{"id":17008,"date":"2012-10-14T16:56:16","date_gmt":"2012-10-14T14:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=17008"},"modified":"2012-10-14T16:56:16","modified_gmt":"2012-10-14T14:56:16","slug":"von-der-buchmesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=17008","title":{"rendered":"Buchmessen-Report"},"content":{"rendered":"<p>Vom zehnten bis zum vierzehnten Oktober gabs in Frankfurt wieder die Leistungsschau in Sachen Buch, bei dem sich, wie man \u00fcberall h\u00f6ren kann, soviel ver\u00e4ndert, da\u00df auch auf der Buchmesse kein Stein auf dem anderen bleiben wird, trotzdem fing es, wie schon seit 2005 mit der Verleihung des deutschen Buchpreises an. Am Montag wurde der im &#8220;R\u00f6mer&#8221; vor dreihundert G\u00e4sten vergeben, w\u00e4hrend ich mich ja zur <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/09\/politik-und-poesie\/\">&#8220;Politik und Poesie&#8221;<\/a> in die Alte Schmiede aufmachte, darauf vertrauend, da\u00df ich mir die \u00dcbertragung, f\u00fcr die es auch einen livestream gab, nachher, wie auch fr\u00fcher anschauen kann. Man soll sich aber auf nichts verlassen, denn diesmal ging das Videoanschauen ohne eine Zusatzinstallation, von der mir der Alfred abriet, nicht, so konnte ich nur in Erfahrung bringen, da\u00df Ursula Krechel, die einzige Frau auf der Liste, die Preistr\u00e4gerin wurde und mit <a href=\"http:\/\/buzzaldrins.wordpress.com\/2012\/10\/07\/zwanzig-unter-vierzig\/\">Buzzaldrin<\/a> dar\u00fcber bloggen. Am Dienstag begab ich mich, w\u00e4hrend in Frankfurt er\u00f6ffnet wurde zu <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/10\/schule-der-intellektuellen-selbstverteidigung\/\">Ilija Trojanow in den Augartenradius<\/a> um meinen politischen Widerstand einzu\u00fcben und habe mir dann doch das Er\u00f6ffnungsvideo anschauen k\u00f6nnen. Neuseeland ist ja heuer  Gastland, da gab es Einlagen von den Ureinwohnern und auch ein Wasserbecken, so da\u00df die G\u00e4ste nasse F\u00fc\u00dfe bekommen konnten und Guido Westerwelle die Er\u00f6ffnungsrede hielt. Catherine Mansfield ist ja eine prominente Neuseel\u00e4nderin, deren Texte f\u00fcr den Schwerpunkt wiederaufgelegt wurden.<br \/>\nAm Mittwoch gings dann los, bis Samstag zuerst f\u00fcr die sogenannten Fachbesucher, auf der Buchmessenseite war aber schon l\u00e4nger das Programm des blauen Sofas angek\u00fcndigt, wo es mit Jenny Erpenbecks &#8220;Aller Tage Abend&#8221;, einer Langlistensteherin, losging, aber auch die Buchpreistr\u00e4gerin pr\u00e4sentiert wurde, die von ihrem Roman &#8220;Landgericht&#8221; und wie sie dazu gekommen ist, erz\u00e4hlte und dann kam schon der erste Neuseel\u00e4nder, der 1961 geborene Anthony McCarten mit seinen &#8220;Ganz normalen Helden&#8221;, kam, das ist das zweite Buch, im ersten stirbt der Sohn einer Familie und im zweiten verschwindet der Bruder im Internet, wo es dann zu einer Diskussion mit Wolfgang Herles \u00fcber das Verschwinden des Buches kam und McCarten hielt einen brillanten Vortrag, wie Steve Job das Buch vermarkten w\u00fcrde. Dann gabs ein paar Sachb\u00fccher auf dem blauen Sofa, das um zwei von Ken Follet mit dem zweiten Teil seiner Trilogie, dem Band Winter der Welt, wo es um den zweiten Weltkrieg geht, betreten wurde, mit dem ersten war er bei der Buch Wien vor <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/18\/erster-messetag-und-bank-austria-literaris-lesefest\/\">zwei Jahren<\/a> und um halb drei folgte einer der Shortlistenautoren Stephan Thome, der von den Bloggern als Favorit gehandelt wurde, mit &#8220;Fliehkr\u00e4fte&#8221; mit &#8220;Grenzg\u00e4nge&#8221;, ist er glaube ich auch schon auf der Liste gestanden und Aspekte Preistr\u00e4ger geworden.  