{"id":24510,"date":"2013-10-13T16:13:10","date_gmt":"2013-10-13T14:13:10","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=24510"},"modified":"2013-10-13T16:13:10","modified_gmt":"2013-10-13T14:13:10","slug":"aus-frankfurt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=24510","title":{"rendered":"Nachrichten aus Frankfurt"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt also das gro\u00dfe literarische Event des deutschsprachigen Raums, die Frankfurter Messe, dort, wo die Gesch\u00e4fte, die Linzenzen und die Vertr\u00e4ge abgeschlossen werden, also etwas, was mich eigentlich nicht ber\u00fchrt und auch das Verlagsschauen liegt mir ja nicht sehr.<br \/>\nTrotzdem war ich zweimal dort, 2000 und 2002 und seit 2008 mit dem<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/14\/von-der-buchmesse\/\"> Laptop aus dem Wohnzimmer<\/a>, was ich, die literarisch Interessierte, die schreibende Frau, auch 2013 zu tun vorhabe, obwohl ich urspr\u00fcnglich die Woche mit den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/07\/oktoberplanung\/\" title=\"Oktoberplanung\">Recherchen<\/a> f\u00fcr das neue Buch verbringen wollte, das also auf die n\u00e4chste aufgeschoben und so fing es am Montag schon mit der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/08\/in-frankfurt-und-in-wien\/\" title=\"In Frankfurt und in\u00a0Wien\">Vergabe des deutschen Buchpreises <\/a>an, den es ja seit 2005 gibt und den ich dieses Jahr vielleicht ganz besonders intensiv verfolgte und auch die Blogs, die ich so lese, blieben davon nicht unber\u00fchrt. Wolfgang Tischer bloggt aus Frankfurt, Buzzaldrin ist dort und, da\u00df Brasilien heuer Gastland ist, habe ich auch  mitbekommen, bzw. mehr oder weniger zuf\u00e4llig aus den Buchbest\u00e4nden meiner Eltern heuer schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/25\/kakao\/\">Jorge Amados &#8220;Kakao&#8221;<\/a> gelesen, der ja, wie ich h\u00f6rte, Messe wegen, wieder entdeckt wurde.<br \/>\nAm Dienstag also die offizielle Er\u00f6ffnung mit der Rede eines brasilianischen Politikers, der, wie ich im Morgenjournal h\u00f6rt, ausgebuht wurde und eines brasilianischen Autors, als Gastredner namens Luiz Ruffaldo, der bejubelt wurde und statt Samba eine Architektur aus Graffitis im Gastpavillon.<br \/>\nAb elf gab es am Mittwoch dann das blaue Sofa, wo Wolfgang Herles, dessen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/12\/die-dirigentin\/\">&#8220;Dirigentin&#8221;<\/a> ich letztes Wochenende gelesen habe, die neue Buchpreistr\u00e4gerin Terezia Mora vorstellte, die erz\u00e4hlte, da\u00df sie Peter Esterhazy \u00fcbersetzte und f\u00fcr ihr &#8220;Ungeheuer&#8221;, unter dem die Depression zu verstehen ist, die Darius Kopps Frau befallen hat, einen Teil das Tagebuch der ungarischen Frau zuerst auf Ungarisch geschrieben hat. Danach kamen Michi Strausfeld, die eine Brasilienanthologie herausgegeben hat und Luiz Ruffaldo, die das Gastland vorstellten. Leon de Winter mit seinem Roman &#8220;Ein gutes Herz&#8221;, wo er den Rechtsradikalen Theo van Gogh zu seinen Schutzengel macht und der neue Hanser-Verleger Jo Lendle, der ja auch Autor ist und glaube ich, in Leipzig studierte, w\u00e4hrend bei 3-Sat die 1975 in San Paolo geborene Andrea del Fuego ihren Roman &#8220;Geschwister des Wassers&#8221; vorstellte und dabei \u00fcber den magischen Realismus diskutierte. So spielt das Wasser in ihrem Buch eine gro\u00dfe Rolle und eine Hauptfigur f\u00e4llt eines Tages in eine Kaffeemaschine oder Filter und kommt zwei Tage sp\u00e4ter mit andersfarbigen Augen von dort wieder heraus.