{"id":15175,"date":"2012-07-12T00:36:18","date_gmt":"2012-07-11T22:36:18","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=15175"},"modified":"2012-07-12T00:36:18","modified_gmt":"2012-07-11T22:36:18","slug":"sommerfrische-und-korrigerarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=15175","title":{"rendered":"Sommerfrische mit Korrigerarbeit"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ich in der ersten Sommerfrischenwoche eigentlich in <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/08\/den-bachmannpreis-gewinnen\/\">Klagenfurt<\/a> war und mir nachher \u00fcberlegte, was ich von diesem Wettlesen und dem sch\u00f6nsten Betriebsausflug der Literatur eigentlich f\u00fcr mich mitgenommen habe, beginnen die Sommertage auf der Harlander Terrasse und den Radtouren auf der Traisen entweder in Richtung St. P\u00f6lten oder Wilhelmsburg jetzt mit meiner Schreibwerkstatt beziehungsweise der Korrigierarbeit an <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/01\/rohtextrapport\/\">&#8220;Kerstins Achterln&#8221;<\/a> und das ist es, was ich mir aus Klagenfurt, au\u00dfer, da\u00df ich mir Cornelia Travnicecs Bildergalerie auf ihrer Facebookseite angeschaut habe, mit dem  Interview von Wolfgang Tischner mit Olga Martynova, wo sie sagte, da\u00df sie manchmal tage- oder wochenlang nach dem richtigen Wort sucht, weil Schreiben  schwierig ist, ganz egal, ob man das jetzt in Deutsch oder in Russisch tut. Und das habe ich schon erkannt, da\u00df mich das vielleicht noch von den sogenannten Profis unterscheidet, da\u00df ich in meiner Hemmung und in meiner Freude \u00fcberhaupt etwas hinzubekommen, schnell schnell schreibe, das dann stehen lasse oder nur nach Rechtschreibfehlern suche. Fr\u00fcher habe ich das dann an Jung und Jung nach Salzburg oder an die anderen zweiundvierzig Verlage geschickt, deren Adressen im Handbuch der IG-Autoren standen. Am Freitag und am Sonntag bin ich nach meinem Bachmannlesungssurfing vor meinem Text gesessen, habe die Szenen vor mir gehabt, wo Kerstin den kleinen Hektor im Stadtpark trifft oder vorher die strahlende Braut Traudl Oberm\u00fcller fotografiert und gest\u00f6hnt, ob der Szenen, wo ich noch nicht Tage oder Wochen nach dem richtigen Ausdruck gesucht habe. Denn das ist genau das, wo ich jetzt stehe und es gut ist es zu lernen. Zum Rohentwurf brauche ich etwa sechs Wochen, dann f\u00e4ngt die eigentliche Korrigierarbeit an. Das wei\u00df ich auch schon, denn ich korrigiere ja schon l\u00e4nger dann einige Monate und gehe das Ganze auch Szene f\u00fcr Szene durch. Da\u00df ich am Inhalt dabei gar nicht mehr soviel ver\u00e4ndere, nur die ber\u00fchmten zehn Prozent Wortwiederholungen wegk\u00fcrze, habe ich auch schon geschrieben.<br \/>\nWas ich mir von diesem Bachmannpreis mitnehmen will ist, da\u00df ich kritischer gegen\u00fcber meinen Szenen werden will und genauer schauen, wieviel ich an den W\u00f6rtern \u00e4ndern will, bis sie sitzen. Fr\u00fcher habe ich ja auch schlechte Szenen stehen lassen, jetzt sollte ich mir die anmerken und dann wirklich versuchen  solange umzuschreiben, bis sie passen. Damit habe ich auch schon begonnen, n\u00e4mlich 2005, als ich die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_fluchtbewegung.html\">&#8220;Fluchtbewegungen&#8221;<\/a> korrigierte und vorher damit bei der &#8220;Text und Kritikwerkstatt&#8221; auf der Silvrettah\u00f6he war, wo, das wie in Klagenfurt ordentlich zerstampft wurde. Dann habe ich sch\u00f6nere Phrasen eingef\u00fcgt und versucht sprachlich besser zu werden. Das kannst du also auch schon ein bi\u00dfchen, liebe Eva und genau das habe ich in meiner Sommerfrische auch vor, die ich in den Sommermonaten ab Mittwoch machen will. Das Rohkonzept ist ja schon einige Zeit fertig, jetzt gehe ich zum ersten Mal das Ganze durch, finde, wie beschrieben dabei Szenen, die noch nicht passen und ordentlich \u00fcberarbeitet geh\u00f6ren.