{"id":22562,"date":"2013-07-15T23:08:44","date_gmt":"2013-07-15T21:08:44","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=22562"},"modified":"2013-07-15T23:08:44","modified_gmt":"2013-07-15T21:08:44","slug":"martina-gerckes-neues-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=22562","title":{"rendered":"Martina Gerckes neues Buch"},"content":{"rendered":"<p>Von Martina Gercke habe ich zirca vor einem Jahr erfahren, als Wolfgang Tischer ihren Erfolg, sie ist mit ihrem KSP-Buch bei Amazon auf den ersten Platz gekommen, in einem <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/martina-gercke-holunderkuesschen-wie-man-ohne-verlag-einen-bestseller-schreibt\/\">Video vorstellte<\/a>. Da gab es eine strahlende Autorin, die stolz ihr Buch, das gerade auch in Printform erschienen war, in die H\u00f6he hielt und das Ganze hat offenbar bei einem Art Weihnachtsfest im Sommer stattgefunden, zu dem Amazon einlud und man so ein Armband, wie es auch die Babies bei der Geburt bekommen, um die Hand trug, um  bei dem Empfang hineinzukommen.<br \/>\nDamals war das Kindle direkt Publishing erst kurz in Mode, ich habe meinen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/30\/kehrtwende\/\">Kehrtwendeartikel<\/a> geschrieben und im J\u00e4nner davor einen \u00fcber meine eigenen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/20\/indie-bucher\/\">Indie-B\u00fccher<\/a>, von denen ich dachte, da\u00df ich sie ja auch bewerben k\u00f6nnte.<br \/>\nAuf meinen Blog scheint das aber nicht zu gehen, jedenfalls keine Reaktionen auf <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/13\/dreisig-fragen-zu-dreisig-buchern\/\">mein Gewinnspiel<\/a>, vom vorigen Juni zum <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_sterben.html\">drei\u00dfigsten Buch<\/a> und bei Amazon will ich es eigentlich nicht versuchen, weil ich mir nicht vorstellen kann, da\u00df ich es da auf Platz eins in den Rankinglisten bringe.<br \/>\nDas scheint aber doch m\u00f6glich. Wolfgang Tischer berichtet jedenfalls regelm\u00e4\u00dfig dar\u00fcber, Martina Gercke und auch andere haben es geschafft. Die 1963 in Gelsenkirchen geborene und bei Hamburg lebende Flugbegleiterin hat es, wie sie in dem Interview erz\u00e4hlt, indem sie Kontakt zu ihren Lesern aufnahm, Blogger anschrieb, ihnen ein Gratisexemplar anbot, Gewinnspiele veranstaltete, etc.<br \/>\nIch habe ein bi\u00dfchen was dar\u00fcber geschrieben und dann darauf vergessen, bis im Dezember bei Wolfgang Tischer die <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/kommentar-plagiatsvorwuerfe-gegen-martina-gerckes-holunderkuesschen\/\">Plagiatsmeldung<\/a> kam.<br \/>\nInzwischen war auch ein zweites Buch &#8220;Champagnerk\u00fc\u00dfchen&#8221; erschienen, beide B\u00fccher haben beim Lovelybook Rankings gewonnen oder gute Pl\u00e4tze bekommen. Martina Gercke war in Frankfurt bei der Messe, ihr Buch sollte auch verfilmt werden.<br \/>\nSo weit, so what, pl\u00f6tzlich hie\u00df es, das ist von Ildiko von K\u00fcrthy, Sophie Kinsella, etc abgeschrieben. Wolfgang Tischer wollte es nicht glauben, outete sich dann, das Buch gar nicht gelesen zu haben, der Justiziar des Verlages der Sophie Kinsella vertritt, schaltete sich ein und man konnte sich im Internet die Vergleichsstellen hochladen.<br \/>\nAuf Martina Gerckes Facebookseite und Webauftritt, war erst einmal Pause, die B\u00fccher wurden vom Verlag und von Amazon genommen. Einige Blogger schrieben dar\u00fcber, emp\u00f6rten sich oder brachten eine Zusammenstellung der Ereignisse. Kurz vor oder <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/07\/neues-von-der-indie-front\/\">nach Weihnachten<\/a> gab es dann von Martina Gercke ein Video, wo sie gar nicht gl\u00fccklich aussah und zu den Vorw\u00fcrfen Stellung nahm. Da sprach sie von einer Platzhaltertheorie, von der ich ich bisher noch nichts geh\u00f6rt habe, die mir aber durchaus logisch schien, da\u00df man, wenn man zu schreiben beginnt, vielleicht so ein Buch zusammenstellt. Man mu\u00df nachher nat\u00fcrlich alles entfernen und Martina Gercke meinte, da\u00df das bei ihr nicht so geklappt h\u00e4tte.