{"id":26591,"date":"2014-01-17T00:02:52","date_gmt":"2014-01-16T23:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=26591"},"modified":"2014-01-17T00:02:52","modified_gmt":"2014-01-16T23:02:52","slug":"uber-die-anderswelt-trilogie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26591","title":{"rendered":"Die Anderswelt-Trilogie"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich dachte ich ja, da\u00df ich &#8220;Science-ficton in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; als \u00dcberschrift f\u00fcr diesen Artikel w\u00e4hlen k\u00f6nnte, aber das passt auf den Band drei &#8220;ARGO-Anderswelt&#8221;, der am Donnerstag vorgestellt wurde, wahrscheinlich doch nur teilweise zu.<br \/>\nAlban Nikolai Herbst in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; und ich habe mir die Veranstaltung angestrichen, denn den Autor habe ich ja 1996 in Klagenfurt kennengelernt, als er dort gelesen hat und ich zum Zuh\u00f6ren einmal auf eigene Kosten hingefahren bin.<br \/>\nDann bin ich auf den Namen bei Chrstinane Zintzen \u00f6fter gesto\u00dfen, weil die ja das Projekt &#8220;Lit.net Blogs&#8221;  betreut, vorstellt oder selber dabei einbezogen ist und da gibt es ja &#8220;Die Dschungel\/Anderswelt&#8221; und, da\u00df die Trilogie genauso hei\u00dft, bin ich erst beim Lesen des Programmes daraufgekommen.<br \/>\nJa, ich bin eine eher Fl\u00fcchtige und habe dann Herrn Blaha, mit dem ich mich in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; getroffen habe, um ihm sein Belegexemplar des <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/05\/buchpromotion\/\" title=\"Buchpromotion\">&#8220;Literaturgefl\u00fcsterbuchs&#8221;<\/a> zu \u00fcbergeben, davon erz\u00e4hlt, aber sicher war ich mir dann nicht mehr, denn am Lesetisch lagen ja die dicken B\u00e4nde auf und da bin ich daraufgekommen, da\u00df es sich dabei um etwas Phantastisches handeln d\u00fcrfte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/16\/staatspreis-und-lesefesteroffnung\/\">E.A.Richter<\/a> ist dann auch erschienen und ebenfalls sehr ungew\u00f6hnlich, hat diesmal nicht Kurt Neumann eingeleitet, sondern der Autor, der sich auch eine Art Hammer auf das Lesepult legte, hat gleich zu lesen begonnen, obwohl auch Andreas Puff-Trojan neben ihm sa\u00df, der ebenfalls einleiten sollte.<br \/>\nWas er las, war dann gleich sehr gewaltig, handelte es doch von eine Apokalypse oder dem Untergang einer Welt, bzw. einer Stadt die Buenos Aires hie\u00df, aber irgendwie sowohl an Berlin, als auch an London erinnerte und ich war einmal verwirrt.<br \/>\nDie Erkl\u00e4rungen kamen dann auch, hatte sich der Literaturwissenschaftler doch darauf vorbereitet und im Programm stand auch, da\u00df der erste Teil THETIS.Anderswelt, ein fantastischer Roman 1998 bei Rowohlt,  BUENOS AIRES.Anderswelt, Kybernetischer Roman, im Berlin Verlag 2001 erschienen ist und der epische Roman ARGO.Anderswelt, 2013 im Elfenbeinverlag.<br \/>\nAndreas Puff-Trojan erz\u00e4hlte etwas von der &#8220;Nullzeit&#8221; bzw. &#8220;Ground Zero&#8221; und dem ersten kurzen Kapitel, das wir gerade geh\u00f6rt haben. Der Weltuntergang auf ein paar Seiten, dann folgen allerdings noch neunhundert und zweimal soviele in den beiden anderen Romane. Kann man dieses Buch lesen, wenn man die zwei anderen nicht kennt?<br \/>\nNat\u00fcrlich, denn da gibt es ein Glossar und au\u00dferdem hat der Autor erkl\u00e4rt, da\u00df man bei dem Buch an jeder beliebigen Stelle, so wie bei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/28\/zum-tod-von-andreas-okopenko\/\">Andreas Okopenkos &#8220;Lexikonroman&#8221;<\/a> vielleicht, anfangen kann.<br \/>\n&#8220;Aber lesen Sie erst das Glossar!&#8221;, riet der Einleiter. Erz\u00e4hlte dann etwas von Apokalypserln, a la Nestroy und der &#8220;Welt, die nicht mehr lang stehen w\u00fcrde&#8221;, aber bei Alban Nikolai Herbst geht alles weiter und drei Erz\u00e4hler hat der Roman auch.