{"id":17631,"date":"2012-11-06T00:31:08","date_gmt":"2012-11-05T23:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=17631"},"modified":"2012-11-06T00:31:08","modified_gmt":"2012-11-05T23:31:08","slug":"schweizer-buchpreislesung-und-funfter-nanowrimotag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=17631","title":{"rendered":"Schweizer Buchpreislesung und f\u00fcnfter Nanowrimotag"},"content":{"rendered":"<p>Den Schweizer Buchpreis offenbar ein Pendat zum deutschen gibt es jetzt zum f\u00fcnften Mal und da er auf seiner Lesereise heuer das erste Mal im Wiener Literaturhaus Station machte, habe ich auch etwas davon mitgekommen. Das stimmt nicht ganz, denn auf der Buch-Wien lagen immer am Helvetia Stand die diesbez\u00fcglichen Einladungen auf und bei www.buecher.at kann man denm Namen des Gewinners h\u00f6chstwahrscheinlich auch immer finden. Es gibt aber eine Lesereise, die in acht Stationen durch die Schweiz, Deutschland und nach Wien f\u00fchrte, ich glaube 76 Nominierungen und f\u00fcnf Finalisten Sibylle Berg, Ursula Fricker, Peter von Matt, Thomas Meyer, Alan Claude Sulzer, drei davon haben in Wien gelesen und am  Sonntag den 11. findet in Basel die Preisverleihung statt.<br \/>\nWow, habe ich gedacht, da ich ja ein bi\u00dfche Literturpreis versessen bin, wahrscheinlich weil ich so wenige kriege und die lieben Leute vom <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/04\/sv-cocktail-krilit-alpha-literaturpreis\/\">Literaturpreis Alpha<\/a>, der ja diesen Donnerstag vergeben wird, ihre Versprechen nicht zu halten scheinen, auf dieses neue Literaturevent gefreut und war auch ein bi\u00dfchen unsicher, wie fr\u00fch ich hingehen mu\u00df um einen Platz zu bekommen? \u00dcberhaupt nicht n\u00f6tig, denn es war ziemlich leer und so bin ich lange im Foyer herumgestanden, wo es diesmal diese wei\u00dfen Buffettische gab, auf denen die Buchpreis Flyer lagen und habe das Gespr\u00e4ch zwischen einer kleinen  agilen  Schauspielerin, Silia Fenz mit Namen und dem Botschaftsrat Jaques Ducrest, einen sehr gro\u00dfen Mann, mitgeh\u00f6rt. Anne Zauner vom Literaturhaus kam dazu und wollte fr\u00f6hlich wissen &#8220;Wei\u00df man schon wer der Gewinner ist?&#8221;<br \/>\n&#8220;Streng geheim!&#8221; antwortete dieser, was nat\u00fcrlich schade ist, weil ich sonst was fl\u00fcstern k\u00f6nnte, so also auf Mutma\u00dfungen angewiesen und auf den B\u00fcchertisch, auf denen <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/15\/6983\/\">Sibylle Bergs<\/a> B\u00fccher lagen.<br \/>\n2009 stand sie ja mit &#8220;Der Mann der schl\u00e4ft&#8221; auf der deutschen Buchpreisliste, jetzt ist &#8220;Vielen Dank f\u00fcr das Leben&#8221; herausgekommen, mit dem wurde sie nominiert. Dann gabs noch das Buch von Peter von Mann der auch nicht gelesen hat zu sehen, bevor Robert Huez und der Botschaftsrat begr\u00fc\u00dften.<br \/>\nRobert Huez stellte dann die beiden Leser und die Leserin, die 1965 in Schaffhausen geborene Ursula Fricker, vor, von der ich noch nie etwas geh\u00f6rt habe, deren Buch &#8220;au\u00dfer sich&#8221; aber sehr beeindruckend ist, geht es darum um ein Architektenpaar, von dem der Mann Sebastian einen Gehirnschlag erleidet und seine Frau davon erz\u00e4hlt. Zuerst wollen sie am Wochenende Freunde besuchen, dann kommt es zu dem Unfall und dem ersten Besuch auf der Intensivstation, dann die Reha und am Schlu\u00df ist er zu Haus, st\u00f6\u00dft mit dem Kopf an die Wand und sie mu\u00df die Windeln wechseln, etwas, das ich ja auch gerade miterlebe. Dann kam der zweite f\u00fcr mich Unbekannte, der 1974 in Z\u00fcrich geborene  Freelancetexter Thomas Meyer mit seinem Romandebut &#8220;Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse&#8221;, der gro\u00dfe Heiterkeit im Publikum ausl\u00f6ste und der auch sehr originell sein d\u00fcrfte, schildert er ja die Entwicklung des Sohnes einer j\u00fcdischen Familie in Z\u00fcrich  und das Aufwachsen mit seiner Mame, die ihn unbedingt verheiratet will und integriert dabei  das Jiddisch so in die Sprache, da\u00df ein neuer frecher Ton herausgekommen ist und ich mir vorstellen k\u00f6nnte, da\u00df er der Gewinner ist, wenn ihm Sibylle Berg nicht zuviel Konkurrenz bereitet.