenn ich da eine Frau gegen ihren Alzheimer k\u00e4mpfen lasse. So genau hatte ich das noch nicht, der Bernhard Listringer in der &#8220;Absturzgefahr&#8221; hat zwar auch Alzheimer oder eine Demenz, aber das wird eigentlich nicht genau beschrieben und bleibt im Hintergrund.<br \/>\nIch sollte mich nicht selber hindern lassen, klingt sehr gut, in der Realit\u00e4t kommt aber derzeit das mulmige Gef\u00fchl, wenn ich ans schreiben denke, nicht das &#8220;Kann ich nicht!&#8221;, eher &#8220;Da f\u00e4llt mir nichts ein!&#8221; oder &#8220;Nicht schon wieder&#8221;.<br \/>\nAm Donnerstag kam dann <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/27\/besuch-von-judith-grohmann-und-diskussions-zum-fpo-ball\/\" title=\"Besuch von Judith Grohmann und Diskussion zum\u00a0FP\u00d6-Ball\">Judith Grohmann<\/a> und hat mich durch ihr Selbstbewu\u00dftsein \u00fcberrascht, als sie mir von den Aufmunterungen und den Verst\u00e4rkungen erz\u00e4hlte, die sie beim Schreiben begleiten.<br \/>\nDas h\u00e4tte ich auch sehr gern, ist aber nicht und sie hat mich auch sehr gelobt und nun weitermachen, anfangen oder auch etwas ganz anderes schreiben. Da finde ich im Moment nichts, was mich interessiert und die Idee mit der Materialsuche ist auch sehr vage.<br \/>\nRichtig, in &#8220;Standard&#8221;, &#8220;Profil&#8221; und &#8220;Falter&#8221; habe ich mich am Montagnachmittag auch gebl\u00e4ttert, aber au\u00dfer das ich die Anna durch die sozialen Probleme der Zeit, wie Jugendarbeitslosigkeit, Entm\u00fcndigung, Bankenkriese etc stolpern lassen k\u00f6nnte, ist mir nichts eingefallen und das habe ich schon in der &#8220;Paula Nebel&#8221;, der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_hunger.html\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a> und wahrscheinlich noch in einigen anderen Sachen.<br \/>\nAm Mittwoch k\u00f6nnte ich mich nach der elf Uhr Stunde und vor dem MUSA auf Ideesuche begeben, mich in die Stra\u00dfenbahn mit dem Notizbuch setzen oder durch die Stadt laufen und schauen ob mich da Passanten oder Gespr\u00e4chsfetzen weiterbringen. Das wollte ich schon diesen Mittwoch machen, aber da hatte ich erstens eine Diagnostik um zehn und zweites den Gedanken &#8220;Ich bin noch nicht so weit!&#8221;, denn wenn ich wieder an den B\u00fccherschr\u00e4nken vorbei in die Hauptb\u00fccherei laufe, ist es das wohl nicht.<br \/>\nEin paar Ideen zum Aufschreiben habe ich noch f\u00fcr mein schwarz-rotes Chinabuch. Da ist einmal die vom Opernball, als ich h\u00f6rte, da\u00df die W\u00fcrstl dort zehn Euro und das Gl\u00e4schen Sekt ebenfalls soviel kosten. Da k\u00f6nnte sich ein Otto Normalverbraucher einen schwarzen Anzug anziehen, seine Frau ein Abendkleid, ein paar Freunde einladen, die Anna vielleicht, den Fernseher mit der Ball\u00fcbertragung aufdrehen, W\u00fcrstel Gulaschsuppe, Faschingskrapfen und ein paar Flaschen Sekt auf den  Buffettisch stellen und selber tanzen und als meine Anna gestern kam, um ihr Fahrrad zu holen und wieder sowas wie &#8220;Du bist ein B\u00fcchermessie!&#8221;, sagte, antwortete ich ihr &#8220;Sei froh, wenn es in zwanzig drei\u00dfig Jahren nur mehr E-Books gibt und irgendein Trottel dr\u00fcckt auf einen Knopf und alles alles ist weg, hast du zehntausend B\u00fccher!&#8221;, &#8220;Die verkaufe ich dann, werde reich und mu\u00df nie wieder arbeiten!&#8221;, hat sie gesagt, die in drei\u00dfig Jahren auch schon sechzig ist und die Anna Mitterer hat ja auch eine Enkeltochter, die einen Blogroman \u00fcber die verstorbene Oma schreibt.<br \/>\nVielleicht sollte ich also doch anfangen und mich von meinen zweiunddrei\u00dfig unbekannten selbstgemachten B\u00fcchern nicht sehr hindern lassen oder erst in aller Ruhe nach Leipzig fahren, mich bei den dortigen B\u00fccherbergen umsehen und mich statt hindern, inspirieren lassen. Die Journalistin die ich auf der anderen Buchmesse traf und die das auch tut, schw\u00e4rmte mir von den Kontakten vor, die sie dort immer kn\u00fcpft.<br \/>\nDa bin ich nicht sehr gut, aber Mara Giese will ich diesmal dort treffen und mich mit den &#8220;Dreizehn Kapitel&#8221; im Literaturcafe fotografieren lassen, weil die so eine Autoren-Fotoaktion f\u00fcr eine Ausstellung machen.<br \/>\nEinen Krapfen werde ich, wenn ich mich demn\u00e4chst mit dem etwas verschnupften Alfred am Markt treffe,  wahrscheinlich auch essen. Mehr Fasching wird es bei mir  nicht geben, denn ich verkleide mich nicht gern, habe kein Ballkleid und kann auch nicht Walzer tanzen, wenn es aber ein sch\u00f6nes Schreibvorbereitungswochenende werden wird, ist nichts dagegen zu sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langsam langsam komme ich mit meinen Vorarbeiten weiter und die Notizen in dem halben schwarzen chinesischen Buch mit den roten Ecken, das vor Jahren einmal sehr modern war, beginnen anzuwachsen, aber sie drehen sich um eine Buchh\u00e4ndlerin, die bei sich &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=27522\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-27522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27522"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27522\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}