{"id":20075,"date":"2013-03-15T00:36:13","date_gmt":"2013-03-14T23:36:13","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=20075"},"modified":"2013-03-15T00:36:13","modified_gmt":"2013-03-14T23:36:13","slug":"ungelesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=20075","title":{"rendered":"Ungelesen"},"content":{"rendered":"<p>Gestatten, ich bin ein Buch, ein neuerschienenes, hey, ihr, wie findet ihr das, ist doch megacool oder etwa nicht?<br \/>\nGedanken zum Thema Buch bez\u00fcglich der Leipziger Buchmesse, dem angeblich publikumsfreundlichen Gro\u00dfereignis im Fr\u00fchling, wenn der erste Teil der Jahresbucherscheinungen herausgekommen ist.<br \/>\nHundertausend neuerschienene B\u00fccher gibt es j\u00e4hrlich im deutschen Raum, im Fr\u00fchling liegen sie in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/18\/zuruck-aus-leipzig\/\">Leipzig<\/a> auf, im Herbst beim sehr viel gr\u00f6\u00dferen Bruder in Frankfurt und dann gibt es noch die winzig kleine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/26\/buch-wien-geschichten\/\">Buch-Wien seit 2008 im Wiener Prater<\/a>, vom Wiener Lesepublikum noch nicht sehr wahrgenommen und wer wird das das alles lesen?<br \/>\nWer kennt ihn nicht diesen Satz? Wir, die bibliophilen B\u00fccherblogger, Junkies oder Leser, kennen ihn wohl alle und wer liest heute noch?<br \/>\nAcht B\u00fccher werden j\u00e4hrlich von den Deutschen gelesen und neun von \u00d6sterreichern oder war es umgekehrt? Und wer machte \u00fcberhaupt diese Statistik, die ich irgendwann h\u00f6rte.<br \/>\nIch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/07\/lesegewohnheiten\/\">lese<\/a> inzwischen an die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">hundtertf\u00fcnfzig<\/a> j\u00e4hrlich und wenn ich so weitermache, werden es in diesem Jahr vielleicht hundertachtzig werden, aber ich kaufe sie mir nicht so gerne und ein Hardcover um zwanzig- bis f\u00fcnfundzwanzig Euro ist mir schlicht und einfach zu teuer und ich habe es \u00fcberhaupt nicht so mit der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/02\/ware-buch\/\">Ware<\/a> Buch, die das f\u00fcr mich nicht ist. F\u00fcr die anderen aber offenbar schon, nat\u00fcrlich, selbstverst\u00e4ndlich, denn hier wird das gro\u00dfe Geld gemacht, in den Verlagen mit den Lizenzen und den Bestsellern etc oder, wie das so hei\u00dft, denn nur das ist wichtig und alles andere ist naiv und absolut nicht State of the Art und so gab es in <a href=\"http:\/\/oe1.orf.at\/programm\/330741\">\u00d61 auch im Diagonal zwei Stunden \u00fcber B\u00fccher<\/a>, bei der die Insider ihr Wissen dar\u00fcber an das kulturell interesierte Publikum, an die Radioh\u00f6rer, die zum Teil auch sicher B\u00fccherleser sind und ihre neun bis hunderf\u00fcnfzig B\u00fccher j\u00e4hrlich schaffen, aber soll man das \u00fcberhaupt?, ist das B\u00fccherlesen ein Leistungssport, wie Radfahren oder Marathonlaufen, weitergab und das State of the Art, das bei den ORF-Redakteuren zu finden ist, an die \u00d6ffentlichkeit verbreitete.<br \/>\nUnd was ist darunter zu verstehen? In Zeiten, wo sich sehr viel \u00e4ndern wird, ob wir es wollen oder nicht, selbstverst\u00e4ndlich nat\u00fcrlich viel.<br \/>\n&#8220;Das Ende der Gutenberg Galaxis&#8221;, nannten es die professionellen Sendungsmacher und was verstehen die Leser und die Nichtleser darunter?<br \/>\nWerden hier, wie ich finde, ja sehr viele Klischees verbreitet, vom der Haptik, dem Riechen und Ber\u00fchren der B\u00fccher sprechen die einen und mir scheint,  es schreiben das, die einen von den anderen ab oder plappern es nach, um dann stillheimlich doch zu ihrem Kindle zu greifen und irgendwann mehr oder weniger versch\u00e4mt zu bekennen &#8220;Ich habe es getan und einen E-Buchreader erworben, aber ich verwende ihn nur f\u00fcr meine Reisen, wo ich alle meine B\u00fccher im Rucksack mitnehmen und nichts schleppen mu\u00df oder f\u00fcr  das wissenschaftliche Arbeiten!