{"id":24996,"date":"2013-11-02T00:02:04","date_gmt":"2013-11-01T23:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=24996"},"modified":"2013-11-02T00:02:04","modified_gmt":"2013-11-01T23:02:04","slug":"okaasan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=24996","title":{"rendered":"Okaasan"},"content":{"rendered":"<p>Die 1980, in St. P\u00f6lten geborene Milena Michiko Flasar, Tochter einer Japanerin und einem \u00d6sterreicher, schildert in ihrem zweiten, 2010 bei Residenz erschienenen Buch, der Erz\u00e4hlung &#8220;Okaasan, meine unbekannte Mutter&#8221; in zwei Teilen, die sechsundf\u00fcnfzig, beziehungsweise, zweiundvierzig kurze Abschnitte haben, sehr poetisch,  mit nur sehr wenig Handlung und Chronologie, die Beziehungen von Franziska, einer, wie man erst sp\u00e4ter erf\u00e4hrt, achtundf\u00fcnzigj\u00e4hrigen kinderlosen Frau zu ihrer Mutter, beziehungsweise ihre Selbstfindung.<br \/>\nIm ersten Teil kommen viele Freunde vor, Richard, der Schriftsteller, der Schwierigkeiten mit seinem Vater hat, Georg, Judith, die Mutterlose, die die Ver\u00e4nderungen von Franziskas Mutter, die sich in den Alzheimer verliert, als erste bemerkt Christina, etc und Miyuki M, die Okasaan, die 1940 in einer kleinen japanischen Provinzstadt, als sechstes M\u00e4dchen geboren wurde, was deren Vater \u00fcberforderte.<br \/>\nDer Vater hat die Familie bald velassen und Miyuki, die Klavier, Chopin, spielen wollte, ist irgendwann zu Franziskas Vater nach Europa gekommen und hat sich nach dem Tod ihres Mannes immer mehr in sich und in die K\u00fcche zur\u00fcckgezogen und hat alles andere, was sie nicht brauchte, weggeben.<br \/>\nSehr poetisch und gleichzeitig sehr fremd schildert Milina Michiko Flasar, die Alzeiheimerkrankheit, die Franziska zuerst veranla\u00dft, die Mutter zu sich zu nehmen und f\u00fcr sie zu entscheiden und sp\u00e4ter in ein Pflegeheim zu geben, sie, die nur ein Wort Japanisch spricht, versucht der ver\u00e4nderten Mutter n\u00e4herzukommen und bricht nach ihrem Tod, im zweiten Teil des Buches nach Indien in einem Ashram auf, um dort, Amma, die \u00dcbermutter zu finden.<br \/>\nIm Flugzeug sitzt sie neben einem Krishna, einer Gottheit und erz\u00e4hlt ihm aus Angst vor Zudringlichkeiten, sie w\u00fcrde Alina von Grottenstein hei\u00dfen und vier Kinder haben.<br \/>\nIm Ashram ist die Amma da nicht da und Franziska mu\u00df ihren Weg, bei den Gottesdienstes, der unentgeltlichen Arbeit f\u00fcr die anderen, etc, selber finden.<br \/>\nGelegentlich nimmt sie sich mit Roberto, einem anderen Suchenden eine Auszeit, raucht mit ihm eine Zigarette und kehrt noch bevor die Amma zur\u00fcckkehrt zu der Wurzel ihres Leidens, der Abtreibung, die sie mit zwanzig bei dem Kind von Erich hatte, zur\u00fcck, vergibt das Erich und sich selbst, so da\u00df sie noch bevor die Amma wiederkommt, ihre Fluggesellschaft anrufen  und sich ein Ticket nach Tokyo, in das Land ihrer unbekannten Mutter bestellen kann.<br \/>\nSehr poetisch und geheimnisvoll, das zweite Buch der jungen Autorin, die mit ihrem dritten, bei Wagenbach erschienenen &#8220;Ich nannte ihn Krawatte&#8221;, voriges Jahr den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/27\/alpha-shortlist\/\" title=\"Alpha-Shortlist\">&#8220;Alpha-Literaturpreis&#8221;<\/a> bekommen hat, und die ich, daraus sowohl in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/18\/zuruck-aus-leipzig\/\">Leipzig<\/a> als auch in der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/12\/milena-michiko-flasar-und-festwocheneroffnung\/\"> Hauptb\u00fccherei<\/a> lesen h\u00f6rte.<br \/>\nDas ist bei Wagenbach erschienen und Michiko Milena Flasar ist damit ber\u00fchmt geworden und war, glaube ich, auf der dBp Longlist 2012., das erste Buch &#8220;ich bin&#8221; ebenfalls bei Residenz 2008 erschienen, handelt von einer gro\u00dfen Liebe.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1980, in St. P\u00f6lten geborene Milena Michiko Flasar, Tochter einer Japanerin und einem \u00d6sterreicher, schildert in ihrem zweiten, 2010 bei Residenz erschienenen Buch, der Erz\u00e4hlung &#8220;Okaasan, meine unbekannte Mutter&#8221; in zwei Teilen, die sechsundf\u00fcnfzig, beziehungsweise, zweiundvierzig kurze Abschnitte haben, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=24996\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-24996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24996\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}