{"id":20309,"date":"2013-03-21T00:15:15","date_gmt":"2013-03-20T23:15:15","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=20309"},"modified":"2013-03-21T00:15:15","modified_gmt":"2013-03-20T23:15:15","slug":"im-thalia-bei-zdenka-becker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=20309","title":{"rendered":"Im Thalia bei Zdenka Becker"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_20324\" style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2013\/03\/20130320-204704.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20324\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2013\/03\/20130320-204704.jpg?w=198\" alt=\"Zdenka Becker\" width=\"198\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-20324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20324\" class=\"wp-caption-text\">Zdenka Becker<\/p><\/div>\n<p>Zdenka Becker, die ich manchmal in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/03\/putzen-zdenka-becker-und-thalia-besuch\/\">St. P\u00f6lten auf der Stra\u00dfe<\/a> treffe, hat mich vor ein paar Wochen auf ihr neues Buch aufmerksam gemacht und zu den Pr\u00e4sentationen eingeladen. Im Cinema Paradiso war sie, glaube ich, schon und am Dienstag in der Alten Schmiede, aber da war unser Psychologen Jour fixe, so da\u00df ich die Lesung im Thalia Landstra\u00dfe ins Auge fasste, dann war aber die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/20\/frauen-texen-frauen-schreiben\/\">&#8220;Frauen texten &#8211; Frauen lesen&#8221;, Pr\u00e4sentation im &#8220;Werkl&#8221;<\/a> und ich habe der Gertrud M\u00fcller abgesagt, in den Thalia bin ich aber gegangen, da war ich, glaube ich, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/13\/vierter-messetag\/\">am Ende vorletzten der Buch-Wien das letzte Mal<\/a> und von Zdenka Becker habe ich k\u00fcrzlich <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/21\/taubenflug\/\">&#8220;Taubenflug&#8221;<\/a> gelesen, jetzt ist ihr neuer Roman &#8220;Der gr\u00f6\u00dfte Fall meines Vaters&#8221;, bei Deuticke erschienen und der junge Mann, der die Lesung einleitete, erz\u00e4hlte etwas von einem spannenden Kriminalfall und einer Mischung zwischen Realit\u00e4t und Fiktion, denn im Jahre 1964 wurde in der ehemaligen CSSR ein Kopf in einer Jutetasche in einer Bahntoilette gefunden und Zdenka Beckers Vater war ein Polizist, der diesen Kopf gesehen hat.<br \/>\nDaraus bastelte, die 1951 in Eger geborene Schriftstellerin ihr neues Buch, machte einen neunzigj\u00e4hrigen ehemaligen Polizeipr\u00e4sidenten und eine sechzigj\u00e4hrige Schriftstellerin daraus, die ihren Vater jeden Samstag besuchen kommt, ihn in die Badewanne steckt und dann in der Ausgehuniform durch die Stra\u00dfen des St\u00e4dtchens f\u00fchrt, denn der Vater sitzt im Rollstuhl, begr\u00fc\u00dft alle seine Bekannten und die Tochter soll das Leben des Vaters aufschreiben, bzw. einen Roman aus seinem gr\u00f6\u00dften Fall machen und so geht es in die Kindheit zur\u00fcck, wo der Vater dreiundvierzig und die Tochter dreizehn ist und die Mutter, die Redeakteurin war, viel auf Reisen, so da\u00df die Nachbarin mit dem Ribiselwein auf Besuch kam, der Vater eine lange Unterhose hatte, die er nur w\u00f6chentlich wechselte und sich dann offenbar in irgendeine Frau verliebte und dabei auch den Fall aufkl\u00e4rte.<br \/>\nSo weit hat Zdenka Becker gelesen, bzw. in das Buch eingef\u00fchrt, bei den spannendsten Stellen nat\u00fcrlich aufgeh\u00f6rt gemacht, damit das Weitere selbt gelesen werden mu\u00dfte und dem jungen Mann dann erkl\u00e4rt, da\u00df sie 1964 dreizehn war und von ihrem Vater, der kein Polizeipr\u00e4sident war, von dem Kopf erz\u00e4hlt bekam, denn das hat in der CSSR, wo keine Morde passieren durften, weil das nur die dekantenten Westler taten, gro\u00dfes Aufsehen erregt. Sie hat es in ihrem Kopf gespeichert und darauf vergessen, dann kam sie vor achtunddrei\u00dfig Jahren nach \u00d6sterreich, hat hier Deutsch gelernt und nach elf Jahren Deutsch zu schreiben begonnen und als sie mit &#8220;Taubenflug&#8221;, fertig war, hat sie einen Freund getroffen, ihm von dem Kopf erz\u00e4hlt, der dann einen blutr\u00fcnstigen Krimi schreiben wollte, bis ihr eingefallen ist, da\u00df man das mit einer Vater-Tochter Geschichte verbinden k\u00f6nnte.<br \/>\nSehr aktuell das Thema, da ja unsere V\u00e4ter allm\u00e4hlich \u00e4lter werden, wenn sie nicht schon gestorben sind und ein mehr oder weniger blutr\u00fcnstiger Krimi ist ja auch eine spannende Sache, trotzdem habe ich, nachdem mir der Alfred ja immer gerne B\u00fccher kauft, nach meinen beiden Fr\u00fchjahrsfavoriten gegriffen, die ich mir ja schon vor <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/17\/leipzig-im-zimmer\/\">Leipzig<\/a> ausgesucht hatte. Robert Schindels &#8220;Der Kalte&#8221;, auf meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> kommt vorher noch &#8220;Geb\u00fcrtig&#8221; daran und Michael K\u00f6hlmeiers &#8220;Die Abenteuer des Joel Spazierer&#8221;, das auf den B\u00fcchertisch daneben lag, weil mich das irgendwie ja auch interessiert, der, wie Martina Schmidt, im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/15\/ungelesen\/\">ORF B\u00fccher-Diogonal vor ein paar Wochen<\/a> erz\u00e4hlte, das Spitzenbuch des Verlags ist, w\u00e4hrend die sogenannten \u00dcberbl\u00e4tterer von den Buchhandlungen \u00fcbersehen werden. Zdenka Beckers Buch ist, hoffe ich, nicht dabei, aber alles kann auch ich nicht lesen und bin in meiner Leseliste derzeit ohnehin schon ein bi\u00dfchen in Verzug, so da\u00df ich fast schon aufpassen mu\u00df, sie zu schaffen und eine ober\u00f6sterreichische Krimiantholgie &#8220;Mord in Ober\u00f6sterreich&#8221; mit Texten von Franzobel, Rudolf Habringer, von dem ich vor kurzem eines seiner ersten B\u00fccher im Schrank gefunden habe, Gabi Kreslehner, Ernst Schmid, Kurt Palm etc, habe ich vom Kehrwasserverlag, der sich jetzt Ober\u00f6sterreich-Verlag nennt, auch bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zdenka Becker, die ich manchmal in St. P\u00f6lten auf der Stra\u00dfe treffe, hat mich vor ein paar Wochen auf ihr neues Buch aufmerksam gemacht und zu den Pr\u00e4sentationen eingeladen. 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