{"id":23574,"date":"2013-08-23T14:18:33","date_gmt":"2013-08-23T12:18:33","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=23574"},"modified":"2013-08-23T14:18:33","modified_gmt":"2013-08-23T12:18:33","slug":"marktbesuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=23574","title":{"rendered":"Marktbesuch"},"content":{"rendered":"<p>Am Sonntagabend als wir gerade nach Wien fahren wollten, weil Alfreds WU ja in den Prater \u00fcbersiedelt und er vor Ort sein mu\u00dfte, bekam ich ein Mail von Robert Eglhofer, dem pensionierten Englischlehrer, St. P\u00f6lten-Stadtf\u00fchrer, GAV-Mitglied und Teilnehmer bei Ruth Asp\u00f6cks Dichterradkarwane 2007 von Wien nach Bamberg, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/05\/etceterainterwiew-und-mit-sprache-unterwegs\/\">LitGes-Viezeobmann<\/a>, war er kurzfristig auch, der mir seine Eindr\u00fccke zur diesj\u00e4hrigen Frequency schickte und mich dann sp\u00e4tnachts oder eigentlich schon fr\u00fchmorgens in Wien zu einer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/19\/noch-ein-stadtschreibertext\/\">Wiederholungstat<\/a> anregte, denn eigentlich habe ich ja schon 2009 und 2010 \u00fcber die Frequency geschrieben und seither hat sich nicht wirklich was ge\u00e4ndert.<br \/>\nEs kam dann noch ein Mail vom Robert, da\u00df wir uns, wenn das Wetter wieder sch\u00f6n ist, ja am Donnerstag oder Freitag in St. P\u00f6lten treffen k\u00f6nnten.<br \/>\n&#8220;Kennt Ihr schon den Freitagsmarkt vor der Josefskirche?&#8221; hat er geschrieben.<br \/>\nKannte ich nicht, aber am Donners<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/05\/achtzig-rohseiten\/\" title=\"Achtzig\u00a0Rohseiten\"><\/a>tag und Freitag bin ich ja alleine in meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/30\/sommerfrischen-stadtschreibwerkstadt\/\" title=\"Sommerfrischen-Stadtschreibwerkstatt\">Sommerfrische<\/a> und am Samstag treffe ich den Alfred regelm\u00e4\u00dfig am Markt am Domplatz zum W\u00fcrstlessen.<br \/>\n&#8220;Gut, Samstag um zehn!&#8221;, hat er vorgeschlagen. Aber diesmal ist alles anders, denn die WU ist in den Prater \u00fcbersiedelt und dort ist offenbar noch eine Baustelle, in der gar nichts klappt und wir sind ja heuer nicht auf Urlaub gefahren, weil der Alfred vielleicht am Samstag arbeiten mu\u00df. Was dieses Wochenende der Fall ist.<br \/>\n&#8220;Ich kann auch am Freitag!&#8221;, habe ich am Mittwoch zur\u00fcckgeschrieben und bin nachdem der Alfred nach Wien gefahren ist, zum <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/21\/spaziergang-zum-no-pressehaus-und-anna-jellers-facebookseite\/\">N\u00f6-Pressehaus<\/a> hinausgefahren, denn nachdem mein &#8220;Dreizehn Kapitel-Rohkonzept&#8221; fertig ist und ich da nur mehr korrigieren mu\u00df, kann ich mich ja wieder meinem selbsterw\u00e4hlten St-P\u00f6ltener-Stadtschreiberauftrag widmen und den Rest der Woche ein paar diesbez\u00fcgliche Artikel schreiben. Der Markt vor der Josefskirche ist auch sicher interessant.<br \/>\nAls wir am Dienstag nach Harland gefahren sind, hat mir der Alfred schon den Weg gezeigt, wie ich von Harland in die Josefsstra\u00dfe komme und so habe ich am Mittwoch ein &#8220;Residenz-Portrait&#8221; gegeben, bin am Donnerstag nach Ochsenburg gefahren und am Abend zur Seedosen-Telefonzelle, weil ich von der Anna noch einmal einen ordentlichen Schwung B\u00fccher hatte, darunter ein sehr dicke englischen Enzykldp\u00e4die f\u00fcr Kinder und heute nach neun in Richtung Josefsstra\u00dfe aufgebrochen.<br \/>\nDer Robert hat mir zwar geschrieben, da\u00df er mich doch lieber am Samstag vor dem Dom treffen will, aber der Stadtschreibertrieb lockte und so bis zum Steg in Stattersdorf die Traisen entlanggefahren, dort die Roma teilweise bis zum Bauch im Wasser stehen sehen, um in die blauen M\u00fclls\u00e4cke alles was im Wasser lag hineinzustopfen, damit die Traisen doch nicht zu nachhaltig verschmutzt, den Sprazener-Kirchenweg hinunter und bei der Josefsstra\u00dfe herausgekommen, wo ich schon die wei\u00dfe schlanke Kirche sah und mich  nach einem Fahrradst\u00e4nder umsah und nach einem Bankerl, wo ich mich mit meinen Notizblock hinsetzen und meine Beobachtungen aufnotieren konnte.<br \/>\nBeides war nicht sehr leicht zu finden. Denn die Bankerln, die es auf dem Platz vor der Kirche gab, wiesen alle in die Gegenrichtung und ob das, wo ich n mein Rad abstellte, ein Fahrradst\u00e4nder oder eine Baumst\u00fctze war, habe ich nicht herausgefunden.<br \/>\nEin paar Standeln gab es aber zu sehen. Den &#8220;Enner&#8221;, wo der Alfred immer Milch und Joghurt kauft, ein paar der Gem\u00fcseh\u00e4ndlerinnen und die, die Wein verkauften kannte ich und eine Bude, die Trockenfr\u00fcchte, wie am Naschmarkt anbietet, was es am Samstag nicht gibt, gab es auch.