{"id":25788,"date":"2013-12-12T00:08:47","date_gmt":"2013-12-11T23:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25788"},"modified":"2013-12-12T00:08:47","modified_gmt":"2013-12-11T23:08:47","slug":"cartoon-uber-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25788","title":{"rendered":"Cartoons \u00fcber Kunst"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Also ich finds primitiv&#8221; sagt der Neandertaler in der H\u00f6hle mit dem Glas Sekt in der Hand bei der Vernissage der H\u00f6hlenzeichnungen&#8221; und ich kann zu Zeiten der Weihnachtseink\u00e4ufe, mitten in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/07\/weihnachtserzahlungen\/\" title=\"Weihnachtserz\u00e4hlungen\">Weihnachts<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/06\/kusse-unterm-weihnachtsbaum\/\" title=\"K\u00fcsse unterm\u00a0Weihnachtsbaum\">buchlekt\u00fcre<\/a> meinen p.t. Lesern ein solches empfehlen, das eigentlich keines ist, aber ein Geschenk, f\u00fcr die die, ohnehin schon alles haben, Buffets auf Vernissagen oder auch Cartoons lieben etc&#8230;<br \/>\nDie &#8220;Komischen K\u00fcnste&#8221; beziehungsweise der &#8220;Holzbaum-Verlag&#8221;, der mich ja schon seit fast zwei Jahren so lieb mit seinen Neuerscheinungen versorgt, machts m\u00f6glich und da habe ich auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/14\/kopf-hoch\/\">Oliver Ottitsch<\/a>, von dem der beschriebene Cover-Cartoon ist, kennengelernt und auch einige andere, denn der von Clemens Ettenauer herausgegebene Band vereint die Arbeiten von Ari Plikat, Bruno Haberzettel, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/30\/buwokl\/\">Daniel Jokesch<\/a>, Dorte Landschulz, Hannes Richert, Harm Bengen, Hauck u. Bauer, Martin Perscheid, Matrattel, Michael Holtschulte, Miguel Fernandez, Nicolas Mahler, Oliver Ottitsch,Peter Gaymann, Peter Thulke,Renate Alf, Rudi Hurzlmeier, Stephan R\u00fcrup und vielen mehr.<br \/>\n&#8220;Treten Sie ein in die Bilderwelt!&#8221;, steht am Buchr\u00fccken und ich laufe zwischen Punsch und Weihnachtskeksen den Parcour der bildenden Kunst mit dem lachenden Auge darauf und weil ich eine Wortfrau bin, tue ich es mit den \u00dcberschriften. Wer das Ganze sehen will, ist bei den <a href=\"http:\/\/www.komischekuenste.com\/\">&#8220;Komischen K\u00fcnsten&#8221; im Museumsquartier gut aufgehoben, denn da gibt es gerade die diesbez\u00fcgliche Ausstellung<\/a>.<br \/>\n&#8220;Nicht \u00fcbel&#8221;, sagt also Adam mit der Palette in der Hand vor dem &#8220;Schrei&#8221; von Munch &#8220;..aber das G\u00e4hnen ist ein echt lahmer Titel!&#8221;<br \/>\nDann gehts weiter zu den roten Flecken im Museum &#8220;War das nicht fr\u00fcher mal schwarz?&#8221;, fragt Andreas Pruestel &#8220;Hoch lebe Malenitsch&#8221; und auch &#8220;Ja scheiss die Wand an &#8211; Was haben wir denn da?&#8221;<br \/>\nDer &#8220;Schrei&#8221; von Munch scheint f\u00fcr die Cartoonisten bzw. dem Herausgeber \u00fcberhaupt sehr wichtig zu sein, finden wir ihn in dem Buch doch immer wieder in seiner entstellten Form. Und so hat ihn Ari Plikat auf einen Schreibtisch gestellt. &#8220;Was habe ich da geheiratet?&#8221;, fragt der Mann davor.<br \/>\n&#8220;Die Kunst hat etwas Tr\u00f6stliches. Man f\u00fchlt sich selbst gleich viel weniger scheu\u00dflich!&#8221;, l\u00e4\u00dft Bernd Zeller eine blonde Vernissagebesucherin im roten Kleid mit dem Glas Sekt fr\u00f6hlich sagen.<br \/>\nBruno Haberzettl hat &#8220;Guiseppe Arcimboldos fr\u00fches Selbstportrait&#8221;, Gurke auf Melone und Radieschen dargestellt.<br \/>\n&#8220;Ist das Kunst oder soll das weg?&#8221;, l\u00e4\u00dft Christian Habicht den Klempner vor dem Klo den Kurator in der Ausstellung fragen und Daniel Jokeschs &#8220;Kunstd\u00fcnger&#8221; kostet gleich mal eine Million Euro.<br \/>\n&#8220;Sieh an, sich an, der Hinrichs hat ein neues Gem\u00e4de. Daf\u00fcr ist also das Geld da!