{"id":26951,"date":"2014-02-03T22:19:34","date_gmt":"2014-02-03T21:19:34","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=26951"},"modified":"2014-02-03T22:19:34","modified_gmt":"2014-02-03T21:19:34","slug":"von-gertrude-stein-zu-betty-paoli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26951","title":{"rendered":"Von Gertrude Stein zu Betty Paoli"},"content":{"rendered":"<p>Diese Woche werde ich, ferienbedingt, wohl haupts\u00e4chlich in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; verbringen und da gab es Montag gleich zwei Veranstaltungen, n\u00e4mlich eine &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221;. wo schon eine ganze Menge Leute vor der T\u00fcre standen, als ich die &#8220;Zeitschriftengalerie&#8221; erreichte.<br \/>\n&#8220;Ist es so voll?&#8221;, fragte ich den Rudi Pollak.<br \/>\n&#8220;Das sind die Raucher?&#8221;, antwortete er.<br \/>\nEs waren aber Herbert J. Wimmer, Christine Huber,Evelyn Holloway, Dorothea Macheiner und noch eine Reihe anderer Leute da.<br \/>\nDer Verleger der &#8220;Editon Korrenspondenzen&#8221; sa\u00df neben mir und Barbara K\u00f6hler stellte die von ihr \u00fcbersetzten B\u00e4nde der Autorin vor, von der ich ganz ehrlich nur &#8220;a rose is a rose is a rose&#8221; kenne und, da\u00df Friederike Mayr\u00f6cker gelegentlich \u00fcber sie schreibt. Trotzdem sollte ich Christel Fallenstein erst sp\u00e4ter im Keller treffen und Barbara K\u00f6hler, die eine ganze Reihe B\u00fccher vor sich aufgebaut hatte, Kurt Neumann hat von einem Projekt gesprochen, begann auch gleich mit diesen Zitat und erl\u00e4uterte, da\u00df es davon eine Reihe von Fassungen g\u00e4be.<br \/>\nGertrude Stein ist, habe ich nachgegooglet, am dritten Februar 1874 in Pittsburgh geboren, hat also heute Geburtstag und starb 1946 in Paris.<br \/>\nSchriftstellerin, Verlegerin, Kunstsammlerin steht noch dabei.<br \/>\nVon Barbara K\u00f6hler gibt es offenbar die \u00dcbersetzung von &#8220;Tender buttons&#8221;, &#8220;Neufundland&#8221; in der Edition Korrespondenzen&#8221; und &#8220;Stanzas in Meditation&#8221; die dem Abend gewidmet waren.<br \/>\nBarbara K\u00f6hler, die \u00dcbersetzerin aus Duisburg erw\u00e4hnte noch etwas, das sie zeitgleich mit der Autobiografie  von Alice B. Toklas erschienen sind, aber in einem anderen Stil geschrieben w\u00e4ren, baute dann zum besseren Verst\u00e4ndnis K\u00e4rtchen auf und begann die Stanzen zuerst auf Englisch, dann in ihrer \u00dcbersetzung vorzulesen.<br \/>\nDann kam noch ein Essay \u00fcber die Schwierigkeiten des \u00dcbersetzen und eine lange Pause, denn die n\u00e4chste Veranstaltung, die Buchpr\u00e4sentation von Claudia Erdheims &#8220;Betty, Ida und die Gr\u00e4fin. Die Geschichte einer Freundschaft&#8221;, fand erst eine Stunde sp\u00e4ter statt.<br \/>\nSeltsamerweise hat der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/10\/30\/reinhard-priessnitz-preis-2009\/\">Prissnitz-Preistr\u00e4ger Michael Hammerschmid<\/a> den historischen Roman eingeleitet und die Autorin, die ich auch am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/30\/judisches-leben-in-ottakring-und-hernals\/\" title=\"J\u00fcdisches Leben in Ottakring und\u00a0Hernals\">Donnerstag in der Wien Bibliothek<\/a> gesehen habe und auch sonst \u00f6fter wo treffe, hatte zwei Freundinnen mitgebracht, die die Lesung filmten.<br \/>\nChristel Fallenstein kam, wie erw\u00e4hnt und Helene Hofmann, der ich fr\u00fcher, als sie noch in Salzburg war, gelegentlich Texte schickte und eine Reihe anderer Personen, obwohl es, wie Claudia Erdheim erz\u00e4hlte, am 12. November schon in der Wien-Bibliothek eine gro\u00dfe Pr\u00e4sentation gegeben hat. Da war ich in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/14\/nach-buk-ins-bad\/\" title=\"Nach B\u00fck ins\u00a0Bad\">Ungarn<\/a>.<br \/>\nAlso war es f\u00fcr mich eine Premiere und von der 1945 geborenen Autorin, von der ich glaubte, da\u00df sie die Tochter eines bekannten Psychoanalytikers ist, jetzt lese ich aber in Wikipedia, die Psychoanalytikerin war die Mutter und Mario Erdheim offenbar der Bruder, habe ich &#8220;Karlis Ferien&#8221; auf der Leseliste. War einmal bei einer Buchpr\u00e4sentation beim &#8220;Amadeus&#8221; auf der K\u00e4rntnerstra\u00dfe, den es, nicht mehr gibt, da habe ich ihr, glaube ich,  wegen irgendetwas widersprochen.