{"id":25978,"date":"2013-12-18T08:18:50","date_gmt":"2013-12-18T07:18:50","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25978"},"modified":"2013-12-18T08:18:50","modified_gmt":"2013-12-18T07:18:50","slug":"der-sohn-einer-hure","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25978","title":{"rendered":"Der Sohn einer Hure"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/18\/gotter-und-ihre-fans\/\">zweite Buch<\/a> von Dietmar F\u00fcssel in diesem Jahr, der mir ja nach seinen Gewinnspielen, immer seine B\u00fccher schickt, so da\u00df ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/02\/13\/rindfleisch\/\">schon<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/04\/lyrik-bade-session\/\"> sehr<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/18\/diesseits-von-eden\/\">viele<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/25\/leidenschaft\/\">von<\/a> ihm gelesen habe und bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/09\/vom-adventrundgang-zum-literaturhaus\/\" title=\"Vom Adventrundgang zum\u00a0Literaturhaus\">Pr\u00e4sentation seines satirischen Romanes<\/a>, aus dem Ludwig Roman Fleischer so hervorragend gelesen hat, war ich vorige Woche, obwohl ich satirische Romane an sich gar nicht so mag, aber Dietmar F\u00fcssel ist unbestritten ein Meister seines Fachs und so hat mich die Geschichte von dem Arschloch Johann F., dem schlechtesten Schriftsteller aller Zeiten, am Ende irgendwie mitgenommen und vor allem, das, was er \u00fcber das erfolglose Schreiben schreibt, trifft und betrifft mich auch.<br \/>\nIn kurzen Kapiteln mit schwarzen \u00dcberschriften treibt der Meister seine Satire zur Spitze, in der der erfolglose Schriftsteller, der der Sohn einer Hure ist, sich im ersten gleich als Arschloch bezeichnet und der deshalb so am Sand ist, weil ihn seine Geliebte verlassen hat, das ist aber vielleicht gar nicht so schlimm, erstens weil sie auch eine ziemliche Egoistin und ziemlich unsympathisch ist und zweitens h\u00e4lt er so gar nichts von Sex, hat er diesen doch schon seit seinen Babytagen zur Gen\u00fcge mitbekommen, da ihn seine Mama, die Supernutte nahe dem Parlament zur Arbeit mitnahm und ihn deshalb eine Rente zahlt. Mit dieser hat er sich ins Burgenland zur\u00fcckgezogen und die Geliebte, eine Philosophin hat er bei einem Treffen bei einem Ramaprashan kennengelernt und mit ihr einen Vertrag abgeschlossen, da\u00df er ihr ein Gehalt bezahlt und sie daf\u00fcr zu ihn zieht, mit ihm diskutiert, denn er ist philosophisch veranlagt. F\u00fcr Sex mu\u00df er sich auch noch zur Verf\u00fcgung stellen, den Vertrag besiegeln sie bei einem Notar. Der ist auch ein seltsamer Typ, bei Dietmar F\u00fcssel gibt es nur solche, spielt mit seiner Eisenbahn, w\u00e4hrend er die Klienten ber\u00e4t und daf\u00fcr ein paar Tausender abkassiert.<br \/>\nDie Beiden machen sich am Land dann im Wirtshaus unm\u00f6glich und Johann F. hat auch einen Verleger und zwei Werke geschrieben, eines, wo er &#8220;Faust&#8221; nacherz\u00e4hlt, das zweite ist auch recht avantgardistisch, so da\u00df es keine Leser hat, der Verleger kommt aber dennoch angefahren und will von Johann alle klassischen Werke umgeschrieben haben, v\u00f6gelt die Geliebte und als er abf\u00e4hrt, schickt der Held den Brieftr\u00e4ger zu ihr, um sich vom Sex zu befreien. Daf\u00fcr ver\u00e4\u00dft sie ihn. Er leidet furchtbar, es kommt aber eine Katze angelaufen, die er f\u00fcr einen Gottesbeweis h\u00e4lt und so auch mit dem Pfarrer dr\u00fcber diskutiert, als die Geliebte wiederkommt, setzt er die Katze aus, nachdem sie geht, will er sie wieder zur\u00fcck, die ist aber schon beim n\u00e4chsten, der von einer Geliebten verlassen wurde, so bleibt ihm nichts anderes \u00fcber, als Tier und Nachfolger zu ermorden. Und einen Vater, der Nazi ist, kleine Hitlers aus Marzipan verspeist und seinen K\u00f6rper dem allgemeinen Krankenhaus verkauft, was ihm nicht gut bekommt, hat er auch.<br \/>\nDietmar F\u00fcssel spr\u00fcht wahrlich vor Einf\u00e4llen, l\u00e4\u00dft keine Bosheit und keine Satire aus, das hat Ludwig Roman Fleischer, der ja ebenfalls ein hervorragender Satiriker ist, letzten Montag richtig beschrieben. So kann ich ich denen, die die Welt gern im boshaften Schwarz gezeichnet haben wollen, um dar\u00fcber zu lachen, wirklich sehr empfehlen und mir hat das Buch am Ende auch gefallen, vor allem weil es mir, wie ich meine, ernsthaftere Erkenntnisse \u00fcber mein erfolgloses Schreiben gebracht hat.<br \/>\nDietmar F\u00fcssels <a href=\"http:\/\/www.dietmarfuessel.com\/\">Homepage<\/a> mit seinen Gewinnspielen, wo man monatlich ein Buch oder einen Text gewinnen kann, wenn man der erste ist, es also kurz nach Mitternacht des Aktualisierungstag versuchen, kann ich wieder nur empfehlen und den Hinweis geben, das sein Buch &#8220;Rindfleisch&#8221;, das, glaube ich, der erste F\u00fcssel war, den ich gelesen habe, wieder aufgelegt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt das zweite Buch von Dietmar F\u00fcssel in diesem Jahr, der mir ja nach seinen Gewinnspielen, immer seine B\u00fccher schickt, so da\u00df ich schon sehr viele von ihm gelesen habe und bei der Pr\u00e4sentation seines satirischen Romanes, aus dem &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25978\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25978","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25978\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}