<br \/>\nEinen Buchmessenblog gibt es wie bereits erw\u00e4hnt auch, Wolfgang Tischer bloggt daf\u00fcr und bevorzugt dabei naturgem\u00e4\u00df die neuen Medien, das E-Book und die Selbstpublisher, die diesmal ja, wie der Messedirektor betonte,  einen noch gr\u00f6\u00dferen Schwerpunkt bekommen haben. Martina Gercke f\u00e4hrt, glaube ich, auch hin.<br \/>\nEs bloggen aber auch die Shortlistnominierte Monika Zeiner und Thomas Glavinic, der auf der Longlist stand.<br \/>\nAlso alles sehr spannend und so werde ich wahrscheinlich aus dem fernen Frankfurt h\u00f6chstwahrscheinlich wieder einige Impulse bekommen, beziehungsweise B\u00fccher kennenlernen, die ich dann ein paar Jahre sp\u00e4ter vielleicht in den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/14\/adams-fuge\/\">Abverkaufskisten<\/a> oder in den offenen Schr\u00e4nken finden werde.<br \/>\nUnd da ich ein ziemliches Organisationstalent bin, habe ich am Mittwochvormittag w\u00e4hrend des Surfens die Fenster und die Wohnung geputzt und als ich dann entspannt dem blauen Sofa lauschen wollte, war der Livestream pl\u00f6tzlich weg, so da\u00df ich Brigitte Kronauer vers\u00e4umte und den livestream erst wieder bei der Vorstellung des popul\u00e4rsten Sachbuchs der Saison des Wei\u00dfrussen  Evgeny Morozov &#8220;Smarte Neue Welt&#8221;, der vor den Gefahren des Smartphones warnte, wiederfand.<br \/>\nDie Literaturwissenschaftlerin Maike Albath stellte in ihrem Rom-Buch, das dolce vita und die italienische Literatur an Hand von f\u00fcnf Autoren, wie Alberto Moravia und Elsa Morante vor. Dann kam noch einmal Terezia Mora auf das Sofa und unterhielt sich mit Barbara Wahlster \u00fcber die Zahl ihrer Interviews und die Verkaufszahlen, die jetzt nat\u00fcrlich angekurbelt wurden.<br \/>\nInzwischen wurde, wie ich auf www. buecher.at lesen und mich durch die Bildergalerie durchsehen konnte, der \u00d6sterreichstand er\u00f6ffnet.<br \/>\nDanach kam Clemens Meyer auf das blaue Sofa, von dem ich h\u00f6rte, da\u00df er am Montag sehr entt\u00e4uscht war, da\u00df er den dBP nicht gewonnen hat und zuletzt am Mittwoch noch Norbert Gstrein mit &#8220;Einer Ahnung vom Anfang&#8221;, womit wir wieder bei der<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/14\/long-list-thoughts\/\" title=\"Long-\u00a0List-Thoughts\"> Longlist<\/a> w\u00e4ren.<br \/>\nDann gings in die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/10\/sich-verlieren-sich-finden\/\" title=\"Sich verlieren \u2013 sich\u00a0finden\">&#8220;Alte Schmiede&#8221; zu den &#8220;Textvorstellungen&#8221;, das &#8220;Frankfurt-Feeling&#8221;<\/a> in Wien, wie Friedrich Hahn launig verk\u00fcndigte und nachdem ich dar\u00fcber bloggte, konnte ich mich bei den Twitternews noch \u00fcber die zahlreichen Parties in Frankfurt erkundigen, so feierten dort sowohl die \u00d6sterreicher und die &#8220;Suhrkamp-Party&#8221;, die von vielen angeblich ignoriert wurde, gab es auch, das ist nat\u00fcrlich etwas, was ich in Wien vers\u00e4umte, ein Glas Wein kann ich aber auch f\u00fcr mich trinken und au\u00dferdem brachte der Alfred Sushi nach Haus.