&#8221;, fragt die Sekret\u00e4rin vor dem roten Bild hinter dem Schreibtisch des Chefs. Der liegt mit Pistole und heraush\u00e4ngender Zunge in seinem Blut unterm Schreibtisch und sie sieht es nicht. Ein Bild, das dem Alfred am besten gefiel, so da\u00df er mich nach <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/08\/adventbrunch-bei-ruth-aspock\/\" title=\"Adventbrunch bei Ruth\u00a0Asp\u00f6ck\">Ruths Adventbrunch<\/a> gleich in den &#8220;Shop&#8221; zerrte, um ein Poster zu kaufen.<br \/>\n&#8220;Die Kunstf\u00e4lscher unter sich&#8221; von Erich Rauschenbach haben es schwer, denn &#8220;Rembrandt f\u00e4lschen ist echt  bescheuert. In der Zeit, die du f\u00fcr einen Rembrandt brauchst schaff ich locker zwanzig Modrians!&#8221; und auf ein Hochhaus ist das Bildnis einer nackten Frau gesprayt.<br \/>\n&#8220;In den erogenen Zonen ist die Miete nat\u00fcrlich etwas h\u00f6her&#8221;, bestimmen die beiden M\u00e4nner die darunter stehen.<br \/>\nDann gehts wieder in die Vernissage  und zu dem Plakat &#8220;Der K\u00fcnstler ist anwesend und beobachtet heimlich, ob Sie nur wegen Sekt und Schnittchen hier sind!&#8221;, sehr viel Eindruck scheint das nicht zu machen, beziehungsweise stehen alle vor dem Objekten und mampfen und trinken in sich hinein. Das l\u00e4\u00dft sich nat\u00fcrlich auch wieder hinauskotzen, wie uns Hannes Richert im n\u00e4chsten Cartoon zeigt und beim &#8220;Letzten Selbstportrait&#8221; springt der K\u00fcnstler vom Hochhaus in den darunter aufgestellten Rahmen.<br \/>\n&#8220;Ich bewundere Picasso! Niemand hat sein \u00d6l so teuer verkauft wie er&#8221;, l\u00e4\u00dft <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/06\/trotzphase\/?preview=true\">La Razzia<\/a> den Scheich sagen und der Meister mu\u00df bei Martin Perscheid, f\u00fcr die auf die Kaffeehaustischdecke gemalte Gams f\u00fcnfzig Mark extra zahlen. W\u00e4rs ein echter Picasso, w\u00e4r die Wirtin reich geworden, aber da w\u00e4re die Decke sicher l\u00e4ngst weg, ehe sie es bemerkt h\u00e4tte.<br \/>\nSo geht es weiter mit der Kunst und dem lachenden Auge darauf. Der begabte Malerlehrling punselt seine Meisterwerke an die Wand, statt der wei\u00dfen Farbe,  der K\u00fcnstler kommt in die sixtinische Kapelle zu sp\u00e4t, &#8220;denn Michelangelo war schneller!&#8221; und in die Vernissage der schwarz-wei\u00df Zeichnungen bringt sich das Publikum seine bunten Bilder selber mit.<br \/>\nK\u00f6stlich, k\u00f6stlich und sehr zu empfehlen, das &#8220;MUH SEUM&#8221; von<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/04\/noahs-fleischwaren\/?preview=true\"> Oliver Ottitsch<\/a>, wo die K\u00fche in die Ausstellung gehen und die Frau im Bett im Zimmer des Bildes von Van Gogh, dem Meister androht, ihm ein neues Ohr abzuschneiden, wenn er nicht mehr verkauft. B\u00f6se ist das, w\u00e4hrend die Behauptung von Raphael Dillhof, da\u00df an der zeitgen\u00f6ssischen Kunst, die H\u00e4ppchenindustrie am meisten verdient, meiner Meinung, die ich bei Vernissagen meistens nur billigen Wein und Soletti sehe, nach nicht stimmt.<br \/>\nVor dem Picasso-Bild  sitzt bei Rudi Hurzlmeier im Museum ein W\u00e4rter, der den Portrait des Meisters nur &#8220;ganz zuf\u00e4llig&#8221; \u00e4hnlich sieht. Bei einem anderen Cartoon, hat sich ein ehemaliger Polizist ins Museum geschlichen und erkl\u00e4rt nun allen, &#8220;da\u00df sie weitergehen sollen, weil es absolut nichts zu sehen gibt&#8221;, was zur Frage f\u00fchrt, ob man das, was die K\u00fcnstler ausstellen, nicht vielleicht doch selber kann?<br \/>\nStephan R\u00fcrup hat sie vortrefflich beantwortet, so da\u00df ich mich  nur wiederholen und das Buch als treffliches Weihnachtsgeschenk allen Interessierten empfehlen kann.<br \/>\nBiografien der K\u00fcnstler gibt es im Anhang auch.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Also ich finds primitiv&#8221; sagt der Neandertaler in der H\u00f6hle mit dem Glas Sekt in der Hand bei der Vernissage der H\u00f6hlenzeichnungen&#8221; und ich kann zu Zeiten der Weihnachtseink\u00e4ufe, mitten in der Weihnachtsbuchlekt\u00fcre meinen p.t. Lesern ein solches empfehlen, das &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25788\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25788","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25788\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}