{"id":25964,"date":"2013-12-17T08:58:39","date_gmt":"2013-12-17T07:58:39","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25964"},"modified":"2013-12-17T08:58:39","modified_gmt":"2013-12-17T07:58:39","slug":"liebesmaschine-nyc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25964","title":{"rendered":"Liebesmaschine NYC"},"content":{"rendered":"<p>Storys von Andrea Grill oder eigentlich Liebeserkl\u00e4rungen an die Stadt New York, in der die 1975 in Bad Ischl geborene Autorin, \u00fcber die ich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/22\/andrea-grill-in-der-nationalbibliothek\/\">schon<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/11\/otto-stoessel-preis-an-andrea-grill\/\">\u00f6fter<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/02\/literatur-im-musa\/\">geschrieben<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/06\/wochenendrecherchen\/\">habe<\/a>, wahrscheinlich einen Stipendiumsaufenthalt hatte, das Buch habe ich auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/29\/ostern-im-schnee\/\">an dem Tag<\/a> im Schrank gefunden, als ich vor Ostern zu meinem mi\u00dfgl\u00fcckten Referat in den &#8220;Club der logischen Denker&#8221; ging und lesen geh\u00f6rt habe ich sie bei der vorletzten <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/06\/rund-um-die-burg-neu\/\">&#8220;Rund um die Burg-Veranstaltung&#8221;<\/a> im Kellertheater des Cafe Landtmanns.<br \/>\nLiebeserkl\u00e4rungen an die Stadt New York also, die Andrea Grill, wie sie schreibt, &#8220;schon lieben lernte, noch bevor sie einen Fu\u00df in sie setzte&#8221;, dann schreibt sie noch von dem Aufenhalt auf einer italienischen Insel, auf der sie erf\u00e4hrt, da\u00df sie, wenn sie will im September nach New York kommen kann.<br \/>\nIhre erste Amerika-Bekanntschaft &#8220;Mein erstes Amerika&#8221;, schreibt Andrea Grill, macht sie im Flugzeug  in &#8220;Jane&#8221;, einer Gyn\u00e4kologin, die ihr von &#8220;Sound of Music&#8221; erz\u00e4hlt, ihr den  Film &#8220;Heaven can wait&#8221; empfiehlt und sie einl\u00e4dt, sie in ihrem Haus in Manhattan zu besuchen. Diese Geschichte hat Andrea Grill, glaube ich, im Kellertheater gelesen. Dann gibt es noch eine \u00fcber &#8220;Lena&#8221; und &#8220;Erika&#8221;, New York scheint f\u00fcr Andrea Grill haupts\u00e4chlich aus Erinnerungen an andere St\u00e4dte und Namen zu bestehen. So ist Erika eine viermal einundzwanzigj\u00e4hrige Psychoanalytikerin, die sie in Wien w\u00e4hrend eines Abendessen kennenlernte, die ein Buch geschrieben hat, in dem  sie Theodor Reik interviewte und die mit ihren Klienten auch im Restaurant telefoniert und damit so viel verdient, da\u00df sie sich einige Immobilien leisten kann.<br \/>\nAls Andrea Grill dann am 15. September  2010 in New York eintrifft, wird sie gefragt, ob sie Spanisch spricht und mu\u00df das Anmeldeformular auch auf Spanisch ausf\u00fcllen. Sie wohnt dann im &#8220;Baumwipfelhaus 150 an der zedernstra\u00dfe&#8221;,  studiert an der Rutgers-Universit\u00e4t und macht die Erfahrung, da\u00df man zu Fu\u00df in New York nirgends hinkommt, obwohl alles so nahe aussieht. Trotzdem verbraucht sie viele Schuhe, bezihungsweise Schuhsohlen und mu\u00df sich diese st\u00e4ndig bei Schnellreperaturstellen richtig machen, wo die Schuster, wie sie erf\u00e4hrt, eigentlich mit Diamanten handeln.<br \/>\nDann kommt nat\u00fcrlich das Shopping, ohne dem geht es New York nicht, auch da beginnt Andrea Grill mit ihren Kindheitserinnerungen, geht in die Gesch\u00e4fte ohne Bed\u00fcrfnisse und f\u00e4ngt erst an wie wie wild zu kaufen, als sie die Erfahrung macht, da\u00df sie mit ihren Kreditkarte, die sie eigentlich f\u00fcr einen &#8220;Ausweis eines kostenlosen Gehaltskonto&#8221; hielt, alles kaufen kann.