<br \/>\nUnd wenn ich so schaue, da\u00df die Fachbesucherkarte achtundvierzig Euro kostet und die am Wochenende siebzehn, habe ich mir auch noch eine ganze Menge Geld erspart, f\u00fcr das ich mir eigentlich, ein paar B\u00fccher kaufen k\u00f6nnte, wenn es nicht ohnehin schon eine Leselise bist 2025 g\u00e4be, den den &#8220;Falter-B\u00fccherherbst&#8221; hat mir der Alfred aber auch mitgebracht.<br \/>\nAm Donnerstag war dann Marion Poschmann am blauen Sofa angek\u00fcndigt, so da\u00df ich mich fast freute, als meine zehn Uhr Klientin absagte, so da\u00df ich gut zurechtkommen sollte, allderdings gabs dann keine livestream, so da\u00df ich herumzappte, mir ein paar vers\u00e4umte Interveiws anh\u00f6rte, bis 3-Sat mit Iris Radisch, die ich ja als Bachmann-Kritikerin kenne, begann, die lange Jahre an einem Buch \u00fcber Camus geschrieben hat.<br \/>\nUm elf folgte bei 3-Sat Marion Poschmann, die Interviewspartner an den drei \u00fcbertragenden St\u00e4nden ARD, 3-Sat und blaues Sofa, wiederholen sich zum Gl\u00fcck und so konnte ich mir in der Zwischenpause am Sofa, das ich dann wiederfand, noch einmal Andrea del Fuego h\u00f6rte, die ihr Pseudonym erkl\u00e4rte.<br \/>\nUnd dann gehts nat\u00fcrlich an das Nobelpreisraten, der ja zu Mittag verk\u00fcndet wird, so da\u00df am Vormittag dar\u00fcber diskutiert wurde, ob es jetzt wirklich Haruki Murakami oder die k\u00fcnftige Friedenspreistr\u00e4gerin Swetlana Alexijewitsch werden wird? Reinhard Jirgl, habe ich gestern gelesen, steht neben Peter Handke auch irgendwo erw\u00e4hnt, was die deutschen B\u00fccherblogger, die an seinem Roman scheiterten, wahrscheinlich \u00e4rgern w\u00fcrde.<br \/>\nDanach konnte ich ein St\u00fcck des Interwievs zwischen Dennis Scheck und Hans Pleschinksi, den ich auch einmal auf einem blauen Sofa kennenlernte, zu seinem neuen Roman &#8220;K\u00f6nigsalle&#8221;, der mich auch sehr interessiert, h\u00f6ren, in dem es um die Beziehung von Thomas Mann und einem jungen Mann namens Klaus Heuser geht, den ich trotz meiner endlos langen Leseliste auch gern lesen w\u00fcrde. <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/literaturbeilagen-zur-buchmesse-wer-lobt-was-und-wer-was-nicht\/\">Malte Bremer bedauert im  literaturcafe.de<\/a> ja die, die Leselisen bis 2030 haben, aber man kann die B\u00fccher lesen wollen oder nicht und ich nehme es mir zumindestens vor.<br \/>\nDagmar Leupold, die mit &#8220;Unter der Hand&#8221; auch auf Longlist stand und von der ich auch noch ein Buch zu lesen habe, konne ich dann bei 3-Sat interviewt von Ernst A. Grandits kennenlernen.<br \/>\nDann habe ich bei den Namenprognosen des Vormittags wieder nicht gut aufgepasst und den Namen Alice Munro, einer 1931 geborenen kanadischen Autorin und Geschichtenerz\u00e4hlerin, an mir vor\u00fcberrinen lassen, weil ich von ihr noch nichts gelesen habe, den Namen aber, glaube ich, einmal von YuSophie h\u00f6rte und Anna Jeller hatte ihre B\u00fccher mal in ihrem Schaufenster stehen.<br \/>\nAlso wieder eine Neuentdeckung, vielleicht kommt mal ein Buch zu mir, inzwischen habe ich mir die Tweeds angesehen, wo der Hanser Verlag, der auf Alexijewitsch tippte, auf den Sekt sitzenblieb, es wird ihn schon jemand trinken, S. Fischer war aber vorbereitet und mir kann es sowieso egal sein, weil ich von allen drei Autoren noch nichts gelesen habe, der Murakami steht aber inzwischen mehrmals auf meiner Leseliste.