<br \/>\nEiner hei\u00dft Alban Herbst, ist aber nicht der Autor und das Ganze spielt in einer Stadt namens Buenos Aires, die aber aus Teilen anderer europaischer St\u00e4dte zusammengesetzt ist. Es gibt eine Realwelt und eine Cyberwelt und den Wechsel von der einen in die andere und real existierende Personen, wie beispielsweise E.A.Richter, der sich \u00fcber E-bay in das Projekt einkaufte, (er geh\u00f6rt auch zu dem Lit.Net-Blog-Projekt), kommen auch darin vor.<br \/>\n&#8220;Kennen Sie sich aus?&#8221;, k\u00f6nnte man jetzt fragen. Denn das klingt sehr verwirrend und episch ist das Ganze ebenfalls noch. So las Alexander Puff-Trojan gleich ein paar Hexameter vor, bevor sich der Autor einschaltete und nach der Realit\u00e4t fragte, bzw. sagte, er h\u00e4tte einen realistischen Roman geschrieben. Dann kam eine Stelle, wo der Vater mit dem Sohn und der Mutter zu einer &#8220;Nebelkammer&#8221; geht und der Vater dem Sohn den Realismus erkl\u00e4rt.<br \/>\n&#8220;Realismus ist bl\u00f6d!&#8221;, lautete die Conclusio, aber Alban Nikolai Herbst erkl\u00e4rte weiter, da\u00df man sich das Ganze ganz einfach vorstellen kann.<br \/>\nMan geht in Berlin vom Prenzlauerberg zum Brandenburgertor, das habe ich einmal gemacht, das ist sehr weit und stellt sich dort den Arc de Triomphe vor und schon ist man in einer anderen Stadt und Rom oder Wien sind dann auch sehr nah. Denn Wien kommt in dem Epos auch vor und Berlin in Form eines Cafes, das es gibt oder nicht gibt, es ist eben alles sehr kompliziert.<br \/>\nDann kam eine Stelle vom Autofahren und noch eine andere, in der es um eine Erz\u00e4hlung geht. Denn Alban Nikolai Herbst erz\u00e4hlt in seinem Roman Geschichten, von einem Mann der zu einer krebskranken Frau geht, im Spital Tumult macht, von der Polizei abgef\u00fchrt wird, die ihm aber Zeit zum Trauern gibt.<br \/>\nDann begann Alban Nikai Herbst weiter von seinem Projekt zu erz\u00e4hlen und kam dabei vom Hundertsten ins Millionste.<br \/>\nSprach davon, da\u00df das Leben immer weitergeht und es ein Verbrechen w\u00e4re, einem Kind zu sagen, es w\u00e4re alles aus.<br \/>\nSagte auch nach einer Frage aus dem Publikum, da\u00df man das Gewaltt\u00e4tige und den Krieg auch sch\u00f6n erz\u00e4hlen kann, weil das Leben nach Auschwitz nat\u00fcrlich weitergegangen w\u00e4re. Erz\u00e4hlte einen Witz, n\u00e4mlich den von dem bettn\u00e4\u00dfenden Kind, das nach der Psychoanalyse Spa\u00df daran hat. Den erz\u00e4hle ich meinen Klienten immer etwas anders, wenn ich ihnen den Unterschied zwischen der PA und der VT erkl\u00e4ren soll. Las dann noch ein Gedicht und erz\u00e4hlte auch ein bi\u00dfchen was von seinen anderen Werken und davon, da\u00df er einmal Broker war. Die Intervalle zwischen den Romane beruhen auf Rechtsprobleme und davon, da\u00df er Genre \u00fcbergreifend schreiben wollte, aus allen Schubladen heraus, was ihm zwar gelungen, aber schlecht f\u00fcrs Gesch\u00e4ft ist. Denn wer soll den Roman dann kaufen und f\u00fcr ein solches Projekt braucht man einen Verlag, da gen\u00fcgt das Netz nicht.<br \/>\nVom Hundersten ins Tausendste und drei gewaltige Werke, die mich auch ein bi\u00dfchen an <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/16\/kaff-auch-mare-crisium\/#comments\">Arno Schmidt<\/a> erinnerten, von dem ich am Donnerstag anl\u00e4\u00dflich seines hundersten Geburtstags ein Video h\u00f6rte und der Autor erinnerte mich mit seinen funkelnden Augen, mit denen er sein Projekt erkl\u00e4rte, ein wenig an Mephisto und ein bi\u00dfchen manisch ist das Ganze sicher auch.<br \/>\nVon Alban Nikolai Herbst ist noch zu sagen, da\u00df er 1955 in Bensberg als Alexander Michael von Ribbentropp geboren ist, mit seinen Romanen und seinen Realismus schon Schwierigkeiten hatte, die zu einer Klage f\u00fchrten und sicherlich ein sehr interessanter Autor ist, was mir bisher fast entgangen w\u00e4re.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich dachte ich ja, da\u00df ich &#8220;Science-ficton in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; als \u00dcberschrift f\u00fcr diesen Artikel w\u00e4hlen k\u00f6nnte, aber das passt auf den Band drei &#8220;ARGO-Anderswelt&#8221;, der am Donnerstag vorgestellt wurde, wahrscheinlich doch nur teilweise zu. 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