{"id":15780,"date":"2012-08-15T08:25:26","date_gmt":"2012-08-15T06:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=15780"},"modified":"2012-08-15T08:25:26","modified_gmt":"2012-08-15T06:25:26","slug":"wochenende-in-saaremaa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=15780","title":{"rendered":"Wochenende in Saaremaa"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_15910\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120810-140721.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15910\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120810-140721.jpg?w=300\" alt=\"Saaremaaa, Kuressare, Burg\" title=\"Saaremaaa, Kuressare, Burg\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-15910\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15910\" class=\"wp-caption-text\">Saaremaaa, Kuressare, Burg<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_15913\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120810-180308.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15913\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120810-180308.jpg?w=300\" alt=\"Saaremaa, Camping Tehumardi\" title=\"Saaremaa, Camping Tehumardi\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-15913\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15913\" class=\"wp-caption-text\">Saaremaa, Camping Tehumardi<\/p><\/div>\n<p>Auf Saaremaa, der gr\u00f6\u00dften Insel Estland auf der vierzigtausend Menschen wohnen und die in der Sowetzeit milit\u00e4risches Sperrgebiet war, ticken die Uhren langsamer, steht in den Prospekten dann wird noch etwas von Freizeit und Erholung hinzugef\u00fcgt und das war auch zu merken, als wir Freitagnachmittag die Hauptstadt Kuressaare erreichen.<br \/>\nVorher sind wir von Tallinn kommend, mit einer F\u00e4hre gefahren, eine halbe Stunde und der Alfred bef\u00fcrchtete fast, da ja Wochenende eine lange Wartezeit. Dann ging es aber Ruckzuck, wir kamen hin, bezahlten, fuhren ein und das Schiff war schon unterwegs, als wir das Deck erreichten.<br \/>\nIch habe ein wenig auf das Meer hinausgeschaut, der Alfred kaufte sich eine Stra\u00dfenkarte, w\u00e4hrend sich die Passagiere fotografierten und besonders gute Posen ausprobierten, dann hatten wir unser Ziel schon erreicht und fuhren durch die unber\u00fchrte Naturlandschaft. B\u00e4ume, W\u00e4der, hin und wieder Haus und das Meer ziemlich nahe, manchmal sieht man es von beiden Seiten.<br \/>\nIm ehemaligen Waaghaus der Hauptstadt Kuresaare ist jetzt ein Pub untergebracht, steht im Reiseplan, wir setzten uns unter das Sonnendach, Alfred bestellte eine Leber in Kognacsauce, ich einen Pfannkuchen mit Schinken und K\u00e4se, ein Erdbeersmoothy dazu und wenn man aufs Klo will, kann man das sch\u00f6ne alte Haus aus dem siebzehnten Jahrhundert bewundern.<br \/>\nNebenan befand sich ein kleiner Markt, wo die Leute ihre Handarbeiten, aber auch Heidelbeeren und Pilze verkauften. Im Gastgarten sa\u00df ein Mann mit einem Buch und unterhielt sich mit zwei Radfahrern, die ihre R\u00e4der an die Trennw\u00e4nde lehnten und sehr ausgeruht wirkten.<br \/>\nEin kleiner Bummel durch den Markt, Holzl\u00f6ffel waren zu bewundern und selbstgestrickte Str\u00fcmpfe und zur Touristeninformation.<\/p>\n<div id=\"attachment_15914\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120812-114420.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15914\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120812-114420.jpg?w=300\" alt=\"Saaremaa, Windm\u00fchlenmuseum\" title=\"Saaremaa, Windm\u00fchlenmuseum\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-15914\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15914\" class=\"wp-caption-text\">Saaremaa, Windm\u00fchlenmuseum<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_15916\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120812-172747.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15916\" src=\"http:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2012\/08\/20120812-172747.jpg?w=300\" alt=\"Saaremaa, Freilichtmuseum\" title=\"Saaremaa, Freilichtmuseum\" width=\"300\" height=\"198\" class=\"size-medium wp-image-15916\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15916\" class=\"wp-caption-text\">Saaremaa, Freilichtmuseum<\/p><\/div>\n<p>Die Attraktion des Ortes ist die Bischofsburg, in der zweiten H\u00e4fte des vierzehnten Jahrhunderts fertiggestellt und damit die best erhaltene mittelalterliche Burg des gesamten Baltikums.<br \/>\nUm zu ihr zu gelangen, mu\u00df man durch die gesch\u00e4ftige Hauptstra\u00dfe gehen, dann durch einen Park und am Kursalon vorbei, wo es auch einen Musikpavillon gibt.<br \/>\nKuresaare hat auch viele Spas und Heilb\u00e4der anzubieten und die Burg ist sehr idyllisch angelegt. Man mu\u00df \u00fcber ein paar Br\u00fccken gehen, kann sie aber auch \u00fcber verschiende H\u00fcgel klettern. Im Hof gibt es einen Schmied und andere Handwerksbuden. Bogenschie\u00dfen kann man, glaube ich, auch und in der Mitte ist eine B\u00fchne aufgebaut, wo es am Abend Musikauff\u00fchrungen zu geben schien.