{"id":19060,"date":"2013-01-16T00:46:48","date_gmt":"2013-01-15T23:46:48","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=19060"},"modified":"2013-01-16T00:46:48","modified_gmt":"2013-01-15T23:46:48","slug":"garanas-trilogie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=19060","title":{"rendered":"Garanas-Trilogie"},"content":{"rendered":"<p>Den ersten Teil &#8220;Garanas oder Die Litanei&#8221;, gabs einmal bei einem der B\u00fcchert\u00fcrmen der Literatur im M\u00e4rz. Den Namen Matthias Mander, habe ich damals schon gekannt, kennengelernt habe ich den 1933 in Graz geborenen Autor vor einigen Jahren bei Frau Wazlawiceks Literaturtage in der Galerie Heinrich, da war eine Veranstaltung des Czernin-Verlags und da stellte der Autor den 2005 erschienenen zweiten Teil &#8220;Der Br\u00fcckenfall oder Das Drehherz&#8221; vor, wo es um den Einsturz der Wiener Reichsbr\u00fccke am ersten August 1976 ging.<br \/>\nDa habe ich mir vorgenommen, den ersten Teil zu lesen und darauf vergessen, dann kam letzten Sommer die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/17\/sommerlesereihe-unsterblich-und-film-nach-helmut-zenker\/\">Podium Sommerlesereihe zum Thema &#8220;Unsterblich&#8221;<\/a>, da traf ich Matthias Mander wieder und da wurde, glaube ich, schon von Teil drei &#8220;Die Holschuld oder Garanaser Filamente&#8221; gesprochen. Ich habe mir jedenfalls ab da das Buch aus den Regalen geholt und auf meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> gesetzt und bin jetzt sehr begierig in die Gesellschaft f\u00fcr Literatur gegangen, wo der letzte finale Teil der von der Kritik hochgelobten Trilogie, wie im Programm stand vorgestellt und von Christa Nebenf\u00fchr eingeleitet oder moderiert wurde.<br \/>\nAls ich zehn Minuten vor sieben den Veranstaltungssaal erreichte war es sehr voll. Elfriede Haslehner, die im Februar ihr neues Buch pr\u00e4sentieren wird, war da, der Erika Mitterer Sohn, Ilse Tielsch, Dietmar Grieser, Peter Paul Wipplinger und und und.<br \/>\nMarianne Gruber, die einleitete, sprach in bewegten Worten von der gro\u00dfen Hilfsbereitschaft, dem gro\u00dfen Archiv und der gro\u00dfen Freundschaft des Autors, dann kam Christa Nebenf\u00fchr und referierte analytischer weiter, n\u00e4mlich, da\u00df sie einstmals ohne Hans Lebert zu kennen, die ausrangierte &#8220;Ausfahrt&#8221; in einer B\u00fcchereifiliale fand, sich dann sofort auf die &#8220;Wolfshaut&#8221; st\u00fcrzte, danach die Sommerlesereihe vorbereitete und von Matthias Manders Text begeistert war, in dem man viel \u00fcber Wirtschaftskrimiminalit\u00e4t lernen kann, der Autor Natur mit Struktur verbindet und wenn seine Figuren aus dem Fenster sehen, viel erz\u00e4hlt wird, obwohl die Schreibtrainerin, das ber\u00fchmte &#8220;Show not tell&#8221;, nicht mehr h\u00f6ren kann.<br \/>\nDie Trilogie scheint sehr umfangreich und vielschichtig zu sein, mehrere Handlungsstr\u00e4nge, Christa Nebenf\u00fchr f\u00fchrte in einige ein, dann kam der Autor mit seiner Aktentasche, packte Marianne Grubers <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/04\/erinnerungen-eines-narren\/\">&#8220;Erinnerungen eines Narren&#8221;<\/a> aus, lobte es als das beste Buch der Saison und begann dann seine f\u00fcnfundvierzig Minuten aus Band drei zu lesen, das hei\u00dft er \u00fcberzog, denn in dieser Zeit w\u00e4ren nur zwei Prozent des Umfangs zu schaffen. So konnte er nur anrei\u00dfen und zwischendurch erz\u00e4hlen und mein Eindruck, da\u00df die Garanas-Trilogie  verwirrend ist, verst\u00e4rkte sich oder auch nicht, auf jeden Fall scheint Matthias Mander ein Selbstdarstellungstalent zu haben, das auch \u00fcber eine laute kr\u00e4ftige Stimme verf\u00fcgt. In der &#8220;Hohlschuld&#8221;, scheinen auch die ersten zwei Teile enthalten zu sein und der Erz\u00e4hler ist auch der Autor der Garanas- B\u00fccher. Es scheint mit einem verlorenen Proze\u00df zu beginnen, bei dem der Protagnonist alles, sein Geld, seine Pension, seine Wohnung etc verloren hat und nun sein Recht bekommen will. Er liest die Briefe all derer, die bei dem Wirtschaftsskandal ihr Geld verloren haben. Teil eins, scheint, wie der Reichsbr\u00fcckeneinsturz nach realen Begebenheiten passiert zu sein. Der Autor wird auch von Zeitzeugen und Gewerkschaftsmitgliedern besucht, die ihm etwas von diesen F\u00e4llen zu erz\u00e4hlen haben, ein Mord passiert und ein alter Mann wirft dem Autor vor schuld an der Misere zu sein.<br \/>\nWie geschrieben, sehr verwirrend, ganz ist es mir nicht gelungen den dritten von den ersten zwei Teilen abzugrenzen. Aber Teil eins werde ich demn\u00e4chst lesen, vielleicht wird mir da etwas klarer.<br \/>\nAm Schlu\u00df las Matthias Manders noch drei Stellen, die sich auf die Namensgebung bezogen und lud  zum Buffet, das aus Schinken, Wein und Brot aus dem Schwanberger Koralpen Gebiet, wo der Roman spielt, stammt.<br \/>\nSehr verwirrend und beeindruckend, Matthias Mander scheint wahrscheinlich auch ein literarischer Au\u00dfenseiter und eigentlich ein sehr realistischer Erz\u00e4hler zu sein, obwohl auch viel \u00dcberh\u00f6hung darin enthalten scheint.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den ersten Teil &#8220;Garanas oder Die Litanei&#8221;, gabs einmal bei einem der B\u00fcchert\u00fcrmen der Literatur im M\u00e4rz. 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