{"id":17245,"date":"2012-10-18T00:27:08","date_gmt":"2012-10-17T22:27:08","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=17245"},"modified":"2012-10-18T00:27:08","modified_gmt":"2012-10-17T22:27:08","slug":"festplattenabgabedemo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=17245","title":{"rendered":"Von der Festplattenabgabedemo ins Literaturhaus"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen wurde ich von den IG Autoren, der GAV, der Literarmechana etc, regelrecht zugesch\u00fcttet mit der Aufforderung am Mittwoch um zw\u00f6lf zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz zum &#8220;Protestmarsch der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnster &#8211; Festplattenabgabe jetzt&#8221;, zu kommen, da diese beiden Interessenvertretungen die Festplattenabgabe, das Gegenmittel gegen Raubkopien, die die IG-Autoren fordert, bis jetzt verhindern.<br \/>\nSo ganz wu\u00dfte ich auch nicht, ob ich auf dieser Demo richtig war, bin ich ja eigentlich nicht daf\u00fcr, da\u00df, wie ich auf Transparenten lesen konnte, &#8220;Kunst ein knappes Gut bleiben mu\u00df!&#8221; und ich wei\u00df auch nicht, ob &#8220;Raubkopierer wirklich gleich Kunstterroristen!&#8221; sind und das World wide net ist mir als Bloggerin auch sehr willkommen.<br \/>\nIch bekomme von der Literarmechana aber auch die sogenannte Bibliothekstantieme \u00fcberwiesen, obwohl ich gar nicht so viele B\u00fccher in den Bibliotheken stehen habe und dann war es auch eine gute Gelegenheit sich wieder zu treffen, die Stimmung zu beobachten und ein St\u00fcck spazierenzugehen.<br \/>\nDie Uhrzeit um Punkt zw\u00f6lf zu Mittag war vielleicht ein wenig ung\u00fcnstig, das geht sich f\u00fcr die freiberuflich T\u00e4tige gerade aus, die kann zwischen elf und vier eine Pause einlegen, bei einem fixangestellten Autor w\u00e4re das schwieriger, obwohl Barbara Neuwirth meinte, da\u00df man sich dazu schon die Zeit nehmen sollte!<br \/>\nEs waren auch einige gekommen, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/18\/noch-farb-ich-meine-haare-rot\/\">Elfriede Haslehner<\/a>, Hilde Schm\u00f6lzer, Hilde Langthaler, B\u00e4rbl Danneberg, Georg Bydlinski, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/26\/licht-aus-im-3raum-anatomietheater\/\">Stephan Eibl Erzberg<\/a>, die Rizys, Elsabeth Reichart, Sabine Gruber, Kurt Neumann und und und&#8230;.<br \/>\nAus einer Kiste konnte man sich einen Sticker &#8220;Ich bin AK-Mitglied und f\u00fcr die Festplattenabgabe&#8221;, nehmen und sich auf die Jacke stecken, aber ich bin ja kein AK-Mitglied, wobei wir wieder beim Thema des Fremdf\u00fchlens und nicht Dazugeh\u00f6rens sind.<br \/>\nGerhard Ruiss begr\u00fc\u00dfte und dann ging es unter den Transparenten die Argentinierstra\u00dfe hinauf, wo beim ORF der erste Stop gemacht wurde. Ein Redner sagte etwas in das Megaphon, die Frau neben mir meinte &#8220;Welch h\u00e4\u00dfliches Geb\u00e4ude!&#8221;, aber die sahen in den F\u00fcnfzigerjahren eben so aus und das St\u00fcck bis zum  AK-Theater bin ich neben <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/01\/die-schmerzmacherin\/\">Marlene Streeruwitz<\/a> gegangen, die mich fragte, ob wir jetzt den Sitzungssaal besetzen w\u00fcrden?<br \/>\nWahrscheinlich nicht, denn es war alles schon auf der Stra\u00dfe vorbereitet, der LKW, der als B\u00fchne fungierte und der Kran auf dem eine gro\u00dfe schwarze Platte baumelte, das Geschenk an die AKH, wie Gerhard Ruiss erkl\u00e4ren sollte. Aber erst gab es zwei Redner und eine Rednerin, diese war Marlene Streeruwitz und danach wurde der AK- Direktor auf das Podium gebeten, der seine Solidarit\u00e4t und Gespr\u00e4chsbereitschaft betonte und dann, wie die anderen interessiert zusah, wie die feste Platte, ein Kunstwerk der Bildhauerin Ulrike Truger, die schon die &#8220;W\u00e4cherin&#8221; und den &#8220;Omofuma-Stein gestaltet hatte, abgeladen und am Platz, wo schon eine andere Installation zu den Metallerverhandlungen, zu sehen war, festgemacht und gewidmet wurde.<br \/>\nDann ging es weiter zu der Wirtschaftskammer, diesmal fuhr ein Traktor mit mit einigen ausrangierten Computern, ein Staubsauger war, glaube ich, auch dabei, der auf dem Platz verladen wurde und Gerhard Ruiss suchte nach dem Kammerdirektor, der aber nicht anwesend war, so wurde ihm eine Petion hinterlegt und Alexander Potyka, der Verleger vom Picus-Verlag hielt eine Rede, da\u00df er sich als Wirtschaftskammermitglied die Festplattenabgabe w\u00fcnscht, bzw. da\u00df diese bald hermu\u00df und auch kommen wird und Gerhard Ruiss bedauerte, da\u00df die AK die feste Platte wieder abtransportieren lassen wird.