<br \/>\nWenn ich damit einmal durch bin, werde ich mein Notizbuch herausnehmen und schauen, was ich mir da an Ideen aufnotiert habe, dann auf die Fehler achten, wie hei\u00dft jetzt der Galerist und was war am Mittwoch oder Donnerstag? etc und dann wieder Szene f\u00fcr Szene und solange an der Sprache arbeiten bis ich zufrieden bin.<br \/>\nEine Bachmannlesungseinladung werde ich damit wahrscheinlich nicht bekommen, weil ich ja mit dem, was ich &#8220;Abheben&#8221; nenne, meine Schwierigkeiten habe. Ich denke aber, ich will es so hinbekommen, da\u00df es mir gef\u00e4llt. Da\u00df ich es als fertigen realistischen Text betrachte, der auch sprachlich passt. Und da finde ich beim <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/11\/sie-sprechen-mit-jean-amery-was-kann-ich-fur-sie-tun\/\">Lesen<\/a> oder auf <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/30\/sprachkunstabschluss-und-fest-fur-robert-schindel\/\">Veranstaltungen<\/a>, jetzt manchmal etwas, wo ich denke, das kann ich eigentlich auch!<br \/>\nAlso auf in eine sch\u00f6ne Sommerfrischenkorrigierarbeit. Denn das habe ich mir ja auch in einem Sommer, als es das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/03\/vier-jahre-literaturgefluster\/\">Literaturgefl\u00fcster noch nicht gab<\/a>, so vorgenommen, eine Schreibwerkstatt zu machen, wo ich noch nicht so genau wu\u00dfte, was in einer solchen passiert. Jetzt kann man das durch die Online Schreibwerkst\u00e4tten herausfinden und da habe ich ganz am Beginn meiner heurigen Sommerfrische gleichmal eine bei Thomas Wollinger gemacht.<br \/>\nEin guter Start in diesen Sommer, der vielleicht ein wenig hektisch wird, weil Alfreds Vater im Februar oder M\u00e4rz von allen unbemerkt einen Schlaganfall hatte, danach im Bett liegen blieb und n\u00e4chste Woche eine vierundzwanzig Stunden Pflegerin kommt. Seit einigen Jahren mache ich schon die von mir genannte Sommerfrische, wo ich mir im Juli und August meine Stunden auf ein paar Tage zusammenlege und den Rest der Woche in Harland verbringe, so da\u00df ich die wenigen Literaturangebote, die es in Wien den Sommer \u00fcber gibt, vers\u00e4ume. Da sind beispielsweise die O-T\u00f6ne im Museumsquartier, wo am Donnerstag das Who is who der \u00f6sterreichischen Neuerscheinungen auftritt, das werden in diesem Sommer Friederike Mayr\u00f6cker, Cornelia Travnicek, Julya Rabinowich, Lilian Faschinger, Walter Grond, Olga Flor, Clemens J. Setz und Wolf Haas sein. Roul Schrott hat schon vorige Woche er\u00f6ffnet. Vor zwei Jahren war ich, w\u00e4hrend der Alfred in den Masuren war, <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/07\/16\/abend-im-museumsquartier\/\">einige<\/a> Mal dabei und habe auch schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/07\/10\/o-tone\/\">2009 <\/a>davon berichtet. Die Sommerlesereihe im &#8220;Cafe Pr\u00fcckl&#8221; der Zeitschrift &#8220;Podium&#8221; organisiert von Christa Nebenf\u00fchr gibt es auch. Da werde ich am n\u00e4chsten Montag zum Auftakt in die Alte Schmiede gehen und damit mein Veranstaltungsprogramm f\u00fcr diesen Sommer wahrscheinlich beenden.<br \/>\nB\u00fccher werde ich nat\u00fcrlich lesen, aber auch da meine <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">Leseliste<\/a> unterbrechen, bzw. am Dienstagmorgen den &#8220;Engel mit der Posaune&#8221; in die Badewanne mitnehmen, w\u00e4hrend im Harlander Wohnzimmer ein riesiges B\u00fccherregal auf mich wartet, wo jene drei bis f\u00fcnfhundert B\u00fccher stehen, die ich von dem sogenannten B\u00fccherkasten meiner Eltern erbte, meistens B\u00fcchergilde Gutenberg Ausgaben. Pearl S Buck, Traven, Sigrid Undset, Vicki Baum, etc, die ich  schon immer lesen wollte.<br \/>\nJetzt habe ich mir  einmal, da ihn Thomas Wollinger so oft auf seiner Seite zitiert, den &#8220;Radetzkymarsch&#8221; vorgenommen und dann noch Ulrich Bechers &#8220;Nachtigall will zum Vater fliegen&#8221;.