{"id":25706,"date":"2013-12-04T23:18:42","date_gmt":"2013-12-04T22:18:42","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25706"},"modified":"2013-12-04T23:18:42","modified_gmt":"2013-12-04T22:18:42","slug":"ein-tag-mit-gustav-ernst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25706","title":{"rendered":"Ein Tag mit Gustav Ernst und Erich Klein"},"content":{"rendered":"<p>Am Mittwoch wurden die Kultur- und Ehrenpreise der Stadt Wien vergeben und Gustav Ernst hat den f\u00fcr Literatur, Erich Klein den f\u00fcr Publizistik bekommen, eine Gelegenheit, da die beiden auch am Abend in der neuen MUSA-Reihe lesen werden, einen Blogbeitrag Gustav Ernst zu widmen, den ich ja, glaube ich, schon von den Anf\u00e4ngen meiner Besch\u00e4ftigung mit Literatur kenne.<br \/>\nSeit den Siebzigerjahren aus &#8220;Wespennest&#8221; seiner Autorenreihe, die er, damals glaube ich, hatte, zumindest ist &#8220;Einsame Klasse&#8221; in einem Autorenverlag herausgekommen und ich habe damals meine Texte ja  noch sehr herumgeschickt und 1980, glaube ich, bei dieser &#8220;Literatureck-Reihe&#8221; in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; gelesen, wo alle lesen durfte und die &#8220;Alte Schmiede&#8221; zwei Diskutanten zur Verf\u00fcgung stellten, die dar\u00fcber sprachen.<br \/>\nBei mir waren das Marie Therese Kerschbaumer und Gustav Ernst und weil Gustav Ernst in Wien auch viel literarisch unterwegs ist, sehe ich ihn  \u00f6fter bei Literaturveranstaltungen. Ich habe<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/20\/grundlsee\/\"> einige<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/11\/beste-beziehungen\/\">seiner<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/02\/helden-der-kunst-helden-der-liebe\/\">B\u00fccher<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/26\/fruhling-in-der-via-condotti\/\">gelesen<\/a> und in letzter Zeit schenkt er mir auch seine &#8220;Kolik-Ausgaben&#8221;.<br \/>\nSo habe ich ihm bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/28\/priessnitzpreis-an-anna-weidenholzer\/\">&#8220;Priessnitz-Preisverleihung an Anna Weidenholzer&#8221;<\/a> Ende Oktober darauf angesprochen, da\u00df ich gerne zu derPr4eisverleihung, die Nachricht habe ich www.buecher.at entnommen, bzw. hat sie mir, glaube ich &#8220;Kolik&#8221; geschickt, kommen m\u00f6chte.<br \/>\n&#8220;Elf Uhr, Wappensaal&#8221;, hat er mir gesagt und bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/21\/buch-wien-eroffnung\/\" title=\"Buch-Wien-Er\u00f6ffnung\">&#8220;Buch-Wien Er\u00f6ffnung&#8221;<\/a> hat mir Julia Danielczyk auch ein &#8220;Musa-Programm&#8221; und ihre Mailadresse in die Hand gedr\u00fcckt.<br \/>\nAls ich knapp vor elf mit dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/03\/vorschau-auf-das-literaturgeflustertextebuch\/\" title=\"Das\u00a0\u201cLiteraturgefl\u00fcster-Texte-Buch\u201d\">&#8220;Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch&#8221;<\/a> den Wappensaal erreichte, hat gerade eine Bedienerin, die Rathausstiegent\u00fcr geschlossen und ein Herr mich in den Wappensaal hineingelassen, wo Gustav Ernst gerade eine Rede hielt, wie das so mit den Verlagen und der Literatur ist, da\u00df nur mehr junge attraktive Frauen eine Chance haben und mittlere Verlage ihre Produktionen einstellen, weil die Leute nicht mehr soviel lesen und das Feuilleton nur mehr einige wenige Starautoren ununderbrochen feiert, w\u00e4hrend die anderen, der Rest ohne die Stipendien und Preise, der Stadt Wien, zum Beispiel verhungern w\u00fcrde.