<br \/>\nAber ich liege mit meinen Sch\u00e4tzungen meistens falsch, sollte also keine geben und den dritten Lesenden, den 1953 in Basel geborenen Alain Claude Sulzer kenne ich von seiner Funktion als Bachmann-Juror, sein Buch, das in den Blogs \u00f6fter erw\u00e4hnt wird, hei\u00dft &#8220;Aus den Fugen&#8221;, Robert Huez stellte es als Roman vor, das eigentlich eine Short Cut Sammlung ist und es scheint um einen Pianisten zu gehen, der w\u00e4hrend des Konzerts aufsteht und verschwindet. Das St\u00fcck das Alain Claude Sulzer gelesen hat, handelt von zwei schwulen M\u00e4nner, die im Taxi zu diesem Konzert fahren und ist mir ein bi\u00dfchen arrogant erschienen. Vielleicht lag es auch an der Vortragsart des Autors. Nachher gabs trotz der wei\u00dfen Tische kein Buffet, nur das Gl\u00e4schen Wein und ich habe mich ein bi\u00dfchen mit  Ottwald John und Anne Zauner unterhalten, ihr erz\u00e4hlt, da\u00df ich au\u00dfer Literaturveranstaltungen zu besuchen, auch noch etwas anderes machen, zum Beispiel<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/05\/nanowrimoschreiben-2012\/\"> Nanowrimo<\/a> schreiben und damit bin ich derzeit voll besch\u00e4ftigt und erlebe einen sehr interessanten Schreibproze\u00df, den ich schon ein bi\u00dfchen beschrieben habe, n\u00e4mlich am ersten Tag manisches schreiben, dann der Absturz am Tag zwei mit Korrektieren und &#8220;Ich wei\u00df nicht weiter&#8221;, und &#8220;Ich kann es nicht!&#8221;- Gedanken&#8221;, die am Tag drei wieder verschwunden waren, da habe ich geschrieben und geschrieben und am Sonntag bin ich mit Alfred, seinen Eltern und der Pflegehelferin Veronika ins Waldviertel essen gefahren und habe im Auto gedacht, da\u00df ich mit meinen vierunddrei\u00dfigtausend Worten eigentlich schon wieder fertig bin.<br \/>\nWas mache ich da?  Mein Versagen eingestehen, korrigieren und dann am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/09\/literaturgefluster-texte-buch\/\">Literturgefl\u00fcstertexte-Buch<\/a>, wie ich es ja eigentlich wollte, arbeiten oder denken, da\u00df der Nanowrimo ein Schreibemonat ist, also auch, wenn mir nichts mehr einf\u00e4llt bis am 30. 23.59 schreiben, korrigieren, anf\u00fcgen, Material sammeln etc.<br \/>\nAm Montag ist es damit auch weitergegangen, halte derzeit bei 41.007 Worten und drei\u00dfig Szenen, eine wei\u00df ich noch im voraus, da ladet Mirka den Edy zum Mittagessen ein und die Tina wird ihm Svickova und Torte machen ein und habe dann noch \u00fcber drei Wochen Zeit, die restlichen sieben bis achttausend Worte, also wahrscheinlich vier oder f\u00fcnf Szenen und finden, was eigentlich zu schaffen sein m\u00fc\u00dfte.<br \/>\nEs kann nat\u00fcrlich auch l\u00e4nger werden oder k\u00fcrzer und mit dem, was ich habe bin ich eigentlich auch ganz zufrieden, als ich am Sonntag aber wieder einmal niedergeschlagen war &#8220;Ich kann es nicht, ich kann es nicht!&#8221;, ist ein liebes Mail von einem Studenten der Sprachkunst gekommen, der durch meinen Bericht \u00fcber die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/28\/studentenlesung-ii\/\">zweite Studentenlesung<\/a> zum Literaturgefl\u00fcster fand und der mir einmal sagte, da\u00df ihm meine Art zu schreiben, trotz meiner Endlosschachtels\u00e4tze gef\u00e4llt, was einer die sich im World Wide Net ja sehr  \u00fcbersehen f\u00fchlt, nat\u00fcrlich gut gef\u00e4llt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Schweizer Buchpreis offenbar ein Pendat zum deutschen gibt es jetzt zum f\u00fcnften Mal und da er auf seiner Lesereise heuer das erste Mal im Wiener Literaturhaus Station machte, habe ich auch etwas davon mitgekommen. 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