<br \/>\nDas ist zwar kein Buch aus der v\u00e4terlichen Bibliothek, sondern eines, das die St\u00e4dtische B\u00fccherei in den fr\u00fchen Neunzigerjahren ausschied. Ich habs in der Gumpendorferstra\u00dfe gefunden, zu lesen angefangen, aber keine Ahnung, wer Ulrich Becher ist, kannte ich ja nur  Johannes R. Becher und daher liegenlassen. Dann bin ich nach Leipzig gefahren, habe dort ein Aufbau Taschenb\u00fcchlein mit Briefen aus den F\u00fcnfzigerjahren aus der Abverkaufskiste gezogen, vor zwei Jahren dann, den zweiten B\u00fccherfund <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/14\/kurz-nach-4\/\">&#8220;Kurz nach 4&#8221;<\/a>, das inzwischen<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/28\/lesen-und-wandern-am-berg\/\"> wiederaufgelegt<\/a> wurde, gelesen und in der gr\u00fcnen Neuausgabe gibts ein langes Vorwort zum Leben von Roda Rodas Schwiegersohn. Das habe ich mir  bei der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/11\/10\/erster-messetag-2\/\">Buch-Wien<\/a> vom Verleger schenken lassen.<br \/>\n&#8220;Lesen Sie es!&#8221;, hat er mir geraten, aber das habe ich ja schon und noch mal kann ich es nicht gut besprechen. Ich werde es mir aber n\u00e4chste Woche aus Wien mitnehmen und die biographischen Angaben in die Besprechung der &#8220;Nachtigall&#8221; einflie\u00dfen lassen und dann habe ich gestern vom Haymon-Verlag die Nachricht, da\u00df sie mir ab nun ihre Neuerscheinungen als Vorausgaben f\u00fcr den E-Book Reader schicken werden. Den habe ich zwar nicht, man kann es aber im Computer lesen und das werde ich jetzt einmal probeweise mit Jochen Jungs &#8220;Wolkenherz&#8221;, die eine leichte Sommergeschichte sein soll, auch tun.<br \/>\nWerde also in meiner Sommerfrische sehr besch\u00e4ftigt sein, am Sonntag kann ich noch einmal Alfreds Vater in seiner <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/24\/wanderwochenende-und-rehab-besuch\/\">Reha<\/a> besuchen. Im August fahren wir in die<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/12\/wochen-zahlen\/\"> baltischen Staaten<\/a>, da nehme ich mir die letzten beiden Geschenkb\u00fccher des Hauptverbandes zum Tag des Buches mit, wo es um das Reisen geht und in einer gro\u00dfen Tasche die Literatur \u00fcber Litauen, die ich  2002 als es Gastland in Frankfurt war, dort bekommen habe.<br \/>\nEin bi\u00dfchen surfen in den Blogs der anderen, werde ich neben lesen, korrigieren Rad fahren und es mir gut gehen lassen, nat\u00fcrlich auch.<br \/>\nJetzt gibts noch einen Einblick in das Best-of Sommerfrischenarchiv <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/07\/03\/sommerfrische\/\">1<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/07\/30\/fit-und-fun-und-sommerfrische\/\">2<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/07\/12\/vorleser-in-der-sommerfrische\/\">3<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/07\/21\/ab-in-die-sommefrische\/\">4<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/25\/vorletzte-sommerfrischenrunde\/\">5<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/18\/sommerfrischeschreibwerkstatt\/\">6<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/12\/sommerfrischen-schreibwerkstatt\/\">7<\/a><br \/>\nUnd geschrieben beziehungsweise korrigiert habe ich in meinen Sommerfrischesommern auch recht flei\u00dfig <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_radiosonate.html\">2008,<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_hunger.html\">2009<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">2010<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bank.html\">2011<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich in der ersten Sommerfrischenwoche eigentlich in Klagenfurt war und mir nachher \u00fcberlegte, was ich von diesem Wettlesen und dem sch\u00f6nsten Betriebsausflug der Literatur eigentlich f\u00fcr mich mitgenommen habe, beginnen die Sommertage auf der Harlander Terrasse und den Radtouren &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=15175\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-15175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15175\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}