{"id":16505,"date":"2012-09-18T00:44:01","date_gmt":"2012-09-17T22:44:01","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=16505"},"modified":"2012-09-18T00:44:01","modified_gmt":"2012-09-17T22:44:01","slug":"saisoneroffnung-mit-barbara-frischmuth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=16505","title":{"rendered":"Saisoner\u00f6ffnung mit Barbara Frischmuth"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt ists also soweit, die Alte Schmiede ist in die achtunddrei\u00dfigste Saison gegangen (ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich als Studentin im Durchgangskabinett in der Wattgasse im Bett lag und mein Vater kam mit dem Kurier oder Arbeiterzeitung herein und erz\u00e4hlte mir, da gibt es jetzt ein literarisches Quartier) und hat als auserw\u00e4hlte Neuerscheinung Barbara Frischmuth eingeladen, ihren bei Aufbau erschienenen neuen Roman &#8220;Woher wir kommen&#8221; zu pr\u00e4sentieren.<br \/>\nDas waren noch Zeiten, als ihre Romane beim Jung und Jung Residenz erschienen sind und an Barbara Frischmuth erinnere ich mich nat\u00fcrlich auch.<br \/>\nHabe ich ja in der Wattgasse und sp\u00e4ter in der Otto Bauer Gasse Psychologie studiert und geschrieben und von den sch\u00f6nen alten Redisdenzausgaben mit den so charakteristischen Titelbildern habe ich mir auch einige gekauft und sie begierig gelesen, um herauszufinden, wie Barbara Frischmuth es macht, deren Stil mir immer sehr sympathisch war.<br \/>\nNicht ganz die ersten Romane habe ich gelesen, einen Teil der Sternwieser Trilogie habe ich mir, kann ich mich erinnern, am Tage meiner Promotion gekauft, da war ich noch rebellisch genug, alleine hinzugehen, um meinem Vater eines auszuwischen, der sich nicht wichtig mit mir machen sollte, danach in die Buchhandlung auf der Ringstra\u00dfe der Uni visavis, die heute ein Sub-Restaurant ist oder war und dann in das &#8220;Hausboot&#8221; essen, das sp\u00e4ter ein Mc Donald wurde und jetzt ein Asia Noodle Shop ist und am Abend mit dem Buch und der Rolle ins Burgtheater.<br \/>\nZu einem meiner Geburtstage habe ich mir die Taschenbuchausgabe der &#8220;Klosterschule&#8221; gekauft und Balasz Nemeth hat Barbara Frischmuth zu einer Lesung in die Zwingli Kirche eingeladen, zur &#8220;Sophie Silber&#8221; vielleicht, da hat sie ein Herr aufgefordert, flei\u00dfig zu sein und sie hat geantwortet &#8221; das n\u00e4chstes Buch der Trilogie ist schon fertig!&#8221;<br \/>\nFlei\u00dfig ist ein Wort, das zu Barbara Frischmuth passt, ist doch bei Residenz fast jedes Jahr ein Roman erschienen und in der sozialistischen Wochenzeitung &#8220;Frau&#8221;, die meine Mutter regelm\u00e4\u00dfig las, Artikel von ihr, wie schwer man es als Autorin hat, denn man kann sehr leicht vergessen werden. Das ist ihr zwar nicht passiert, wohl hat sie aber ihren Verlag verloren, \u00fcber ihren Garten in Altaussee geschrieben und ein paar Romane in denen das Verh\u00e4ltnis zwischen Orient und Okzident eine Rolle spielt und ist zu Aufbau gegangen und als es mir in meinem Akademikertraining, das war 1980, im schulpsychologischen Dienst sehr schlecht ging, weil ich damals noch sehr sch\u00fcchtern war, habe ich mir, bei in der Buchhandlung &#8220;Herzog&#8221;, die es auch nicht mehr gibt, glaube ich, &#8220;Das Verschwinden des Schatten in der Sonne&#8221; gekauft, das ich mir neun Jahre sp\u00e4ter nach Amerika mitgenommen und gelesen habe.<br \/>\nMan sieht, ich f\u00fchle mich Barbara Frischmuth sehr verbunden.<br \/>\n&#8220;Die Frau im Mond&#8221;, &#8220;Hexenherz&#8221;, &#8220;Einander Kind&#8221;, etc, habe ich gelesen, bzw. die Sprache in dem Versuch studiert, auch so gut zu werden, es ist wahrscheinlich nicht gelungen und als Barbara Frischmuth wegen der Salman Rushdie Geschichte aus der GAV ausgetreten ist, habe ich ihr einen emp\u00f6rten Brief geschrieben, den sie auch beantwortet hat.<br \/>\nAn eine Lesung in der Alten Schmiede, war es jetzt &#8220;Der Sommer in dem Anna verschwunden war&#8221; oder &#8220;Vergi\u00df \u00c4gypten?&#8221;, wahrscheinlich auch zur Saisoner\u00f6ffnung, erinnere ich mich, diese Romane habe ich nicht gelesen, weil ich ja sp\u00e4ter ein bi\u00dfchen geizig wurde und mir keine so teuren B\u00fccher mehr kaufte, wie ich es als Studentin noch tat.<br \/>\nSo habe ich aber die sch\u00f6nen alten Residenzausgaben in Harland stehen und als die Anna sehr klein war, sind wir ein Wochenende nach Altaussee gefahren und haben Barbara Frischmuth prompt in dem Gasthof, wo wir wohnten, getroffen. Auch an die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/26\/literatur-in-st-polten\/\">halbvers\u00e4umte Lesung im Museum in St. P\u00f6lten<\/a>, erinnere ich mich, weil ich im Regen mit dem Rad nach Harland, wie verabredet gefahren bin und sich der Alfred einbildete, ich h\u00e4tte ihn angerufen und gesagt, ich w\u00fcrde in St. P\u00f6lten bleiben und jetzt also der neue Roman zur Saisoner\u00f6ffnung, den ich schon in einigen Buchhandlungen liegen gesehen habe.