<br \/>\nDann sollte ich vielleicht noch erw\u00e4hnen, da\u00df der wohl ber\u00fchmteste Brasilianer, n\u00e4mlich Paulo Coelho, auf der Buchmesse fehlt, weil der mit der Auswahl der geladenen Autoren nicht einverstanden war, physisch, symbolisch ist er wohl dort, denn es gibt einen Bus, der sein Konterfei tr\u00e4gt, der die Leute dort herumf\u00e4hrt und die anwesenden Experten f\u00fchlen sich bem\u00fc\u00dfigt \u00fcber den esoterischen Bestsellerautor die Nase zu r\u00fcmpfen.<br \/>\nUnd als ich nach der Nobelpreisverleihung fast eingeschlafen bin, habe ich um mir mir F\u00fc\u00dfe zu vertreten, schnell Milch eingekauft und mir beim &#8220;Wortschatz&#8221; ein anderes Bestsellerbuch, n\u00e4mlich den Weltbestseller &#8220;Der Schatten des Windes&#8221; von Carlos Ruiz Zafon geholt, den ich auch noch nicht kenne.<br \/>\nUnd n\u00e4chstes Jahr ist, wie man schon h\u00f6ren Kann, Finnland Gastland, bez\u00fcglich dessen Literatur ich ja auch noch einen Nachholbedarf habe.<br \/>\nDann stellte noch Maria Andrea Schenkel ihren neuen Krimi &#8220;T\u00e4uscher&#8221; auf dem blauen Sofa vor, der einen wahren Fall aus dem Jahr 1922 schildert und am Abend die Verleihung des Virenschleuererpreises, wo sich einmal der &#8220;Duftende Doppelpukt&#8221; und jetzt &#8220;We read Indie&#8221;, &#8220;Ihr Buch hat ein Gesicht&#8221; und andere beworben haben.<br \/>\nEin &#8220;Brasilienbuch&#8221; habe ich \u00fcrigens auch noch zu lesen, n\u00e4mlich Doris Kloimsteins Erz\u00e4hlband &#8220;Blumenk\u00fcsser&#8221;, die ja einige Jahre dort in einer Schule t\u00e4tig war.<br \/>\nDer Kultstar Boris Becker war Donnerstag auch Messegast und ein Model namens Daniela Katzenberger und in den Tweets las ich von den Unternehmungen die Nacht in den Messehallen zu verbringen, wo auf jeden dritten Stand die Wachm\u00e4nner vor ihren Laptops sitzen und Filme schauen.<br \/>\nUnd am Freitag gings  bei 3Sat mit Hannah D\u00fcbgens Debutroman &#8220;Strom&#8221;, die ja auch beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/07\/letztes-bachmannpreiskolloquium\/\">&#8220;Bachmannpreis&#8221; <\/a>gelesen hat, weiter.<br \/>\nDann kam der Historiker Clark Christopher auf das blaue Sofa und erkl\u00e4rte und, weil wir ja bald 2014 haben den ersten Weltkrieg neu und der Brasialer Paulo Lins hat ein Buch \u00fcber den Samba geschrieben und erkl\u00e4rte Wolfgang Herles, das der aus den Favelas stammt und Alina Bronsky, deren Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/02\/06\/im-scherbenpark\/\">&#8220;Scherbenpark&#8221;<\/a>, ja eine Zeit lang bei mir sehr prominent aufgerufen wurde und die jetzt Kinderb\u00fccher zu schreiben scheint, stellte eines bei 3Sat vor &#8220;Nennt mich einfach Superheld&#8221;, in der sie einen Jungen schildert, der sein Gesicht durch den Bi\u00df eines Kampfhundes verloren hat.<br \/>\nUm zw\u00f6lf kam dann <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/08\/axolotl-roadkill\/\">Helene Hegemann<\/a> auf das blaue Sofa, die ja mit &#8220;Ja zwei Tiger&#8221; vor kurzem ein neues Buch herausgegeben hat.<br \/>\nDann kam ein Literaturwissenschaftler mit einem Buch zur oder gegen die Transparentkontrolle um um halb zwei die neue Friedens- und nicht Nobelpreistr\u00e4gerin wei\u00dfrussische Autorin und Journalistin Swetlana Alexijewitsch mit ihrem Buch &#8220;Secondhandzeit&#8221;.