&#8221;<br \/>\nF\u00fcr die Uni ist das E-Book gut, aber sonst verbleibe ich beim guten alten Buch und werde darin lesen, auch wenn ich l\u00e4ngst, in Zeiten wie diesen, in Zeiten der Generation Praktikum und des Prekariats keine Zeit mehr daf\u00fcr habe, dann r\u00e4umen, wie ich in der Sendung h\u00f6ren konnte, die Bobos in der Josefstadt oder vielleicht auch in der Gemeindewohnung in Wien-Favoriten ihre Wohnungen aus, schmei\u00dfen die B\u00fccherregale auf den M\u00fcll und tragen ihre B\u00fccher, hoffentlich zu den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/21\/bucherschrank-geschichten\/\">B\u00fccherschr\u00e4nken<\/a>, wo ich sie dann finden werde.<br \/>\nWeil ich soviel von dort nach Hause trage, habe ich mir vor <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/10\/das-neue-bucherregal\/\">zwei Jahren<\/a> zum dritten Mal ein Humboldt-Regal von der gr\u00fcnen Erde gekauft und vor einigen Wochen von dort einen Brief bekommen, da\u00df sie die Produktion desselben aufgeben werden, wenn ich meinen Bestand erweitern will, soll ich das, bitte sehr schnell tun, weil es sonst nur mehr in einer individuellen teuren Sonderanfertigung m\u00f6glich ist.<br \/>\n&#8220;Schade und warum?&#8221;, hat der Alfred gefragt. Jetzt wei\u00df ich die Antwort, \u00d61 hat sie mir verraten und IKEA war wom\u00f6glich wieder schneller und fertig seine Billies inzwischen auch schon breiter an, f\u00fcr die Bildb\u00e4nde und die Kafeesevices, den E-Bookreader mit der gesamten Bibliothek, kann man dann auch irgendwo dazu legen und w\u00e4hrend noch alle schreien &#8220;Mit uns nie, denn wir wollen greifen, riechen, tasten!&#8221;, hat sich die M\u00f6belindustrie offenbar inzwischen still und heimlich umgestellt.<br \/>\nMit mir nie, ich habe etwa siebentausend B\u00fccher verteilt auf zwei Wohnungen und solange die Bobos ihre Best\u00e4nde ausleeren, werden es wohl mehr  und dann bin ich wahrscheinlich ohnehin schon gestorben oder sehbehindert und kann dem Ende der Gutenberg-Galaxis also ganz gelassen entgegensehen.<br \/>\nDie Frage, wer soll das alles lesen, interessiert mich aber schon ein bi\u00dfchen, vor allem, wenn man, wie ich es zunehmend tue, sich viel in der Welt der B\u00fccherblogger herumtreibt und die lesen nur das Neueste, den neuen Michael K\u00f6hlmeier, die neue Sophie Kinsella, die neue Doris Knecht und und und.<br \/>\nIn der ersten Woche wird der Umsatz gemacht, habe ich in der Sendung Diagonal von der Deuticke-Chefin Martina Schmidt erfahren. Es gibt Sperrfristen, bevor man ein Rezensionsexemplar nicht besprechen darf und wenn die um ist, ist schon alles gelaufen und das Gesch\u00e4ft gemacht oder nicht und dann gibt es in \u00d6sterreich und Deutschland ja die Buchpreisbindung.<br \/>\nDas hei\u00dft, ein Buch kostet \u00fcberall und immer gleich, bevor es in den Ramschkisten landet und dort von mir, wenn m\u00f6glich um einen oder zwei Euro herausgezogen wird, die Autoren schauen dann pikiert, wenn ich ihnen davon erz\u00e4hle und wenn ich dann dar\u00fcber blogge, da\u00df ich 2013 einen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/22\/wolken-drohen-uber-wien\/\">Otto Friedlaender<\/a> bespreche, den ich 2011 aus dem Wortschatz gezogen habe, erscheine ich wahrscheinlich ein bi\u00dfchen jenseitig und so komme ich zu der Frage zur\u00fcck, wie lange darf man die B\u00fccher lesen und haben sie ein Ablaufdatum?<br \/>\nWas waren die Neuerscheinungen von 2012, 2011 und 2010 hat in der Sendung jemand den Kritiker und ehemaligen Jung-und Jung Mitarbeiter Paul Jandl, der, der einmal von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/07\/menasse-lesung\/\">Robert Menasse <\/a>sehr zusammengeschissen wurde, gefragt und er hat gestockt und etwas von Clemens Setz, Wolfgang Herrndorf und ich wei\u00df nicht so recht und man vergi\u00dft so viel, herausgestottert und ich mit ihm. Im Augenblick war ich genauso \u00fcberfordert, obwohl ich seit Sommer 2008 ja alles penibel genau blogge und ist mir au\u00dfer <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/08\/den-bachmannpreis-gewinnen\/\">Cornelia<\/a> Travnicek und Milena <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/12\/milena-michiko-flasar-und-festwocheneroffnung\/\">Michiko Flasar<\/a>, meinen beiden Lieblingen nicht viel eingefallen, von der Flasar habe ich vor ein paar Wochen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/24\/ig-autoren\/\">&#8220;Okasaan meine <\/a>unbekannte Mutter&#8221; ihr zweites, noch bei Residenz erschienenes Buch, herausgezogen, darf man das noch lesen, habe ich gefragt und tue es nat\u00fcrlich, selbstverst\u00e4ndlich keine Frage.