<br \/>\nEinen kurzen Rundgang zum Fotografieren, Alfred ist dazu, glaube ich, auf eine Mauer geklettert, dann fuhren wir weiter auf den Campingplatz, kamen zuerst in eine Polizeikontrolle, eine junge Polizistin wollte von uns wissen, ob wir das erste Mal in Estland w\u00e4ren und dann an die Landesspitze, wo es das einsame Restaurant gibt, von dem wir in der Touristeninformation Postkarten fanden, die wir an Alfreds Eltern, an die Ruth und an Margot Koller schickten.<br \/>\n&#8220;Da m\u00fc\u00dfen wir hin, da gibt es gebratene Fische!&#8221;, sagte der Alfred, wir hatten aber schon gegessen, also ans Meer, wo es einen Leuchtturm gibt und die M\u00f6wen ihre Federn verlieren, bis an die Spitze, wo sich die Touristen fotografierten oder Steine in das Wasser warfen.<br \/>\nDiesmal war der Campingplatz wirklich idyllisch, weil mitten im Wald gelegen. Zwei kleine Teiche gab es auch, die man umrunden konnte, einer f\u00fchrte direkt zu einer Hamburgerbude, wo sich Senf verkosten lie\u00df und das ber\u00fchmte estnische Bier zu kaufen gab, die aber leider erst um zw\u00f6lf \u00f6ffnete, so da\u00df es vorher nichts mit dem Kaffeetrinken wurde.<br \/>\nDas holten wir aber im Kursalon von Kuresaare nach, wo es um f\u00fcnf Euro mit wunderbaren Blick auf die Bischofsburg, ein wirklich reichhaltiges Fr\u00fchst\u00fcck gab. Schinken, Lachs, K\u00e4se, eine rote Beerenmarmelade, Croissant, Brot und Joghurt und eine dicke Katze wartete begierig auf die Abf\u00e4lle. Danach ging es am Samstag zum  Krater Kaali, der ein ziemliches Naturereignis ist und am Sonntag in den Windm\u00fchlenpark, denn Windm\u00fchlen hat nicht nur Holland anzubieten.<br \/>\nDie in Estland sind meistens viereckig und haben einen Mechanismus, da\u00df man sie in alle Richtungen drehen kann. Im Windm\u00fchlenpark gab es vier oder f\u00fcnf St\u00fcck, eine in holl\u00e4ndischer Manier, in die man hinaufklettern konnte und wo einen nicht nur Beschreibungen, sondern auch die M\u00fcllersfamilie als Puppen erwartete und am Samstag sind wir noch einmal zur Landesspitze gefahren und haben gegrillten Lachs gegessen.<br \/>\nEs war halb drei, in den baltischen Staaten wird die Uhr eine Stunde nach vor gestellt und das Restaurant als wir kamen, ziemlich leer, so da\u00df der Koch mit der Servierin zu den Revolutionsliedern, die es zu h\u00f6ren gab, tanzte und ebenfalls einen sehr entspannten Eindruck machte.<br \/>\nAm Sonntag haben wir in einem Restaurant mit der angeblich besten estnischen K\u00fcche gegessen, das sich in einem ehemaligen Pastoralamt neben der Kirche befand und nur im Sommer ge\u00f6ffnet ist.<br \/>\nHier konnten wir nicht im Freien essen, auf den  Holztischen, alles sehr \u00e4sthetisch, t\u00fcrmten sich aber nach der Bestellung die Speisen. Das Kartoffelp\u00fcree, das ich zu den Kohlrouladen bekam, h\u00e4tte locker f\u00fcr eine Familie gereicht, drei Sch\u00fc\u00dfel mit Salaten, bzw. eingelegten Gurken und K\u00fcrbissen und eine Sauce gab es auch. Der Alfred hatte Fisch bestellt und die Reisef\u00fchrer schrieben etwas von der einfachen deutschen Hausmannskost, an die die estnische K\u00fcche erinnert.<br \/>\nDann ein St\u00fcckchen in den Nationalpark hinein,  den man eigentlich durchwaten kann, was wir aber nicht machten. Wir lie\u00dfen uns nur von der freundlichen Dame in dem Infocenter erkl\u00e4ren, wo sich die Robbenbabys befanden und fuhren auf einer ziemlich holprigen Stra\u00dfe zu einer Art Hafen, wo ein paar Fischer waren und man auch auf eine Insel hinausfahren konnte.<br \/>\nDann h\u00e4tte es noch ein Freilichtmuseum zu besichtigen gegeben, leider war es, als wir es erreichten, aber schon geschlossen, so da\u00df wir nur von au\u00dfen, auf die alten H\u00e4user, eine Windm\u00fchle stand nat\u00fcrlich in der Mitte, schauen, beziehungsweise den Lageplan studieren konnte.<br \/>\nAm Campingplatz wurde noch bis sp\u00e4t am Abend gegrillt, die Kinder spielten und am n\u00e4chsten Morgen ging es mit der F\u00e4hre, um halb neun, wo man zum Fr\u00fchst\u00fcck schon gegrillte W\u00fcrste und eine Art Suppe essen h\u00e4tte k\u00f6nnen, aufs Festland zur\u00fcck, wo wir nach Riga weiterfuhren.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Saaremaa, der gr\u00f6\u00dften Insel Estland auf der vierzigtausend Menschen wohnen und die in der Sowetzeit milit\u00e4risches Sperrgebiet war, ticken die Uhren langsamer, steht in den Prospekten dann wird noch etwas von Freizeit und Erholung hinzugef\u00fcgt und das war auch &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=15780\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-15780","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15780","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15780"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15780\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}