Wolf Haas folgte mit seiner &#8220;Verteidgung zur Missionarsstelle&#8221; sowohl am blauen Sofa, als auch auf der ARD-B\u00fchne, wo er in gekonnt lockerer Art und Weise \u00fcber seine Art Romane zu schreiben erz\u00e4hlte und eine kleine Stelle auswendig vortrug und Arnold Schwarzenegger wurde durch eine sehr esoterisch wirkende Junge Dame namens Marie Pohl mit ihrem Buch &#8220;Geisterreise&#8221; ersetzt, bevor es nach einer Stunde mit der &#8220;Verteidigung Europas&#8221; Daniel Cohn-Bendit und wie der Moderator erkl\u00e4re, dem \u00f6sterreichischen Autor <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/07\/menasse-lesung\/\">Robert Menasse<\/a> weiterging, der ja einen Roman \u00fcber Europa geschrieben hat, bzw. jetzt einen Essay dar\u00fcber geschrieben hat.<br \/>\nDann ging es \u00fcber in das Krimigenre mit Ingrids Noll &#8220;\u00dcber Bord&#8221;, deren <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/06\/05\/der-hahn-ist-tot\/\">&#8220;Hahn ist tot&#8221;<\/a> und die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/18\/die-apothekerin\/\">&#8220;Apothekerin&#8221;<\/a> ich ja im Schrank gefunden habe und die sowohl in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/03\/16\/leipzig-news\/\">Leipzig<\/a> als auch in Frankfurt immer wieder zu finden ist und wie sie erz\u00e4hlte in mehr als einundzwanzig Sprachen \u00fcbersetzt wurde.<br \/>\nMit Sascha Lobo und Kathrin Passig und das Internet ging es weiter, bevor man in Frankfurt zu den Empf\u00e4ngen und ich in die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/11\/reportagen-stimmungsbilder-und-eine-aufdeckung\/\">Alte Schmiede zu den Textvorstellungen<\/a> ging. Vorher konnte ich aber noch ein Fotoshooting mit Anthony McCarthy beobachten, der sich gekonnt in Pose setzte und dazu englische Witzchen machte und  im Falter-B\u00fccher-Herbst ist auch noch ein Buchmessengoodie zu mir gekommen.<br \/>\nAm Donnerstag war es dann ein wenig schwierig nach Frankfurt und aufs blaue Sofa zu kommen, wo Thomas <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/13\/ludwig-mus-sterben\/\">Hettche<\/a> sein neues Buch vorstellte, bzw. seine Vision darstellte, wie er sich die Rolle des Buchs in Zukunft vorstellt. Carl Nixon erz\u00e4hlte wieder etwas von Neuseeland, w\u00e4hrend bei ARD <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/08\/wie-durch-dunkles-glas\/\">Donna Leon<\/a> auftrat und von ihrem neuen Nicht-Brunetti Projekt, in dem es um einen Barockmusiker geht, f\u00fcr den sie auch sammeln will, erz\u00e4hlte und Dennis Scheck, die B\u00fccher von Prominenten, wie die von der Frau von Guttenberg, Wulff etc, die offenbar jede Menge B\u00fccher haben, zerriss und das neue Buch von Joanne K. Rowling und Wolf Haas, sowie Vea Kaiser lobte. Um zw\u00f6lf sprach Wolfgang Herles