<br \/>\nAlles, was ich finde oder leider doch nur maximal zweihundert pro Jahr, weil mehr als Lesekompetenz auch von erfahrenen Viellesern und B\u00fcchernjunkies ja nicht m\u00f6glich ist.<br \/>\nWieviel Prozent der erschienenen B\u00fccher werden also gelesen?, lautet die n\u00e4chste Frage, die mich wirklich interessiert und weil ich ja auch ein bi\u00dfchen Sammlerin bin, schleppe ich viel nach Hause ohne es zu lesen und vermute, da\u00df es vielen B\u00fcchern \u00e4hnlich geht, \u00e4hnlich gehen mu\u00df, denn wenn der durchschnittliche \u00d6sterreicher acht bis neun B\u00fccher liest und vielleicht liegt die aktuelle Zahl schon viel niedriger, kann man sich ja ausrechnen, was ungelesen in den Regalen bleibt, bis es sich in den B\u00fccherschr\u00e4nken und von so unkonventionell-semiprofessionellen Typen, wie mir herausgezogen, gelesen und besprochen werden?<br \/>\nEine Zahl, die die Autoren nicht h\u00f6ren wollen und sie wahrscheinlich gleich verdr\u00e4ngen und jetzt interessiert mich nat\u00fcrlich noch, wieviel lesen professionelle B\u00fccherkritiker, wie Katja Gassner oder Cornelius Hell beispielsweise und wie schnell vergessen sie das Gelesene dann?<br \/>\nMeine Erfahrung ist da sehr viel und schnell, denn wenn ich einmal eine Frage, abseits des Mainstreams hatte, wie ist das mit Lilly Brett, der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/05\/lockergedichte-und-kratochvil-roman\/\">Fliegenf\u00e4ngerfabrik<\/a> oder der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/03\/die-funfziger-jahre\/\">Herta Staub<\/a> beispielsweise, habe ich den Kritiker, die Kritikerin schnell am falschen Fu\u00df erwischt, obwohl ich auf Anhieb auch nicht sagen konnte, was die Verkaufserfolge von 2009 oder 2010 waren, aber nat\u00fcrlich zugreife, wenn ich auf einen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/15\/vom-funften-in-den-vierten\/\">Flohmarkt <\/a>die Rezensionsexemplare von Richard Obermayrs &#8220;Fenster&#8221;, Judith Zanders  &#8220;Dinge, die wir heute sagen&#8221;, Olga Martynovas &#8220;Sogar Papageien \u00fcberleben uns&#8221; oder Alina Bronskys &#8220;Die sch\u00e4rfsten Gerichte der tartarischen K\u00fcche&#8221; finde.<br \/>\nHaben B\u00fccher ein Ablaufdatum? Nat\u00fcrlich haben sie es und sollten es eigentlich nicht. Die Ware Buch hat, in der ersten Woche wei\u00df ich, es wird ein Flop oder nicht, sagte Martina Schmidt. Ich wei\u00df das erst, wenn ich das Buch gelesen habe und das dauert sogar bei einer literarischen Au\u00dfenseiterin, wie mir, die sich ja sehr wertsch\u00e4tzend f\u00fcr sehr viel interessiert, inzwischen schon sehr lange, die das Buch nicht als Ware sieht, damit manchmal <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/26\/leben-ohne-geld\/#comments\">aneckt<\/a>, aber versteht, da\u00df sehr viele Leute schreiben wollen und dann offenbar immer weniger Zeit zum Lesen haben, obwohl sie das nat\u00fcrlich nicht zugeben werden, aber mit hundertf\u00fcnfzig gelesenen B\u00fcchern im Jahr, stehe ich schon ziemlich an der nichtprofessionellen Leserspitze und das ist ja noch immer nur ein winziger Teil der B\u00fccherberge, die jetzt in Leipzig ausgebreitet sind, was ich diesmal nur durch das Netz und das blaue Sofa verfolge, mich aber nat\u00fcrlich interessiert und ich bin eine, die den neuen Ver\u00e4nderungen ja sehr offen und wertsch\u00e4tzend gegen\u00fcbersteht.