{"id":21748,"date":"2013-06-05T00:22:55","date_gmt":"2013-06-04T22:22:55","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=21748"},"modified":"2013-06-05T00:22:55","modified_gmt":"2013-06-04T22:22:55","slug":"ein-abend-fur-raoul-blahacek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=21748","title":{"rendered":"Ein Abend f\u00fcr Raoul Blahacek"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Sehr geehrtes Fr\u00e4ulein Jancak!&#8221;, hat mir die Stadt Wien in den sp\u00e4ten Siebziger- fr\u00fchen Achtzigerjahren, als ich sehr sehr sch\u00fcchtern meine ersten Bewerbungen f\u00fcr ein Stipendium bzw. einen Preis der Stadt Wien geschrieben habe, geantwortet &#8220;leider hat Sie die Jury&#8230;, wir w\u00fcnschen Ihnen aber dennoch f\u00fcr Ihr weiteres literarisches Schaffen alles Gute!&#8221;, gezeichnet von Horat Denscher, geschrieben und dann gab es noch den Literaturreferenten Raoul Blahacek, mit dem ich, glaube ich, bez\u00fcglich auf meine Anfragen bez\u00fcglich einer Lesung bei der &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221;, etc, in Kontakt gekommen bin und der ist wahrscheinlich ein paar Jahre \u00e4lter als ich, f\u00fcnf Jahre vermutlich, denn das ist das Pensionsalter bei den M\u00e4nnern und so wurde er vor kurzem, wie es Kurt Neumann in seiner Einleitungsrede vorz\u00fcglich ausdr\u00fcckte, in Pension geschickt. Weil die starren Systeme keine Flexilbilit\u00e4t erlauben. Bei der SVA der GW hat man es als Freiberufllerin besser und so kann ich mit 1. 12. 2013 meinen Pension beziehen und trotzdem meine Praxis weiterf\u00fchren, denn f\u00fcr die K\u00fcnstlersozialversicherung bin ich sowieso leider nie in Frage gekommen.<br \/>\nEin Abend f\u00fcr Raoul Blahacek in der &#8220;Alte Schmiede&#8221; also und den habe ich mir vorgemerkt, weil ich bez\u00fcglich Gustav Ernst  ein schlechtes Gewissen hatte, denn der hat mir ja sein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/20\/grundlsee\/?preview=true\">neues Buch<\/a> verschafft, nachdem ich bei Haymon irgendwie von der Rezensentenliste gerutscht bin, macht ja nichts, habe ich ja sowieso eine Leseliste bis ins Jahr 2023 und keine Ahnung, ob ich \u00fcberhaupt solange leben und lesen werde und weil ich das Buch zuerst nicht bekommen habe, hatte ich mir den 30. 4. im Literaturhaus dick in meinem Kalender vorgemerkt, dann kam das Buch und ich gehe ja nicht gerne zu Lesungen, wo ich das Buch schon kenne.<br \/>\nGustav Ernst hatte ich es aber bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/23\/prasentation-der-tippgemeinschaft\/\">&#8220;Hausdurchsuchungslesung&#8221;<\/a> bzw.l der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/09\/kolik-autoren-lounge\/\">&#8220;Kolik Lounge&#8221;<\/a> versprochen und er schickte mir auch so getreulich die Ank\u00fcndigungen zu seinen Lesungen. Am 30. 4. wr aber auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/30\/veza-canetti-erinnernd\/\">&#8220;Veza lebt&#8221;<\/a> in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; und das hat mir ja eine neue Kommentiererin eingebracht, die jetzt wieder verschwunden sein d\u00fcrfte.<br \/>\nAlso den 4. 