<br \/>\nDann liegt sie noch mit einem Mann im Bett, von dem sie so ziemlich alles wei\u00df, nur nicht seinen Namen, auch das kann einer laut Andrea Grill offenbar in New York passieren. Und in dem Chapter &#8220;Inventar&#8221; geht es um die Namen, die sie New York kennenlernte, gibt es da ja eine Barbara, Erika, Lucie, einen Michael und eine Lucie und &#8220;Barbara ist jemand, den ich anrufen kann, die ein Picnic dabei hat, auf langen Zugfahren, eine Piccoloflasche mit Sekt.&#8221;<br \/>\nUnd Lucie, eine offenbar ebenfalls \u00e4ltere Modedesignerin, die sie in Wien bei derselben Party gemeinsam mit Erika Freedman, im Haus der &#8220;Frau, die Ingeborg Bachmann aus dem Gesicht geschniten schien&#8221;, kennenlernte.<br \/>\nDann gibt es eine Geschichte von dem Studenten, der sich von der George Washingotn Br\u00fccke st\u00fcrzte, weil Studenten im Internet ank\u00fcndigten, seinen Liebesakt mitzufilmen. Auch das ist New York k\u00f6nnte man sagen, in dem uns die Computerprogramme schon viel weiter voraus sind und die Menschen sich im Jahr zweitausend zu 70% mit Maschinen unterhalten, wie  ein Student voraussagte, der sich dabei nur wenig irrte.<br \/>\nTonnian, die Sekret\u00e4rin vom Institut wiegt hundertzwanzig Kilo und ist zu &#8220;100% Italienisch&#8221; obwohl sie diese Sprache im Gegensatz zu Andrea Grill nicht spircht. Sie wird dann auch von der Universit\u00e4t gek\u00fcndigt und als ihr Andrea Grill sp\u00e4ter schreiben will, antwortet sie nicht mehr.<br \/>\nDann gibt es &#8220;Katie&#8221;, die Herausgeberin einer Literaturzeitschrift, die Andrea Grill nie gesehen hat, die aber immer &#8220;fantastische Beitr\u00e4ge&#8221; bringt und ihr zwei B\u00fccher schickt. Und New York erinnern wir uns, ist ja auch die Stadt, wo sich alle &#8220;Honig&#8221; nennen, auch wenn sie miteinander streiten und sich anschreien.<br \/>\nIn &#8220;Drumsticks&#8221; geht es nach &#8220;Coney Island&#8221;, jenem etwas au\u00dferhalb gelegenen Rummelpark, den wir, als wir 1997 war das glaube ich, zwei Wochen in New York waren, ebenfalls besuchten. Am Titelbild ist auch ein Riesenrad von dort abgebildet und das ber\u00fchmte Chelsa Hotel, in dem die K\u00fcnstler wohnten und ihre Rechnungen oft mit ihren Werken statt mit Geld bezahlten, kommt in diesem Kapitel oder Story, Andrea Grill erz\u00e4hlt in ihren sogenannten Short cuts ja eigentlich strigent von ihren New York Erlebnissen, Eindr\u00fccken und Impressionen, ebenfalls vor.<br \/>\nSonst spart sie mit den Stadtbeschreibungen, einen Reisef\u00fchrer kann man ihre Liebeserkl\u00e4rungen wohl nicht nennen und man sollte vielleicht auch schon in dieser Stadt gewesen sein, um sich in dem Buch auszukennen und das war ich, der Reisemuffel, ja auch schon ein paarmal.<br \/>\nDas erste Mal 1989 bei unserer ersten gro\u00dfen USA Reise und da war sich von der Stadt mit den Wolkenkratzern sehr fasziniert. Dann noch ein paar mal kurz und 1997 vierzehn Tage und da bin ich ebenfalls durch die Stadt gelaufen, die zweiundvierzigste Stra\u00dfe entlang, mehrmals auf und ab, die Schuhsohle sind mir dabei, glaube ich mich zu erinnern, aber nicht kaputtgegangen.<br \/>\nVon Andrea Grill habe ich in diesem Jahr schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/17\/zweischritt\/\">&#8220;Zweischritt&#8221;<\/a> gelesen, ihr Gedichtband <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/13\/vierter-messetag\/\">&#8220;Happy Bastards&#8221;<\/a> steht noch auf meiner Leseliste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Storys von Andrea Grill oder eigentlich Liebeserkl\u00e4rungen an die Stadt New York, in der die 1975 in Bad Ischl geborene Autorin, \u00fcber die ich schon \u00f6fter geschrieben habe, wahrscheinlich einen Stipendiumsaufenthalt hatte, das Buch habe ich auch an dem Tag &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25964\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25964","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25964"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25964\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}