<br \/>\nMatthias Politycki stellte bei 3 Sat sein neues Buch &#8220;Samarkand&#8221; vor, w\u00e4hrend ich meine 2014 B\u00fccher ins Badezimmer r\u00e4umte, um wieder Platz im Badezimmer zu bekommen und h\u00f6rt dann noch einmal Thomas Glavinic in seiner bekannten chalanten Art \u00fcber sein &#8220;Gr\u00f6\u00dferes Wunder&#8221; referieren.<br \/>\nVon Ghostwriter verfa\u00dfte Biografien ber\u00fchmter Personen gibt es nat\u00fcrlich auch und das Abwehren, bei der Diskussion, ob jetzt jeder ein Buch schreiben kann und soll, wo es doch schon so viele gibt.<br \/>\nDann kam der B\u00fcchnerpreistrager Friedrich Christian Delius mit seiner Rom-Erz\u00e4hlung &#8220;Die linke Hand des Papstes&#8221;, wo der Erz\u00e4hler den Papst in einer evangelischen Kirche trifft und auch \u00fcber eine P\u00e4pstin phantasiert wird und diskutierte mit Wolfgang Herles die italienische Korruption.<br \/>\nNach einem Musiker der ein Buch \u00fcber seinen Schlaganfall geschrieben hat, folgte <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/01\/herr-lehmann\/\">Sven Regener<\/a>, ebenfalls auch Musiker mit &#8220;Magical Mystery oder die R\u00fcckkehr des Karl Schmidt&#8221;, w\u00e4hrend bei 3 Stat <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/20\/wir-fliegen\/\">Peter Stamm<\/a> sein f\u00fcr den Raabe Preis nominierten Roman &#8220;Nacht ist der Tag&#8221; vorstellte, was mich wieder in Entscheidungsschwierigkeiten brachte und ich vom blauen Sofa zum 3-Sat Stand \u00fcberschwenkte und am Schlu\u00df kam Freitags noch Else Buschenheuer mit ihrem &#8220;Skandal-Schundroman&#8221; auf einem bi\u00dfchen h\u00f6heren Niveau &#8220;Zungenku\u00df mit Hy\u00e4nen&#8221; auf das blaue Sofa, bevor ich mit meiner gr\u00fcnen Mappe und dem gelben Buch zum <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/14\/wieder-einmal-schreibetreffen\/\" title=\"Wieder einmal\u00a0Schreibetreffen\">Schreibtreff<\/a> von Ruth und Robert ins Cafe Ludwig ging.<br \/>\nInteressant ist noch zu erw\u00e4hnen, da\u00df auff\u00e4llig viele Autoren, erkl\u00e4rten, da\u00df sie vier bis sechs Jahre an ihrem Buch geschrieben h\u00e4tten, etwas was ich mir gar nicht vorstellen kann und eigentlich auch nicht will, aber offenbar bin ich da nicht im Trend und die blauen Sofa-Autoren viel viel langsamer als ich, ob das wohl ein Qualit\u00e4tsmerkmal ist oder sein soll?<br \/>\nAllerdings sagte Else Buschenheuer dann auch noch, da\u00df ihre Texte immer k\u00fcrzer werden, was ebenfalls auf mich zutrifft, aber die neue Nobelpreistr\u00e4gerin hat den Preis ja auch f\u00fcr ihre Shortstories begonnen.<br \/>\nIn der Schreibegruppe, in der wir diesmal wieder zu sechst waren, haben wir dann zuerst einmal ganz pragmatisch einen Haufen Themen aufgelistet, von Hamlet und Theater, \u00fcber Frankfurt, zum Lebenslauf, schwimmen, zusammen und vielleicht noch ein paar um uns dann aus Schwimmen zu einigen. Ich habe keine Themen eingebracht, sondern war offen f\u00fcr alles, ging es mir ja wieder darum, ein St\u00fcckchen an meinem Romanprojekt weiterzuschreiben, bevor ich in die echte Schreibephase kommen. So passte sowohl schwimmen als auch Theater ganz gut und dann fuhr die Renate, Barabara Haydns Mutter, nach ihrem Studienabschlu\u00df f\u00fcr eine Woche nach Bibione, das hei\u00dft sie stoppte mit ihrer Freundin hin und mitgenommen, habe sie die drei <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/16\/f-wie-verfremdet\/\" title=\"F wie\u00a0Verfremdung\">Wohlfort Br\u00fcder<\/a> und dann gehen sie gemeinsam schwimmen. Sie h\u00e4tten auch ins Theater gehen k\u00f6nnen und ich habe mir mitgenommen, im Roman auch einen Renate Strang einzubauen, so da\u00df das Ganze nicht nur in der Gegenwart sondern auch noch zwanzig Jahre fr\u00fcher spielen wird.