{"id":21598,"date":"2013-05-23T23:00:25","date_gmt":"2013-05-23T21:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=21598"},"modified":"2013-05-23T23:00:25","modified_gmt":"2013-05-23T21:00:25","slug":"kafka-mit-sekt-und-torte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=21598","title":{"rendered":"Kafka mit Sekt und Torte"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin ja eigentlich kein Kafka-Fan, weil f\u00fcr die realistisch schreibende Psychologin viel zu surrealistisch, aber &#8220;Amerika&#8221;, habe ich mir irgendwann nach meiner Matura, die sich am 24. Mai zum vierzigsten Mal j\u00e4hren wird, wo ich eine eine philosophische Krise per exellence, abkippte und wirklich und wahrhaftig glaubte, da\u00df die Welt nun mir geh\u00f6ren w\u00fcrde, besorgt, wahrscheinlich auch gelesen und sp\u00e4ter dann auf einen Wanderwochenende am Hochschwab oder Hochk\u00f6nig noch einmal und sonst eigentlich mit dem gro\u00dfen Surrelaisten und Literatenk\u00f6nig \u00fcber den alle ehrf\u00fcrchtig staunen nicht wirklich viel angefangen.<br \/>\nAls ich aber zu Ostern die Harlander B\u00fccher f\u00fcr meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> absuchte, bin ich auf eine Gesamtausgabe vom Alfred gesto\u00dfen und habe mir zwei B\u00fccher davon darauf gesetzt und gestern, als ich meine Wiener Leseliste unbedingt zur G\u00e4nze vervollst\u00e4ndigen wollte, bin ich auch auf ein Exemplar der &#8220;Verwandlung&#8221; gesto\u00dfen, da\u00df man in Leipzig einmal bekommen hat, wenn man seine Adresse angab, also werde ich auch den gro\u00dfen Surrealisten verstehen, wo ich doch schon so viel anderes gelesen habe und die &#8220;Verwandlung&#8221; hat es auch vom <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/19\/holzfallen-und-niedermetzeln\/\">Holzhausen-Verlag<\/a> Zoombobieartig aufbereitet, gegeben und die Anna ist, glaube ich, der &#8220;Verwandlung&#8221; einmal in der Rahlgasse begegnet und ein Kafka-Buch ist auch, glaube ich, einmal mit sehr vielen Fehlern, als Experiment in den Schulen gelandet und wurde dann eingestampft und das ist etwas, was ich gar nicht so verstehe, es gibt aber eine Kafka-Gesellschaft und die macht schon seit vielen Jahren Veranstaltungen in Verbindung mit der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und so gibt es auch einen Abend in der Herrengasse und einen in Klosterneuburg und da bin ich auch schon einmal mit der Gesellschaft f\u00fcr Literatur gewesen, aber da ist es, glaube ich, nicht um Franz Kafka gegangen.<br \/>\nDiesmal sollte am Donnerstag ein neues Buch \u00fcber &#8220;Kafkas Wien&#8221;, in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur vorgestellt werden und das hatte ich, nach dem mein neunzehn Uhr Klient heute nicht gekommen ist, in meinen Kalender eingetragen und als ich am Vormittag nachschaute, entdeckte ich im Programm widerspr\u00fcchliche Ank\u00fcndigungen, also schickte ich ein Mail und bekam die R\u00fcckmeldung, die Veranstaltung in Wien ist am Donnerstag und die in Klosterneuburg am Freitag und da m\u00fc\u00dfte ich selbst mit den \u00d6ffis hinfahren, was ich aber nicht vorhabe, weil der Alfred ein gro\u00dfes Fest f\u00fcr seine Betriebsratskollegen plant, ich vierzig Jahre Matura zu feiern habe und mich au\u00dferdem noch f\u00fcr eine Veranstaltung in der Sigmund Freud Gesellschaft angemeldet habe.<br \/>\nAber vorerst ging ich nach meiner elf Uhr Stunde zum klinischen Mittag ins AKH und bin da nicht \u00fcber die B\u00fccherschr\u00e4nke vorbeigekommen, beziehungsweise vorerst \u00fcber die Buchhandlung, die einmal die &#8220;Buchlandlung&#8221; in der Lerchenfelderstra\u00dfe war, jetzt aber alles &#8220;Alles B\u00fccher&#8221; hei\u00dft, die Abverkaufskisten aber immer noch hat und da lagen Felicitas Hoppes &#8220;Picknick der Friseure&#8221;, Thomas Lang &#8220;Am Seil&#8221;, eine Biografie \u00fcber M\u00f6rike und einige andere B\u00fccher, um einen Euro auf und ich konnte mich nicht zur\u00fcckhalten, obwohl ich ja nur mehr h\u00f6chstens zwei B\u00fccher pro Woche finden will und lie\u00df f\u00fcnf Euro in dem Gesch\u00e4ft , das sich auch der &#8220;By Local-Kampagne&#8221; des Hauptverbandes angeschlo\u00dfen und eine Postkarte mit dem Portrait der Buchh\u00e4ndlerinnen aufliegen hat. Dann fand ich auch noch einiges in den B\u00fccherschr\u00e4nken, dachte&#8221;Ich schaffe es nicht meine Vors\u00e4tze zu halten!