{"id":19192,"date":"2013-01-27T00:13:12","date_gmt":"2013-01-26T23:13:12","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=19192"},"modified":"2013-01-27T00:13:12","modified_gmt":"2013-01-26T23:13:12","slug":"wie-marilyn-monroe-nach-karnten-kam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=19192","title":{"rendered":"Wie Marilyn Monroe nach K\u00e4rnten kam"},"content":{"rendered":"<p>Von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/26\/das-gesprengte-grab\/?preview=true\">China<\/a> geht es jetzt nach K\u00e4rnten bzw. nach Kolumbien und Edith Darnhofer-Demars &#8220;Ethno-M\u00e4rchen in mehren Welten&#8221; haben auch eine eigene Geschichte.<br \/>\nIn dem Buch gibt es eine Widmung &#8220;F\u00fcr Eva Jancak ein Blick in meine Heimaten.. Danke&#8221; und die 1945 in Mauthen geborene Kultur und Wissenschaftsredakteurin, die auch Korrespondentin in und \u00fcber Lateinamerika war, kenne ich von den GVs der IG Autoren und habe sie beim Dichter-Fasching der Gesellschaft f\u00fcr Literatur wiedergetroffen, diese Veranstaltung, die es einige Jahre in der Herrengasse gab, wo bei einem Buffet mit Krapfen, jeder lesen durfte, man sich auch verkleiden und vielleicht Faschingsscherze von sich geben sollte, aber so weit ich das beobachtete, haben dort die Autoren, mich inbegriffen, die sonst nicht lesen durften, ihre durchaus ernstgemeinten Texte vorgelesen und waren meistens auch nicht verkleidet.<br \/>\nDas hei\u00dft, Marianne Gruber hatte eine rote Zirkusjacke an und Heidi Pataki, die verstorbene GAV-Pr\u00e4sidentin, eine Armeem\u00fctze auf den Kopf.<br \/>\nZweimal habe ich dort gelesen. Einmal einen Text aus &#8220;Zwischen H\u00fctteldorf und Heiligenstadt&#8221;, weil da eine Szene am Opernball spielt, um den Faschingsbezug herzustellen und weil eine der handelnden Personen Marianne hie\u00df, haben alle gelacht, wahrscheinlich weil sie dachten, es h\u00e4tte was mit Marianne Gruber zu tun, was ein Irrtum war. Das zweite Mal ein St\u00fcck aus dem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_schokolade.html\">&#8220;Wiener Stadtroman&#8221;<\/a>, da war, glaube ich, Heidi Pataki und Fabian Kulterer da, der inzwischen verstorben ist, Alfred hat fotografiert und Edith Darnhofer-Demar hat ihn um die Fotos gebeten, die ich ihr schickte.<br \/>\n20011 ist das ein Brief mit dem Buch gekommen, das ich offenbar zuerst in das Regal stellte und dann auf meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a>. Jetzt habe ich die zwei Geschichten bzw., wie Edith Darnhofer-Demar schreibt, &#8220;die m\u00e4rchenhafte Abrechnung mit dem politischen Klima in K\u00e4rnten, verwoben mit einer von Marilyn Monroes Tod ausgel\u00f6sten Erz\u00e4hlung aus meinem Lieblingskontinent Lateinamerika&#8221; gelesen.<br \/>\n&#8220;Zwei  Ethono M\u00e4rchen in mehreren Welten&#8221;, steht unter dem Titel und dann geht es los mit &#8220;Es war einmal- Max im Gl\u00fcck&#8221; und es geht nach Kolumbien. Da f\u00e4hrt ein Sekret\u00e4r der \u00f6sterreichischen Botschaft in das kleine D\u00f6rfchen Lugar de Mary Lee, das am Fu\u00df eines der Ausl\u00e4ufer der Anden liegt, um nach Maximillian Matschnig, einen K\u00e4rntner, wie man an der Schlu\u00dfsilbe seines Namens erkennen kann, zu suchen.<br \/>\nDer hat sich nach seiner Matura auf eine dreiw\u00f6chige Amerikareise machen wollen und ist in dem kleinen Dorf h\u00e4ngen geblieben, bzw. verschwunden. Die Eltern wandten sich an die Botschaft, jetzt soll der Sekret\u00e4r ihn suchen und f\u00e4hrt hin, quartiert sich in einem Hotel ein und liest zuerst Max Briefe an die Eltern. Da geht es um die Amerikanerin Mary Lee King, die mit einem Doktor in die Gegend kam, das Dorf und eine Art Sekte bildete, ein Spital und ein Gesundheitszentrum und am Sonntag pflegt sie auch zu predigten.<br \/>\nMax machte dort ein Tischlerlehre, h\u00f6rte irgendwann auf zu schreiben und der Sekret\u00e4r erf\u00e4hrt, da\u00df er ausgerechnet am f\u00fcnfzehnten August, dem Marienfeiertag verschwunden ist. Der Sekret\u00e4r recherchiert und bekommt mehrere Geschichten zu h\u00f6ren, der Pfarrer ist von der Predigerin entsetzt und nennt sie eine Hexe, eine andere, die Max seiner Mutter schreibt, ist, das Mary die Reinkarnation von Marilyn Monroe sein soll und der Student sollte vielleicht am 15. August der Sekte geopfert werden, bzw. der sechzigj\u00e4hrigen Mary als Liebesopfer dienen. Der Sekret\u00e4r erleidet einen Schw\u00e4cheanfall, als er den heilenden Schrein der Maria Lionza besichtigt, beschlie\u00dft dann den Eltern einen Abschlu\u00dfbericht zu schreiben und tritt seinen Heimaturlaub nach K\u00e4rtnen an.<br \/>\nDas zweite M\u00e4rchen &#8220;Es wird einmal-Die vers\u00e4umte Wallfahrt&#8221;, ist viel mystischer und hat sich daher der Realistin nicht ganz erschlossen, geht es da ja in das K\u00e4rntner Bodental, handelt von der G\u00f6ttin Bodh, Elfen, einem Rabenrat, Frau Perchta, den Bergmandln und noch allerlei anderen mythischen Gestalten, bevor pl\u00f6tzlich der pensionierte Botschaftsrat in Erscheinung tritt, in den Gestalten Marilyn Monroe und Max Matschnig erkennt und der verunfallte Landeshauptmann Haider tritt ebenfalls auf.<br \/>\nEdith Darnhofer-Demar Brief hat mir den politischen Bezug des Ganzen ein bi\u00dfchen erschlossen, ansonsten kenne ich mich, wie ich f\u00fcrchte, in der K\u00e4rntner mythischen Landschaft nicht so aus, die Geschichte von dem verschwundenen Studenten war aber h\u00f6chst spannend, umsomehr da Edith Darnhofer-Demar auch noch einige Ausl\u00fcge in das Matriarchat macht und im Anhang Literaturhinweise gibt und ich darf wieder ein St\u00fcckchen, der eher unbekannte \u00f6sterreichischen Gegenwartsliteratur, der interessierten \u00d6ffentlichkeit vorstellen. Das Buch ist 2010 in der Edition Meerauge, des Verlags Johannes Heyn  erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von China geht es jetzt nach K\u00e4rnten bzw. nach Kolumbien und Edith Darnhofer-Demars &#8220;Ethno-M\u00e4rchen in mehren Welten&#8221; haben auch eine eigene Geschichte. In dem Buch gibt es eine Widmung &#8220;F\u00fcr Eva Jancak ein Blick in meine Heimaten.. 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