{"id":22905,"date":"2013-07-26T00:53:27","date_gmt":"2013-07-25T22:53:27","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=22905"},"modified":"2013-07-26T00:53:27","modified_gmt":"2013-07-25T22:53:27","slug":"sommertochter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=22905","title":{"rendered":"Sommert\u00f6chter"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/13\/sommerbucher\/\">Sommerbuch<\/a>, das ich mir halbgelesen von Wien nach Harland mitgenommen habe, n\u00e4mlich den Debutroman &#8220;Sommert\u00f6chter&#8221;, 2012 bei Dumont, der 1985 geborenen Lisa-Maria Seydlitz, den<a href=\"http:\/\/buzzaldrins.wordpress.com\/2013\/02\/20\/sommertochter-lisa-maria-seydlitz\/\"> Buzzaldrin<\/a>, glaube ich, im Februar auf ihren Blog besprochen habe, im M\u00e4rz oder so, kurz nachdem ich mir &#8220;geschworen&#8221; habe mir nie wieder ein Buch zu kaufen, auch wenn es nur einen Euro kostet und ich meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/28\/bucherbeschrankung\/\">&#8220;B\u00fccherbeschr\u00e4nkungspl\u00e4ne&#8221;<\/a> auf meinen Blog bekanntgegeben habe, habe ich es dann in der kleinen Buchhandlung auf der Lerchenfelderstra\u00dfe um einen Euro liegen sehen, die verkaufen, glaube ich gelegentlich Rezensionsexemplare, habe meine Schwur gebrochen und es auf die Leseliste gesetzt und weil ein Buch namens &#8220;Sommert\u00f6chter&#8221; in den Sommer passt habe ich das Lesen vorgezogen.<br \/>\nLisa-Maria Seydlitz war 2008 Stipendiatin beim Klagenfurter Literaturkurs, hat in Hildesheim das kreative Schreiben studiert und hat nat\u00fcrlich eine entsprechend kunstvolle, Sprache mit der sie ihre Debutgeschichte \u00fcber das &#8220;Alleinesein&#8221;, wie im Klappentext steht, erz\u00e4hlt.<br \/>\nKurze Abschnitte sind es, in denen die Ich-Erz\u00e4hlerin Juno, eine junge Frau, wahrscheinlich so alt, wie die Autorin, von ihrer Kindheit mit dem Vater und der Mutter, die nie sehr viel zusammen waren und die Tochter offenbar getrennt aufzogen, die Mutter hat eine Buchhandlung in der sie f\u00fcr ihre Kunden kocht, der Vater geht inzwischen mit Juno spazieren, erz\u00e4hlt. Der Vater ist auch viel weg, obwohl Juno nicht genau wei\u00df welchen Beruf er hat, es gibt einen Urlaub in Frankreich, der von seinen Reisen dort auch Marmeladen, Fische und andere Souveniers mitbringt.<br \/>\nDann wird der Vater krank, schlie\u00dflich stirbt er, die Mutter zieht mit Juno aus dem Haus aus, geht sp\u00e4ter wieder eine Beziehung ein, bekommt die Tochter Anna.<br \/>\nIn kleinen sorgf\u00e4ltig erz\u00e4hlten Abschnitten entwirft Lisa-Maria Seydlitz diesen Handlungsstrang, dann gibt es noch einen zweiten, der mit den Kindheitserinnerungen abgewechselt wird.<br \/>\nJetzt ist Juno erwachsen und bekommt eines Tages einen Brief aus Frankfurt mit einem Polaroidfoto von einem Haus und der Aufforderung, da\u00df sie sich darum k\u00fcmmern soll.<br \/>\nJuno f\u00e4hrt mit dem Fahrrad zu der Mutter, die verh\u00e4lt sich eher abweisend, gibt Juno aber doch einen  Schl\u00fcssel und so f\u00e4hrt sie in die Bretagne. H\u00e4lt dort bei einem Cafe um &#8220;Moules frites&#8221; zu essen, dann kommt sie zu dem Haus und sieht, es ist bewohnt. Sachen liegen drin herum und es gibt sogar einen Fisch in der Pfanne. Dann kommt Julie, das ist die Studentin, die Juno schon als Kellnerin in dem Cafe, wo sie die Fritten a\u00df, kennenlernte.<br \/>\nDie sagt, sie w\u00e4re in das Haus eingestiegen, weil man das so macht und hat schon mehrere Sommer hier verbracht. Sp\u00e4ter stellt sich heraus, sie hat auch einen Schl\u00fc\u00dfel. Und im Nachbarhaus lebt ein Architekt namens Jan, der offenbar einmal ein Verh\u00e4ltnis zu Julie hatte und jetzt eines mit Juno beginnt. Die Besitzerin von dem Cafe, Camille taucht auf und nach und nach stellt sich heraus, Julie ist Junos Schwester, der Vater hatte bevor er krank geworden ist, eine Beziehung in Frankreich und den Brief hat Camille Juno geschickt. Und Julie bzw. deren Mutter, hat ihren Schl\u00fc\u00dfel von Junos Mutter nach dem Tod des Vaters geschickt bekommen. Die drei Jan, Julie, Juno verbringen den Sommer in dem Haus und feiern Sommerfeste. Im n\u00e4chsten Fr\u00fchling kehren sie dann zur\u00fcck, um das Haus zu renovieren und werden dort wohl eine Weile zusammenbleiben&#8230;<br \/>\nDer Roman wurde von der Kritik wegen seiner sch\u00f6nen Sprache, glaube ich, sehr gelobt, mir war er vielleicht ein wenig zu abgehackt und wohl auch zu k\u00fcnstlich sch\u00f6n  konstruiert. Die Sprache Hildesheim ist zu sp\u00fcren, w\u00fcrde ich sagen und deshalb bin ich vielleicht nicht so richtig warm damit geworden, obwohl es sch\u00f6ne Bilder darin gibt und das mit der musikalischen Sprache wahrscheinlich auch stimmt.<br \/>\nMal sehen, ob ich von der jungen Autorin noch einmal etwas h\u00f6re, ob sie in Klagenfurt lesen oder weitere B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen und auf diversen Buchpreislisten stehen wird&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein Sommerbuch, das ich mir halbgelesen von Wien nach Harland mitgenommen habe, n\u00e4mlich den Debutroman &#8220;Sommert\u00f6chter&#8221;, 2012 bei Dumont, der 1985 geborenen Lisa-Maria Seydlitz, den Buzzaldrin, glaube ich, im Februar auf ihren Blog besprochen habe, im M\u00e4rz oder &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=22905\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-22905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22905\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}