{"id":22581,"date":"2013-07-17T00:50:49","date_gmt":"2013-07-16T22:50:49","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=22581"},"modified":"2013-07-17T00:50:49","modified_gmt":"2013-07-16T22:50:49","slug":"all-you-can-read","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=22581","title":{"rendered":"All you can read"},"content":{"rendered":"<p>Weil ich B\u00fccher \u00fcber B\u00fccher liebe, habe ich im Vorjahr zugegriffen, als auf dem Abverkaufsstapel bei &#8220;Thalia&#8221; in St. P\u00f6lten Nick Hornby &#8220;All you can read &#8211; B\u00fccher die ich kaufe &#8211; B\u00fccher die ich lese&#8221;, lag. Das war dann zweite B\u00fccherbuch meiner heurigen Leseliste, habe ich ja schon Kurt <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/08\/fur-reife-leser\/\">Bracharz &#8220;F\u00fcr reife Leser&#8221;<\/a> im April gelesen und bin jetzt ein bi\u00dfchen entt\u00e4uscht. Weil wieder nicht sehr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/09\/entweder-olga\/\">viel verstanden<\/a>, dabei handelt es sich um keinen experimentellen Text und bei B\u00fccher kenne ich mich ja aus, sollte man meinen. Wie man sich t\u00e4uschen kann!<br \/>\nWenn ein englischer Autor in der englischen Zeitschrift &#8220;Believer&#8221; eine Kolumne hat, in der er von 2005 bis 2006  \u00fcber die B\u00fccher die er las und die er kaufte, schreibt und das Buch die Fortsetzung von einem anderen, n\u00e4mlich &#8220;Mein Leben als Leser&#8221; ist, kann sich sogar eine so Bibliophile, wie ich, schwer tun, noch dazu, da die angegebenen B\u00fccher mal auf Deutsch, meistens aber auf Englisch zitiert werden.<br \/>\nUnd ich lese ja vorwiegend deutsche bzw. \u00f6sterreichische Gegenwartsliteratur. Sicher, von einigen B\u00fcchern, sie werden zu Beginn von jeden der vierzehn Kapiteln bzw. Kolumnen angef\u00fchrt, habe ich schon etwas geh\u00f6rt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/25\/exit-ghost\/\">Philip Roth<\/a> ist mir nat\u00fcrlich ein Begriff und Bob Dylan auch.  Andrej Kurkows &#8220;Picknick auf dem Eis&#8221; habe ich gelesen, trotzdem macht es einer, behaupte ich mal, der 1957 geborene Autor in der Art und Weise, wie er da l\u00e4ssig \u00fcber die B\u00fccher, die er las, bzw. kaufte, schreibt, nicht leicht, denn er wirft sehr schnoddrig ein paar S\u00e4tze dar\u00fcber hin, erz\u00e4hlte meist etwas anderes, schimpft \u00fcber die Zeitschrift f\u00fcr die er arbeitet, erz\u00e4hlt von  seinem Schwager Robert Harris und \u00fcber die B\u00fccher erf\u00e4hrt man nicht so besonders viel.<br \/>\nIn der Einleitung steht aber etwas \u00fcbers Lesen, was ich mir selbst schon dachte und das mich neugierig machte.<br \/>\n&#8220;Machen wir uns nichts vor. Das Buch buhlt um unsere Aufmerksamkeit und hat dabei starke Gegner. Wir m\u00fcssen uns immer h\u00e4ufier zwischen Playstation, CD-Player, Kino, Fu\u00dfballstadion und Literatur entscheiden.&#8221;<br \/>\nWir erinnern uns, Nick Hornby ist ein begnadeter Fu\u00dfballfan. Sein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/10\/lesen-und-schreiben-personlich\/\">&#8220;Fever Pitch&#8221;<\/a> war einmal Gegenstand der &#8220;Eine Stadt- ein Buch Aktion&#8221;, da habe ich mir mit dem Lesen auch nicht leicht getan, aber  Fu\u00dfball interessiert mich nicht, w\u00e4hrend das bei B\u00fcchern anders ist.<br \/>\n\u00dcbrigens habe ich von Nick Hornby auch noch &#8220;How to be good&#8221;, als H\u00f6rbuch konsumiert und da habe ich mir  leichter getan.<br \/>\nEs geht also los und was ist mir, die ich ja eigentlich auch eine reife Leserin bin, h\u00e4ngengeblieben?<br \/>\nIn der ersten Kolumne wird \u00fcber die Zeitschrift &#8220;Believer&#8221; hergezogen und  Philip Roths &#8220;Verschw\u00f6rung gegen Amerika&#8221;  mit &#8220;Chronicles&#8221; von Bob Dylan verglichen. Auf der B\u00fccherliste stehen dann noch B\u00fccher von Tom Wolfe &#8220;Ich bin Charlotte Simmons&#8221; und andere, die ich nicht kenne.<br \/>\nBei Nummer 2, geht es um B\u00fccher von Kate Atkinson und Ruth Rendell, sowie &#8220;Wie man Fanatiker kuriert&#8221; von Amoz Oz und &#8220;The Man of the Moon&#8221; das Hornby offenbar seinem kleinen Sohn oftmals vorlesen mu\u00dfte. Ich habe mir auch noch etwas von einem jungen Mann, der sich eine Zeitlang in einem Altersheim aufhielt, um ein Sachbuch zu schreiben, gemerkt.