{"id":14540,"date":"2012-06-08T23:59:36","date_gmt":"2012-06-08T21:59:36","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=14540"},"modified":"2012-06-08T23:59:36","modified_gmt":"2012-06-08T21:59:36","slug":"schreibflus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=14540","title":{"rendered":"Im Schreibflu\u00df"},"content":{"rendered":"<p>Das Schreiben flie\u00dft und ich bin in meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/07\/garten-und-romanarbeit\/\">Harlander- Literaturresort<\/a>, der Ausdruck ist eine Inspiration, die mir gekommen ist, nachdem ich auf Cornelia Travniceks Facebook Seite gelesen habe, da\u00df sie n\u00e4chste Woche  Urlaub oder Leseaufenthalt im  Reading-Hotel-Resort Saalbach Hinterglemm macht, wieder einmal sehr kreativ gewesen. Das Schreiben ist ja wie ein manisch-depressiver Flu\u00df, jedenfalls bei mir. Einmal gehts  wie geschmiert,  einmal stockts und ist auf jeden Fall ist es mir sehr wichtig. Das Wichtigste \u00fcberhaupt wahrscheinlich, weil es sich mir so entzieht. Das stimmt aber nicht, denn ich bin ja eine Marathonschreiberin, wie es zwar auch noch andere gibt, da bin ich wahrscheinlich nicht allein, auf die Art und Weise, wie ich es betreibe aber schon. Bringe ich es ja fertig, auch im world wide net alleine vor mich hinzuschreiben. Was auch nicht ganz stimmt, denn als ich heute Mittag auf meine Statistikseite ging, hatte ich schon hundertachtundsiebzig Aufrufe, wow und bis kurz vor Mitternacht waren es schon zweihundertvierzig. Das ist f\u00fcr andere vielleicht nicht viel, f\u00fcr mich aber schon, denn mein H\u00f6chstbesuchertag war der 31. 1. 2011 mit 250 Besuchern, das war der Artikel mit der <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/29\/lesarten-der-sprachkust-studentenlesung\/\">&#8220;Studentenlesung&#8221;<\/a>, seither habe ich nie mehr soviele Aufrufer bekommen und werde das auch jetzt nicht erreichen. Ich habe aber geschrieben und geschrieben von morgen an. Zuerst kam eine Szene, die in der U-Bahn und am W\u00fcrstelstand spielt, Kerstin trifft dort mit ihren Marmeladepaketen den Sandler M\u00e4xchen, l\u00e4dt ihm am W\u00fcrstelstand auf K\u00e4sekrainer ein und trinkt dazu ein  Stifterl Rotwein. Am Donnerstag habe ich schon von ihrem Arbeitsauftrag im KHM geschrieben, da fotografiert sie unter dem Bildnis der Infantin Margarita den frechen kleinen Hektor und das war eine Szene, die mich inspirierte. Die Gedanken sind geflossen und ich bin mit dem Schreiben gar nicht nachgekommen. Zuerst habe ich mich aber noch ein bi\u00dfchen durch das Literaturgefl\u00fcster gesurft, das Schnitzel, das von Donnerstag \u00fcbergeblieben ist, gebraten und bin mit dem Rad zum Lidl gefahren, um  Zitronen und Champignons einzukaufen. Dann habe ich mich mit einer gro\u00dfen Sch\u00fc\u00dfel Obstsalat, Kirschen, Melonen und Erdbeeren, alles im sch\u00f6nen Rot, was ja  zu den Rotweinachterl passt, gesetzt und bin mit dem Schreiben gar nicht nachgekommen.<br \/>\nF\u00fcr alle, f\u00fcr die das jetzt ein bi\u00dfchen unverst\u00e4ndlich klingt. Es geht um mein neues Roman- oder was auch immer Projekt, das den Arbeitstitel &#8220;Ein Glas zuviel&#8221; hat, jetzt denke ich aber, ich sollte es auf &#8220;Das t\u00e4gliche Achterl&#8221; um\u00e4ndern, weil das vielleicht besser passt. Diese Schreibidee ist mir irgendwann im <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/22\/existenzen-an-der-kippe-und-romanbeginn\/\">Mai <\/a>gekommen und ich habe da zwischen meinem <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/29\/pfingsten-ii-bucherkastenlesetour\/\">Lesemarathon<\/a> auch zaghaft zu schreiben angefangen. Inzwischen habe ich  schon neunundvierzig Seiten, siebzehn Szenen und einiges im Notizheft aufnotiert. Es geht um einen Entzug. Die f\u00fcnfunddrei\u00dfigj\u00e4hrige Fotografin Kerstin Wieland hat sich bei einer Vernissage mit ihrem Freund Franz zerstritten, ihn aus der Wohnung geworfen, obwohl sie von ihm abh\u00e4ngig ist, danach noch eine Flasche ausgetrunken und will ihn eigentlich wieder haben. Er kommt aber nicht. Sie f\u00e4hrt nach Kalksburg, um ihn zu suchen, lernt dort den Patienten Hans Richter kennen, der ihr zu einem t\u00e4glichen Achterl r\u00e4t und dazu am Sonntag in die Kirche zu gehen und sie anschlie\u00dfend in einem Gasthausgarten zu treffen. So weit war ich ungef\u00e4hr, als in mein verl\u00e4ngertes Wochenende aufgebrochen bin. Nein, ich war noch weiter. Es gibt auch eine Mutter, die den siebzigsten Geburtstag feiert und einen Ferdinand, der Kerstin vielleicht als sie dreizehn war, mi\u00dfbrauchte. Jetzt kann sie nicht allein sein. Z\u00e4hlt also Sch\u00e4fchen und schluckt Valium. Die Galeristin Barbara weckt sie am Morgen immer auf, sagt ihr aber auch nicht, wo sich Franz befindet. So weit war ich, dann kam es zu der Szene im KHM und die Gedanken sind geflo\u00dfen. Es ist noch M\u00e4xchen aufgetaucht und das Treffen mit der Mutter beim Gerstner und danach vier Szenen auf der Terrasse, bis das gro\u00dfe Gewitter kam.