6. dick im Kalender angestrichen und Raoul Blahacek interessiert mich nat\u00fcrlich sehr und auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/22\/wien-rhapsodie\/\">Ferdinand Schmatz<\/a> der Professor f\u00fcr Sprachkunst, obwohl ich ja keine experimentelle Lyrik schreibe und dann kam auch die creme de creme des Wiener Literaturbetreibs. <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/12\/reisen-mit-franz-grillparzer\/\">Ruth Asp\u00f6ck<\/a>  beispielsweise mit der ich fast befreundet bin, aber auch Alexandra Mill\u0144er, die Praktikantin der Deutschlehrerin bei der Anna war, lang lang ists her, Evelyne Polt-Heinzl, Robert Huez, den ich in letzter Zeit fast mehr au\u00dferhalb, als innerhalb des Literaturhauses treffe, Lukas Cepek, Peter Rosei, Marie Therese Kerschbaumer, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, Gerhard Jaschke, Karin Rieck u. u, u&#8230;<br \/>\nKurt Neumann er\u00f6ffnete die Veranstaltung, die die Stadt Wien ihrem Literaturreferenten offenbar vor bzw. nach dem Ausscheiden beschieden hat.<br \/>\nJulia Danielczyk, die neue Literaturreferentin, die vorher in der Wien-Bibliothek gearbeitet und auch<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Ein+Fest+f%C3%BCr+Franz\"> Franz H\u00fctterers<\/a> Nachla\u00df verwaltet hat, sa\u00df in der ersten Reihe und im J\u00e4nner, als die Idee entstand, wurde Roul Blahecek von Kurt Neumann aufgefordert, zwei Autoren einzuladen und sein Lielingsbuch vorzustellen.<br \/>\nDie Autoren waren Gustav Ernst und Ferdinand Schmatz, die wie Kurt Neumann und auch Roul Blahacek betonten, sehr verschieden sind. So verschieden sind sie wahrscheinlich gar nicht, jedenfalls sind beide lange Jahre im Wiener Literaturbetrieb aktiv und beide auch im Institut f\u00fcr Sprachkunst t\u00e4tig, der eine als Professor und wie Raoul Blahacek betonte, als einer der bedeutendsten experimentellen Lyriker \u00d6sterreichs in der Nachfolge der Wiener Gruppe, der andere ist ein Realist und Dramatiker, hat zuerst im Wespennest gearbeitet, bevor das von Walter Famler \u00fcbernommen wurde, jetzt gibt er die &#8220;Koliken&#8221; heraus und wurde von Roul Blahacek eingeladen ein St\u00fcck aus &#8220;Grundlsee&#8221; vorzulesen und der gab in seiner Einleitung das Bonmot, das er, als er nach Gustav Ernst goolglete &#8220;Gustav ernst tot&#8221; gefunden hat, was, wie ich ihm unterstellen w\u00fcrde, eine \u00dcberleitung zu &#8220;Grundlsee&#8221; ist, denn da stirbt in ast jedem Kapitel auch einer.<br \/>\nDann gings zu Ferdinand Schmatz, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/30\/sprachkunstabschluss-und-fest-fur-robert-schindel\/\">dem Professor f\u00fcr Sprachkunst nach Robert Schindel<\/a>. Roul Blahacek merkte launig an, da\u00df er sich jetzt ja als au\u00dferordentlicher H\u00f6rer dort bewerben k\u00f6nne und der hat einen neuen Gedichtband &#8220;Quellen&#8221; herausgegeben und ein paar Beispiele daraus gelesen.<br \/>\nDas Lieblingsbuch war das des Fokus-Redaktuer Rainer Schmitz &#8220;Was geschah mit Schillers Sch\u00e4del&#8221; was irgendwei ein w\u00fcrdiges oder unw\u00fcrdiges Literaturlexikon zu sein scheint. Alle lachten bei den ausgew\u00e4hlten Textbeispielen und dann ging es vom Keller hinauf, in den Galeriensaal, wo Hofrat Denscher eine kurze Rede hielt &#8220;Wir haben Zeit!&#8221;, rief Raoul Blahacek launig und Karin Rieck, die Personalvertreterin, mit der ich auch schon einmal bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/12\/06\/sophie-hungers-in-der-alten-schmiede\/\">&#8220;Textvorstellungen&#8221; <\/a>gelesen habe, einen Gutschein f\u00fcr eine Reise, \u00fcbergab.