{"id":27002,"date":"2014-02-05T22:25:21","date_gmt":"2014-02-05T21:25:21","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=27002"},"modified":"2014-02-05T22:25:21","modified_gmt":"2014-02-05T21:25:21","slug":"februar-musa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=27002","title":{"rendered":"Februar-MUSA"},"content":{"rendered":"<p>Im MUSA gibt es eine neue Ausstellung. Roswitha Ennemoser &#8220;Konkretisierung&#8221; und eine neue Veranstaltung der Literaturreihe mit den Stipendiaten Rosemarie Pilz und Daniela Wisser und ich bin nachdem es in dieser Ferienwoche, meines Wissens nach, au\u00dfer der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/04\/30-jahre-zwischenwelt\/\" title=\"30 Jahre\u00a0Zwischenwelt\">&#8220;Alten<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/03\/von-gertrude-stein-zu-betty-paoli\/\" title=\"Von Gertrude Stein zu Betty\u00a0Paoli\">Schmiede&#8221;<\/a> keine anderen Literaturveranstaltungen gibt, nach diesem verr\u00fcckten Arbeitstag, wo die Klienten kamen, wie sie wollten und nicht, wie sie bestellt waren, gerne in die Felderstra\u00dfe gegangen und es war, als ich das Museum erreichte auch schon sehr voll.<br \/>\nEine ganze Menge junge Leute str\u00f6mten hinein, der Lesungsraum war etwas umgestellt. Ich fand meinen Platz in der zweiten Reihe und den Chemiker, den ich immer in der Wien-Bibliothek treffe, etwas weiter hinten.<br \/>\nRosemarie Pilz habe ich noch nicht gekannt, au\u00dfer sie h\u00e4tte bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">Studenten<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/28\/studentenlesung-ii\/\">lesungen<\/a> gelesen, ist sie ja eine Studentin der Sprachkunst und schreibt jetzt als Stipendiatin an einem Roman &#8220;Rushour in meinem Garten&#8221; hei\u00dft er, glaube ich, und Julia Danielczyck sprach in ihrer Einleitung von Burn oder Burn Out.<br \/>\nDabei sind die beiden Protagonisten in ihrem Roman Stadtflaneure.<br \/>\nBernhard hei\u00dft der eine, die Frau hat keinen Namen und sie erkunden die Stadt. Vom <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_kerstinsachterl.html\">Stadtpark<\/a> zum <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_tauben.html\">Donaukanal<\/a> und dazwischen liegt <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">Sch\u00f6nbrunn.<\/a> Das alles erscheint mir sehr bekannt, aber ich habe keine so sch\u00f6ne Sprache, ich gebe es zu, denn die Beiden reflektieren auf h\u00f6chster Ebene verwenden neue Worte und einen Plot, den gibt es nicht.<br \/>\nDas habe ich Rosemarie Pilz, die junge Frau mit den blonden Locken der gr\u00fcnen Bluse und dem blauen Rock, im Anschlu\u00df gefragt. Ob sich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/03\/jenny\/\" title=\"Jenny\">Roland Grenl<\/a> auch im Publikum befand, es waren glaube ich ein paar Sprachkunststudenten da, nicht, das hat sich nicht ergeben und Daniel Wisser, der Canetti-Stipendiat, der der zweite Leser war, war mir wohlbekannt. Hat er doch einmal, vor Jahren bei Ilse Kilic im Amerlinghaus seinen bei &#8220;Ritter&#8221; erschienenen Roman vorgestellt, bei dem es um ein Haus und um seine Bewohner ging, was mir sehr realistisch schien.<br \/>\n&#8220;Das kann ich auch!&#8221;, habe ich wohl gedacht und eines meiner Manuskripte hingeschickt. Aber &#8220;Ritter&#8221; war und ist ja ein sehr experimenteller Verlag und Daniel Wisser hat dann in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/07\/donnerstag-in-harland-und-in-klagenfurt\/\">Klagenfurt<\/a> gelesen und stellte jetzt sein wahrscheinlich zweites &#8220;Klever-Buch&#8221; vor, denn Ralph Klever hat ja seinen eigenen Verlag gegr\u00fcndet und das, was es zu h\u00f6ren gab, war sehr interessant.