<br \/>\nBei 3 wird es  interessant, zwar sind mir da die B\u00fccher &#8220;Saturday&#8221; von Ian Mc Ewan und &#8220;Bullshit Nights&#8221;  von Nick Flynn, die beschrieben werden, mir nicht sehr bekannt, was sich auch nach der Lekt\u00fcre des Artikels nicht ver\u00e4ndert, aber Hornby geht zum Friseur und dieser erz\u00e4hlt einer Kundin &#8220;Das ist ein ber\u00fchmter Schriftsteller!&#8221;, worauf das h\u00fcbsche M\u00e4dchen ihn erstaunt anschaut und &#8220;Kenn ich nicht antwortet!&#8221; Es stellt sich heraus, au\u00dfer Enid Blyton, die sie auch noch falsch ausspricht, hat sie von B\u00fccherschreibern keine Ahnung.<br \/>\nBei Nr. 8 hat Hornby  kein Buch gekauft und gibt als Grund daf\u00fcr die Bombenanschl\u00e4ge in London an. Der Verlag schickt ihm aber Voltaires &#8220;Candide&#8221;, das er liest, weil man Klassiker gelesen haben mu\u00df, es hat auch nur neunzig Seiten. Er kommt dabei auf allgemeine Erkenntnisse und darauf, da\u00df er in seinen Regalen schon eine ungelesene Ausgabe mit hundertdrei\u00dfig Seiten hatte, denn das ist f\u00fcr einen so alten Schinken offenbar zuviel.<br \/>\nBei 9 hat er sich &#8220;Was ich liebe&#8221; von Siri Hustvedt gekauft, was mir, glaube ich, die Trude Kliber zum Geburtstag schenkte und Andrej Kurkows &#8220;Picnic auf dem Eis&#8221;, das habe ich mir von einem der Rezensions-Gutscheine, die mir &#8220;Thalia&#8221; einmal schickte, eingetauscht. Kennengelernt hat Hornby die Autoren bei &#8220;tollen Literaturtagen&#8221; in Island und den Kurkow hat der in Nummer 11 gelesen, eine Kolumne, die er wieder mit &#8220;Also der letzte Monat war ein Reinfall. Dabei hatte ich mir so viel davon gesprochen. Es war Weihnachtszeit in England und ich hatte mich auf ein bisschen gem\u00fctliche Feiertagslekt\u00fcre gefreut&#8221;, so wie er offenbar auch den M\u00e4rz 05 begonnen hat. Sehr lustig und f\u00fcr eine die nicht \u00fcber soviel Humor verf\u00fcgt, ein wenig unverst\u00e4ndlich, der Kurkow kommt aber gut weg und mir hat die Geschichte von dem Nachla\u00dfschreiber mit dem Pinguin auf dem Balkon ja auch sehr gut gefallen. Ich habe es sicher f\u00fcr &#8220;Thalia&#8221; rezensiert, leider war es vor Juli 2008, also nichts davon im &#8220;Literaturgefl\u00fcster&#8221;.<br \/>\nWeiter gehts bei 13 mit dem &#8220;Persepolis-Comic&#8221; von Marjane Satrapi, der einmal, lang lang ists her, als es die &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; noch gab, dort vorgestellt wurde und mit &#8220;Es liegt in der Familie&#8221; von Michael Ondaatje und eines der Ondaatje B\u00fccher wurde, glaube ich, auch einmal in Ex Libris besprochen.<br \/>\nDazwischen macht sich Hornby noch \u00fcber Ghostwriter lustig, meint, da\u00df inziwschen jeder ordentliche Schriftsteller einen solchen hat und mokiert sich dar\u00fcber, da\u00df soviele Schriftsteller \u00fcber Schriftsteller schreiben.<br \/>\nKurt Vonnegut kommt auch noch vor und von dem habe ich auch einmal ein Buch im Schrank gefunden, das ich noch zu lesen habe und insgesamt hat Nick Hornby in dem hundertvierzig Seiten B\u00e4ndchen, wenn ich mich nicht irre, an die achtundf\u00fcnzig B\u00fccher besprochen oder sie erw\u00e4hnt.<br \/>\nInteressant ist, da\u00df die Amazon-Leser, bei denen ich mich in meiner Verzweiflung kundig machte, postive Rezensionen abgaben, obwohl einer zugab, von den meisten der besprochenen B\u00fcchern noch nichts geh\u00f6rt zu haben, aber &#8220;Hornbys kurzweilige Geschichten leuchten am zeitgen\u00f6ssischen Literatur-Himmel&#8221; und das ist f\u00fcr die Leser spannend.<br \/>\nIch habs ein wenig oberfl\u00e4chig empfunden, aber vielleicht bin ich von falschen Voraussetzungen ausgegangen und meine Buchbesprechungen sollen ja auch nicht immer verst\u00e4ndlich sein.<br \/>\nWenn die Neugier auf das Buch geweckt wird und man es sich dann besorgt, hat eine solche Kolumne, die man ja vielleicht beim Friseur oder in der U-Bahn liest, aber ihren Sinn getan.<br \/>\nSein Leben als Leser, hat mir Nick Hornby zwar nicht besonders er\u00f6ffnet, aber das war ja schon das vorangegangene Buch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil ich B\u00fccher \u00fcber B\u00fccher liebe, habe ich im Vorjahr zugegriffen, als auf dem Abverkaufsstapel bei &#8220;Thalia&#8221; in St. P\u00f6lten Nick Hornby &#8220;All you can read &#8211; B\u00fccher die ich kaufe &#8211; B\u00fccher die ich lese&#8221;, lag. 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