{"id":20047,"date":"2013-03-09T00:53:59","date_gmt":"2013-03-08T23:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=20047"},"modified":"2013-03-09T00:53:59","modified_gmt":"2013-03-08T23:53:59","slug":"die-konigin-der-olga-flor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=20047","title":{"rendered":"Die K\u00f6nigin der Olga Flor"},"content":{"rendered":"<p>Die  1968 in Wien geborene und in Graz lebende Olga Flor kenne ich seit ihrer GAV-Aufnahme, 2001 war das wahrscheinlich. 2002 habe ich sie, glaube ich, auf dem Rathausplatz geh\u00f6rt, als es da im Zug der steirischen Tage im Kaffeehauszelt eine von Martin Wanko moderierte steirische Lesung gegeben hat, wahrscheinlich hat sie da aus ihrem ersten Roman &#8220;Erlk\u00f6nig&#8221; gelesen und ist bald bekannt geworden und in den Literaturbetrieb eingestiegen. 2003 hat sie den Priessnitz-Preis bekommen, da war ich  dort, bzw. bin ich gerade von einer Gerstl-Lesung aus der Hauptb\u00fccherei  gekommen, wo ich die zweite Szene von <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_tauben.html\">&#8220;Taubenf\u00fcttern&#8221;<\/a> geschrieben habe, die, wo der Johannes Schwarzinger wirr in Wien herumrennt und habe mich mit  Antia C. Schaub unterhalten, die gerade an unseren Frauenbuch geschrieben hat und ihr gesagt, da\u00df sie Olga Flor auch in ihre Portraits aufnehmen h\u00e4tte k\u00f6nnen.<br \/>\n2004 ist dann der Stoessl-Preis gekommen, f\u00fcr den ich mich auch ein paar Mal erfolglos beworben habe und 2005 der zweite Roman &#8220;Talschuss&#8221;, der, wie ich dem Programm der Hauptb\u00fccherei entnehme, monatelang auf der ORF-Bestenliste stand.<br \/>\nDann kam der Roman &#8220;Kollateralschaden&#8221;, der \u00e4hnlich, wie mein <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">&#8220;Wiener Stadtroman&#8221;<\/a> an einem Tag spielt, 2008 war der f\u00fcr den dBP Preis nominiert und da war auch die erste Buch-Wien, wo Olga Flor, glaube ich, bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/11\/18\/eroffnung-der-lesefestwoche\/\">Er\u00f6ffnung der Lesefestwoche im Museumsquartie<\/a>r daraus gelesen hat und jetzt gibt es den vierten Roman, im Herbst erschienen und irgendwie an mir vorbeigegangen, &#8220;Die K\u00f6nigin ist tot&#8221;, der am Freitag in der Hauptb\u00fccherei pr\u00e4sentiert wurde.<br \/>\nIch habe noch keinen Flor-Roman gelesen, war aber auf den oben erw\u00e4hnten Lesungen und habe sie, glaube ich, auch in der Alten Schmiede geh\u00f6rt, als dort das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/20\/grundbuch-wand\/\">Grundbuch-&#8220;Wand&#8221;<\/a> pr\u00e4sentiert wurde, bzw. bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?s=Jelinek-Dialoge\">Jelinek-Dialogen<\/a>.<br \/>\nDas die kleine Physikerin mit den kurzen Haaren und der riesigen viereckigen Brille, die von der Radio Moderatorin Judith Brandner vorgestellt wurde, sehr qurelig ist, habe ich auch erst jetzt so richtig mitbekommen.<br \/>\nEin modernes Macbeth Drama hat sie in ihrem vierten Roman geschrieben, bzw. die Handlung nach Chicago in die nahe Zukunft verlegt und eine Europ\u00e4erin mit gro\u00dfen Mundwerk und gro\u00dfen Wortschatz nicht linear von ihrem Leben erz\u00e4hlen lassen, eine Europ\u00e4erin, die offenbar um jeden Preis, den gro\u00dfen Aufstieg will, sich deshalb von einem m\u00e4chtigen Medientycoon ehelichen l\u00e4\u00dft, er l\u00e4\u00dft ihr durch seine Anw\u00e4lte den Ehevertrag schicken und f\u00e4hrt mit ihr im Lift in den siebenundsechzigsten Stockwerk seines Towers auf und ab. Der Lift spielt \u00fcberhaupt eine gro\u00dfe Rolle und die Ich-Erz\u00e4hlerin, die sich Lilly nennt, war offenbar einmal sein Liftm\u00e4dchen, einen T\u00fcrsteher gibt es auch und soziale Unruhen, die man vom Fenster aus beobachten kann, es gibt Sicherheitskontrollen und der Tycoon inszeniert sie oder sie ihn mit ihrer spitzen Zunge, dann tauscht er sie f\u00fcr eine J\u00fcgere aus, bzw. \u00fcbergibt er sie seinen Stellenvertreter. Sie l\u00e4\u00dft sich aber offenbar auch gerne \u00fcbergeben und am Ende schmiedet sie ein Rachekomplott, bzw. einen Mord und Olga Flor erz\u00e4hlte auch genauso schnellz\u00fcngig, was mich ein wenig an Wendelin Schmidt-Dengler erinnerte von ihrer Romanarbeit. Macbeth hat sie immer schon fasziniert, die Ich-Erz\u00e4hlerin hat ein antifeministischen Konzept und das am Frauentag, den Judith Brandner in ihrer Einleitung extra erw\u00e4hnte.<br \/>\nWas soll sie aber machen, fressen oder gefressen werden ist die Devise in einer Welt wie dieser und die Protagonistin will die Macht und das angenehme Leben.<br \/>\nSie ist eine unsympathische Figur, denn nur mit einer solchen wollte sich Olga Flor besch\u00e4ftigen, sonst w\u00e4re das Schreiben langweilig, dann ist sie ihr aber doch sympathisch geworden.<br \/>\nDie Publikumsfragen besch\u00e4ftigten sich  mit den Gef\u00fchlen und mit den Kindern, die in solchen Familieninszenierungen nat\u00fcrlich auch vorkommen und ihre Rolle spielen, der Tycoon braucht ja seine Erben.<br \/>\nSabine Gruber war im Publikum und wurde von Olga Flor herzlich begr\u00fc\u00dft und am Ende wies Judith Brandner, die mit Olga Flor seit zehn Jahren befreundet ist, auf den B\u00fcchertisch hin und ich bin nat\u00fcrlich gespannt, ob ich einmal eines der Olga Flor-B\u00fccher finde, obwohl mir die Ich-Erz\u00e4hlerin und ihr Lebenskonzept glaube ich, nicht sehr sympathisch ist.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1968 in Wien geborene und in Graz lebende Olga Flor kenne ich seit ihrer GAV-Aufnahme, 2001 war das wahrscheinlich. 2002 habe ich sie, glaube ich, auf dem Rathausplatz geh\u00f6rt, als es da im Zug der steirischen Tage im Kaffeehauszelt &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=20047\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-20047","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20047"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20047\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}