<br \/>\n&#8220;Ein wei\u00dfer Elefant&#8221; hei\u00dft es und Julia Danielczyck hat es mit Thomas Bernhard verglichen, der diese Woche ja in aller Munde ist, weil n\u00e4chste Woche sein f\u00fcnfundzwanzigster Todestag.<br \/>\nDa sprich ein Ich zu einem andereren. Ein Ausgegrenzter, der in ein Kammerl abgestellt wurde, einmal in den h\u00f6chsten Etagen der IT-Braanche, da hat er selbst ausgegliedert, dann lud ihn der Senior ein, sagte &#8220;Es tut mir leid, aber Sie wissen ja!&#8221; und er antwortete nein, zu den gebotenen sechzig Prozent, denn &#8220;Ich habe drei Kinder!&#8221; und dann h\u00e4lt er einen gro\u00dfartigen Monolog, fast so gut, wie der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/19\/ein-kind\/\" title=\"Ein\u00a0Kind\">alte Meister<\/a>, der ja auch gro\u00dfartig war, obwohl der mir inzwischen zu negativ ist.<br \/>\n&#8220;Das ist eine Post-Satire!&#8221;, dachte ich, die ich ja in der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_hunger.html\">&#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a> dieses Thema angeschnitten hatte. Aber ich wei\u00df schon, ich bin nicht so sprachlich brillant.<br \/>\nJulia Danielczyck natte es dann auch Satire. Daniel Wisser widersprach und meinte, da\u00df die beiden in dem Kammerl nicht nur Opfer w\u00e4ren. die Realistin in mir meinte, da\u00df sowas ja nur den pragmatisierten Beamten passieren k\u00f6nne, aber die Literatur ist ja immer anders und sehr abgehoben und die Realit\u00e4t ist ohnehin verr\u00fcckt genug, da\u00df man arbeitsf\u00e4hige Leute in einen Pool sperrte, weil sie einem zu teuer sind. Nun ja, nun gut, Daniel Wisser ist ein gro\u00dfartiger Schreiber. Schade, da\u00df er damals in Klagenfurt nicht gewonnen hat. Dann war es aus, beziehungsweise gab es wieder Brot und Wein. Ich habe Ottwald John begr\u00fc\u00dft und Margit Heumann und freue mich auf ein interessantes Buch, das demn\u00e4chst zu mir kommen wird. Ein Internetroman aus einem Internetverlag.<br \/>\nJutta Pivecka hat mir &#8220;Punk Pygmalion&#8221; angeboten, das im Blog  <a href=\"http:\/\/gleisbauarbeiten.blogspot.de\/2014\/01\/und-worum-geht-es-in-deinem-buch.html\">&#8220;gleisauarbeiten&#8221;<\/a> entstanden ist, den ich in der N\u00e4he der Lit-Blogs \u00fcber die Christiane Zintzen regelm\u00e4\u00dfig berichtet, ansiedeln w\u00fcrde.<br \/>\nIch bin gespannt und es war heute ein sehr experimenteller Abend im MUSA, der sich im M\u00e4rz, wie Julia Danielczyck schon ank\u00fcndete, mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/11\/lisa-spalt-und-elfriede-czurda\/\">Lisa  Spalt<\/a> fortsetzen wird, was ich noch einmal sehr spannend finde.<br \/>\nUnd hier f\u00fcr alle Interessierten kommt noch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Literatur+im+Musa\">mein<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/06\/canetti-stipendiaten-und-sechster-nanowrimo-tag\/\">pers\u00f6nliches<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/04\/ein-tag-mit-gustav-ernst\/\">MUSA<\/a>&#8211;<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/08\/mit-dem-musa-ins-neue-jahr\/\" title=\"Mit dem MUSA ins neue\u00a0Jahr\">Archiv<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im MUSA gibt es eine neue Ausstellung. 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