<br \/>\nIch bin nat\u00fcrlich fr\u00fchzeitig in die Alte Schmiede gegangen und habe  auch gleich einen Platz in der   zweiten Reihe bekommen und \u00fcber die Prominenz gestaunt, die erschienen ist.<br \/>\nElfriede Czurda, Julian Schutting, ja sogar die Frau Mayr\u00f6cker ist mit der Christel Fallenstein gekommen, man sieht die Alte Schmiede ist ein Geheimtip und es gibt noch Lesungen, wo die Schriftsteller zu den Lesungen der anderen Schriftsteller zusammentreffen.<br \/>\nKurt Neumann hielt wieder einen fulminanten Vortrag \u00fcber die Schreibweise und das Konzept des Romans, der drei Frauen,  drei Jahre und drei St\u00e4dte verbindet, das erschien mir ein bi\u00dfchen  bekannt, habe ich mich in der letzten Zeit ja auch sehr oft mit M\u00fcttern, Gro\u00dfm\u00fcttern und Enkelt\u00f6chtern besch\u00e4ftigt und da kann ich gleich einwerfen, die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/31\/vorschau-auf-die-wiedergeborene\/\">&#8220;Wiedergeborene&#8221;<\/a> ist fertig korrigiert und kann an die Druckerei gehen. Bei Barbara Frischmuth ist es eine Mutter, eine Tochter und eine Gro\u00dftante, es spielt in Alt Aussee, Istanbul und Wien und die Jahre sind 1944, 1989 und 2009. Man sieht, so schlecht bin ich gar nicht unterwegs, obwohl ich an die Sprachgewalt nat\u00fcrlich nicht herankomme, das ist schon klar.<br \/>\nEinen Dialogroman hat es Kurt Neumann, glaube ich, genannt und vom Erz\u00e4hlen \u00fcber das Erz\u00e4hlen gesprochen, da sich die Protagonisten die Geschichte gegenseitig erz\u00e4hlen und es auch ein paar Klatschweiber gibt, die das \u00fcbrige tun.<br \/>\nBarbara Frischmuth hat dann einige der Stellen gelesen, die, wo die Tochter ihren Schulfreund in dem Hotel der Mutter trifft und einem seiner drei Kinder eine Eist\u00fcte holt und das sich dann mit dem Apfeleis beschmiert, so etwas \u00c4hnliches habe ich auch gerade in Arbeit und habe wieder gedacht, so ganz schlecht bin ich nicht und kann auch einwerfen, da\u00df ich bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">Poet Night am Samstag<\/a> wahrscheinlich eine Szene <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/19\/korrigierbericht-2\/\">&#8220;Aus Kerstins Achterl&#8221;<\/a> lesen werde und zwar die, wo die Kerstin bei der Hochzeit von Traudl Obefwallner fotografiert. Es gibt aber auch die, wo der kleine Hektor die Susa Dworak zu einem dreitausend Kalorien Eisbecher zwingt und ihr dabei einen Vortrag \u00fcber Anorexie h\u00e4lt.<br \/>\nBarabara Frischmuth hat aber weitergelesen, wie Martha, die Mutter, die Istanbul gelebt hat und ihre zwei Kinder dort geboren hat, ihre Freundin Lale besucht und im Lift stecken bleibt. Verschwundene M\u00e4nner gibt es bei ihr auch. Die letzte Szene handelte von der Tante Lilofee, die 1944 ein Kind von einem Kriegsgefangenen bekommen oder es verloren hat.<br \/>\nDiskussion gab es nicht, denn da hatten sich schon die Autogrammj\u00e4ger mit ihren B\u00fcchern angestellt und als ich, weil ich mir das Buch nicht kaufte, nach oben ging, kamen die mit den B\u00fcchern hinunter, die sich die \u00dcbertragung oben angeschaut haben. Elfriede Haslehner und Anita C. Schaub habe ich getroffen und bin sehr beschwingt nach Hause gegangen, wo ich noch anf\u00fcgen kann, da\u00df ich am Freitag und am Sonntag &#8220;Kerstins Achterl&#8221; laut lesend korrigiert habe und dabei fast auf jeder Seite einen Fehler fand, aber auch die drei sch\u00f6nen Szenen, die mit dem Hektor im KHM z\u00e4hle ich auch noch dazu, neben den drei, wo ich meinen Frust von der Jungautorenliteraturgala herunter schreibe, jetzt bin ich gespannt, wann ich damit fertig werde, eine Idee, wer mir den Text schreiben k\u00f6nnte, ist mir auch schon gekommen und zu meinem Geburtstagsfest, da\u00df es genau am 9. 11. geben wird, werde ich daraus lesen.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ists also soweit, die Alte Schmiede ist in die achtunddrei\u00dfigste Saison gegangen (ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich als Studentin im Durchgangskabinett in der Wattgasse im Bett lag und mein Vater kam mit dem Kurier oder &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=16505\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-16505","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16505"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16505\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}