mit Richard Ford, der Autor des &#8220;Unabh\u00e4ngikeittags&#8221; \u00fcber dessen neuen Roman &#8220;Kanada&#8221;, was er schon auf seinem blauen Sofa machte und wieder den genialen ersten Satz zitierte, der aufs Lesen aufmerksam macht und ihn dann zur Pr\u00e4sidentenwahl und zu Barack Obama fragte. Dann folgte die Nobelpreistr\u00e4gerin von 2009 mit ihrem Collagenband &#8220;Vater telefoniert mit den Fliegen&#8221;, wo Herta M\u00fcller erz\u00e4hlte, da\u00df sie sich st\u00e4ndig mit Wortschnipseln besch\u00e4ftigt, weil es &#8220;keine Poesie gibt, da die Worte gew\u00f6hnlich sind, man sie aber ungew\u00f6hnlich zusammensetzen mu\u00df&#8221;, was wirklich eine einleuchtende Erkl\u00e4rung der Sprachkunst ist und der diskrete Hinweis,in einer halben Stunde wissen wir mehr, in Stockholm stehen schon die Fotografen vor dem Nobelpreiskommiteeb\u00fcro.Jetzt wissen wirs und es ist wieder, wie schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/09\/preisverleihungen\/\">2008<\/a>, ein mir vollkommen Unbekannter, n\u00e4mlich der 1955 geborene Chinese Mo Yan geworden und alle in den letzten Tagen gehandelten, wie Bob Dylon, Huraki Murakami, Adonis, Philip Roth etc, k\u00f6nnen auf das n\u00e4chste Jahr warten. Ein weiterer Chinese der 1958 in Yanting Geborene Liao Yiwu wird am Sonntag den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten.<br \/>\nAuf dem Sofa ging es dann mit einem Buch \u00fcber Willy Brandt und Helmut Schmidt und einem \u00e4lteren Playboy weiter, w\u00e4hrend auf der ARD-B\u00fchne Elke Heidenreich das Lesen empfahl und die Anthologie &#8220;Katzenmusik und Katerstimmung&#8221; vorstellte.<br \/>\nDie 1962 geborene Regisseurin und Schriftstellerin Tanja Langer hat \u00fcber ihre Beziehung mit 1989 bei einem Attentat ums Leben gekommenen Banker Alfred Herrhausen einen autobiografischen Romn &#8220;Der Tag ist hell und ich schreibe dir&#8221;, verfa\u00dft, was zu interessanten literarischen Fragen f\u00fchrte.<br \/>\nDer 1948 geborenee Schweizer Martin Suter versucht in seinem neuen Buch &#8220;Zeit, Zeit&#8221;, die Zeit zur\u00fcckzudrehen, beziehungsweise erz\u00e4hlt er von zwei M\u00e4nnern, die sich am Tod ihrer Frauen schuldig f\u00fchlen.  Der 1934 geborene Schweizer Soziologe und  Globalisierungsgegner, von dem ich &#8220;Die Barbaren kommen&#8221; im Schrank gefunden habe, der sich sehr gegen den Hunger dieser Welt engagiert beeindruckte wieder durch seine Dominanz,  w\u00e4hrend man auf www. buecher.at nachlesen konnte, wer gestern aller auf dem \u00d6sterreichempfang in Frankfurt war, Anna Kim, Olga Martynova, Ursula Krechel, Oleg Jurjeg, Julya Rabinovich, Jochen Jung, Clemens J. Setz u. u. u.<br \/>\nDen gut deutsch sprechenden Russen  Michail Schischkin, der einen Briefroman geschrieben hat, der um halb vier auf dem blauen Sofa sa\u00df, habe ich, glaube ich, dort schon im Vorjahr bzw. bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/30\/via-donau-ii\/\">Literatur im <\/a>Herbst im Odeontheater kennengelernt.  