{"id":25422,"date":"2013-11-17T23:05:07","date_gmt":"2013-11-17T22:05:07","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=25422"},"modified":"2013-11-17T23:05:07","modified_gmt":"2013-11-17T22:05:07","slug":"gender-tun-und-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25422","title":{"rendered":"Gender tun und lassen"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem wir schon um zwei<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/14\/nach-buk-ins-bad\/\" title=\"Nach B\u00fck ins\u00a0Bad\"> zur\u00fcckgekommen<\/a> sind, um halb neun ausgecheckt, dann in Sopron im Tesco bis halb zw\u00f6lf eingekauft und an der Grenze Mittag gegessen haben, ist es sich f\u00fcr den letzten Tag der &#8220;Literatur im Herbst&#8221; im Odeon, um die ich mich bisher nicht gek\u00fcmmert habe, noch ausgegangen.<br \/>\n&#8220;Gender tun und lassen &#8211; Mann und Frau, Normen, Macht und Liebe&#8221;, hie\u00df das von Angelika Reitzer und Christine L\u00f6tscher kuratierte Thema.<br \/>\nIn den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/11\/mare-nostrum\/\">fr\u00fcheren Veranstaltungen<\/a> ist es eher um osteurop\u00e4ische L\u00e4nder und den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/29\/literatur-im-flus\/\">Donauraum<\/a> gegangen, aber Mann und Frau ist sicher interessant und so habe ich mich mit Trude Kloiber um vier Uhr im &#8220;Odeon&#8221; getroffen, wo es gleich mit Sabine Scholls neuen Roman &#8220;Wir sind die Fr\u00fcchte des Zorns&#8221;, losging, ein Familienroman, der den M\u00fcttern gewidmet ist und darum geht, da\u00df die Frauen die Mutterschaft immer an ihrer T\u00f6chter weitergeben, die dadurch stumm und unterdr\u00fcckt werden, w\u00e4hrend die M\u00e4nner Karriere machen. Sabine Scholl, von der ich noch nicht viel gelesen habe, sie aber einmal bei einer<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/15\/peter-clar-und-sabine-scholl\/\"> Lesung<\/a> h\u00f6rte und sie auch als <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/10\/22\/literarischer-schreibunterricht-teil-ii\/\">Professorin f\u00fcr Sprachkunst<\/a> kenne, outete sich in der Diskussion als leidenschaftliche Leserin und obwohl ich die 1959 geborene nicht unbedingt als Feministin einsch\u00e4tzen w\u00fcrde, war die Genderproblematik beim Thema Windelwechseln und Kinderschreien einsichtig. Bei Alois Hotschnig &#8220;Die Kinder beruhigte das nicht&#8221;, dagegen nicht so sehr und Brigitte Schwens-Harrant, die f\u00fcr die offenbar verhinderte  Christine L\u00f6tscher moderierte, sprach in der Einleitung, da\u00df der ebenfalls 1959 in K\u00e4rnten geborene, keiner sei, der jedes Jahr einen dicken Schm\u00f6ker auf den Martk werfe, sondern nach dem Roman <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/14\/leonardos-hande\/\">&#8220;Leonardos H\u00e4nde&#8221;<\/a>, sich eher auf Kurzgeschichten spezialisiere, die fein auskomponiert sind und mit dem Dialog spielen. Den 2006 erschienenen Band &#8220;Die Kinder beruhigte das nicht&#8221;, habe ich einmal im Zelt der Buchkultur bei &#8220;Rund um die Burg&#8221; gewonnen, aber noch nicht gelesen, weil ich ja eher f\u00fcr die dicken Schm\u00f6ker bin.<br \/>\n&#8220;Im Sitzen l\u00e4uft es sich besser davon&#8221; war  auf einer &#8220;Buch-Wien&#8221; zu h\u00f6ren, aus beiden B\u00e4nden las Alois Hotschnig eine Geschichte vor.<br \/>\nDie aus dem Band &#8220;Die Kinder beruhigte das nicht&#8221; war seltsam surreal. Da geht einer zu einer Frau, die ein ganzes Zimmer voller Puppen hat, die sie als ihre Kinder bezeichnet, eine hat seinen Namen, er geht immer wieder hin und erlebt sich sozusagen selbst, verliert oder gewinnt seine Identit\u00e4t neu. Die aus dem anderen Band behandelte in Dialogform das &#8220;\u00c4lterwerden&#8221;, in der Diskussion meinte Hotschnigg, da\u00df sich die Leser ihre Deutungen selber geben m\u00fc\u00dfen und ich habe in der Pause mit Trude Kloiber bei einem Glas Wein \u00fcber die verschiedenen Formen des weiblichen und des m\u00e4nnlichen Schreibens diskutiert, dabei sind wir beim n\u00e4chsten Veranstaltungspunkt, dem Kontrastprogramm zu Alois