{"id":24896,"date":"2013-10-23T21:52:16","date_gmt":"2013-10-23T19:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=24896"},"modified":"2013-10-23T21:52:16","modified_gmt":"2013-10-23T19:52:16","slug":"wenn-die-banken-fallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=24896","title":{"rendered":"Wenn die Banken fallen"},"content":{"rendered":"<p>Die Theodor Kramer Gesellschaft lud zur Buchpr\u00e4sentation in den Kassensaal der \u00f6sterreichischen Nationalbank, denn Karl Autschs 1968 erschienenes Buch &#8220;Wenn die Banken fallen &#8211; Zur Soziologie der politischen Korruption&#8221;, wurde neu aufgelegt, bzw. von  Alexander Emanuely und Brigitte Lehmann mit einem Vorwort von Ferdinand Lancina herausgegeben.<br \/>\nIch war schon einmal bei einer Buchpr\u00e4sentation in der Nationalbank vor zwei Jahren, als Peter Rosei sein Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/20\/geld\/\">&#8220;Geld&#8221;<\/a> vorstellte, auch jetzt ist das Thema passiend, wie Ewald Nowotny, der Gouverneur der Nationalbank, der er\u00f6ffnete, feststellte, erz\u00e4hlte, da\u00df er das Buch gern gelesen hat und es dann herborgte und nie mehr zur\u00fcckbekam und dann lautstark mahnte, da\u00df es nie mehr zu einer Bankenkrise kommen darf.<br \/>\nJa, die Bankenkrise ist ja irgendwie jetzt auch genau f\u00fcnf Jahre alt und damals kursierte im Internet und in meinen  noch sehr jungen Blog, ein <a href=\"http:\/\/www.sudelblog.de\/?p=378\">gef\u00e4lschtes Gedicht von Kurt Tucholsky<\/a>, das auch mit &#8220;Wenn die B\u00f6rsenkurse fallen&#8221; begonnen hat.<br \/>\nDas hat aber nur am Rande etwas damit zu tun, denn die Theodor Kramer Gesellschaft  besch\u00e4ftigt sich ja mit Exilforschung und der 1893 geborene Karl Autsch, der im Programm als  f\u00fchrender Sozialist j\u00fcdischer Herkunft beschrieben wurde, emigirierte auch 1937 nach England, vorher war er Redakteur der Arbeiterzeitung und hat im &#8220;Kleinen Blatt&#8221; geschrieben, seine Frau hat dort ebenfalls Kindergeschichten verfa\u00dft, Oscar Pollak hat ihn dann nach 1945 zur\u00fcckgeholt, wo er den Wirtschaftsteil der AZ aufbaute und dann einige B\u00fccher aus seinen Artikeln machte, dieses Buch schieb und 1976 starb.<br \/>\nDas Podium bestand aus Alexander Emanuely und Brigitte Lehmann, die ich von meinen Studtententagen kenne, weil sie die Schwester einer der Freundinnen, meiner Freundin Elfi ist, die den Lebenslauf von Karl Autsch erz\u00e4hlte, vorher erz\u00e4hlte noch Franz Hausjell etwas \u00fcber sein Studium, seine Zeit beim Extrablatt, die Exilforschung und, da\u00df Oscar Pollak, als er aus dem Exil zur\u00fcckgekommen ist und die Arbeiterzeitung \u00fcbernommen hat, zuerst einmal alle die von 1934 bis 1945 dort t\u00e4tig waren, hinausgeworfen hat.<br \/>\nHelene Schuberth von der Nationalbank erz\u00e4hlte, da\u00df das Buch von Karl Autsch sie zu einem \u00d6konomiestudium veranla\u00dft hat und etwas zu der Sitation der Zwanzigerjahre, dann kam der ehemalige Finanzminister Ferdinand Lacina und setzte fort.<br \/>\nDie Fragen aus dem Publikum wandten sich vor wiegend an Ferdinand Lacina und wollten wissen, ob die Banken Gesch\u00e4fte machen sollen?<br \/>\nDann gab es ein Buffet und das Buch verbilligt, statt um drei\u00dfig um vierundzwanzig Euro zu kaufen.<br \/>\nIch unterhielt mich mit Eva Brenner und Konstantin Kaiser, a\u00df ein paar Br\u00f6tchen und zwei kleine Obstt\u00f6rtchen und habe wieder einmal etwas aus der \u00f6sterreichischen Zwischenkriegszeit gelernt.<br \/>\nDie Arbeiterzeitung, das Kleine Blatt und die sozialistische Frau, hat es im Haushalt meiner Eltern ja gegeben und ich habe sie gelesen, solange sie existierten, jetzt gibt es das alles schon l\u00e4ngst nicht mehr. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Theodor Kramer Gesellschaft lud zur Buchpr\u00e4sentation in den Kassensaal der \u00f6sterreichischen Nationalbank, denn Karl Autschs 1968 erschienenes Buch &#8220;Wenn die Banken fallen &#8211; 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