<br \/>\nAber von denen der Stadt Wien k\u00f6nnen auch nicht alle leben, gibt es ja nur vier und zweihundert reichen darum ein und dann gibt es ja noch die, wie mich zum Beispiel, die das gar nicht mehr tun und trotzdem schreiben.<br \/>\nGustav Ernst w\u00fcnscht sich einen \u00f6sterreichischen Buchpreis, eine gute Idee finde ich, obwohl den wahrscheinlich Daniel Kehlmann, Thomas Glavinic und Michael K\u00f6hlmeier und zur Not vielleicht noch Peter Henisch oder Gustav Ernst gewinnen w\u00fcrden und mehr Stipendien, auch sehr gut.<br \/>\nDann kam der Hofrat Denscher, stellte die Preistr\u00e4ger vor und das waren zw\u00f6lf, denn es wurden auch die Preise f\u00fcr Architektur, bildende Kunst, Musik und sogar f\u00fcr Wissenschaft und Volksbildung mitvergeben. Dann kam die \u00dcbergabe mit der Urkunde und dem Blumenstrau\u00df und danach Erich Klein mit der Dankesrede, der sich glaube ich, mit der Frage besch\u00e4ftigte, was Literaturpreise f\u00fcr das Nachkriegs\u00f6sterreich bedeuten, weil es die &#8220;Preise der Stadt Wien&#8221; seit 1949 gibt.<br \/>\nDanach wars festlich mit Wein, Br\u00f6tchen und S\u00fc\u00dfen und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/10\/entlassung-aus-dem-paradies\/\" title=\"Entlassung aus dem\u00a0Paradies\">SiSi Glockner<\/a> ist begeistert auf mich zugekommen, ansonsten waren nur wenige literarische Bekannte zu sehen, was vielleicht dadurch verst\u00e4ndlich ist, das nur ein Preis f\u00fcr Literatur und ich glaube vier f\u00fcr die bildende Kunst, vergeben wurden.<br \/>\nFriedrich Achleitner ist aber, wie ich zu sp\u00e4t gekommen und hatte wohl auch die urspr\u00fcngliche Beginnszeit. Sonst waren Daniela Strigl, Alexandra Millner, Robert Huez vom Literaturhaus da, den ich gleich mein Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch&#8221; zeigen konnte, f\u00fcr das ich ja gerne eine Literaturhausrezension haben will und wenn es geht, eine in der &#8220;Kolik&#8221;, auf jeden Fall habe ich das Buch Gustav Ernst mitgebracht, er kommt ja in meinen Blog \u00f6fter vor, im Buch, wo eher die literarischen Texte enthalten sind, glaube ich, nicht soviel Walter Famler war, glaube ich, auch noch da und nat\u00fcrlich Julia Danielczyk, Karin Fleischanderl und und und.<br \/>\nAm Abend ist es dann im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/06\/canetti-stipendiaten-und-sechster-nanowrimo-tag\/\" title=\"Canetti-Stipendiaten und sechster\u00a0Nanowrimo-Tag\">&#8220;Musa&#8221;<\/a> mit den Lesungen der beiden Preistr\u00e4ger weitergegangen. Seit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/02\/literatur-im-musa\/\">Oktober <\/a>gibt es ja diese Veranstaltung wo am ersten Mittwoch im Montag die Preistr\u00e4ger und Stipendiaten der Stadt Wien vorgestellt werden schon und ich finde das sehr toll und denke auch, da\u00df der Steuerzahler ein Recht hat zu wissen, was mit seinem Steuergeld passiert und wer davon gef\u00f6rdert wird, obwohl ich schon wei\u00df, da\u00df das die meisten Leute h\u00f6chstwahrscheinlich nicht sehr interessiert.<br \/>\nMich aber schon und so bin ich nach meiner Diagnostik und einer neuerlichen Aussendung meines &#8220;Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch&#8221; und einem davon in der Tasche, das ich eventuell Julia Danielczyck geben wollte, in die Felderstra\u00dfe marschiert. Gegeben habe ich das Buch dann Herbert J. Wimmer, der bei den G\u00e4sten war und Julia Danielczyck erkl\u00e4rte in ihrer Einleitung, da\u00df es diesmal um Utopien, die Siebziger Jahre und die politischen Ver\u00e4nderungen gehen w\u00fcrde.