<br \/>\nAls ich beim &#8220;Dichterfasching&#8221; in der Gesellschaft der Literatur ein St\u00fcck aus dem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">&#8220;Wiener Stadtroman&#8221;<\/a>, n\u00e4mlich die wo der Johannes Teufel, einen Vortrag in der Sigmund Freud Gesellschaft h\u00e4lt, gelesen habe, hat sie mich darauf angesprochen. Die &#8220;Podium-Sopmmerlesereihe&#8221; hat sie, glaube ich, auch eine Zeitlang organisiert und einmal auch etwas gelesen, wo eine Weinmarke vorgekommen ist und dazugesagt, da\u00df sie von dem Winzer wegen der Erw\u00e4hnung des Namens, ein paar Flaschen pr\u00e4sentiert bekommen hat.<br \/>\n&#8220;L\u00e4ngst nicht mehr koscher&#8221;, war ihr letztes oder vorletztes Buch und jetzt den historischen Roman \u00fcber die Lyrikerin Betty Paoli, 1814 in Wien geboren, also auch ein Geburtstagskind, die mit Marie Ebner von Eschenbach und Ida Fleischl befreundet war.<br \/>\nMichael Hammerschmid hat in seiner Einleitung auf die drei Biografien hingewiesen und erw\u00e4hnt, da\u00df man in dem Buch viel \u00fcber die Medizin, die Literatur und das Leben dieser Zeit erfahren w\u00fcrde. Dann hat sich Claudia Erdheim durch das Buch durchgelesen. Das erste Kapitel hei\u00dft &#8220;Betty&#8221; und die ist entweder die nat\u00fcrliche Tochter eines Milit\u00e4rarztes oder des F\u00fcrsten von Esterhazy, wie in Wikipedia steht. Hat in mehreren H\u00e4usern als Gesellschafterin gearbeitet und dann Ida Fleischl kennengelernt, in deren Haus sie sp\u00e4ter wohnte. Es gibt auch Kapiteln \u00fcber die Dienstm\u00e4dchen dort, zum Beispiel \u00fcber die K\u00f6chin Helene und es wird beschrieben, wie die zum Markart-Umzug auf die Ringstra\u00dfe geht.<br \/>\nMarie Ebner von Eschenbach, die Gr\u00e4fin, hat den Auftrag f\u00fcr ein Schiller St\u00fcck bekommen und Betty Paoli war eine sehr strenge Kritikerin und hat einen eher konservativen Literaturgeschmack gehabt, sich aber sehr f\u00fcr die Frauenemanzipation und die M\u00e4dchenbildung eingesetzt. Die Damen spielten Karten, eine Affaire hat es auch gegeben und am Schlu\u00df hat Marie Ebner von Eschenbach das &#8220;Gemeindekind&#8221; geschrieben, das auch auf meiner Leseliste steht.<br \/>\nMichael Hammerschmid fragte Claudia Erdheim, wie sie zu ihrem Stoff gekommen ist und Claudia Erdheim erw\u00e4hnte die Briefe, die es in der Wien-Bibliothek g\u00e4be und die Tageb\u00fccher. Urspr\u00fcnglich wollte sie eine Biographie \u00fcber eine Person des neunzehnten Jahrhunderts schreiben, ist dann auf das Tagebuch der K\u00f6chin Helene gesto\u00dfen und so auf die Idee der Frauenfreundschaft gesto\u00dfen.<br \/>\nChristel Fallenstein, die vor mir sa\u00df, hat mir  noch eine Biografie von Eva Geber \u00fcber Betty Paoli gezeigt und am Schlu\u00df hat Claudia Erdheim noch ein Gedicht gelesen und dazu gesa\u00dft, da\u00df Betty Paoli, die zu ihren Lebzeiten sehr ber\u00fchmt gewesen w\u00e4re, mit Grillparzer waren die Damen, glaube ich, auch befreundet, eine Romantikerin gewesen w\u00e4re.<br \/>\nWieder was gelernt, obwohl, glaube ich, bei dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/07\/aufgehoben-and-or-not-ausgehoben\/\">Archiv-Symposium<\/a> im Juni auch von einem Ebner-Eschenbach Briefwechsel gesprochen worden ist und B\u00fccher habe ich mir auf dem Weg zu &#8220;Alten Schmiede auch wieder gekauft.<br \/>\nDenn beim &#8220;Morawa&#8221; gibt es endlich einen Abverkauf, so da\u00df ich meine Vors\u00e4tze wegen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=B%C3%BCcherbeschr%C3%A4nkung\">B\u00fccherbeschr\u00e4nkung<\/a> und nie wieder ein Buch, wohl endg\u00fcltig \u00fcber den Haufen geworfen habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche werde ich, ferienbedingt, wohl haupts\u00e4chlich in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; verbringen und da gab es Montag gleich zwei Veranstaltungen, n\u00e4mlich eine &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221;. wo schon eine ganze Menge Leute vor der T\u00fcre standen, als ich die &#8220;Zeitschriftengalerie&#8221; &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26951\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-26951","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26951"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26951\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}