Dann kam Sybille Berg mit &#8220;Vielen Dank f\u00fcr das Leben&#8221; und Navid Kermani mit  Verge\u00dft Deutschland&#8221; und am Schlu\u00df ist dann die Aspekte Literaturpreistr\u00e4gerin Teresa Pr\u00e4auer gekommen, eine junge \u00d6sterreicherin, die mir bisher entgangen ist, bzw. schon vor zwei Jahren auf dem blauen Sofa sa\u00df, als da Wolf Haas, die &#8220;Gans im Gegenteil&#8221; vorstellte. Bei ARD gab es zu dieser Zeit ein Literaturquiz, wo drei Experten Texte von Heinrich Heine und Colette zu erraten bzw. zu entschl\u00fc\u00dfeln hatten und ich habe mich dann noch ein bi\u00dfchen zu den anderen Messeneuigkeiten zum Beispiel zu der IG-Autorenseite, wo es ein sch\u00f6nes Bild von <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/03\/erzahltes-und-reflektiertes\/\">Ludwig Laher<\/a> mit Kopfh\u00f6rern und seinem neuen Buch zu sehen gab und die Jung und Jung Seite hat mich zu einem Video das von der DBB finanziert wurde, das die Buchmesse ein wenig karikierte und dann gabs noch die Seiten der Blogger, die sich nach Messeerfahrungen erkundigten und sich dann entschlossen, zu Hause zu bleiben und stattdessen n\u00e4chstes Jahr nach Leipzig zu fahren.<br \/>\nAm Freitag ging es dann mit dem Shortlistenbuch &#8220;Nichts Wei\u00dfes&#8221; von Ulf Erdmann Ziegler auf dem blauen Sofa weiter, wo es um eine junge Frau und das Konventieren von Religionen geht.<br \/>\nPaula Morris, eine Neusel\u00e4ndische Autorin erz\u00e4hlte in &#8220;Rangatira&#8221; von einem Maorih\u00e4uptling des neunzehnten Jahrhunderts. Juli Zeh, die ich schon auf dem anderen blauen Sofa h\u00f6rte, bzw. dort mit Wofgang Herles im Ozean herumtauchte, schilderte die Schreiberlebnisse die sei bei ihrem Genreroman &#8220;Nullzeit&#8221;, hatte, weil sie, weil sie schwanger war, sich mit dem Fertigwerden besonders beeilte, w\u00e4hrend Friedrich Ani gerade Marlen Haushofer zitierte und erz\u00e4hlte, da\u00df er am liebsten nur mehr lesen m\u00f6chte, das ist ein Gedanke, der mich auch sehr oft besch\u00e4ftigt, weil mir aber als erfolglos Schreibende, das so wichtig ist, werde ich es wahrscheinlich nicht tun. Dann surfte ich mich ein bi\u00dfchen durch die 3 SAT Mediathek und gab mir Marijana Gaponeko, die etwas \u00fcber &#8220;Wer ist Martha&#8221;, wo ein sechsundneunzigj\u00e4hriger Vogelforscher im Hotel Imperial absteigt und mit einem anderen alten Herrn in den Musikverein geht, erz\u00e4hlte und Burkard Spinnen \u00fcber sein neues Buch und die Internetsucht interviewt wurde, w\u00e4hrend auf der ARD B\u00fchne <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/24\/harry-rowohlt-in-st-polten\/\">Harry Rowohlt <\/a>in gewohnt brillanter Manier vom \u00dcbersetzen erz\u00e4hlte. Dann gings mit Bodo Kirchoff weiter, dessen &#8220;Liebe in groben Z\u00fcgen auf der Longlist stand und dessen &#8220;Schundroman&#8221; ich mir einmal zum Geburtstag schenken lie\u00df. Um drei kam dann die holl\u00e4ndische Psychoanalytikerin Anne Enquist, \u00fcber die ich, glaube ich, schon mit dem Frans gemailt habe, die in &#8220;Die Bet\u00e4ubung&#8221; \u00fcber eine Geschwisterpaar, eine An\u00e4sthesistin und einen Analytiker, geschrieben hat<br \/>\nSteven Uhly, der glaube ich schon in den Vorjahren &#8220;Adams Fuge&#8221; auf der Messe vorstellte, pr\u00e4sentierte seinen neuen Gl\u00fccksroman &#8220;Gl\u00fcckskind&#8221;, wo ein Messie ein Kind in einer M\u00fclltonne findet.Der Journalist Michael J\u00fcrgs, der nachher auf das Sofa kam, hat mit &#8220;Deckname Helene&#8221; ein Buch \u00fcber eine sehr trinkfeste franz\u00f6sische Widerstandsk\u00e4mpferin geschrieben, die vor kurzem mit achtundneuzig Jahren gestorben ist und zuf\u00e4llig in Neuseeland geboren ist. B\u00fccher \u00fcber Angela Merkel und \u00fcber die &#8220;Hexenjagd Schule&#8221; von  Ursula Sarrazin gab es auch, w\u00e4hrend Karen Duve eine neues Grimm M\u00e4rchenbuch geschrieben hat, wo Rotk\u00e4ppchens Gro\u00dfmutter ein Wehrwolf ist.