<br \/>\nKerstin geht auch laufen in den Stadtpark, trifft dort den altklugen Hektor, der sein Kinderm\u00e4dchen in den Kursalon schickt, da ist es Dienstag und am Samstag wird sie f\u00fcr die Pfarrgemeinde einen Hellinger-Marmelade-Kuchen backen und danach wieder Franz Richter treffen. Aber was mache ich bis dahin? Bis jetzt habe ich ja neunundvierzig Seiten, das sind 25. 365 Worte, wenn ich die Struktur von hundert Seiten will, werden das etwa f\u00fcnfzigtausend Worte sein, also ein Nanrowrimoma\u00df, aber wo will ich hin? Einen Entzug beschreiben, davon bin ich ausgegangen. Und nach der KHM-Szene ist es mir auch sehr fl\u00fc\u00dfig und sehr neu vorgekommen, aber wie geht es weiter? Was ist der Plot, denn der Alkoholentzug und die Struktur, das Laufen und die Haltegriffe sind ja allein zuwenig, das ist noch keine Literatur sondern Verhaltenstherapie, h\u00f6re ich meine Leser schon sagen. Also ist mir ein Krebs eingefallen, denn Franz vielleicht haben k\u00f6nnte, aber der stellt auch in sechs Wochen bei Barbara aus und die hat Kerstin schon gesagt, da\u00df er sie nicht dabei haben will. Das w\u00e4re der Handlungsrahmen, Kerstin mit M\u00e4xchens, Hektors, Franz Richters und wem noch immer, die alle ihre Geschichten haben, Hilfe, durch die sechs Wochen bringen. Am Morgen ruft immer Barbara an und Kerstin h\u00e4lt auch mehr oder weniger ihr t\u00e4gliches Achterl durch und fotografiert auf Hochzeiten, Vernissagen und am Ende ist Franz Vernissage, da bin ich dann bei hundert, hundertzwanzig oder hundertf\u00fcnfzig Seiten, vielleicht. Kerstin geht hin, Franz kommt ihr entgehen, schaut sie b\u00f6se oder anders an. Sie sagt &#8220;Ich w\u00fcnsch dir alles Gute, dreht sich um und geht!<br \/>\nSo weit, so what, das Expose einer literaturbesessenen Vielfschreiberin, die es nicht lassen kann und kein Jahr f\u00fcr ihre Sachen braucht, sondern im Rohtext ein paar Wochen und dann noch dar\u00fcber bloggt. Soll sein, denn ich kann ohnehin nur meinen Weg gehen und tue das auch sehr beharrlich und konsequent.<br \/>\nDazwischen stauen sich dann schon die Texte, denn so schnell kommt der Alfred, der auch den Garten seiner Eltern betreuen mu\u00df, nicht nach. Das macht aber auch nicht unbedingt etwas, denn die Technik machts m\u00f6glich, da\u00df man nicht immer auf die Printausgabe warten mu\u00df. Die &#8220;Wiedergeborene&#8221; gibts auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=24GsuDmokD4\">You tube <\/a>anzuh\u00f6ren, denn da habe ich schon <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/22\/die-mittleren-vi\/\">dreimal<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/05\/lesung-mit-rudolf-lasselsberger\/\">den<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/29\/salzburg-lesung\/\">Anfang<\/a> gelesen und davon gibts Berichte und die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/31\/qualereien\/\">Schreibberichte <\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/14\/samstagbericht\/\">gibts<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/19\/rohtext\/\">nat\u00fcrlich<\/a> auch.  Von der  &#8220;Paula Nebel&#8221; gibts den auch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/03\/auf-romansuche\/\">1<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/23\/weiter-mit-der-romanarbeit\/\">2<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/31\/osterspaziergang-etwas-windig\/\">3<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/03\/lese-und-schreibbericht\/\">4<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/08\/ruckzugsgedanken\/\">5<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/12\/fortsetzungsbericht\/\">6 <\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/19\/arbeitsbericht\/\">7 <\/a>und noch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/12\/nebelschwaden\/\">zwei <\/a><a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/04\/langer-brief-an-den-herrn-kurz\/\">Kurztexte<\/a>, die die Entstehung ein bi\u00dfchen dokumentieren und das Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch auf dessen Idee mich meine Osterkrise brachte, gibt es sowieso im Netz und das genaue Inhaltsverzeichnis mit Stephan Eibl Erzbergs euphorischen Nachwort wird demn\u00e4chst folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schreiben flie\u00dft und ich bin in meinem Harlander- Literaturresort, der Ausdruck ist eine Inspiration, die mir gekommen ist, nachdem ich auf Cornelia Travniceks Facebook Seite gelesen habe, da\u00df sie n\u00e4chste Woche Urlaub oder Leseaufenthalt im Reading-Hotel-Resort Saalbach Hinterglemm macht, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=14540\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41],"tags":[],"class_list":["post-14540","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14540\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}