<br \/>\nUnd der Hotlistpreis wurde inzwischen auch vergeben und ist an ein f\u00fcr mich v\u00f6llig unbekanntes Buch, n\u00e4mlich an &#8220;Die Manon Lescout von Turdej&#8221; aus dem Weidle Verlag gegangen. Mal sehen, ob ich von ihm noch einmal etwas h\u00f6re.<br \/>\nAm Samstag haben sich dann die Pforten, wie Wolfgang Tischer so treffend formulierte, die Pforten f\u00fcr das allgemeine Lesepublikum aber auch die Cosplayer ge\u00f6ffnet und ich bin mit dem Alfred in das Gartenhaus am Almweg gefahren und haben mit der Anna und dem Andy den Garten ausgeschnitten und auf der Sophienalpe   ein sp\u00e4tes Mittagessen gehabt<br \/>\nDadurch habe ich nat\u00fcrlich die Sessions auf dem blauen Sofa vers\u00e4umt, macht ja nichts, habe ich gedacht, l\u00e4\u00dft sich ja in der Mediathek nachholen.<br \/>\nDann kam ich die letzten f\u00fcnf Minuten noch zurecht, um Andrea Stolls &#8220;Bachmannbiografie&#8221; zu h\u00f6ren. Richtig, es j\u00e4hrt sich ja bald der vierzigste Todestag und der Moderator vermutete, wie ich hoffe, unrichtig, den Bachmannpreis kennt jeder, die Ingeborg Bachmann nicht. Er wollte dann noch von den blauen Sofa Publikum wissen, wer die die Gruppe 47 kennt, aber die dort sa\u00dfen waren warhscheinlich die literarisch Interessierten und zeigten auf.<br \/>\nIch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/07\/letztes-bachmannpreiskolloquium\/\">kenne<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/11\/30\/herzzeit\/\">alle<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/02\/mythos-bachmann\/\">drei<\/a> und hatte danach eine Weile Schwierigkeiten, die Portraits im Archiv zu finden.<br \/>\nSonst waren sie immer nach ein paar Stunden da, jetzt fehlten sie, so habe ich mir das &#8220;Andere blaue Sofa Buchmessen-Spezial&#8221;, Wolfgang Herles \u00fcber die Buchmesse geht und dann noch ein &#8220;Aspekte-Buchmessen- Portrait&#8221; angeschaut und habe dann doch noch die Sofas-Portraits gefunden und mir die von Martin Walser, R\u00fcdiger Safransky \u00fcber seine Goethe-Biografie und Michael Kr\u00fcger, der sich positiv \u00fcber das Internet und das Selbstpushling \u00e4u\u00dferte, obwohl er als Verleger f\u00fcnfundsechzigtausend Manuskripte abgelehnt hat, den Schulen mehr Lesen verordnen w\u00fcrde und ein Gedicht namens &#8220;Urheberecht&#8221; vorlas, angesehen.<br \/>\nSpannend war dann auch das Video \u00fcber den Aspekte-Literaturpreistr\u00e4ger Eberhard Ratgeb und sein Buch &#8220;Kein Paar wie wir&#8221; und dann am Sonntag fand um elf die Verleihung des Friedespreis in der Paulskirche an Swetlana Alexijewitsch statt. ZDF zeichnete den livestream mit, war aber heuer leider im nicht deutschen Ausland nicht verf\u00fcgbar, so da\u00df ich mich weiter auf den blauen Sofa Livestream und Videos beschr\u00e4nken mu\u00dfte und da gab es nat\u00fcrlich bei den drei\u00dfigtausend B\u00fcchern, die in diesen B\u00fccherherbst erschienen sind,  einiges Interessantes.<br \/>\nSo hat Jutta Ditfurth ein Buch \u00fcber ihren Onkel, den Baraon B\u00f6rries von M\u00fcnchhausen, 1874-1945, ein ber\u00fchmter Nazi und Balladendichter, den Marcel Reich-Ranicki trotzdem in seinen Kanon aufgenommen hat, geschrieben.