<br \/>\nUnd w\u00e4hrend im Frankfurter Literaturhaus der Preistr\u00e4ger  der Hotlist, Tor Olvens  &#8220;Dunkelheit des Tunnels, bei Droschl erschienen und von Bernhard Strobel \u00fcbersetzt bekanntgegeben und das Fest der Idependentes gefeiert wurde, habe ich mich auf meine &#8220;Buchmessenparty&#8221; begeben, das hei\u00dft zu zwanzig Jahre H. u. K in die gro\u00dfe Schiffgasse wo es live &#8220;Stellas Gilde&#8221; gab und Patrik Kames seine Grafiken und Nicole Montaperti ihre &#8220;Lichterscheinungen ausstellte.<br \/>\nAm Samstag ging es dann in die Klinik zu einer Fortbildung bzw. Tagung &#8220;Kinder von Eltern mit psychischer Erkrankung&#8221; und danach nat\u00fcrlich zur Buchmesse passend auf B\u00fccherkastentour, wo ich so f\u00fcndig wurde, da\u00df ich ein paar B\u00fccher doppelt erwischte, die ich n\u00e4chste Woche in den Wortschatz legte, aber einen gut gef\u00fcllten Kasten mit einer fehlenden T\u00fcr am Zimmermannplatz, Gedr\u00e4nge am Brunnenmarkt und auch in der Zieglergasse. Beim Wortschatz war es dann wieder stiller und zum Nobelpreis passend, drei B\u00fccher von Mo Yan lagen in der Auslage der kleinen Buchhandlung in der Lerchenfelderstra\u00dfe, gab es den &#8220;Mister Aufziehvogel&#8221; von Haruki Murakami und dann noch was ganz Altes &#8220;Das M\u00e4dchen Alexa&#8221; von Grete von Urbanitzky.<br \/>\nUm vier bin ich dann nach Hause gekommen und habe mich vor das blaue Sofa gesetzt, wo ich einiges nachzuholen haben werde, waren dort doch schon Anne Weber, Clemens J. Setz, Hakan Nesser, etc, so da\u00df ich einiges nachzuholen habe und inzwischen auch wei\u00df, da\u00df Clemens Setz <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/28\/priessnitz-preistrager-richard-obermayr\/\">Richard Obermayr<\/a> sehr lobte, von dem die Moderatorin offenbar keine Ahnung hatte. Tim Parks &#8220;Sex ist verboten&#8221;, habe ich gerade noch geh\u00f6rt, jetzt sitzt Christoph Peters &#8220;Wir in Kahlenbeck&#8221;,der auf der Longlist stand und es ist sehr interessant sich vorzustellen, da\u00df in Frankfurt jetzt die Verkleideten herumlaufen und es sehr voll wird, was ich mir auf meinem buntgemusterten Sofa, vor dem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/10\/das-neue-bucherregal\/\">neuen B\u00fccherregal<\/a>, das inzwischen schon sehr gef\u00fcllt ist, erspare.<br \/>\nIn den 3Sat Videos gab es eines von Alexander Nitzberg, den mir ja Christel Fallenberg beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/16\/ein-fest-fur-ernst-jandl\/\">Fest f\u00fcr Ernst Jandl<\/a> vorstellte und der nicht nur in der Alten Schmiede <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/21\/literarische-erleuchtung-und-hollandischer-bestseller\/\">seine<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/08\/zauberkunstucke\/\">Performances<\/a> hat, sondern auch  &#8220;Meister und Margarita&#8221; neu \u00fcbersetzte und die lyrische Seite daran erkl\u00e4rte. Ich habe ja vor einiger Zeit die alte Fassung im Schrank gefunden, die laut Nitzberg mehr Romanhaft und realistischer ist, und auf meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> gesetzt.  