{"id":26726,"date":"2014-01-22T22:22:09","date_gmt":"2014-01-22T21:22:09","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=26726"},"modified":"2014-01-22T22:22:09","modified_gmt":"2014-01-22T21:22:09","slug":"reflektive-prosa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26726","title":{"rendered":"Reflektive Prosa"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Motto &#8220;Muster reflektiver Prosa&#8221;, w\u00fcrde der heutige Abend in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; stehen, hat Angelika Reitzer in ihrer Einleitung gesagt, der keine &#8220;Textvorstellungen&#8221; waren, obwohl ich mich schon darauf gefreut habe, weil ihre &#8220;Textvorstellungen&#8221; immer etwas Besonderes waren und ich jetzt <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/17\/der-mannliche-blick\/\">schon<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/27\/entgrenzungen\/\">l\u00e4nger<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/13\/alltag-stimmung-spharen\/\">mehr<\/a> in keiner  war.<br \/>\nAlso &#8220;Buchvorstellungen, Herbstneuerscheinungen, &#8220;Buchdebut&#8221; stand bei einem der Autoren im Programm und die ausgew\u00e4hlten Autoren mit ihren auserw\u00e4hlten B\u00fcchern, waren auch solche die zu Angelika Reitzer passten und mit Ausnahme des Buchdebutanten habe ich sie  schon gekannt und Andreas Unterwegers &#8220;Das Kostbarste aller Geschenke&#8221; habe ich schon bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/24\/vom-der-sechsten-buch-wien\/\" title=\"Von der sechsten\u00a0Buch-Wien\">&#8220;Buch-Wien&#8221;<\/a> geh\u00f6rt, und er hat dar\u00fcber <a href=\"https:\/\/andreasunterweger.wordpress.com\/2013\/11\/22\/buchwien-fm4-buhne-22-11-13-1615\/\">gebloggt, da\u00df ich dort war<\/a> und Robert Prosser wird auch am Montag in der &#8220;Kolik-Lounge&#8221; lesen, so war nur der 1979 in Graz geborene Christoph Dolgan, der in den &#8220;Manuskripten&#8221; und in &#8220;Schreibkraft&#8221; Texte hatte und jetzt sein erstes Buch &#8220;Ballastexistenz&#8221; bei &#8220;Droschl&#8221; vorstellte, eine Neuentdeckung f\u00fcr mich und Inhaltlich haben die drei B\u00fccher nicht nur in ihrer Form zusammengepasst.<br \/>\nSo erz\u00e4hlte Christoph Dolgan in einer sehr eindringlichen Sprache von der Welt in den Sozialbauten, ein Ich-Erz\u00e4hler sitzt am Balkon oder sonstwo und reflektiert in einigen Teilen in einer gnadenlosen Sprache \u00fcber die Welt, wo die, &#8220;die keinen Arbeitsplatz finden und f\u00fcr die Mittelschule zu dumm sind&#8221;, herumlehnen, die Frauen, die Tabletten schlucken von der Krankenkasse ausgedliedert als Pflegef\u00e4lle im Koma irgendwo herumveegtieren, w\u00e4hrend den M\u00e4nnern bei Betriebsunf\u00e4llen Beine amputiert wurden, die dann unter das Betriebsgeheimnis fallen.<br \/>\nDas war das Buchdebut, Robert Prosser drittes Buch, wieder bei &#8220;Klever&#8221; erscheinen, ist dageben ein Roman, Christoph Dolgan weigerte sich sein Buch so zu nennen und ist laut Angelika Reitzer weniger ausufernd, als die ausufernde Prosa <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/09\/29\/waltraud-haas-und-robert-prosser\/\">&#8220;Strom&#8221;<\/a> und &#8220;Feuerwerk&#8221;.<br \/>\n&#8220;Geister und Tattoos&#8221; hei\u00dft es und spielt in Armenien und in Berg-Karabach, Robert Prosser ist dorthin gereist und hat recherchiert, um dann ein &#8220;Du&#8221; von seiner Frau und seiner Tochter Geschichten von dem Krieg und der Vergangenheit bzw der Gegenwart erz\u00e4hlen zu lassen.<br \/>\nDie Toten kommen dabei vor, die eine gro\u00dfe rolle spielen und auf die getrunken wird und die Tattoos, die die Soldaten auf den Armen mit der Aufschrift &#8220;Leipzig&#8221; oder &#8220;Berlin&#8221; haben, weil sie dort in DDR-Zeiten stationiert waren und die Tattoos, die ihnen in den Gef\u00e4ngnissen eingraviert wurden und und und.<br \/>\nKurze Texte vom Tod und vom Leben in Robert Prossers eindringlicher Prosa, dann kam Andreas Unterweger mit den Notizen eines schreibenden Vaters, weil das die Form ist, die ihm, das Kind am Arm, noch m\u00f6glich schien.<br \/>\nAuch hier das dritte Buch, der dritte Teil einer Autobiografie, wie Angelika Reitzer in ihrer Einleitung erw\u00e4hnte, so habe ich es noch nicht gesehen, obwohl ich, sowohl bei Lesungen von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/12\/terminkollisionen\/\">&#8220;Wie im Siebenten&#8221;<\/a> und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/25\/sujet-hybris-und-referenz\/\">&#8220;Du bist im Meer&#8221;<\/a> war. Das Erstlingswerk steht, im Schrank im Siebenten gefunden, steht inzwischen auf der Leseliste, das zweite Buch, habe ich bei &#8220;Droschl&#8221; einmal angefragt und Angelika Reitzer wollte von Andreas Unterweger in der Diskussion wissen, ob er weiter autobiografisch schreiben w\u00fcrde und es kam wieder dabei heraus, was ich auch immer schreibe &#8220;Es ist alles autobiografisch und alles gleichzeitig nicht!&#8221;.<br \/>\nAndreas Unterweger meinte, da\u00df sein viertes Buch ein M\u00e4rchen wahrscheinlich autobiografischer als der Text \u00fcber seine Tochter Maria und seinen Sohn Moritz sei und es war sehr beeindruckend die \u00c4hnlichkeiten der drei so unterschiedlichen Autoren zu beobachten. Das Gemeinsame ist wahrscheinlich die gnadenlose Einsamkeit und die Eindringlichkeit der Sprache.<br \/>\nWenn ich mich nicht irre und nichts verwechsle habe ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/18\/die-archaologin\/\">Thomas Wollinger<\/a> im Publikum gesehen und auch sonst noch ein paar Gesichter und es war eine interessante Textvorstellung, auch wenn es nicht mehr so hie\u00df. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto &#8220;Muster reflektiver Prosa&#8221;, w\u00fcrde der heutige Abend in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; stehen, hat Angelika Reitzer in ihrer Einleitung gesagt, der keine &#8220;Textvorstellungen&#8221; waren, obwohl ich mich schon darauf gefreut habe, weil ihre &#8220;Textvorstellungen&#8221; immer etwas Besonderes waren &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26726\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-26726","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26726"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26726\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}