{"id":21101,"date":"2013-04-27T00:49:38","date_gmt":"2013-04-26T22:49:38","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=21101"},"modified":"2013-04-27T00:49:38","modified_gmt":"2013-04-26T22:49:38","slug":"novecento","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=21101","title":{"rendered":"Novecento"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein kleines B\u00fcchlein &#8220;Die Legende vom Ozeanpianisten&#8221;, vom 1958 in Turin geborenen Kultautor Alessandro Baricco, der mit seinen B\u00fcchern &#8220;Seide&#8221; und &#8220;Land aus Glas&#8221; zum Bestsellerautor geworden ist und der die &#8220;ber\u00fchmteste Schule f\u00fcr  kreatives Schreiben Italiens&#8221;m gegr\u00fcndet hat.<br \/>\nEin Monolog, der, wie im Vorwort von September 1994 steht, f\u00fcr einen Schauspieler und einen Regisseur, geschrieben und dann in Buchform, zuerst in der Originalausgabe bei Fellitrini, dann bei Piper, 1999, auf Deutsch, verlegt wurde. Verfilmt wurde die Geschichte von Danny Boodman T.D. Lemon Novecento auch von einem Kultregisseur und der Text ist ein Monolog f\u00fcr einen Schauspieler, der in verteilten Rollen, die Geschichte des Ozeanpianisten erz\u00e4hlt, der im Jahre 1900 auf dem Schiff &#8220;Virginian&#8221;, das von Europa nach New York hin und herpendelte, in einer Zitronenkiste auf dem ersten Klassedeck in einem Tanzsaal vom Matrosen Danny Boodman, einem Schwarzen, gefunden wurde, der ihm diesen Namen gab. Zuerst den seinen, dann das T. D. Lemon, das auf der Kiste stand und das nicht &#8220;Thanks Danny!&#8221;, wie sich der Matrose einbildete, sondern &#8220;Tano Damato&#8221;, bedeutete und am Schlu\u00df kam noch die Jahreszahl dazu.<br \/>\nDer Matrose nahm den Kleinen an Kindesstatt auf und verlie\u00df mit ihm aus Angst vor Schwierigkeiten mit der Beh\u00f6rde, weil er ja keine Papiere f\u00fcr ihn hatte, acht Jahre lang nicht das Schiff, dann starb er und als der Kapit\u00e4n,  mit dem &#8220;Unfug!&#8221;, Schlu\u00df machen wollte, war der Kleine verschwunden, bzw. sa\u00df er auf paar N\u00e4chte sp\u00e4ter, wieder voll am Meer, am Klavier und entz\u00fcckte alle mit seinen K\u00fcnsten.<br \/>\nSo blieb er dort, siebenundzwanzig, dreiunddrei\u00dfig und noch einige Jahre l\u00e4nger, spielte seine eigent\u00fcmlichen Melodien mit seinen eigenen Noten, freundete sich auch mit einem Trompeter an, der seine Geschichte dann  auch erz\u00e4hlte, duellierte sich mit dem Gr\u00fcnder des Jazz, gewann nat\u00fcrlich und obwohl er das Schiff nie verlassen hatte, wu\u00dfte er \u00fcber den Geruch Londons und \u00fcber die Pariser Br\u00fccken bestens Bescheid, denn er konnte in den Leuten, die aus aller Welt auf das Schiff kamen, wie in den B\u00fcchern lesen und als er es einmal doch verlassen wollte, um das Meer von der anderen Seite zu betrachten, scheitere der Versuch.<br \/>\nDann kam der Krieg und das Schiff wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen, so da\u00df es in die Luft gesprengt werden sollte, worauf es alle verlie\u00dfen es, nur Novecento nicht&#8230;<br \/>\nAchtzig Seiten hat der Monolog und es ist eine fesselnde interessante Geschichte, die da in knappen Worten sehr poetisch rezitiert wird.<br \/>\nEin Fund aus dem &#8220;Wortschatz&#8221;, den ich mir genommen habe, weil den Namen Allessandro Baricco glaube ich aus der Zeit kenne, da er mit &#8220;Seide&#8221; auf den Bestsellerlisten stand und es diese &#8220;Libro&#8221;-Aktion gegeben hat, kenne obwohl ich von ihm noch nichts gelesen habe. Jetzt aber einen kleinen Eindruck von dem Kultautor bekommen habe, der f\u00fcnf Jahre j\u00fcnger als ich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt kommt ein kleines B\u00fcchlein &#8220;Die Legende vom Ozeanpianisten&#8221;, vom 1958 in Turin geborenen Kultautor Alessandro Baricco, der mit seinen B\u00fcchern &#8220;Seide&#8221; und &#8220;Land aus Glas&#8221; zum Bestsellerautor geworden ist und der die &#8220;ber\u00fchmteste Schule f\u00fcr kreatives Schreiben Italiens&#8221;m gegr\u00fcndet &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=21101\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-21101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21101","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21101"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21101\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21101"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21101"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21101"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}