Nitzberg meinte, man m\u00fc\u00dfe sich f\u00fcr die Form die einem mehr zusagt entscheiden und da denke ich, da\u00df es f\u00fcr mich passt, die \u00e4ltere \u00dcbersetzung zu lesen.<br \/>\nMartin Walser stellte seinen Briefroman &#8220;Das dreizehnte Kapitel&#8221; vor. Das Gespr\u00e4ch mit Cees Nooteboom war auch eine Wiederholung, fand es ja schon am Freitagabend statt, als ich zu Patricks Fest gegangen bin und Cees Nooteboom habe ich auch im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/25\/short-cuts-eroffnung\/\">November im Literaturhaus<\/a> kennengelernt. Und das h\u00f6rte ich noch ein St\u00fcckchen des Interviews mit Anne Weber, die ich schon in der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/02\/16\/die-liebe-als-labyrinth-verwickelter-identitaten\/\">Alten Schmiede<\/a> kennenlernte, bis sich der Laptop wegen \u00dcberhitzung ausschaltete.<br \/>\nAm Sonntag gings dann mit der Vorstellung von Florian Webers &#8220;Grimms Erben&#8221;, der ein bayrischer Musiker und Allround Talent sein d\u00fcrfte und  der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche an den chinesischen Dissidenten Liao Yiwu, weiter, der f\u00fcr das Gedicht &#8220;Massaker&#8221; \u00fcber das was 1989  am Platz des himmlischen Friedens passierte ins Gef\u00e4ngnis kam, dann als Stra\u00dfenmusiker lebt, 2009 nicht nach Frankfurt kommen durfte, als China dort Gastland war und jetzt seit einem Jahr in Berlin lebt und auch die Nobelpreisverleihung an den &#8220;Staatsk\u00fcnstler&#8221; Mo Yan kritisierte.<br \/>\nGottfried Honnefelder, der Vorsteher des B\u00f6rsevereins hielt die Einleitung, Felizitas von Lovenberg hielt die Laudatio und wies auf die Werke des Preistr\u00e4ger &#8220;Fr\u00e4ulein Hallo und der Bauernkaiser&#8221;, &#8220;Ein Lied und hundert Lieder&#8221;, etc, in dem er den kleinen Leuten Chinas eine Stimme gibt, hin.<br \/>\n&#8220;Dieses Imperium mu\u00df auseinanderbrechen&#8221;, hie\u00df dann die Preisrede, die Liao Yiwu, der im Gef\u00e4ngnis das Gel\u00fcbde abgelegt hat, sich nie mehr Haare und Bart abschneiden zu lassen, im schwarzen Hemd, mit ziemlich unbewegter Miene vortrug und dann ein Lied f\u00fcr die Mutter der Opfer von 1989 ein Lied vortrug.<br \/>\nAuf dem blauen Sofa trugen dann drei Br\u00fcder aus dem Iran in dem Buch &#8220;Unerw\u00fcnscht&#8221; ihre Lebensgeschichte vor. Danach kam eine junge Albananerin Anina Wilms, die mit ihrem Roman &#8220;Das albanische \u00d6l, Mord auf der Stra\u00dfe des Nordens&#8221;, die Geschichte um neunzig Jahre zur\u00fcckdrehte. Danach schaltete ich f\u00fcr eine Stunde den Laptop ab, um mir die Menschenbilder mit <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/03\/wolkenherz\/\">Jochen<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/06\/rund-um-die-burg-neu\/\">Jung<\/a> zu geben, der vom Gl\u00fcck erz\u00e4hlte und empfahl immer eine T\u00fcre offenzuhalten, damit die gute Gelegenheit