{"id":22494,"date":"2013-07-08T22:33:04","date_gmt":"2013-07-08T20:33:04","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=22494"},"modified":"2013-07-08T22:33:04","modified_gmt":"2013-07-08T20:33:04","slug":"lyrische-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=22494","title":{"rendered":"Lyrische Kommunikation"},"content":{"rendered":"<p>Noch einmal Textvorstellungen in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; und dann Sommerpause, bevor es Ende August, Anfang September mit dem Volksstimmefest in die Herbstsaison hin\u00fcbergeht.<br \/>\nDas hei\u00dft, da\u00df es zwar einige Programmpunkte in Wien gibt, die &#8220;Alte Schmiede&#8221;, hat noch am Dienstag und am Mittwoch je eine Veranstaltung. Am Donnerstag gibt es die O-T\u00f6ne im Museumsquartier mit den Herbstneuerscheinungen und am Freitag tagt das fr\u00f6hliche Wohnzimmer und die Cafe Pr\u00fcckl-Sommerreihe gibt es ebenfalls, da haben mich auch Ruth Asp\u00f6ck und Irene Wondratsch dazu eingeladen, aber ich fahre wieder aufs Land in meine zweite <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/30\/sommerfrischen-stadtschreibwerkstadt\/\">Sommerfrischewoche<\/a>, wo ich mein &#8220;Stadtschreiberb\u00fcchlein&#8221; auf die Radfahrten mitnehme, die &#8220;Julia Cameron&#8221; lesen werden und au\u00dferdem hoffe, mit dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/09\/literaturgefluster-texte-buch\/\">Korrigieren<\/a> fertig zu werden, bevor ich dann doch noch ein paar Wochen und ein paar Durchg\u00e4nge, Fehler um Fehler finden werde.<br \/>\nDie Montagabende verbringe ich aber in Wien, da gibt es jetzt ja das &#8220;Kino unter Sternen&#8221; und das &#8220;Filmfestival am Rathausplatz&#8221;, wo ich auch immer ganz gerne hingehe, heute gab es aber noch einmal &#8220;Alte Schmiede&#8221; und noch einmal &#8220;Textvorstellungen&#8221; und ein ganz besonderes Programm und zwar stellte Renata Zuniga unter dem Motto &#8220;Lyrische Kommunikation&#8221; drei lyrische Texte vor und ich bin, als ich in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; ging, wieder einmal \u00fcber den &#8220;Morawa&#8221; gestolpert, durch den ich ja meistens durchzugehen pflege. Diesmal lockte mich die &#8220;Flohmarktank\u00fcndigung&#8221; in den Hof und da wars um mich geschehen.<br \/>\nHabe ich mir nicht einmal geschworen, mir niemals mehr ein Buch zu kaufen und wenn es auch nur einen Euro kostet? Und sie kosteten teilweise auch mehr, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/06\/herzgeschichten\/\">Peter Stephan Jungks &#8220;Elektrisches Herz&#8221;<\/a>, sogar vier, das ist meine Schmerzgrenze, aber bei Michail Schischkinks &#8220;Venushaar&#8221;, den ich vom <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/17\/buchmessen-surfing\/\">Frankfurter Buchmessen Surven<\/a> kenne, habe ich zugegriffen und dann lauter Schmankerln teilweise aus dem Hymon-Verlag, wie den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/19\/drei-bucher\/\">&#8220;Herrn Faustini&#8221; von Wolfgang Hermann<\/a>, dann einen Roman von Christoph W. Bauer &#8220;Im Alphabet der H\u00e4user&#8221; und Gedichte, Gedichte auch von Kurt Lanthaler und dann die Anthologie von Christine Werner &#8220;Die Zuckerlfabrik im Schulbankfach&#8221; bei Arovell erschienen, wo auch Cornelia Travnicek einen sehr witzigen Text drinnen hat. Zugegeben, das &#8220;Ritter-Buch&#8221; von Helmut Schrank &#8220;Birnall&#8221; war vielleicht nicht so n\u00f6tig, denn ich lese ja nicht gerne &#8220;Ritter-B\u00fccher&#8221;, aber jetzt habe ich eine volle <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">2013 B\u00fccherliste<\/a>, wei\u00df nicht genau, wo ich die anderen B\u00fccher unterbringen werde, aber die Lyrik und Haymon passte auch zum Abend, wurde doch Angelika Rainers lyrische Prosa &#8220;Odradek&#8221;, das ist ein Zwirnspulenwesen, das bei Kafka vorkommt, und von Angelika Rainer weiterentwickelt wurde, vorgestellt und davon habe ich schon etwas geh\u00f6rt.