{"id":26253,"date":"2013-12-29T20:18:24","date_gmt":"2013-12-29T19:18:24","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=26253"},"modified":"2013-12-29T20:18:24","modified_gmt":"2013-12-29T19:18:24","slug":"mein-berliner-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26253","title":{"rendered":"Mein Berliner Kind"},"content":{"rendered":"<p>Die franz\u00f6sische Schauspielerin Anne Wiazemsky, Enkeltochter des Literaturnobelpreistr\u00e4gers von 1952, Francois Mauriac, von dem ich bisher noch nichts geh\u00f6rt habe, erz\u00e4hlt in diesem Roman, Memoir w\u00e4re wohl wieder die bessere Bezeichnung, die Geschichte ihrer Mutter Claire, die sich im Krieg als beh\u00fctete Intellektuellentochter zum Roten Kreuz meldet und dieses Leben dort, wo sie Leichen abholt und immer wieder tote Jungs in den Armen h\u00e4lt und manche auch noch vor dem Sterben retten kann, sehr genie\u00dft.<br \/>\nVor dem Krieg war sie oft traurig, von Migr\u00e4ne geplagt ist sie noch immer. Sie hat aber auch ein z\u00e4rtliches Verh\u00e4ltnis zu ihren Eltern, schreibt ihnen Briefe, f\u00fchrt Tagebuch und ist mit einem jungen Mann verlobt, den sie eigentlich gar nicht haben will.<br \/>\nIn Paris, bei den Eltern f\u00fchlt sie sich auch immer sehr bedr\u00fcckt, so ist sie froh, da\u00df sie nach Kriegsende, im zerbombten Berlin Roten Kreuz Einsatz machen darf und dort lernt sie den franz\u00f6sischen Offizier und russischen Emmigranten und ehemaligen F\u00fcrsten Wia Wiazemsky kennen und verliebt sich in ihm.<br \/>\nDie Liebe ist zwar manchmal etwas ambivalent, Claire hat Ahnungen, ob das gut gehen kann? Sie sind auch sehr verschieden. Er spricht zwar sechs Sprachen, hat aber von dem ber\u00fchmten Schriftsteller noch nichts geh\u00f6rt und au\u00dferdem wird er kurz nach der Verlobung auch noch verleumdet, des Schwarzhandels und der Mitgliedschaft in einem rechten Verein beschuldigt. So f\u00e4hrt er mit Claire nach Frankreich, um sich zu entlasten und stellt sie dort, am fr\u00fchen Morgen, seinen Eltern vor und sie ist entsetzt dar\u00fcber, wie peinlich es seiner Mutter sein mu\u00df, sie in Lockenwicklern in der \u00e4rmlichen Wohnung zu empfangen.<br \/>\nDie ist aber sehr nett zu Claire und schenkt ihr all ihren noch verbliebenen Schmuck.<br \/>\nDifferenzen gibt es mit Claires Eltern, wo die Hochzeit stattfinden soll?  Claire m\u00f6chte Berlin, die Mutter setzt sich aber durch. Es wird in Paris geheiratet, das Paar kehrt aber bald nach Berlin zur\u00fcck, Claire wird schwanger und ist sich sicher, einen kleinen Francois auszutragen. Die Schwiegerseltern w\u00fcnschen sich aber einen Namen, der sowohl in Russland als auch in Frankreich bekannt ist. So wird das Berliner Kind, eine kleine Anne, die fast an ihrer Geburt gestorben w\u00e4re, am 14. Mai 1947 geboren, ein deutscher Facharzt rettet ihr das Leben und wird kurz danach hingerichtet, weil er auch ein Kriegsverbrecher war.<br \/>\nDas erf\u00e4hrt die offenbar sehr ber\u00fchmte franz\u00f6sische Schauspielerin, die Jean-Luc Godard geheirat und f\u00fcr ihr Schreiben mehrere Preise bekommen hat, 2008 von Olga de Rosen, die damals beim Roten Kreuz als Dolmetscherin gearbeitet hat.<br \/>\nDas Buch stammt auch vom <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/08\/lyrische-kommunikation\/\" title=\"Lyrische\u00a0Kommunikation\">&#8220;Morawa-Flohmarkt&#8221;<\/a>, ich habe es Anfang Juli zusammen mit acht oder neun anderen B\u00fcchern gekauft, es aber, glaube ich schon im J\u00e4nmner in den Abverkaufskisten gesehen, damals aber liegen lassen, weil es mir nicht bekannt erschien. Cover und Titel haben mich dann doch \u00fcberzeugt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die franz\u00f6sische Schauspielerin Anne Wiazemsky, Enkeltochter des Literaturnobelpreistr\u00e4gers von 1952, Francois Mauriac, von dem ich bisher noch nichts geh\u00f6rt habe, erz\u00e4hlt in diesem Roman, Memoir w\u00e4re wohl wieder die bessere Bezeichnung, die Geschichte ihrer Mutter Claire, die sich im Krieg &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=26253\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-26253","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26253\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}