{"id":14519,"date":"2012-06-07T09:51:05","date_gmt":"2012-06-07T07:51:05","guid":{"rendered":"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=14519"},"modified":"2012-06-07T09:51:05","modified_gmt":"2012-06-07T07:51:05","slug":"garten-und-romanarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=14519","title":{"rendered":"Garten- und Romanarbeit"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich habe ich gestern ins Literaturhausgehen wollen, wo die Edition Exil drei Autorinnen, darunter <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/22\/zitronenkuchen-fur-die-sechsundfunfzigste-frau\/\">Ceher Sakirs<\/a> neuen Erz\u00e4hlband, vorstellte, aber heute ist ein Feiertag. Ich habe am Freitag keine Stunden, der Alfred war drei Wochen in Australien und der gro\u00dfe Garten seiner Eltern braucht, seit  sein Vater das nicht mehr machen kann, Betreuung. Das Gras w\u00e4chst, die Weinreben geh\u00f6ren angebunden, das Gem\u00fcse gesetzt, etc und die Mutter ben\u00f6tigt auch eine Einkaufshilfe, denn die Einkaufscentren sieben Kilometer weg&#8230;<br \/>\nAlso ein verl\u00e4ngertes Wochenende am Land, mein Wellness und Literaturressort sozusagen, da ich ja immer von den Schreibwerkst\u00e4tten rede, die ich mir selber mache und da ist sicher wieder eine angesagt, damit es mir nicht, wie bei den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/31\/qualereien\/\">letzten<\/a> <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/08\/ruckzugsgedanken\/\">Projekten<\/a> passiert, seltsamerweise ist die Krise da jeweils  in Harland ausgebrochen, aber das ist ja auch ein sehr schreibintensiver Ort, kein Telefon l\u00e4utet, keine Klienten kommen&#8230;<br \/>\nEs gibt nur die Badewannelesesessions, das Radfahren an der Traisen und nat\u00fcrlich das Surfen auf den Literaturseiten und bei den B\u00fccherbloggern, aber das ist ja sehr inspirierend. Interessant ist es auch, weil man da gelegentlich die spannensten Dinge erf\u00e4hrt, zum Beispiel, das Cornelia Travnicek jetzt Jungunternehmerin ist und in Krems einen Bubbleteashop managt, was mich ein bi\u00dfchen verwirrte, weil mich die Frage besch\u00e4ftigte, wie sie dann gleichzeitig ihre Romane schreiben, auf Lesetouren, beim Bachmannpreis lesen und noch als Programmiererin arbeiten kann. Sie ist aber eben ein Kugelblitz, wie sie sich in ihrem <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/autoren\/3782\">TddL-Portr\u00e4t<\/a> selbst beschreibt. Die Videoportraits auf der Bachmannpreisseite sind fertig, so da\u00df man sich schon anschauen kann, wer heuer in Klagenfurt lesen wird. Au\u00dfer Cornelia Travnicek, sind mir nur Leopold Federmair und Olga Martynova bekannt. Habe also keinen Tip f\u00fcr eine Preisprognose, da\u00df Cornelia Travnicek den Elan hat, vielleicht auch mit den Kriterien dieser Riesenmaschine, einen der kleineren Preise zu gewinnen, k\u00f6nnte ich mir vorstellen. Die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/06\/30\/traumtinte\/\">gro\u00dfen Preise<\/a>, gehen ja meist an die Deutschen und da ja schon letztes Jahr eine \u00d6sterreicherin <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/10\/bachmannpreisverleihung\/\">gewonnen <\/a>hat, halte ich die diesbez\u00fcgliche Chance f\u00fcr eher gering. In einem Monat werden wir es wissen und da werde ich wahrscheinlich auch in Harland sein, da die TddL, wie es jetzt hei\u00dft, ja inzwischen erst Anfang Juli, um wegen der vielen Fu\u00dfballspiele nicht in Konkurrenz zu kommen, stattfinden.