zu einem kommen kann. Das ist jetzt mit der T\u00fcre zur Terrasse, w\u00e4hrend ich mir inzwichen anh\u00f6re, wie Vea Kaiser Dennis Scheck vom literarischen Colloquium und ihrer Arbeit mit Ursula Krechel an ihrem Debutroman erz\u00e4hlte, von Altgriechisch schw\u00e4rmte und zur neuen Roman aufrief. Dann gabs wieder ein paar Videos, von dem was ich inzwischen verpasste, zum Beispiel den Neuseelandroman von Emily Perkins &#8220;The Forrests&#8221;. Weiter gings mit dem Neuseelandschwerpunkt und zwar mit den in Berlin geschriebenen Roman von Lloyd Jones &#8220;Die Frau im blauen Mantel&#8221;, der von einer Afrikanerin erz\u00e4hlt, die auf ihrer Flucht in Italien landet. Dann gings wieder zur\u00fcck zu Scheuermann, die schon mal in Klagenfurt gelesen hat und zu ihrem Roman &#8220;Die H\u00e4user der anderen&#8221;, wo es um das Leben der Nachbarn zu gehen scheint und Simon Becket den ich wegen Jochen Jung abgeschaltet habe, habe ich auch noch nachgeholt.<br \/>\nBeim Messeblogsurfen bin ich dann noch auf das n\u00e4chste Schwerpunktland Brasilien gesto\u00dfen, wo man sich die Staffel\u00fcbergabe auch per Live-Stream ansehen konnte und langsam langsam ging die Buchmesse zu Ende, die ich mir wieder total gegeben habe, ohne dort gewesen sein.<br \/>\nLeben aus zweiter Hand oder so hat es meine Kritikerin JuSophie im vorigen Jahr genannt und nat\u00fcrlich war ich nicht mit meinem Buch in Frankfurt und habe dieses keinen Verleger in die Hand gedr\u00fcckt, aber das spielt sich auch in Leipzig und der Buch-Wien nicht sehr ab und wem es interessiert, die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/12\/vorschau-auf-paula-nebel\/\">&#8220;Vorschau auf Paula Nebel&#8221;<\/a> ist ja w\u00e4hrend der Buchmesse erschienen und da mu\u00df ich mich demn\u00e4chst wieder an mein Manuskript begeben und es durchsehen, damit es an den Alfred gehen kann und eine vierte Person, eine junge Mutter, die ihr Kind zur\u00fcckl\u00e4\u00dft, um das sich Lena Wei\u00dfensteiner ein wenig k\u00fcmmert, ist mir bez\u00fcglich meines neuen Buchprojekt, von dem ich immer noch nicht recht wei\u00df, ob ich mich damit beim Nanowrimo beteiligen werde, auch noch eingefallen.<br \/>\nDas wars also von Frankfurt 2012, ich hoffe das Hin und Herspringen zwischen Video, live stream und realen Leben, ist f\u00fcr meine Leser nicht zu verwirrend, man kann aber alles nachschauen und nachgooglen und soll auch nur ein kleiner Ansto\u00df und eine Erinnerungshilfe sein, was man sich alles von Frankfurt in sein Wohnzimmer holen kann.<br \/>\nUnd hier ist auch noch mein <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/17\/buchmessen-surfing\/\">Frankfurterbuchmessenarchiv<\/a> der letzten Jahre. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom zehnten bis zum vierzehnten Oktober gabs in Frankfurt wieder die Leistungsschau in Sachen Buch, bei dem sich, wie man \u00fcberall h\u00f6ren kann, soviel ver\u00e4ndert, da\u00df auch auf der Buchmesse kein Stein auf dem anderen bleiben wird, trotzdem fing es, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=17008\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-17008","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17008\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}