<br \/>\nDann wurde das Buffet er\u00f6ffnet bzw. auf den Jubilar angesto\u00dfen und das war sehr gut, Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise und ich habe wieder versucht ein bi\u00dfchen mit den Wichtigen der Literatur ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<br \/>\nGerhard Jaschke der GAV-Generalssekr\u00e4r, mit dem ich am Samstag in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">Klimtvilla lesen werde<\/a>, sagte mir, da\u00df sich inzwischen schon siebenundneunzig Leute f\u00fcr die Lesung angemeldet haben.<br \/>\nWow wieviel, bei mir kommen ja immer sehr viel <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/18\/solo-lesung\/\">weniger<\/a>, ich habe mich ein bi\u00dfchen mit Robert Huez unterhalten und ihn nach dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/11\/otto-stoessel-preis-an-andrea-grill\/\">&#8220;Stoessl-Preistr\u00e4ger&#8221;<\/a> gefragt, der ist noch ein Geheimnis, das dann im Herbst gel\u00fcftet werden wird. Der Schlu war da, ein Freund vom Alfred und vom Karl, der inzwischen, glaube ich, Presselsprecher des B\u00fcrgermeisters oder etwas \u00c4hnliches ist.<br \/>\nWow, eine solche Karriere werde ich wohl nicht mehr machen, habe aber heute das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/09\/vorschau-auf-beim-sterben-sollte-man-zu-hause-sein\/\">&#8220;Nanowirimo-Dummie&#8221;<\/a> bekommen und wieder ein paar Fehler entdeckt und dann vom Residenz-Verlag ein Buch von Psychiater Thomas Stompe &#8220;Vom Wahn zur Tat&#8221; geschickt bekommen, das wieder den \u00dcbergang meiner psychologischen zur literarischen Seele schildert und interessant, da\u00df das Buch in Zusammenarbeit mit einem Journalisten, also mit einem Ghostwriter, geschrieben wurde und jetzt geht es weiter mit einem Abend mit dem Bank Austria Literis in der Hauptb\u00fccherei und einem Symposium des Instituts der Germanistik im Literaturhaus und nat\u00fcrlich am Samstag mit der Lesung &#8220;Die Zeit und wir&#8221; in der Klimt Villa in Hietzing. Daf\u00fcr habe ich schon meinen Text abgestoppt und das Gewinnspiel mit den &#8220;Drei\u00dfig Fragen zu den drei\u00dfig B\u00fcchern&#8221; werde ich auch vorbereiten, was ein weiteres Jubil\u00e4um in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/01\/ins-neue-jahr-2\/\">meinem Jubil\u00e4umsjahr<\/a> sein wird. In etwa einer Woche wird es ver\u00f6ffentlicht werden, f\u00fcr die die sich daran beteiligen wollen, f\u00fcnf Jahre Literaturgefl\u00fcster wird es demn\u00e4chst auch geben und spannend, da\u00df mir die meisten Leute, die ich im Small Talk darauf anspreche, versichern, da\u00df sie es regelm\u00e4\u00dfig lesen, obwohl ich ja immer noch nur durchschnittlich hundert bis hundertzwanzig t\u00e4gliche Zugriffe habe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Sehr geehrtes Fr\u00e4ulein Jancak!&#8221;, hat mir die Stadt Wien in den sp\u00e4ten Siebziger- fr\u00fchen Achtzigerjahren, als ich sehr sehr sch\u00fcchtern meine ersten Bewerbungen f\u00fcr ein Stipendium bzw. einen Preis der Stadt Wien geschrieben habe, geantwortet &#8220;leider hat Sie die Jury&#8230;, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=21748\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-21748","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21748","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21748"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21748\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21748"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21748"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21748"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}