<br \/>\nUnd irgendwie bin ich ja auch ein Kugelblitz, zumindestens beim Schreiben. N\u00e4mlich sehr sehr schnell, so da\u00df jetzt schon drei Texte auf Alfreds Schreibtisch auf die Fertigwerdung warten. Feedback ist aber, wo ich mich schon so beklagte, keine Lesungen mehr zu haben, auch gekommen, so werde ich die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/30\/das-neue-buch-2\/\">&#8220;Frau auf der <\/a>Bank&#8221; schon am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">29. Oktober in der Alten Schmiede<\/a> vorstellen. Bei der <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=24GsuDmokD4\">&#8220;Wiedergeborenen&#8221;<\/a> warte ich, da\u00df sie mir der Alfred zur Endkorrektur bringt. Den Buchtext und das Foto haben wir schon, den Umschlag mu\u00df der Alfred erst gestalten, dann die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/12\/nebelschwaden\/\">&#8220;Paula Nebel&#8221;<\/a> in seinen Computer aufnehmen und mir die <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/22\/neue-wege-oder-standortklarung\/\">Literaturgefl\u00fcstertexte<\/a> in meinen schicken, damit ich die ordentlich korrigieren kann, eine euphorische Stimme dazu gibt es schon und dann hat die Kugelblitzin in mir, trotz der vielen Baustellen, die mich etwas verwirren, auch schon wieder das <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/22\/existenzen-an-der-kippe-und-romanbeginn\/\">neue Projekt<\/a> begonnen, das diesmal sch\u00f6ner, besser und endlich der Roman werden soll&#8230; eh schon wissen.<br \/>\nIch habe mich am <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/03\/ratsel-raten\/\">vorigen Wochenende<\/a> aber auch mit der Frage besch\u00e4ftigt, was mir eigentlich wirklich fehlt, um einen &#8220;richtigen Verlag&#8221; zu finden und da ich ja ziemlich monogam vor mich hinblogge, wei\u00df ich die Antwort nicht wirklich. Habe nur ein paar Vermutungen und da auch ein Verdacht, da\u00df es vielleicht auch an anderen und nicht nur an meinen &#8220;S&#8221;-Fehlern und, da\u00df ich halt sehr realistisch schreibe, n\u00e4mlich an dem liegen k\u00f6nnte, was Barbara Neuwirth einmal sehr vorsichtig &#8220;Du bist in keinen F\u00f6rderkreis&#8221; genannt hatte, ja die Hemmung und die Sch\u00fcchternheit, vielleicht auch das fehlende Charisma&#8230;<br \/>\nSo wirklich glauben, doch noch in den Literaturbetrieb hineinzukommen, tue ich ja nicht und ich bin es  auch schon, wenn nur sehr am Rand und ein paar Aufforderungen von au\u00dfen kommen ja auch hie und da.<br \/>\nSo habe ich vor kurzem ein paar Texte f\u00fcr die &#8220;5 er Edition&#8221; der Margaretner Autoren, wo es ja im November eine Lesung gibt, weggeschickt, an dem Aufruf &#8220;Veza lebt&#8221;, habe ich mich auch beteiligt und was das Schreibseminar betrifft, denke ich mir ja immer, da\u00df ich mir dieses Jahr oder vielleicht auch nur den Sommer Zeit lassen k\u00f6nnte, in mein neues Projekt wirklich hineinzukommen und da habe ich, als ich die Literaturgefl\u00fcstertexte sehr schnell zusammengesucht hatte und der Alfred noch in Australien war, ja schon mit dem Schreiben begonnen und inzwischen neunundzwanzig Seiten und zehn Szenen. Den Arbeitstitel &#8220;Ein Glas zuviel&#8221; und zwei Ideen, von denen ich ausgehe. Es ist noch ziemlich eindimensional, n\u00e4mlich die Figur der Kerstin, die nach einer besoffenen Nacht ihren Freund hinausschmei\u00dft, ihn zur\u00fcck haben will, er kommt aber nicht und sich  auf einen Entzug begibt und ich bin jetzt schon wieder an der Stelle, wo ich mich frage, wie geht es weiter? Habe ich mich schon an den Rand geschrieben? Wo mu\u00df ich aufpassen, langsamer, tiefer werden, etc.<br \/>\nDas habe ich jetzt vor dieses Wochenende sehr intensiv zu tun, also wieder alles durchgehen, vielleicht doch so was wie ein Arbeitsexpose, wie das jetzt ja hei\u00dft zu machen, obwohl ich darin trotz meiner peniblen Gr\u00fcndlichkeit nicht sehr gut bin und in der Schule bei den Deutschschularbeiten, die Gliederung immer erst nachher geschrieben habe. Die Frage, was machen die, die zwei drei Jahre und nicht sechs Wochen f\u00fcr ihre Arbeiten brauchen anders, ist aber schon sehr interessant. Und w\u00e4re \u00fcber diesbez\u00fcgliches Feedback und R\u00fcckmeldungen auch dankbar. Die aufmunternde Stimme eines Lektors fehlt ja