{"id":25999,"date":"2013-12-20T00:21:47","date_gmt":"2013-12-19T23:21:47","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25999"},"modified":"2013-12-20T00:21:47","modified_gmt":"2013-12-19T23:21:47","slug":"zum-hundersten-geburtstag-von-heinz-conrad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25999","title":{"rendered":"Zum hundersten Geburtstag von Heinz Conrad"},"content":{"rendered":"<p>Heinz Conrad w\u00e4re am 21. Dezember hundert Jahre geworden, deshalb gab es in der Wien-Bibliothek, die den Nachla\u00df h\u00fctet, eine Gedenkveranstaltung und normalerweise w\u00e4re ich wohl nicht dorthin gegangen, denn Heinz Conrad, nein, der interessiert mich nicht, bin ich ja eine Intellektuelle, eine Linke, eine literarische Person, obwohl ich ja, wie die meisten \u00d6sterreicher in den F\u00fcnfziger, Sechziger und Siebzigerjahren und solange ich einen Fernseher hatte, mit ihm und seinen &#8220;Guten Morgen&#8221; und &#8220;Guten Abenden Sendungen&#8221; aufgewachsen.<br \/>\n1977 bin ich ja von zu Hause ausgezogen und dann habe ich mir mir das &#8220;Was gibt es Neues?&#8221;, glaube ich, nicht mehr angeh\u00f6rt. An ein paar Filme kann ich mich erinnern, wo er einen Wiener Stritzi spielte und einmal den &#8220;Liliom&#8221; und nat\u00fcrlich einen Geheimagenten in den Sissi Filmen oder war das der Josef Meinrad?<br \/>\nDann habe ich im Programm nachgesehen, da\u00df es eine Gespr\u00e4chsrunde mit Franz Schuh, G\u00fctner Tolar, Georg Marukuns und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/12\/28\/ins-hotel-konnte-ich-ihn-nicht-mitnehmen\/\">Andrea Maria Dusl<\/a> gibt, also auch h\u00f6chst alternativ und intellekutel,l unter der Leitung von G\u00fcnter Kaindlsdorfer und habe umdisponiert und was soll ich sagen, ich habe es nicht bereut, war das, was ich h\u00f6rte, ja h\u00f6chst interessant und Hermes Phettberg, den man auch nicht unbedingt Kleinb\u00fcrgerlichkeit vorwerfen kann, war ebenfalls im Publikum.<br \/>\nDaf\u00fcr fehlte die Dusl, was zwar schade ist, aber ich bin ja nicht unbedingt ein Dusl-Fan.<br \/>\nSylvia Mattl-Wurm er\u00f6ffnete und dann gab es drei Minuten einen Werbefilm wahrscheinlich aus den Sechzigerjahren im sch\u00f6nsten Schwarz-Wei\u00df, wo ein junger Heinz Conrad mit dem typischen Schmachtgesicht die Vorz\u00fcge des Wieners besang und dann einem Grantler erkl\u00e4rte, da\u00df es toll ist, ein solcher zu sein, wegen dem Wiener W\u00e4schepaket, vom Hochquellwasser hat er, glaube ich, nichts gesagt, es gibt aber Volksschulen, B\u00fcrgerschulen, VHS und Kinderg\u00e4rten, etc, also hat Heinz Conrad auch f\u00fcr die Stadt Wien Werbung gemacht und Syvia Mattl-Wurm begr\u00fc\u00dfte im Publikum noch die Witwe Erika und die Tochter Uschy und G\u00fcnter Kaindlsdorfer leitete die Gespr\u00e4chsrunde ein.<br \/>\nG\u00fcnther Tolar hat die Radiosendung betreut und beim &#8220;Liliom&#8221; auch den Bahrentr\u00e4ger gespielt und von einem grantelten Heinz Conrad erz\u00e4hlt und dem, der seine Sendung total alleine inszenierte, w\u00e4hrend G\u00fcnter Kaindlsdorfer das Heitere hinterfragte.<br \/>\n&#8220;Den grauen Tag nur hell zu sehen sind wir bereit?&#8221;<br \/>\nEin Sch\u00f6nf\u00e4rber also, ein paar Jahre nach dem gro\u00dfen Krieg, hat er seine Sendungen ja von 1946 bis 1986, wo er gestorben ist, gemacht und alle alle, Willi Resetarits, Franz Schuh etc, haben in ihren Kindertagen diese Sendungen geh\u00f6rt und sind mit ihnen aufgeachsen. Georg Markus hat die Legende zu seinem sechzigsten und dem siebzigsten Geburtstag interview.<br \/>\nAm Samstag, dem Tag des hundersten Geburtstag gibt es ein Feature in \u00d61, das G\u00fcnter Kaindlsdorfer gestaltete, davon gab es schon Ausschnitte und G\u00fcnter Kaindlsdorfer stellte an Franz Schuh auch die Frage, wie das mit Thomas Bernhard sei, die, glaube ich, nicht beantwortet wurde, weil alle auf einen Filmausschnitt, wo Conrad ein Nestroy-Couplet sang und einen mit Hans Moser ein paar Wochen vor seinem Tod warteten.<br \/>\nG\u00fcnter Tolar hat dann auch den grantigen und depressiven Conrad beschrieben, der auflebte, wenn man auf Sendung ging und sich sehr \u00e4rgerte, weil man sich \u00fcber ihn lustig machte, da\u00df er die Kranken und Soldaten auf dem Golan gr\u00fc\u00dfte, aber als er es weglie\u00df haben sich die Spit\u00e4ler und das Verteidigungsministerium beschwert und als Heinz Conrad den &#8220;Liliom&#8221; und etwas anderes spielte, hat ihn der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/29\/hans-weigel-symposium\/\" title=\"Hans\u00a0Weigel-Symposium\">gro\u00dfe Hans Weigel<\/a> sehr verissen, was sich der gro\u00dfe Conrads sehr zum Herzen genommen hat.<br \/>\nWird man in f\u00fcnfzig Jahren noch Heinz Conrad kennen?, fragte der Moderator, ich f\u00fcrchte, die Anna kennt ihn schon heute nicht und nachher gab es wieder Wein und Brot und sch\u00f6ne Gespr\u00e4che mit den Stammbesuchern und am f\u00fcnfzehnten J\u00e4nner im neuen Jahr wird in der Wien Bibliothek Gerhard Roth vorgestellt, was sicher etwas literarischer ist, meine Kindheit und Jugend aber ohne jeden Zweifel nicht so stark verfolgte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heinz Conrad w\u00e4re am 21. Dezember hundert Jahre geworden, deshalb gab es in der Wien-Bibliothek, die den Nachla\u00df h\u00fctet, eine Gedenkveranstaltung und normalerweise w\u00e4re ich wohl nicht dorthin gegangen, denn Heinz Conrad, nein, der interessiert mich nicht, bin ich ja &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25999\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25999","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25999\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}