<br \/>\nDie Aufregung im Internet \u00fcber diese Erkl\u00e4rung war sehr gro\u00df und das Video nach einigen Tagen  verschwunden.<br \/>\nDer Justiziar schaltete sich wieder ein, sagte, es w\u00e4re rechtlich noch nicht alles gekl\u00e4rt und au\u00dferdem Stillschweigen dar\u00fcber vereinbart worden und Martina Gercke begann Bilder mit sich und einer Weihnachtsm\u00fctze zu ver\u00f6ffentlichen, sp\u00e4ter Kuchenfotos und Bilder von ihren Reisen nach Amerika.<br \/>\nDann, ganz langsam, berichtete sie wieder \u00fcbers Schreiben, das sie als das Sch\u00f6nste oder Wichtigste bezeichnete.<br \/>\nSven Schroder hatte inzwischen auf Twitter noch einmal alles auf m\u00f6gliche Plagiate untersucht und die Stellen <a href=\"http:\/\/chicklitplag.wordpress.com\/\">bekanntgegeben<\/a>, der Justiziar schien dar\u00fcber ver\u00e4rgert und die Leser und die Blogger ebenso.<br \/>\nAnsonsten schwieg Martina Gercke bis in den Juni, wo sie noch einmal einen Versuch mit einen offenen Brief an ihre  Leser machte. Mir ist inzwischen klar geworden, da\u00df das Buch offenbar wirklich aus Stellen von verschiedenen Chick Lits zusammengestellt wurde und, da\u00df Frau Gercke, wie auch der Justiziar auf der Buchmesse in Leipzig bei einer <a href=\"http:\/\/www.literaturcafe.de\/expertentipps-juristische-fallstricke-bei-der-buchveroeffentlichung\/\">Veranstaltung des Literaturcafes<\/a> erkl\u00e4rte, von ihrem Erfolg \u00fcberrascht wurde.<br \/>\nOffenbar hat sie nicht daran gedacht, da\u00df die Leser das bemerken werden und wu\u00dfte dann auch nicht so recht, wie man das dann erkl\u00e4rt. Die Reaktionen waren auch nicht sehr geduldig, denn ich dachte mir \u00f6fter, wozu die Aufregung, das wei\u00df man ja jetzt schon, da\u00df das passiert ist.<br \/>\nSollte nicht sein, nat\u00fcrlich, klar, aber nobody is perfect, also die Fehler ausbessern und von vorn beginnen und das schien Martina Gercke und das ist auch etwas, was mir sehr gef\u00e4llt, getan zu haben.<br \/>\nSich nicht entmutigen lassen, sondern weiter \u00fcber ihre Reisen und das Schreiben mit gelegentlichen Textproben und Vorgeschm\u00e4ckern berichten, die Sven Schroder meist kritisch dokumentierte.<br \/>\nEine Buchverlosung gab es auch und dann die Ank\u00fcndigung, da\u00df das neue Buch Ende Mai erscheint und ein weiteres in Zusammenarbeit mit einer bekannten Autorin, deren Namen noch nicht verraten wurde.<br \/>\nIm Mai gab Martina Gercke dann ihre beiden ersten B\u00fccher in \u00fcberarbeiteter Fom bei Amazon neu heraus und veranstaltete bei Lovelybook eine Diskussionsrunde zu &#8220;Champagnerk\u00fcsschen&#8221; mit einer Buchverlosung, was bei den Lesern zuerst Begeisterung hervorrief &#8220;Ich will gewinnen, bitte, bitte!&#8221;, dann schalteten sich Tom Liehr und Sven Schroder ein, wiesen auf die Plagiatsvorw\u00fcrfe hin und darauf, da\u00df noch immer solche Stellen in &#8220;Holunderk\u00fc\u00dfchen&#8221; enthalten w\u00e4ren.<br \/>\nDa begannen sich die Leser zweizuteilen, ein Teil meinte, das ist halt passiert und eigentlich kann man sich vorstellen, wie das geschehen konnte, aber jetzt eine eine neue Chance. Ein anderer sprach von Schande, Skandal, Betrug, etc und war emp\u00f6rt.