&#8221; und auch, da\u00df das eigentlich egal ist und ich das gar nicht nicht mu\u00df und brach in die Gesellschaft f\u00fcr Literatur auf, wo es einen gro\u00dfen B\u00fcchertisch mit Kafka-B\u00fcchern gab. Einen seiner Tagebuchb\u00e4nde habe ich heuer \u00fcbrigens auch noch zu lesen .<br \/>\nManfred M\u00fcller stellte Hartmut Binder, als den Kafka Biografen und Forscher vor. Dann kam der Verleger und sagte, da\u00df er vor einigen Jahren mit dem Autor \u00fcber Kafkas Verh\u00e4ltnis zu Wien angesprochen hat, der sagte, das w\u00e4re unm\u00f6glich ein Buch daraus zu machen, denn Kafka h\u00e4tte zu Wien ein schwieriges Verh\u00e4ltnis gehabt. Dann hat er ihn aber ein paar Jahre sp\u00e4ter darauf angesprochen, das das Buch fertig sei und es ist auch sehr umfangreich geworden.<br \/>\nKafka hat Wien 1913 oder auch schon fr\u00fcher, das erste Mal besucht und da hat es ihm nicht sehr gut gefallen, weil er nicht gut drauf war und Wien mit Berlin sowieso nicht zu vergleichen ist.<br \/>\nAber in Wien hat die Milena Jelenska gelebt und mit der ist er mit dem 43 er nach Neuwaldegg gefahren, auf den Dreimarkstein gewandert und \u00fcber das Hameau und die Schwarzenbergalle 1920 zur\u00fcck, als meine Eltern, zwei Proletarierkinder, acht und f\u00fcnf Jahre waren, die sich  nach dem Word war two, am Almweg Nummer f\u00fcnf auf der H\u00f6henstra\u00dfe, ein kleines H\u00e4uschen bauten, wo ich 1973, meine philosophische Krise pur erlebe und mir irgendwann Franz Kafkas &#8220;Amerika&#8221; kaufte&#8230;<br \/>\nIn der Gesellschaft f\u00fcr Literatur entspann sich eine rege Diskussion, es schienen eine Kafka-Experten dagewesen zu sein, dann gab es, vom Verlag gestiftet, Sekt und Torte, weil Franz Kafka, am 3. Juli, wo das Literaturgefl\u00fcster f\u00fcnf Jahre alt werden wird, seinen Geburtstag hat.<br \/>\nIch habe also auf Franz Kafka, der mir immer noch ein bi\u00dfchen fremd ist, angesto\u00dfen und mich mit einer Amerikanerin, die ich einmal durch Christel Fallenstein im Literaturhaus kennenlernte, unterhalten und Christel Fallenstein wurde heute auch auf meinen Blog gesucht und ich habe ein paar St\u00fcckchen der k\u00f6stlichen Schokoladetore in mich hineingestoft und dann ganz gegen meine Gewohnheiten, mir, um zwei Euro neunzig, einen Franz Kafka- Kalender f\u00fcr das Jahr 2014 gekauft,  so da\u00df mich der Dichter auch im  n\u00e4chsten Jahr auch verfolgen wird.<br \/>\nMarianne Gruber, die ich nicht in der Gesellschaft f\u00fcr Literatur  getroffen habe, hat ja sein &#8220;Schlo\u00df&#8221; weiter geschrieben und ich habe Manfred M\u00fcller angedeutet, da\u00df ich dabei bin, aus dem Literaturgefl\u00fcster ein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/09\/literaturgefluster-texte-buch\/\">Buch<\/a> zu machen, das ich ihm dann schicken werde.<br \/>\nIch bin ja literarisch sehr umtriebig und jetzt dabei mich vielleicht  Franz Kafka ganz vorsichtig anzun\u00e4hern. Mal sehen, was adraus entstehen wird, die &#8220;Milena Briefe&#8221;, von Ria Andres stehen auch auf meiner Leseliste und ich habe im Jahr 2013, wo sowohl ich, als auch Frantisek Kafka Geburtstag haben, noch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/01\/ins-neue-jahr-2\/\">einiges<\/a> vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ja eigentlich kein Kafka-Fan, weil f\u00fcr die realistisch schreibende Psychologin viel zu surrealistisch, aber &#8220;Amerika&#8221;, habe ich mir irgendwann nach meiner Matura, die sich am 24. 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