<br \/>\nInzwischen habe ich noch Ilse Kilic, Magdalena Knapp-Menzl und Ruth Asp\u00f6ck entdeckt mit der ich dann auch ein St\u00fcck nach Hause, bzw. in den Hofer, wo ich Milch besorgen mu\u00dfte, ging. Ich machte meine vier Uhr Stunde  dann war es  schon Zeit ins Literaturhaus zu gehen, wo die edition exil wieder unver\u00f6ffentliche Texte aus der edition exil AutorInnenwerstatt pr\u00e4sentierte und ich aus Barbara Zwiefelhofers Einleitung erfuhr, da\u00df das eine Reihe ist, die schon \u00f6fter im Literaturhaus stattgefunden hat und Christa Stippinger erkl\u00e4rte das Prozedere, wenn man beim Exil-Literaturpreis gewinnt, kann man in die Exil-Schreibwerkstatt eingeladen werden, man wird dann auch oft Juror f\u00fcr den n\u00e4chsten Preis und die Texte der Preistr\u00e4ger werden dann auch in der &#8220;edition endeckt&#8221;- Reihe vorgestellt, zumindest war es so mit den diesmaligen Lesenden Ekaterina  Heider, Kira Natani und Sina Tahori, war letzter ja im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/12\/dritter-messetag\/\">vorigen Jahr in der Jury<\/a> und er hat auch einen Erz\u00e4hlband bei Christa Stippinger herausgebracht, den er im Vorjahr bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/04\/sv-cocktail-krilit-alpha-literaturpreis\/\">KritLit<\/a> vorstellte und, da\u00df die 1990 in Irkutzk geborene Ekaterina Heider, die schon zweimal Jugendpreistr\u00e4gerin war, heuer den Hauptpreis gewonnen hat, war schon in www.buecher.at zu lesen.<br \/>\nDie dritte Lesende Kira Nathani, war mir am unbekanntestens, sie hat aber im Vorjahr gewonnen und Barbara Zwiefelhofer erw\u00e4hnte auch in ihrer Einleitung, da\u00df schon einige ehemalige Preistr\u00e4ger wie Dimitrev Dinev, Julija Rabinowich und jetzt vielleicht auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/11\/kein-eigener-ort\/\">Susanne Gregor<\/a>, Karriren gemacht und gr\u00f6\u00dfere Verlage gefunden haben, wobei ihnen Christa Stippinger nicht b\u00f6se ist, sondern das sogar f\u00f6rdert.<br \/>\nSo ist es auch bei dem 1966 im Iran geborenen Sina Tahory, der eine Geschichte aus dem Erz\u00e4hlband &#8220;Orient Extrem&#8221; und dann noch einen neuen Text gelesen hat, er hat schon zwei Romane in Vorbereitung und einen w\u00fcrde Christa Stippinger gerne verlegen, sie wartet aber, ob vielleicht ein anderer Verlag anspringt.<br \/>\nDie heurige Preistr\u00e4gerin, die als zweites gelesen hat, studiert seit 2011 am Institut f\u00fcr Sprachkunst, schreibt vor allem Kurzprisa und beeindruckte mit ihren erbarmungslosen Geschichten, so da\u00df ich wieder nur hoffe, da\u00df es ihr nicht so geht, wie dem &#8220;Ich&#8221; von dem sie vortrug, das mit seinem K\u00f6rper so gar nicht einverstanden ist, ihn ertr\u00e4nken und ermorden will, der K\u00f6rper l\u00e4\u00dft sich aber nicht und diese Texte fangen mit &#8220;Manchmal&#8221; an.<br \/>\n&#8220;Manchmal m\u00f6chte ich&#8230;&#8221;.<br \/>\nDann gab es noch eine Geschichte von der besonderen Schwester, die in allem besser ist, bessere Noten, bessere Chancen im Leben, dem besseren Mann, die sch\u00f6ne Tochter, die die Ich-Erz\u00e4hlerin eigentlich haben wollte, sie hat nur einen Sohn bekommen, kauft ihm Puppen und M\u00e4dchenkleider, die er gar nicht haben will und als sie dann bei der Schwester zum Essen eingeladen wird, erz\u00e4hlt ihr die, sie hat Krebs.<br \/>\nEin starker Ton ist in den Texten, so da\u00df ich denke, da\u00df ich durch Christa Stippinger wieder eine junge Stimme <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/19\/unter-dreisig\/\">unter Drei\u00dfig<\/a> kennenlernte, von der noch viel zu h\u00f6ren ist.<br \/>\nKira Nathani wurde 1967 als indische Staatsb\u00fcrgerin in Hamburg geboren, lebt in Wien, ist \u00dcbersetzerin und brachte zwei Ausschnitte aus einem Roman, der &#8220;Marathon&#8221; hei\u00dfen wird, da rennt eine durch Wien, durch den Stadtpark bis an die Donau und wieder zur\u00fcck, denkt dabei an einen Ludger und im zweiten Abschnitt ertr\u00e4nkt sie den in einer Badewanne in einem Zimmer im Rom.<br \/>\nNachher gab es wieder Wein und die Ausstellung, die es im Literaturhaus zu sehen gibt, zu bewundern und ich habe Christa Stippinger, um zwei weitere B\u00fccher ihrer sch\u00f6nen Edition gebeten,so da\u00df ich mit meiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste <\/a>bald in Bedr\u00e4ngnis komme, aber<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/11\/ehrenpreis-des-buchhandels-und-zweiter-messetag\/\"> Petra Lehmkuhls Roman<\/a>, wollte ich eigentlich schon im Vorjahr haben und Seher Cakir hat <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/22\/zitronenkuchen-fur-die-sechsundfunfzigste-frau\/\">wieder<\/a> einen Erz\u00e4hlband herausgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen wurde ich von den IG Autoren, der GAV, der Literarmechana etc, regelrecht zugesch\u00fcttet mit der Aufforderung am Mittwoch um zw\u00f6lf zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz zum &#8220;Protestmarsch der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnster &#8211; 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