<br \/>\nZuerst habe ich aber, als ich mit meiner schweren B\u00fcchertasche die kleine Gasse zur Sch\u00f6nlaterngasse hinuntergegangen bin, Christl Grellers Mann und die Frau vom Tagebuchtag getroffen und wu\u00dfte ich bin richtig und <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Die+Zeit+und+wir\">Christl Greller<\/a> hat auch gleich mit ihren noch unver\u00f6ffentlichten Gedichten &#8220;Stadtseelenland&#8221; begonnen und sie hat auch eine K\u00fcnstlerin, n\u00e4mlich Yoly Maurer mitgenommen, die nach ihren Gedichten Sch\u00f6pfbilder hergestellt hat, die man bewundern konnte und Christl Grellers Gedichte handelten von der Stadt und von der Natur und waren sehr dicht.<br \/>\n&#8220;Wenn es einem in der Stadt zuviel wird, soll man auf die D\u00e4cher schauen&#8221;, meinte sie zum Beispiel, las dann von K\u00fcnstlern im Altersheim, die nicht mehr sehen k\u00f6nnen, wenn die Kirschen bl\u00fchen und und und. Zwanzig Gedichte wurden vorgestellt, danach folgte eine Schweizerin, n\u00e4mlich Monika Schnyder, die 1945 in Z\u00fcrich geboren wurde, in St. Gallen lebt und dort arabisch-\u00e4gyptisch unterrichtet, die viel auf Reisen ist und in ihren Gedichtb\u00e4nden, sie hat schon einige, der vorgestellte hei\u00dft &#8220;Blattzungen&#8221; viel experimentiert. Fremde Spraqchen einmischt, ihre Reisen beschreibt und sie trug ihre Texte auch sehr performend vor, begann dabei fast zu singen und erkl\u00e4rte zwischendurch, wie Christl Greller, immer wieder etwas.<br \/>\nVon Angelika Rainer, habe ich, wie erw\u00e4hnt sch\u00f6n \u00f6fter geh\u00f6rt, ihre Texte aber noch nicht gekannt und ihre lyrische Prosa ist auch sehr dicht und enth\u00e4lt viele sch\u00f6ne S\u00e4tze und Wendungen, denn w\u00e4hrend der Odradek&#8221; bei Kafka sehr still ist, unterh\u00e4lt er sich bei ihr mit dem Hausvater. Angelika Rainer hat ihre Prosa auch in vier Teilen gegliedert und las aus drei davon etwas vor.<br \/>\nDaran entwickelte sich eine rege Kommunikation, Monika Schnyder wollte von ihren Kolleginnen wissen, wann und wie sie schreiben und meinte, da\u00df sie sich jeden Morgen dazu zwingen m\u00fcsse, dann w\u00fcrde sie am Nachmittag weiterkommen. Die anderen Autorinnen beklagten zuwenig Zeit zu haben und meinten nicht so konsequent zu sein. Angelika Rainer ist auch noch in einer Musikgruppe, wo sie Harve spielt t\u00e4tig. Christl Greller betonte ihr aktives Leben, sowie, da\u00df das &#8220;Verdichten&#8221; sehr wichtig f\u00fcr ihr Schreiben ist. und eine Zuh\u00f6rerin f\u00fchrte wieder auf die Texte zur\u00fcck.<br \/>\nEs war eine sehr angeregte lyrische Kommunikation, so da\u00df ich anschlie\u00dfend nicht, wie ich eigentlich wollte, am Karlsplatz auf das Kino unter Sternen wartete, sondern nach Hause ging, um meine lyrischen und auch prosaistischen Eindrucken in den Blog und auf die Welt zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Noch einmal Textvorstellungen in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; und dann Sommerpause, bevor es Ende August, Anfang September mit dem Volksstimmefest in die Herbstsaison hin\u00fcbergeht. 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