Hotschnig, n\u00e4mlich Thomas Meineckes &#8220;Lookalikes&#8221; ein bi\u00dfchen zu sp\u00e4t gekommen,  haben die Einleitung vers\u00e4umt und wurden gleich in den Roman wo es um Josephine Baker, Greta Garbo, Elvis, Marlene  Dietrich, Film, Musik etc, geht hineingeworfen und die &#8220;Lookalikes&#8221; sind, habe ich mich inzwischen erkundigt, eine Art Doppelg\u00e4nger, Personen, die den oben genannten \u00e4hnlich sehen und der Roman war, glaube ich, sehr dick, wie die anderen an diesem Abend vorgestellten, auch. Thomas Meinecke wurde 1955 in Hamburg geboren ist Musiker und Schriftsteller und meinte in der Diskussion, da\u00df er, wenn bei seinen Romanen der Abgabetermin naht und er mit seinen Themen noch nicht zu Ende ist, mit dem n\u00e4chsten beginnt und da\u00df ihm die ersten S\u00e4tze und das Ende nicht so wichtig ist.<br \/>\nDann ging es weiter mit der weiblichen Variante des Schreibens, n\u00e4mlich der Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken und ihrem Buch &#8220;Angezogen Die Geheimnisse der Mode&#8221;, das sie schon in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/13\/aus-frankfurt\/\" title=\"Nachrichten aus\u00a0Frankfurt\">Frankfurt<\/a> vorstellte, eine sehr freundliche blonde Frau, elegant im schwarzen Kleid und St\u00f6ckelschuhen mit gro\u00dfer Tasche angezogen, die in ihrem Buch von Rousseau, Nietzsche, der Antike und den Unterschied der weiblichen und der m\u00e4nnlichen Mode, der Sexualit\u00e4t und der Unterdr\u00fcckung h\u00f6chst lehrreich mit vielen Anekdoten und Beispielen zu erz\u00e4hlen wu\u00dfte und da wahrlich mit den Vokabeln und den Erkenntnissen um sich schmiss.<br \/>\nMit den Geheimnissen ging des gleich weiter, n\u00e4mlich mit Oksana Sabuschkos &#8220;Das Museum der vergessenen Geheimnissen&#8221;, die von Erich Klein moderiert wurde. Der sehr dicke, 2010 erschienene Roman, ist ebenfalls eine Familiengeschichte in drei Generationen und die Geheimnisse sind, wie Oksana Sabuschko auf Englisch erkl\u00e4rte, ein in der Ukraine \u00fcbliches Kinderspiel. Erich Klein leitete mit einem St\u00fcck aus dem Essayband <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/21\/planet-wermut\/\">&#8220;Planet <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/21\/oksana-sabuschko-und-martin-pollack-in-der-hauptbucherei\/\">Wermuth&#8221;<\/a>, n\u00e4mlich mit der<\/a> Stelle, da\u00df am 26. April 1986, als in Tschernobyl der Reaktor in die Luft flog, seltsame Schneeflocken zu sehen waren und Oksana Sabuschko, die sehr viel und sehr lebhaft auf Englisch diskutierte, erkl\u00e4rte den weiblichen Anteil des Schreibens, glaube ich, damit, da\u00df heuer nur Frauen die wichtigsten Literaturpreise gewonnen h\u00e4tten, was vielleicht ein Zufall, aber sehr sch\u00f6n ist.<br \/>\nZuletzt kam noch die 1979 geborene Dina Nayerl, die w\u00e4hrend der islamischen Revolution, als Zehnj\u00e4hrige nach Amerika emigrierte, dort kreatives Schreiben unterrichtet und deren 1913 erschienener Debutroman &#8220;Ein Teel\u00f6ffel Land und Meer&#8221;, bereits in dreizehn Sprachen \u00fcbersetzt wurde.<br \/>\nDas andere, es hat schon am Mittwoch und am Donnerstag in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; und am Freitag im &#8220;Odeon&#8221; begonnen und auch Workshops gegeben, die unter anderen von B\u00e4rbl Danneberg, die ich ja vom Arbeitskreis schreibender Frauen kenne&#8221;, gehalten wurden, habe ich vers\u00e4umt. Interessante B\u00fccher \u00fcber Macht und Liebe, Mode und Unterdr\u00fcckung wurden aber vorgestellt, von denen ich nun auch einiges mitbekommen habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem wir schon um zwei zur\u00fcckgekommen sind, um halb neun ausgecheckt, dann in Sopron im Tesco bis halb zw\u00f6lf eingekauft und an der Grenze Mittag gegessen haben, ist es sich f\u00fcr den letzten Tag der &#8220;Literatur im Herbst&#8221; im Odeon, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=25422\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-25422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25422\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}