sicher und f\u00fcr bezahltes Textcoaching, wie es Anni B\u00fcrkl et al anbieten, bin ich zu geizig. Das das holen sich die sogenanten Profiautoren ja sicher ebenfalls nicht und Testleser habe ich keine, das tue ich mir, da es eh schon m\u00fchsam genug ist, jemanden f\u00fcr den Beschreibungstext zu finden und da oft Absagen kommen, nicht an. Also selber im Schreibressort Harland und auch in Wien f\u00fcndig werden. Inzwischen bin ich, glaube ich, auch so selbstbewu\u00dft, da\u00df ich mir zutraue ein bi\u00dfchen langsamer, werden, innehalten und immer wieder fragen, wie machen das jetzt die anderen? Was fehlt mir noch? Das ist doch gelacht, da\u00df das ausgerechnet nir nicht gelingt!<br \/>\nDen festen Vorsatz mindestens hundert Seiten zu schreiben und nicht wieder bei vierzig fertig zu werden habe ich, also werde ich jetzt auch schauen, ob ich nicht vielleicht doch mehrere Handlungsstr\u00e4nge einbauen soll. Das hatte ich ja fr\u00fcher meistens und \u00fcberlegen, was will ich genau?, ist sicher auch ganz wichtig. Denn da schummle ich mich ja meistens weg. Was mir jetzt schon ganz gut gelingt, ist nicht in Panik zu geraten, wenn ich mal flach und Bl\u00f6dsinn schreibe, sondern stehen lassen und die Szene am n\u00e4chsten Tag kritisch herzunehmen und zu ver\u00e4ndern. Die Frage, wo will ich hin, ist also schon sehr wichtig und die Struktur &#8220;Du schreibst jetzt hundert Seiten und bist jetzt beim ersten Drittel, brauchst also deine H\u00f6hepunkte und deinen Schlu\u00df!&#8221;, ist das sicher auch. Ansonsten, das habe ich ja schon geschrieben, ist das Thema diesmal neu f\u00fcr mich und nicht so abgelutscht, wie bei den letzten und der Gedanke, du kannst schreiben und solltest nur noch das finden, was dir noch fehlt, um gut zu werden, ist sehr hilfreich, obwohl ich schon wei\u00df, da\u00df das vielleicht auch an anderen liegt und wenn ich da so offen \u00fcber meine Schwierigkeiten blogge, setzte ich mich bei denen, die das nicht so machen, vielleicht wieder ins Fettn\u00e4pfchen. Mir hilft das, glaube ich, aber schon und w\u00e4re fasziniert gewesen, wenn ich vor zwanzig, drei\u00dfig Jahren so etwas gefunden h\u00e4tte.<br \/>\nAnsonsten gibt es eine traurige Mitteilung. Ray Bradbury mit dem ich mich ja vor kurzem besch\u00e4ftigt habe, den <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/23\/friedhof-fur-verruckte\/\">&#8220;Friedhof f\u00fcr Verr\u00fcckte&#8221;<\/a> gelesen habe und mich nach Ostern von ihm ein bi\u00dfchen aus der Krise<a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/15\/zen-in-der-kunst-des-schreibens\/\"> heraushelfen<\/a> lie\u00df, ist gestorben und da bin ich schon beim Thema lesen. Das ich f\u00fcr mein Schreiben ja  sehr hilfreich finde. Ich glaube, ich lese deshalb soviel, weil ich herausfinden will, wie das die anderen machen. Da es aber die B\u00fccherschr\u00e4nke gibt, habe ich einen gro\u00dfen Sub und da h\u00e4tte ich mich ja bis Ende juni gerne bis zu Buch <a href=\"http:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">47 auf meiner Leseliste<\/a> vorgelesen, weil ich  dann Sommerfrische mache und wir auch zwei Wochen in die baltischen Staaten fahren und da ich 2002 in Frankfurt auf der Buchmesse war, als Litauen Gastlad war, habe ich in Wien ja sicher einige Leseproben und Brosch\u00fchren, die ich mitnehmen k\u00f6nnte, es also vielleicht nicht ganz schaffen werde. Die &#8220;Wilma&#8221; und der Leon de Winter bleiben in Wien also vorerst liegen, w\u00e4hrend auf der Harlander Leseliste gerade der dicke Stefan Heym &#8220;Lenz oder die Freiheit&#8221; steht, mal sehen, ob ich das bis Sonntag schaffe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich habe ich gestern ins Literaturhausgehen wollen, wo die Edition Exil drei Autorinnen, darunter Ceher Sakirs neuen Erz\u00e4hlband, vorstellte, aber heute ist ein Feiertag. 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