<br \/>\nEin Buch \u00fcber die Flakhelfer, wie Siegfried Lenz und Dieter Hillebrandt, deren NDSAP-Aufnahmeansuchen man nun gefunden hat, gibt es auch und eine neue Biografie \u00fcber Adolf Hitler.<br \/>\nMan sieht was die Leute lesen wollen oder sollen und Thomas Glavinic, der die Messe inzwischen schon wieder verlassen hat, fordert in seinem Messeblog die Leute auf, seine B\u00fccher zu kaufen, damit er weiterschreiben die Buchhandlungen bestehen k\u00f6nnen.<br \/>\nLiterarisch gab es eine Begegnung mit Andreas Eschbachs &#8220;Todesengel&#8221;, von dem ich &#8220;Perfect Copy&#8221; auf der 2014 Leseliste und schon in meinem Badezimmer habe und Peter H\u00e4rtling, der demn\u00e4chst achtzig wird und sich in seinen zwei neuen Erz\u00e4hlungen &#8220;Echo&#8221; mit dem letzten Buch, das man schreibt, auch eine interessante Idee, auseinandersetzt und Ze do Rock, auch ein Brasilianer, der ja heuer in Frankfurt gelesen hat, schlo\u00df die Lesereise auf dem blauen Sofa ab.<br \/>\nMir raucht der Kopf, ist doch wiedermal ein sehr intensives <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/16\/die-nacht-der-lichter\/#comments\">Buchmessensurfing<\/a> zu Ende, das mir von meinem rotengemusterten Wohnzimmersofa aus, immer sehr viel Spa\u00df macht und ich B\u00fccher kennenlerne, die ich vielleicht sp\u00e4ter mal in den K\u00e4sten oder Abverkaufskisten finde und wenn jetzt einer meiner Leser wieder meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/13\/der-winter-tut-den-fischen-gut\/#comments\">Buchmessenbewertung<\/a> wissen will.<br \/>\nIch habe keine, als ich das letzte Mal live dort gewesen bin, ist es mir zu teuer gewesen und es hat mich auch ge\u00e4rgert, da\u00df ich am &#8220;Fischer Stand&#8221; kein Wasser bekommen habe, auf dem Wohnzimmersofa sind die vielen Eindr\u00fccke sicher sehr interessant und staunen tue ich inzwischen schon \u00fcber die \u00fcbervolle B\u00fccherzahl, die da geschrieben und pr\u00e4sentiert wird. Die ber\u00fchmten Autoren, was auch f\u00fcr Schneider, Schauspieler oder Sportler gelten kann, sitzen auf dem blauen Sofa, Boris Becker wird gefilmt und von seinen Bodyguards begleitet und die vielen erfolglosen Autoren, rennen mit ihren B\u00fcchern herum und versuchen sie, wie Wolfgang Tischer, ein wenig ironisch beschrieb, irgendwo aufzulegen und inzwischen gibt es offenbar auch viele Selbstpublisherst\u00e4nde, die nicht nur mehr bel\u00e4chelt werden, also f\u00fcr B\u00fcchermenschen etwas durchaus Tolles, also fein, da\u00df es das gibt.<br \/>\nMorgen gehts dann ins Literaturhaus zur Schweizer-Buchpreislesung und am Dienstag in die Gr\u00fcnangergasse zur Buch-Wien-Pressekonferenz und dort werde dann ich herumlaufen und versuchen Kontakte zu kn\u00fcpfen, Leute zu treffen und wenn es geht nicht zu viele B\u00fccher nach Hause zu bringen oder, aber das meine ich, wie meine Leser wissen werden, wahrscheinlich nicht ganz ernst. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt also das gro\u00dfe literarische Event des deutschsprachigen Raums, die Frankfurter Messe, dort, wo die Gesch\u00e4fte, die Linzenzen und die Vertr\u00e4ge abgeschlossen werden, also etwas, was mich eigentlich nicht ber\u00fchrt und auch das Verlagsschauen liegt mir ja nicht sehr. 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