{"id":19803,"date":"2013-02-27T00:56:06","date_gmt":"2013-02-26T23:56:06","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=19803"},"modified":"2013-02-27T00:56:06","modified_gmt":"2013-02-26T23:56:06","slug":"lesung-mit-uberraschungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=19803","title":{"rendered":"\u00dcberraschungslesung"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe mich dann doch f\u00fcr den Besuch der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und nicht f\u00fcr <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/02\/26\/vom-gewohnlichen-leben-zu-hofnarr-konig-unnd-volk\/\">Anne Weber<\/a> entschieden, weil da bei der &#8220;neuen \u00f6sterreichischen Literatur&#8221; Gudrun Seidenauer und Robert Kleindienst angek\u00fcndigt waren und die 1965 in Salzburg geborene Gudrun Seidenauer, kenne ich, glaube ich, seit ich 1992 Jurymitglied f\u00fcr das Nachwuchsstipendium war, habe sie aber noch nie gesehen. Jetzt ist ihr dritter Roman bei Residenz erschienen. Robert Kleindienst glaubte ich auch zu kennen, hat er ja <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/06\/25\/bachmannlesen-ii\/\">2010 beim Bachmannpreis<\/a> gelesen und bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/25\/sujet-hybris-und-referenz\/\">Textvorstellungen<\/a> von Angelika Reitzer habe ich ihn auch einmal geh\u00f6rt.<br \/>\nDann sa\u00df ich wartend in der zweiten Reihe, die beiden B\u00fccher hatte ich schon vorher am B\u00fcchertisch durchgebl\u00e4ttert,  schaute ins Programm und \u00fcberlegte, ob es nicht Josef hei\u00dfen m\u00fc\u00dfte, denn da gibt es ja auch einem FP\u00d6-Gewerkschaftler, der so hei\u00dft und erkannte, da\u00df ich wieder einmal \u00fcber meine legasthene Ader und \u00fcber die Namen gestolpert bin, denn Robert Kleindienst wurde 1975 in Salzburg geboren, w\u00e4hrend der 1972 geborene Josef Kleindienst ja ein K\u00e4rntner ist.<br \/>\nAlso ein anderer Autor und eine unbekannte Gr\u00f6\u00dfe und w\u00e4hrend ich noch dar\u00fcber gr\u00fcbelte, erschien Marianne Gruber mit dem Autor und erkl\u00e4rte, da\u00df Gudrun Seidenauder eine schwere Grippe h\u00e4tte und sich das Publikum entscheiden k\u00f6nne, ob es den Seidenauer-Roman von ihr erz\u00e4hlt bekommen oder Robert Kleindienst l\u00e4nger h\u00f6ren m\u00f6chte.<br \/>\nIch h\u00e4tte mich f\u00fcr die l\u00e4ngere Lesung entschieden, es schrieen aber schon ein paar vor mir, da\u00df sie das erste wollten und so stellte Marianne Gruber, den Salzburger Autor vor und irrte sich dabei auch zweimal, machte  &#8220;Nicht im Traum&#8221; zum dritten Roman, es ist der zweite und sprach von Innsbrucker Stadtschreiber, der ein Kitzb\u00fchler, war, ansonsten hat Robert Kleindienst Germanistik, P\u00e4dagogik und Politikwissenschaft studiert und der bei laurin erschienene Roman scheint die Traumebene mit der der Realit\u00e4t sehr oft zu wechseln.<br \/>\n&#8220;Machen Sie nicht den Fehler, da\u00df Sie herausfinden, was jetzt real und was unwirklich ist!&#8221;, riet Marianne Gruber und meinte wieder, was ich jetzt sehr oft h\u00f6re und gar nicht h\u00f6ren will, da\u00df man heutzutage nicht mehr linear erz\u00e4hlen k\u00f6nne und bei in &#8220;Nicht im Traum&#8221; geht es um Trauerarbeit, ein Mann hat seine Frau verloren und sieht sie jetzt offenbar \u00fcberall. Am Friedhof folgt er ihr in ein Grab, dann schlafwandelt er, wird von der Polizei verhaftet und eingesperrt, dabei bekommt er eine Grippe und wird von einer Freundin gepflegt, die ihm Essigpatscherln anlegt und Zwiebelsuppe kocht, w\u00e4hrend ober ihnen ein schlechter Geiger kr\u00e4chzt, dann erleidet er einen H\u00f6rsturz kommt ins Spital und gleitet dabei  wieder in die Traumebene ab, verfolgt seine Frau im Schnee,etc.<br \/>\nEine interessante Neuentdeckung, die ich da ganz zuf\u00e4llig machte, w\u00e4hrend Josef Kleindienst ja offenbar sowohl ein  experimenteller als auch realistischer Erz\u00e4hler ist, zumindest war das St\u00fcck, das er in Klagenfurt gelesen hat, eher realistisch und Gudrun Seidenauer, von der ich, glaube ich, nicht sehr viel gelesen habe, hat einen &#8220;Hausroman&#8221; geschrieben.<br \/>\nDas habe ich mit meinem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_haus.html\">&#8220;Haus&#8221;<\/a> auch getan und an einen DDR-Roman kann ich mich erinnern, in dem es um ein Haus und seine Bewohner geht.<br \/>\nBei Gudrun Seidenauer erz\u00e4hlt aber das Haus von seinen Bewohnern, wie Marianne Gruber begeistert anmerkte, da\u00df es sich dabei um sieben Kapitel und einen Epilog handelt, wobei es sich, um einen Roman und nicht um sieben Erz\u00e4hlungen handelt, weil mehrere Personen sich von Kapitel zu Kapitel ziehen. Da gibt es einen Architekten, seine Tochter, eine \u00c4rztin, einen Jungen mit einer esoterischen Mutter und und und.<br \/>\nBei den Stellen, die Marianne Gruber vorgelesen hat, ist mir gar nicht aufgefallen, da\u00df das Haus der Erz\u00e4hler w\u00e4re, das kam eigentlich nur bei dem St\u00fcck aus dem Epilog heraus.<br \/>\nMarianne Gruber erz\u00e4hlte noch einiges \u00fcber das Buch, gab ihre Betrachtungen zu den zwei \u00f6sterreichischen Neuerscheinungen ab und versuchte wieder zum B\u00fccherkauf zu verlocken.<br \/>\n&#8220;Drau\u00dfen warten viele sch\u00f6ne B\u00fccher, die sich freuen w\u00fcrden, wenn Sie bei Ihnen im Regal ein ein neues Pl\u00e4tzchen finden w\u00fcrden!&#8221;, sagt sie dann immer und ich denke an meine B\u00fccherberge.<br \/>\nHabe dann Anita C. Schaub gesehen, die ich gerne einen Tag fr\u00fcher getroffen h\u00e4tte, weil sie mir dann die &#8220;Krausen Haare&#8221; signieren h\u00e4tte k\u00f6nnen, die sich dar\u00fcber wunderte, da\u00df ihr Buch schon abverkauft wird, wor\u00fcber ich mich ja sehr freute, obwohl ich schon so viele B\u00fccher habe. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mich dann doch f\u00fcr den Besuch der Gesellschaft f\u00fcr Literatur und nicht f\u00fcr Anne Weber entschieden, weil da bei der &#8220;neuen \u00f6sterreichischen Literatur&#8221; Gudrun Seidenauer und Robert Kleindienst angek\u00fcndigt waren und die 1965 in Salzburg geborene Gudrun Seidenauer, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=19803\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-19803","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19803","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19803"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19803\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19803"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19803"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19803"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}