<br \/>\nNat\u00fcrlich wird sich was ver\u00e4ndern und nein, einen Kindle werde ich mir nicht kaufen und auch keine B\u00fccher um f\u00fcnfundzwanzig Euro, weil mir die schlicht und einfach zu teuer sind. Daf\u00fcr lese ich sehr viel, die, die ich umsonst oder um einen Euro bekomme und schreibe auch so, an die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/05\/korrigierrochaden-und-andere-literarische-kleinereignisse\/\">drei pro Jahr<\/a> und gebe sie selbst heraus, weil ich bisher koch keinen Verlag als Gesch\u00e4ft aufgefallen bin, schreibe, blogge, lese, verstehe wahrscheinlich schon sehr viel davon und bin immer noch an der Nichtware Buch interessiert und dem Ende der Gutenberg Galaxis stehe ich abwartend gegen\u00fcber, weil ich bis an mein Lebensende noch genug Ungelesenes auf meinen B\u00fccherlisten habe, weil ich es nicht zusammenbringe, an den B\u00fccherschr\u00e4nken, wo die Bobos derzeit ihre Druckwerke entsorgen sollen, vor\u00fcberzugehen und dem E-Book gegen\u00fcber bin ich eigentlich sehr aufgeschlossen, obwohl ich mir keinen Kindle kaufe und meine B\u00fccher auch nicht auf Amazon, obwohl ich diese <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/30\/kehrtwende\/\">Selbstpublishleiste<\/a> sehr toll und fortschrittlich finde, stelle, sondern mich mit meinen Blog und meinen Gewinnspielen begn\u00fcgen werde und da kann ich gleich verk\u00fcnden, da\u00df ich mit dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/05\/nanowrimoschreiben-2012\/\">&#8220;Nanowrimonovel&#8221;<\/a>, fertig geworden bin, es also mit dem Beschreibungstext und einer B\u00fccherliste an den Alfred zur PDF-Erstellung \u00fcbersandte. Ein Coverfoto m\u00fcssen wir noch machen und hoffe, da\u00df auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/28\/vorschau-auf-kerstins-achterln\/\">&#8220;Kerstins Achterl&#8221;<\/a> bald an die Druckerei gehen wird, das Gewinnspiel mit den drei\u00dfig Fragen \u00fcber meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/02\/12\/cover-fragen\/\">drei\u00dfig B\u00fccher<\/a> wartet und da bin ich neugierig, wieviele Leser sich daraufhin melden und die Frage, wie oft die Ware Buch egal, ob im E-Buchreader oder gedruckter Form gelesen wird, habe ich ebenfalls nicht beantwortet.<br \/>\nFinde es aber nach wie vor sch\u00f6n, da\u00df soviel Leute schreiben und interessiere mich daf\u00fcr. Tue was ich kann, die ungelesenen B\u00fccher zu gelesenen zu machen, obwohl ich das nat\u00fcrlich ebenfalls nicht schaffen werde.<br \/>\nUnd bez\u00fcglich B\u00fccherschr\u00e4nke sind jetzt auch noch recht verwirrende Meldungen auf mich zugekommen. Hat es Frank Gassner mit den Politikern, die ihm f\u00fcr seine Ideen keine Subeventionen geben, daf\u00fcr die Schr\u00e4nke aber in sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit abkupfern und sich davor fotografieren lassen, recht schwer. So kam ja vorige Woche recht \u00fcberraschend die Meldung es g\u00e4be in der Josefstadt einen von ihn errichteten und gebauten Schrank mit f\u00fcnf irgendwie recht seltsam wirkenden Fotos davor, aber das ist mir erst sp\u00e4ter aufgefallen. Zuerst habe ich ihm &#8220;Fein!&#8221;, gemailt, bin nach der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/06\/hommage-an-felix-braun-und-kathe-braun-prager\/\">Wien-Bibliothek<\/a> hingegangen, einen &#8220;Bodo Hell&#8221; herausgezogen und gedacht, der sieht ein bi\u00dfchen weniger stabiler, wie der in der Neubaugasse aus und dann nicht weiter dar\u00fcber nachgedacht, mir ist es ja egal wer die Schr\u00e4nke baut, in die mir die Bobos ihre Sch\u00e4tze geben und wundere mich immer nur ein bi\u00dfchen, da\u00df das so kompliziert und teuer ist. Am Mittwoch kam dann ein weiteres Mail, ales Fake und Fotokopie und das ganze war nur eine Aktion um auf die Mi\u00dfst\u00e4nde hinzuweisen, also schade, da\u00df die Stadt Wien die Schr\u00e4nke nicht subventioniert und wie man sieht, hat das Urheberrecht bzw. seine Umgehung auch hier<br \/>\nseine Dimension.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestatten, ich bin ein Buch, ein neuerschienenes, hey, ihr, wie findet ihr das, ist doch megacool oder etwa nicht? 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