<br \/>\nErich Klein begann mit seiner Leseung und der in N\u00d6 geborene Publizist und \u00dcbersetzer, den ich  ich von den &#8220;Literatur im Herbst&#8221; Veranstaltungen kenne, der in den Neunzigerjahren zehn Jahre in Moskau lebte, las einen Essay dar\u00fcber, der im &#8220;Wespennest&#8221; erschienen ist, der die Revolutionen von 1991 und 1993 schilderte, wo nach dem Freiheitsgef\u00fchl, die Panzer durch die Gegend scho\u00dfen, sich die Leute auf den Boden legten und von den Passanten als betrunken, bekifft oder verr\u00fcckt verlacht wurden.<br \/>\nDann kam Gustav Ernst und der las, was mich besonders freute, nicht aus &#8220;Grundlsee&#8221;, was ich eigentlich erwartet hatte, sondern aus &#8220;Einsame Klasse&#8221;, seinem 1979 zuerst erschienenen Roman, den ich mir damals auch kaufte und gelesen habe.<br \/>\n&#8220;Deuticke&#8221; hat ihn 1996 noch einmal aufgelegt, jetzt ist er vergriffen, Gustav Ernst las aber drei Stellen daraus vor, die erste handelt davon, da\u00df sich die beiden Protagonisten, ihresgleichen Schriftsteller, erkundigen, wer heuer den &#8220;Preis der Stadt Wien&#8221; gewonnen hat?<br \/>\nGustav Ernst nat\u00fcrlich  und der hat fast f\u00fcnfundzwanzig Jahre dazu gebraucht, kam in der zweiten Stelle  als besonders begnadeter &#8220;Wichser&#8221; vor und dann auch noch die Symbolisten Nicolas Born und Peter Handke, die es neben den Realisten wie Scharang, Innerhofer, Wolfsgruber etc, auch gegeben hat. Au\u00dferdem handelt der Roman auch von der &#8220;Arena-Bewegung&#8221; 1976, dem Feminismus und noch viel anderem.<br \/>\nIch sollte das Buch, das ich in Harland stehen habe, noch einmal lesen, aber dazu fehlt mir die Zeit und so kann ich mich nur auf die Diskussion konzentrieren, wo sich Julia Danielcyck nach den Utopien und dem Feminismus jeder Zeit erkundigte.<br \/>\nDer sp\u00e4ter geborene Erich Klein, der damals wohl noch zur Schule gegangen ist, war da sehr skeptisch und hat an die Dissidenten  gedachte, die damals \u00fcber Wien in die USA integrierten und sich \u00fcber die Studentinnen ge\u00e4rgert, die w\u00e4hrend seiner Studienzeit strickten und ich denke, da\u00df sich die Utopien, die ich damals hatte &#8220;Ich will den Nobelpreis f\u00fcr Literatur, aber zumindestens einen Preis der Stadt Wien bekommen!&#8221;, in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/07\/subkulturmeldungen\/\">Resignation<\/a> umgewandelt haben, aber dann ging es schon zum Small Talk, zum Brot und Wein.<br \/>\nDaniela Strigl war da, Andrea Grill, Judith Nika Pfeifer, G\u00fcnter Kaindlsdorfer und nat\u00fcrlich noch viele andere und wir haben inzwischen das &#8220;Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch&#8221; fotografiert, so da\u00df ich noch einen diesbez\u00fcglichen Promotionsartikel schreiben kann, das mir auch sehr wichtig ist und, wie, ich glaube, das literarische Wien der letzten f\u00fcnf Jahre sehr gut dokumentiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch wurden die Kultur- und Ehrenpreise der Stadt Wien vergeben und Gustav Ernst hat den f\u00fcr Literatur, Erich Klein den f\u00fcr Publizistik bekommen, eine Gelegenheit, da die beiden auch am Abend in der neuen MUSA-Reihe lesen werden, einen Blogbeitrag &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25706\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25706","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25706\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}