<br \/>\nDie Forderung nach Aufl\u00f6sung der Leserunde kam auf, die Leute dort sagten zuerst das ginge nicht. Ein paar Tage sp\u00e4ter war die Runde verschwunden  und Martina Gercke begann wieder zu schweigen, bis sie am <a href=\"http:\/\/martinagercke.de\/archives\/date\/2013\/06\">23. Juni mit ihrem offenen Brief an ihre Leser<\/a> erschien und ebenfalls um eine faire Chance ersuchte.<br \/>\nInteressant, da\u00df die Leser bei Lovelybook oft schrieben, ja wenn es ein neues Buch w\u00e4re, dann w\u00fcrden wir eine solche geben.<br \/>\nDas scheint jetzt so weit zu sein. Das Cover von  &#8220;Gl\u00fccksstern mit Schwips&#8221;, da gabs zuerst noch einen Rechtschreibfehler, wurde letzte Woche hochgeladen. Das Buch bei Amazon folgte mit Verz\u00f6gerung. Martina Gercke machte es spannend und ich bin nun gespannt, was jetzt passiert?<br \/>\nDa\u00df Martina Gercke nicht aufgibt, sondern weitermacht, gef\u00e4llt mir, leicht wird sie es nicht haben, weil Sven Schroder wahrscheinlich schon in den Startl\u00f6chern liegt, um m\u00f6gliche Plagiatsstellen zu finden und die d\u00fcrfen nat\u00fcrlich auch nicht enthalten sein.<br \/>\nDas Cover hat er schon auf einer amerikanischen Seite entdeckt, da kann man es sich offenbar kaufen. Ich bin gespannt was geschieht, ob es die Chance geben wird oder sich wieder ein Skandal entfacht.<br \/>\nInteressant war auch, da\u00df man damals im Dezember meinte, da\u00df Martina Gerckes Karriere als Autorin damit erledigt sei. Mir gef\u00e4llt, da\u00df sie weiterschreibt und ich lese ja auch ein Chick Lit hin und wieder  gern, obwohl ich, weil ich keinen Kindle habe und ich das Buch bei Amazon, wie ich schon bei diversen Gratisaktionen bemerkte, nicht auf meinen Rechner laden kann. Es gibt aber Leseproben und ein bi\u00dfchen konnte man sich auch schon auf der Facebookseite umsehen und herausfinden, da\u00df es um eine Melanie und einen sehr ordentlichen Florian geht, w\u00e4hrend die Hauptperson Sara ein wenig chaotisch ist und von einer Krise in die n\u00e4chste schlittert.<br \/>\nIch bin ja eine, die sich f\u00fcr jede Art des Schreibens interessiert und auch den Erfolg der Selbstpublisher gespannt verfolgt. So habe ich ja Anfang J\u00e4nner \u00fcber <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/02\/bela-boltens-indie-krimis\/\">Bela Bolten<\/a> berichtet, von dem inzwischen neue Krimis erschienen sind und finde es nur ein wenig schade, auf den Blogs von den Vorbehalten, die es doch bei dem Selbstgemachten zu geben scheint, immer wieder zu lesen, auch wenn die Leute so tun, als h\u00e4tten sie keine. Das Vorurteil, da brauchen wir einen Verlag, der \u00fcber die Qualit\u00e4t entscheidet, scheint hartn\u00e4ckig zu sein, etwas, was ich nicht so ganz verstehe, weil ich denke, da\u00df man das doch selber entscheiden kann, ob es einem gef\u00e4llt und es ist ja auch ganz spannend vielleicht ein Plagiat zu entdecken, was mir ja auch schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/13\/abschreiben-kopieren-textmontagen\/\">passiert<\/a> ist und \u00fcber Manfred Wieninger ist zu sagen, da\u00df er sich, obwohl er damals ja zu schreiben aufh\u00f6ren wollte, weiterentwickelt hat. Zuerst seine Krimireihe, jetzt der Theodor Kramer-Preis.<br \/>\nMich w\u00fcrde es auch freuen,  das alte  &#8220;Hollunderk\u00fc\u00dfchen&#8221; im B\u00fccherschrank zu finden. Die Namen Sophie Kinsella, Ildiko von K\u00fcrthen, etc sind dadurch ja auch in aller Munde und ich habe die B\u00fccher, die ich von diesen Autorinnen habe, inzwischen auf meine Leselisten gesetzt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Martina Gercke habe ich zirca vor einem Jahr erfahren, als Wolfgang Tischer ihren Erfolg, sie ist mit ihrem KSP-Buch bei Amazon auf den ersten Platz gekommen, in einem Video vorstellte. 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