<br \/>\nInsgesamt keine zehn St\u00e4nde. \u00dcber was soll ich da berichten?, dachte ich ein wenig ratlos, als ich einen Platz f\u00fcr mein Rad gefunden hatte.<br \/>\nDas Flair vom Domplatz, wo sich die Szene am Samstag bei Wein, Bier und W\u00fcrstln trifft und jeder jeden kennt, scheint zu fehlen. Hier waren nur ein paar \u00e4ltere Frauen zu sehen und so bin ich erst einmal die Mariazeller Stra\u00dfe, ein St\u00fcck hinuntergegangen, um beim &#8220;Lidl&#8221;, den es dort gibt, einen Caffe Latte und ein Croissant zu kaufen und habe mich damit auf eine Bank gesetzt, wo ich vor mir ein Tapetengesch\u00e4ft, rechts die Verk\u00e4ufer der Trockenfr\u00fcchte sehen sonnte, w\u00e4hrend hinter mir die Standler ihre Wein- und Gem\u00fcsekisten verluden.<br \/>\nEin Mann in einer roten &#8220;Novotel-Weste&#8221; kam mit seinen Eink\u00e4ufen und schwang sich auf ein Motorrad mit einer Melker Nummer und ich habe herausgefunden, da\u00df der Platz auf dem ich mich befand, Pater Paulus Platz, nach dem ersten Pfarrer der Josefskirche Paulus W\u00f6rndl, der dort von 1925 bis 1939 Pfarrer war und 1934 in Brandenburg von der Gestapo hingerichtet wurde, hei\u00dft. Zu seinem f\u00fcnfzigsten Todestag wurde eine Tafel an der Kirche angebracht, die ich, als das Croissant gegessen war, entdeckte und dabei einen der Standler &#8220;Der Verleger san Sie!&#8221;, ausrufen h\u00f6rte, wo ich mich nat\u00fcrlich promt umschaute, aber keinen mir bekannten Verleger erblicken konnte. Nur ein paar Frauen, die Paprika und Kohlrabi kauften, so da\u00df ich eine Runde zur Josefsstra\u00dfe bis zur Grillparzerstra\u00dfe machte und die Tafel vor dem dortigen Schulgeb\u00e4ude las, da\u00df diese von 1909 bis 1911 vom B\u00fcrgermeister Otto Eybner, der glaube ich, der Vater oder Bruder von dem  Burgschauspieler  war, errichtet wurde.<br \/>\nDann ging ich bis zur Maria-Theresienstra\u00dfe hinunter und durch eine Wohnanlage, wo sich auch Maria Theresia Kindergarten befindet zur Josefsstra\u00dfe zur\u00fcck und lief dort fast in einen geldz\u00e4hlenden Mann hinein.<br \/>\nDie Josefsstra\u00dfe hinunter bis zum Eissalon &#8220;Venecia&#8221;, wo eine wahrscheinlich t\u00fcrkische Frau mit Kopftuch und langen Mantel stand und auf ihr Kind wartete, das sich ein Eis holte. Die Kranzbichlerstra\u00dfe von der ich hergekommen bin, ist eine Baustelle, wenn man sie  bis zur Mariazeller Stra\u00dfe hinuntergeht kommt man am Pfarrheim St. Josef vorbei und wieder zum Markt zur\u00fcck.<br \/>\nEtwa eine halbe Stunde hat mich das besch\u00e4ftigt. Ich wei\u00df nicht, was mir der Fremdenf\u00fchrer alles gezeigt und erkl\u00e4rt h\u00e4tte, morgen um zehn vor dem Domplatz kann ich ihn das fragen und so habe ich mein Rad genommen und bin am St\u00e4dtischen Bad, das Wetter bedingt diesmal nicht so bev\u00f6lkert war, wieder an die Traisen und nach Harland zur\u00fcckgefahren, um demn\u00e4chst vielleicht wieder, um f\u00fcr die Schwiegermutter Medikamente zu besorgen in die Spratzener &#8220;Rosen-Apotheke&#8221; aufzubrechen und hier f\u00fcr alle St. P\u00f6lten Interessierten, die Links zu meinen heurigen Stadtschreibertexten: <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/11\/das-schone-kleine-stadtschreiberbuch\/\">1<\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/17\/st-poltens-bucher\/\"> 2<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/20\/niederosterreichs-literatur-im-aufbruch\/\">3<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/23\/samstag-in-st-polten-stadtschreibertext\/\">4<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/25\/st-polten-burgermeisterspezialfuhrung\/\">5<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/19\/noch-ein-stadtschreibertext\/\">6<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/21\/spaziergang-zum-no-pressehaus-und-anna-jellers-facebookseite\/\">7<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntagabend als wir gerade nach Wien fahren wollten, weil Alfreds WU ja in den Prater \u00fcbersiedelt und er vor Ort sein mu\u00dfte, bekam ich ein Mail von Robert Eglhofer, dem pensionierten Englischlehrer, St. P\u00f6lten-Stadtf\u00fchrer, GAV-Mitglied und Teilnehmer bei Ruth &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=23574\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-23574","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23574","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23574"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23574\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23574"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23574"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23574"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}